Designwerk E-Betonmischer: Bringt 500 kW Leistung & 340 kWh-Akku auf die Baustelle

Copyright Abbildung(en): Designwerk

Künftig setzt der Baustoffhersteller Holcim Schweiz auf drei vollelektrischen Betonfahrmischer, wenn es darum geht die eigenen Baustellen mit Beton zu beliefern. Aufgebaut wurden die drei E-Fahrzeuge vom Schweizer Hersteller für elektrische Nutzfahrzeuge Designwerk. Dieser hat den Betonmischer in den letzten Monaten entwickelt und produziert. Für Designwerk und Holcim Schweiz bedeutet dies einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung klimaneutrale Baustellen.

Auf die Straße kommt das E-Nutzfahrzeug unter der Marke Futuricum. Bei den neuen Futuricum Concrete 40E werden sowohl der Antriebsmotor wie auch die Mischtrommeln vollständig elektrisch betrieben. Damit können die Schadstoffemissionen sowie die Lärmbelastung beim Fahren aber auch beim Mischen des Betons reduziert werden. Seine Energie bezieht das Fahrzeug aus einem 340 kWh-Akku, welcher dem Betonfahrmischer eine Leistung von 500 kW ermöglicht. Eine Ansage.

Der Pilottest, welcher im ersten Quartal letzten Jahres begonnen hat, findet somit seinen Abschluss. „Während der Produktion hier in Winterthur, haben wir viele Herausforderungen gemeistert, welche beim Bau von neuen Fahrzeugtypen entstehen. Dabei konnten wir in den vergangenen Monaten viele Erfahrungen sammeln, um weitere Fahrzeuge dieser Art zu bauen“, so Duga Hoti, der Produktmanager E-LKW bei Designwerk.

„Wir freuen uns zu sehen, wie sich die Betonfahrmischer im täglichen Einsatz bewähren. Dank der weiterführenden Zusammenarbeit mit der Holcim Schweiz und unserer Partnerschaft mit Avesco AG und Liebherr-Baumaschinen AG, können rasch Erfahrungswerte für die stete Weiterentwicklung der E-Fahrmischer gesammelt werden.“ – Bernhard Kunz, Futuricum Vertriebsleiter

Das Unternehmen gibt zu verstehen, dass aufgrund der kurzen Transportwege sowie der fixen Ausgangspunkte, der Einsatz von elektrischen Betonfahrmischer in der Baulogistik geradezu ideal sei. Dabei erlauben sie eine schnellere, geräuscharme Beschleunigung und senken durch die Rückgewinnung der Bremsenergie den Energieverbrauch weiter. Bei den E-Fahrmischer für Holcim speichern zwei eingebaute modulare Batteriepacks genügend Strom für einen Tageseinsatz auf der Baustelle. Anschließend werden diese über Nacht mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen geladen. Wahlweise können die E-Fahrzeuge über 22 kW AC oder 175 kW DC geladen werden.

Das Schweizer Cleantech Unternehmen Designwerk entwickelt Eigenprodukte, wie modulare Hochvoltbatterien, mobile Schnellladegeräte und vollelektrische Lastkraftwagen und führt unter der eigenen Marke Futuricum vollelektrische Nutzfahrzeuge. Seit Ende August 2020 macht man zudem mit Mercedes-Benz gemeinsame Sache.

Quelle: Designwerk – Pressemitteilung per Mail

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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wer mach mit dem Ding n Hypermiling?
Gibts da schon Videos zu den Verbäuchen auf Landstraße, Autobahn usw…

xD

mal im Ernst

gut dass sich da richtig was tut.
Bei Zuladung von knapp 15 to wenn das Ding befüllt wird für die Baustelle und dem Dauerbetrieb der Mischtrommel während der Fahrt… da kommt sicher was Zusammen an Verbrauch.
Der Realverbrauch interessiert mich.

es bleibt spannend

Mich interessiert eher die Verschleißsituation. Gerade Baustellenfahrzeuge werden ja eher suboptimal bewegt, was den Materialverschleiß betrifft. Motor, Getriebe, Kupplung…
Hier bietet sich die Chance, mit entsprechend ausgelegtem Fahrzeug bei den Betriebskosten zu punkten und die Verbrenner aus dem Markt zu drängen.

Dies zeigt , dass im Schwerverkehr rein elektrisch schon viel möglich ist Diesel zu umgehen.
Solche die mehr auch auf der Strasse sind als stationär Dauerleistung abgeben müssen, können vom Rekuperieren profitieren und so die Akkus wieder laden.

„Der Realverbrauch interessiert mich.“

Bei den E-Fahrmischer für Holcim speichern zwei eingebaute modulare Batteriepacks genügend Strom für einen Tageseinsatz auf der Baustelle.

340 kWh-Akku – rechnen wir mit 320 kWh geteilt durch 8 Stunden sind es durchschnittlich 40 kWh/ Stunde.

Baustellen-Fahrzeuge scheinen mir ideal für batterieelektrischen Antrieb. Strom ist immer nahe und Gewicht ist eher ein Vorteil. Vielleicht wäre in gewissen Konstellationen eine austauschbare Batterie von Vorteil.
Das gleiche gilt übrigens für die Landwirtschaft, bzw. Traktoren und dergleichen. Häufig haben Landwirte ja zudem noch PV auf dem Dach und wären somit Selbstversorger.

Mark Müller: Von Fendt gibt es bereits einen vollelektrischen Traktor.

Ein interessanter Gedanke die Akkupacks austauschbar zu machen. Ob es sich Kostenmässig lohnen würde müsste man aber abklären. Es könnte ja ein Pack für mehrere Fahrzeuge auf Abruf bereitstehen. Kluge Idee von Ihnen. So muss man die Sache angehen und nicht immer mit „das geht nicht“!

Finde ich klasse dass sich da was tut. Hier sind Elekroantriebe dem Diesel schon weit überlegen und das übliche Totschlagargument Reichweite spielt keine Rolle. Wie bei fast allen Baufahrzeugen.

Da ich einen Betonmischer fahre und E-Antrieb Intressant finde, habe ich mir paar Infos gesucht, da auf der Seite des Herstellers sehr wenig Informationen zu finden sind.
Die Durchschnitts 4 Achs Betonmischer sind ca. 9m lang, 32 Tonnen Gesamtgewicht, ca. 13,5 Tonnen Leergewicht ( Mit vollen Wasser und Diesel Tank), 9m3 Nennvolumen, zugelassen auf 7,5m3 und kostet ohne Rabatte 125000€.
Nach ein bisschen Rechnen bin ich bei dem E-Betonmischer auf ein Leergewicht von ca. 20,5 Tonnen (Größter Akku) gekommen, eine lange von ca. 9,5m bis 10m, 9m3 Nennvolumen, zugelassen auf 7,5m3.
Die Probleme sehe ich bei der lange, den Achsen (Maut), Lade Möglichkeiten (nicht jeder Mischer hat einen festen Stellplatz und ob man da soviele Lade Punkte bauen kann), die Reichweite (Für Mischer ohne Lade Punkt) und den Preis (Es ist kein Preis zu finden).
Vielleicht ist da Wasserstoff doch die bessere Lösung, zumindest für die ohne Festen Lade Punkt.

Bei den Traktoren waren die Schweizer schon vor Fendt daran Diesel durch Elektrik zu ersetzen. Beide mussten lernen, dass dies besser als mit einem Motor, durch elektrische Teilantriebe gemacht wird.
Tauschbatterien scheiden aus, weil diese ohnehin zu gross und sperrig sind zum Aufbau auf Traktoren. NEW HOLLAND kommt jetzt mit Wasserstoff.

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