Daimler: Bei „Doppel-Herzen“ keine Neuentwicklung mehr

Daimler: Bei "Doppel-Herzen" keine Neuentwicklung mehr

Copyright Abbildung(en): Mercedes-Benz

Autos mit der Kombination aus Verbrenner- und Elektromotor werden gerne als das Beste aus zwei Welten beworben: Sie können im Alltag lokal emissionsfrei fahren – schaffen aber dank Kolbenmotoren auch längere Strecken. Unumstritten sind diese Plug-in-Hybride aber keineswegs. Kritiker monieren, sie würden zu oft im Verbrenner-Modus bewegt anstatt mit E-Antrieb. Dennoch fördert die Regierung die „Doppel-Herzen“ mit hohen Summen. In der Autoindustrie allerdings gilt das Konzept – wie klassische Verbrenner – vielerorts als Auslaufmodell. Daimler etwa will keine neuen Plug-in-Hybride mehr entwicklen, meldet „ecomento.de“, beim Zulieferer ZF dagegen soll die Technik noch längere Zeit Anwendung finden.

Daimler hat in den letzten Jahren zahlreiche Plug-in-Hybridversionen bestehender Modelle eingeführt, die E-Reichweite steigt in der neuen C-Klasse auf bis zu 100 Kilometer. Damit dürfte der technische Höhepunkt erreicht sein. „Es sind keine weiteren neuen Entwicklungen geplant“, wird Entwicklungschef Markus Schäfer ziteiert. Die Investitionen seien getätigt und würden auch genutzt. Am Ende sei es aber auch eine Kostenbelastung für das Fahrzeug, so der Manager. Sich auf reine Batterie-Autos zu konzentrieren, sei deutlich weniger komplex.

Derzeit verkauft die Daimler-Kernmarke Mercedes-Benz vor allem noch klassische Verbrenner und Hybride, Konzernchef Ola Källenius beschleunigt aber die Elektrifizierung des Premium-Hersellers: Bis 2022 will Mercedes-Benz in allen bedienten Segmenten batterieelektrische Fahrzeuge verkaufen. Ab 2025 sollen alle neuen Fahrzeugarchitekturen ausschließlich elektrisch sein und die Kunden für jedes Modell eine vollelektrische Alternative zur Auswahl haben.

Der Autozulieferer ZF sieht derweil für Plug-in-Hybride eine Zukunft bis in das kommende Jahrzehnt. Aufgrund des eigenen Auftragsbestands gehe er davon aus, dass die Fahrzeuge „weit über 2030 hinaus in vielen Teilen der Welt eine wichtige Rolle bei der Elektrifizierung der individuellen Mobilität“ spielen werden, wird ZF-Chef Wolf-Henning Scheider zitiert. Dabei gehe er allerdings von größeren Elektro-Reichweiten von mehr als 100 Kilometern aus.

In Deutschland werden Plug-in-Hybride trotz der Kritik an der Umweltverträglichkeit noch mehrere Jahre gefördert – die Voraussetzungen werden jedoch strenger: Bei Anschaffung bis zum 31. Dezember 2021 beträgt die elektrische Mindestreichweite 40 Kilometer. Danach und vor dem 1. Januar 2025 erhöht sich dieser Wert auf 60 Kilometer, nach dem 1. Januar 2025 dann auf 80 Kilometer. Es gilt zudem weiterhin, dass die maximale CO2-Emission je Kilometer 50 Gramm nicht übersteigt.

Quelle: ecomento.de – Daimler entwickelt Plug-in-Hybride nicht weiter

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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Aus dem Artikel:

„Daimler etwa will keine neuen Plug-in-Hybride mehr entwicklen, meldet „ecomento.de“, beim Zulieferer ZF dagegen soll die Technik noch längere Zeit Anwendung finden.“

Der letzte Satzteil sollte allerdings besser lauten 🙂
»Der Zulieferer ZF dagegen will die Technik noch längere Zeit so oft wie möglich verkaufen, weil er wohl (immer) noch keine tragfähige Transformation in die Zukunft der eAutos gefunden hat.«

ZF bietet schon länger komplette Systemlösungen für einen elektrischen Antriebsstrang. Der Mercedes EQC wäre hier das prominenteste Beispiel.

Nur der Markt für Plugin Hybride ist halt noch bedeutend größer. ZF hat den Elektromotor ins bestehende Automatikgetriebe integriert, sprich der Autohersteller kann ohne großartige Änderung der Abmessungen des Bauraums einen Hybrid entwickeln. BMW geht z.B. ab der Mittelklasse so vor und hat einen Milliardenauftrag für diese Hybridgetriebe in den letzten Jahren bei ZF platziert.
Ich meine die Technik ist fertig entwickelt und die Nachfrage ist enorm, es wäre dumm sie nicht weiter zu produzieren und zu verkaufen.

Last edited 13 Tage zuvor by Mike

Mit „dumm“ hast Du recht!!!

  • dumm für die Umwelt !!!
  • und dumm für die gesellschaftlichen Folgekosten des so weiter befeuerten Klimawandels !!!
  • dumm ist eben immer eine Frage der Perspektive 😉

Firmen handeln natürlich primär auch wirtschaften Interessen, ich dachte das wäre klar 😉

Dann sollten wir diese Firmen von Subventionen usw befreien.
Wieso soll der Steuerzahler solche Gedanken unterstützen.
Er zählt eh für die Folgen dieser Gier und sein Arbeitsplatz ist dann auch weg.

Wer bei einem reinrassigen BEV-Hersteller kauft wird keinen Verbrenner mehr unterstützen.
Dies ist wie bei den Bio-Herstellern, wer es ernst meint unterstützt nicht die Heuchelei.

Wenn es dann für jeden Geschmack schon einen reinrassigen BEV-Hersteller geben würde, wäre es ja alles kein Problem.
Dem ist aber noch nicht so.

Im Gegensatz zu dir achten die meisten Leute, inklusive mir, nämlich beim Autokauf nicht (primär) auf den Klimaschutz, noch haben Abneigungen gegen Verbrenner.

Last edited 12 Tage zuvor by Mike

„… die meisten Leute, inklusive mir, [achten] nämlich beim Autokauf nicht (primär) auf den Klimaschutz, noch haben [sie] Abneigungen gegen Verbrenner.“

Ja, und das empfinde ich als sehr peinlich, angesichts der Klimakatastrophe und der Verantwortung künftigen Generationen (auch Deiner Kinder?) gegenüber!

Last edited 12 Tage zuvor by Wolfbrecht Gösebert

So unterschiedlich sind die Leute halt, ich empfinde es nicht als peinlich mich beim Autokauf auf das zu konzentrieren, was ein Auto ausmacht. Bei mir wäre das beispielsweise der Fahrspaß.
Wenn man Klimaschutz dabei bekommt, gerne, da bin ich auch bereit einen gewissen Aufpreis zu zahlen.
Genau das sollte das Ziel der kompletten Sache sein, Klimaschutz nicht als Hauptziel der Automobilentwicklung sondern als positiver Nebenaspekt. Wenn ein Hersteller überzeugende Fahrzeuge bringt, welche ganz nebenbei noch klimafreundlich sind, werden die sich von alleine gut verkaufen. Ist das nicht genau der Ansatz den Tesla am Anfang verfolgt hat?

Das ist doch wie bei der Anschaffung von PV Anlagen vor 10 Jahren, die Wenigsten haben es wegen dem Umweltgedanken gemacht, sondern deswegen, weil sie dank gesicherter Einspeisevergütung mit einem quasi garantierten Gewinn rechnen können und danach den eigenen Strom verbrauchen können.

P.S. Nein ich habe (noch) keine Kinder (in dem Alter sehe ich mich noch nicht).

Last edited 12 Tage zuvor by Mike

Das müssen sie ja auch nicht, wenn Ihnen der Umstieg mit entsprechender Modellauswahl schmackhaft gemacht wird. Fast egal welches BEV lässt einen Verbrenner im Ansprechverhalten alt aus sehen. Mich würde nichtmal vom Fahrspaß ein Verbrenner reizen.

Neulich war ich in Wuppertal (oder Remscheid?) mit meinem E-Up auf einer zweispurigen Straße unterwegs, die mit lauter Baustellen gespickt war, die die Straße auf eine Spur mit Tempo 30 verengten. Dann wieder 50 und ein paar 100m später wieder Fahrbahnverengung. Ich fuhr also mit Tempo 30 in der Baustelle und sah einen X5 immer näher kommen. Kaum war die Baustelle vorbei zog er auf die Überholspur rüber und scherte kurze Zeit später wieder hinter mir ein, weil ich schon längstens auf 50 war. Das wiederholte sich noch 2 oder 3 mal, dann kam eine längere Stelle ohne Baustelle und er zog mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit an mir vorbei. Das muss ganz schön an seinem Ego gekratzt haben, dass er so eine olle Billigwarze nicht überholen konnte. An der nächsten Ampel stand ich übrigens neben ihm 😀

Farnsworth

Das genau ist aber der springende Punkt. Die Modellauswahl ist relativ begrenzt.
Um mal in meiner favorisierten Fahrzeugklasse zu bleiben, deutsche (Premium-)Mittelklasse.
Da gibt es demnächst den BMW i4, welchen ich mir ja auch bestellt habe, sonst nichts.

Ich kann also durchaus verstehen, wenn einem der Audi A4 oder die Mercedes C Klasse eher gefällt, sei es von den Fahrleistungen, der Optik oder auch der Karosserieform (Kombi, Cabrio, Zweitürer/Coupé). Dann ist es doch naheliegend, dass diese Person einen entsprechenden PHEV oder gar reinen Verbrenner kauft.

P.S. und wie hätte das Spiel zwischen dir und dem X5 auf der Nordschleife ausgesehen? 😉
Worauf ich hinaus will, Fahrleistung definiert sich nicht über einen einzigen Wert, wie z.B. die Beschleunigung. Was bei vielen (günstigen) Elektroautos enorm fehlt ist die Querdynamik, Höchstgeschwindigkeit und teilweise Vollgasfestigkeit..

Last edited 12 Tage zuvor by Mike

Wie fühlt sich wohl ein Porsche Taycan 4s Turbo Fahrer auf der Nordschleife, wenn er an einer 7 sitzigen Familien-Limousine nicht nur nicht vorbeikommt, sondern ihm diese Limousine pro Runde auch noch mehrere Sekunden abnimmt.
Hätte ich für einen solchen „FUD David super Porsche“ viel Geld ins Leasing gesteckt, bei mir hätte der Fahrspaß sehr schnell ein plötzliches Ende 😉

Ich bin kein Rennfahrer, Rundenzeiten interessieren mich nicht.
Es geht um den Fahrspaß.

P.S. Für den Rennsport gibt’s so Fahrzeuge wie den Porsche Mission R, der wahrscheinlich wieder alles versenken wird.

Last edited 12 Tage zuvor by Mike

Also wenn ich da so scharf darauf wäre, würde ich entweder warten, bis der Hersteller was im Angebot hat oder entnervt bei der Konkurrenz kaufen. Ich kann mit dieser Optik von dem Bayerischen Hersteller jedenfalls nichts anfangen. Wozu muss ein Fahrzeug so einen sinnlos langen Motorraum haben. Vor allem in Zeiten von Elektromobilität. Mit einem längs eingebauten Sechszylinder war das ja vielleicht noch nötig. Ich weiß noch wie ich in jungen Jahren mit meinem Projektleiter in seinem 3er auf Dienstreise war und mit Erschrecken feststellen musste, dass man in meinem Twingo auf der Rückbank deutlich mehr Beinfreiheit hatte. Große Autos mit wenig Nutzwert.

Und was theoretisch auf irgendwelchen Rennstrecken ist, interessiert mich im Alltag in der Stadt nicht. Da kann man nur die Beschleunigung nutzen. Und die Batterie gibt dem Wagen einen sehr niedrigen Schwerpunkt. Kurven gehen also auch ziemlich gut. Da der Wagen ab bei 130 abgeregelt ist, erübrigt sich die Frage, wer auf dem Nürburgring gewinnen würde. Der Wagen kostet aber auch nur ein Viertel oder Fünftel von der rollenden Schw…verlängerung.

Farnsworth

Der E-Up braucht 11,9s von 0-100.
Der langsamste X5 Diesel 7,5s.
Die Benziner alle weniger als 5,5s, was in etwa Ihrem 0-50 Wert entspricht.

Vermutlich hat der BMW-Fahrer Sie nicht mal bemerkt…

Fahrspaß spielt sich in einem 2-Sitzigen Sportwagen mit Handschaltung auf einer Passstraße ab, nicht mit Automatik auf einer 2-spurigen Straße, die mit Baustellen gespickt ist.

Siehe oben 😉

Das sind doch alles theoretische Werte. Wenn ich auf das Pedal latsche geht das Auto sofort nach vorne. Da muss keine Automatik irgendwelche Gänge irgendwohin sortieren. Wenn der X5 Fahrer es nicht darauf angelegt hat ein Rennen zu fahren, sondern nur diesen „lahmen“ Up zu überholen, dann wird ihm das nicht gelingen. Da spielen ja noch andere Dinge mit rein. Wie Reaktion des Fahrers und wie stark tritt er das Pedal durch. Vielleicht will er ja auch nicht mitten in der Stadt mit total prollig laut aufheulendem Motor waghalsig überholen. Denn meine maximale Beschleunigung begleitet nur ein leises Surren. Und doch, er hat mich bemerkt, sonst hätte er nicht mehrere Male zum Überholen angesetzt. Was mir auffällt, wenn ich denn mal überholt werde, dass es immer mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit ist.

Wie sich Fahrspaß definiert legen ja wohl nicht Sie fest. Ich fahre seit 16 Jahren keine Handschalter mehr. Keine Ahnung, wo da der Spaß sein soll im Getriebe eines Motors den idealen Punkt für den Drehmoment zu finden. Vor allem nicht bei Elektro. Diese butterweiche One Pedal Driving kann kein Verbrenner einem bieten. Und ja: kurvige Landstraßen durch das Bergige machen auch viel Spaß mit dem E-Up. Bei einer Fahrt durch das Oberbergische habe ich gut 10 Kilometer einen Motorradfahrer hinter mir gehabt. Nach den Kurven bin ich ihm immer weggefahren und auf den Geraden hat er dann wieder aufgeholt. Überholt hat der mich aber auch nicht, bis er abgebogen ist. Ich war wahrscheinlich zu wenig Verkehrshindernis. Niedriger Schwerpunkt und gute Beschleunigung. Seit meinem SLK hatte ich noch nie so viel Fahrspaß in einem Auto. Vor allem für den Preis.

Farnsworth

man sollte das nicht so eng sehen. als Radfahrer in Frankfurt am Main bin ich um jeden Hybrid-/ PlugIn dankbar. Die stinken kaum. Klar, ein EV wäre noch deutlich besser. Aber die Leute die den PEV kaufen würden ja sonst einen klassischen Verbrennungsmotor kaufen.
mit Förderung muss aber mal Schluss sein, dass sehe ich auch so. Gibt inzwischen ja genug Langstrecke EVs

Ich bin jahrelang „normalen“ Hybrid gefahren. Den empfand ich für damalige Verhältnisse als „Das Beste aus beiden Welten“. Für einen Benziner Super Verbrauchs und Abgaswerte und zeitweise lautlos fahren (was allerdings den Wunsch weckt, der Verbrenner möge für immer schweigen).

Den deutlich teureren Plugin empfand ich eher als „das Schlechteste aus beiden Welten“. Denn der war unverhältnismäßig viel teurer für ein paar km elektrisch fahren. Und der hatte ja immer noch den wartungsanfälligen Verbrenner an Bord (und echt bescheidene Zuladungswerte).

100km sind jetzt schon nicht schlecht, aber da stelle ich mir immer noch die Frage: Wo ist jetzt der Sinn? Fahre ich viel Langstrecke, dann nutze ich den elektrischen Teil fast gar nicht. Fahre ich viel Kurzstrecke, schleppe ich immer so einen Verbrenner sinnlos mit mir rum. Größerer Akku rein und weg mit dem Verbrenner.

Farnsworth

Es kommt halt immer ganz darauf an, was für Erwartungen man an das Fahrzeug stellt.
Wenn Sparsamkeit und Schadstoffausstoß im Vordergrund stehen, ist es serieller Hybrid wahrscheinlich die bessere Wahl.

Bei den Fahrleistungen sind hingegen die meisten Plugins überlegen.

Toyota HSDs sind alles parallele Hybride. Aber sowohl Plugins wie auch die normalen Hybride, stehen wegen der Verbrennung von fossilen Rohstoffen vor dem Aus.

Farnsworth

Ich vermute die Aussage von Mercedes mit den 100km kommt aus dem einfachen Grund, dass es darüber halt wie du sagst keinen Sinn macht mehr. Für den Alltag reicht das schon um voll elektrisch zu fahren. Also mehr bringt nichts. Ich schleppe aber noch den Verbrenner mit rum. Auf der Langstrecke ist es egal, da fährt man nur mit Verbrenner.

Ich vermute am Ende ist es eine Kostensache. 100km heißen, dass man locker 16kWh Akku oder mehr netto mitnehmen muss. Dazu kommt der Verbrenner mit all seinen Teilen, der ja auch nicht gratis als Geschenk eingebaut wird. Es wird sicherlich ab einem gewissen Punkt schlicht günstiger sein, ein komplettes E-Auto zubauen.

Wie dem auch sei, die PHEV werden innerhalb dieses Jahrzehnts zumindest in Europa aussterben, wenn man sich so ansieht wie die Entwicklung bei den BEVs voran geht.

Die Entwicklung des BEV geht rasant, für viele hat der PHEV aber durchaus seine Daseinsberechtigung, siehe Verkaufszahlen.
Als jemand mit 2 Kindern, der hautsächlich Urlaub mit dem Auto in Ferienhäusern >1000km entfernt macht, ist für mich ein BEV keine Option. Jedenfalls nicht als als alleiniges Fahrzeug. Der Zweitwagen könnte auch heute schon durchaus ein BEV sein.
Mein „Reisewagen“ muss einen großen Kofferraum haben, also ein Kombi oder SUV sein (Lieber Kombi). Eine Anhängerkupplung besitzen und eine Dachbox aufnehmen können. Wenn ich mit voll gepackten Auto mit Dachbox und Heckträger voller Fahrräder an den Atlantik fahre habe ich keine Lust alle 1 1/2h für 30min laden zu müssen Das mache ich einfach nicht, da gibt es auch keine Diskussion.
Wann ein BEV wie ein C-Klasse T-Modell mit mit 150kWh Akku und ~600kw Ladeleistung zum Preis des 300de Angeboten werden kann, wird nur die Zeit zeigen. Das wäre mein persönlicher Break-Even-Point. Mal Großzügig außer acht lassen, dass aus China jetzt auch tolle PHEV auf unseren Markt drängen.
Ich glaube, dass mit E-Fuel auf der Langstrecke betriebene PHEVs auch nach 2035 noch eine echte Option für viele Leute sein werden. Auch ganz ohne Förderung!

Sehr ernst scheint es Ihnen nicht zu sein mit dem Umweltgedanken. Muss man mit 2 Kindern unbedingt 1000km in die Ferien rasen, ohne Pausen und mit Fahrrädern und was weis ich noch für Krempel? Dafür fahren Sie 90% des Jahres mit einem überdimensionalen Hybrid SUV herum der wie mehrfach bewiesen der Umwelt nicht das geringste bringt. Hauptsache man kann sich selber beglückwünschen was für ein schlauer Mensch man doch sei. Für mich sind Sie einfach nur ein Egomane. Aber keine Angst, damit sind Sie in bester Gesellschaft. Die Menschheit ist nicht schlau genug ihren eigenen Untergang zu verhindern auch wenn das nur ein wenig Umdenken erfordern würde. Viel Spass mit ihrem SUV Hybrid Umweltzerstörer.

Danke, den habe ich!
Ich mache natürlich Pausen. Aber eben 1-2 und nicht 5-6.
Den Kindern tue ich die Fahrt in der Regel nicht an, die nehmen mit der Frau das Flugzeug und ich fahre den „Krempel“ hin.
Jetzt dürfen Sie noch ein bisschen weiter vor Wut kochen…

Super Papa – was ein Vorbild 😉

Ich koche nicht vor Wut, dass überlasse ich lieber Ihnen. Weil ich werde mich nicht vor meinen Kindern für den Irrsinn verantworten müssen den Sie sich in der heutigen Zeit zu leisten vorgeben. Ich fahre mit dem Auto über 1000km alleine während meine Familie den Co2 Fussabdruck unserer Ferien mittels Flugzeug noch vervielfacht. Diese erfundene Geschichte finden Sie wohl auch noch toll oder wie? Ich vermute Sie sitzen da, hauen solchen Schwachsinn in die Kommentare und hoffen jemand regt sich darüber auf. Den Gefallen tue ich Ihnen nicht. Sie haben mein Mitleid mit ihren erfundenen Geschichten, mehr nicht.

Last edited 11 Tage zuvor by Hiker

Ob man einen Verbrenner dabei hat, der meistens überflüssig ist oder ein paar hundert kg Batterie, die meistens überflüssig sind, macht keinen grissen Unterschied.

Doch, die große Batterie sorgt für eine größere Leistungsdichte und somit kann man mehr Bremsenergie rekuperieren. Der Motor ist nur unnützer Ballast. Das merkt man beim Vergleich HSD vs. BEV. Mein Toyota mit seiner 1,2kWh Batterie konnte auch „rekuperieren“. Das hieß, man konnte mit besonders vorausschauendes Fahren ganz langsam die Geschwindigkeit reduzieren. In meinem BEV kann die Ampel umspringen, man lässt das Gas los und man braucht bis zur Ampel das Bremspedal nicht.

Farnsworth

Wenn dein Engagement für die Umwelt bei 3 Stunden mehr Zeit (Laden) in den Sommerferien endet, dann tust Du mir wirklich leid – und die Kinder die in solchen Vater als Vorbild haben gleich mit – sorry truth hurts

Die „Daseinsberechtigung“ heißt „Reichweitenangst“. Du bist der, der sich später vor seinen Kindern rechtfertigen muss, warum „keine Lust auf Schnellladen“ ein triftiger Grund gewesen sein soll weiter Öl zu verbrennen. Oder weil man seine eigenen Fahrräder braucht, statt sich welche zu leihen. Es gibt immer Ausreden.

Ich musste im Sommerurlaub einmal nachladen. War nicht weiter wild. Statt zu Hause zu frühstücken haben wir das halt unterwegs gemacht. Das nehme ich gerne in Kauf.

Ein Bekannter ist in den Sommerurlaub mit seinem Tesla bis nach Südfrankreich gefahren 1.000km. Übrigens auch 2 Kinder.

Farnsworth

Ob die PHEVs im nächsten Jahr überhaupt noch nennenswerte Zulassungen haben, das hängt von der Bundestagswahl ab. Wenn die neue Regierung den Schummel-E-Autos die Förderung und die Steuervorteile streicht, dann dürfte kaum noch eine Firma diese Fahrzeuge kaufen – wäre auch besser für die Umwelt.

Es wäre also besser für die Umwelt, wenn ich von 90% elektrisch beim nächsten Auto wieder auf 0% elektrisch umsteige? Die Rechnung müssen Sie mir jetzt aber erklären…

Wer fährt den mit einem PHEV 90% elektrisch? Ich kenne jemanden, der das sehr akribisch betreibt und der kommt gerade mal auf 50% E-Anteil. Damit ist das BEV immer noch besser.

Ich habe 3km zur Arbeit und 5km, in die Stadt und unsere Freunde wohnen alle im Umkreis von 10km. Ich glaube ich habe zuletzt vor 3 Monaten getankt, der Langzeitverbrauch steht bei ~0,8l/100km.
Bei einer E-Reichweite von ~50km werden sich viele wohl bemühen müssen unter 90% elektrisch zu fahren. Müsste ich regelmäßig mehr als 50km im Auto sitzen würde ich mein Lebenskonzept überdenken.
Als Geschäftswagen, den man nicht gratis laden aber tanken kann, stimmt natürlich das Konzept nicht. Privat mit Einzelgarage ist das aber leicht.

Umwelt… – mehr fällt mit da wirklich nicht mehr ein – ich fahre seit 8 Jahren mehr als 30 km bei Wind und Wetter mit dem e-Bike zur Arbeit
Pro Tip: Das hält die Bierwampe in Grenzen 😉

3km klingt mir sehr nach Fahrrad-, wenn nicht sogar Laufentfernung.

Das Konzept der Förderung ist grundlegend falsch. Firmen müssten pro gefördertem Plugin-Hybrid eine Ladestelle aka Steckdose nachweisen müssen. Dann könnten die während der Arbeit da laden. Da sind wir auch schon beim nächsten Problem. Die Plugins müssen ständig an der Ladesäule hängen, weil ja der Akku ständig leer ist. Mit 100km geht’s dann so langsam.

Farnsworth

Alle PHEV- Fahrer die ich kenne, fahren 80-90% elektrisch. Der Trick ist ganz einfach (->Schweiz): Keine Subvention, sondern nur Treibstoffe laufend verteuern.

Mit einem BEV würden sie 100% elektrisch fahren.

Farnsworth

Sie sollen nicht von einem Hybrid Fahrzeug auf einen Verbrenner umsteigen. Obwohl das in Summe vermutlich sogar besser für die Umwelt wäre.

Was denken Sie welchen Co2 Rucksack so ein Hybrid mit sich herumschleppt? Zum Verbrenner muss auch noch ein Elektroantrieb mit einem kleinst Akku mitgebaut werden.

Diese Akkus haben infolge der Häufigkeit der Ladungen auch eine viel kürzere Laufzeit und müssen häufiger ausgetauscht werden. Der Co2 Fussabdruck ist somit vermutlich sogar noch grösser als bei einem reinen Verbrenner.

Aber wie ich Eingangs erwähnt habe sollten Sie auf ein BEV umsteigen wenn es Ihnen ernst damit ist unsere Umwelt zu entlasten.

Die Dagoberts dieser Welt kümmern sich offensichtlich immer nur um den eigenen Vorteil ohne Rücksicht auf den Rest der Welt oder die Umwelt.
Das war bei Onkel Dagobert gegenüber Tic Trick und Track auch schon so 😉

Der Name ist nicht ohne Grund gewählt, es mangelt mir nicht an Selbstreflektion.

Am besten wäre es wenn Leute wie Sie sich ein Bus Ticket kaufen und am nächstgelegenen Baggersee Urlaub machen !
Aber wenn ich ehrlich bin scheinen sie einfach ein frustrierter kleiner Mann zu sein, dem es einfach nur Spaß macht hier im Internet ein wenig rum zu Trollen –
😉

Die Zeiten ändern sich hoffentlich nicht nur in den Äußerungen der Automobilbranche.
Aber diese Mitteilung ist schon zeitlich sehr kritisch.
Damit meine ich das Ende der Weiterentwicklung der Hybrid-Klasse.
Gestern wurde nämlich verkündet, dass die EU gegen die neueren schärferen Regeln bei den Fahrzeug-Emissionen gestimmt hat. Und am selben Tag dieser Bericht ????
Was heißt das?
Wahrscheinlich hat der VDA seine Forderungen durchgesetzt die Autobauer nicht weiter zu drängen, etwa mit einer höheren elektrischen Reichweite, damit das Auto weniger fossilen Brennstoff nutzt.
Dies war eigentlich das Ziel der neuen Emissionswerte.
Dies ist aber nur noch sehr schwer zu erfüllen. Die Autos sind jetzt schon sehr vollgepackt mit allem möglichen Scheiß.
Beim VW zum Beispiel die Massagesitze 😉
Hier hat der VDA und andere Lobbyverbände gewonnen. Die Automobilbranche hat nämlich keinen weiteren Platz für zusätzliche Reichweiten durch Erhöhung der Batterie-Kapazität.
Also werden die dreckigen Verbrenner mit geringer emissionsarmer Reichweite weiter gebaut.
Zur Entlastung der Branche, für die Vorstandsboni und die Dividenden, gegen ein gesundes Leben auf diesem Planeten.
Zum Nachteil des Planeten und der Lungen unserer Kinder und Enkel, die die dreckigen Abgase auf Höhe der Auspuffrohre weiter schön einatmen werden.
Schlimm.
Da muß man sich doch fragen wo die Menschen leben, die sich solche Autos nach diesen Kriterien kaufen.
Leben die im Auto?
Also für mich steht fest: Das Auto bleibt ein Fortbewegungsmittel, ich lebe mit meiner Familie in einer Wohnung und versuche der Natur gerecht zu werden von der ich lebe. Alles andere gehört nicht mehr in eine Welt, die wir schon zum größten Teil durch unsere materielle Gier zerstört haben.

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