Covestro Photon nutzt 95% seiner Fahrzeugfläche durch Solarmodule aus

Covestro Photon nutzt 95% seiner Fahrzeugfläche durch Solarmodule aus

Copyright Abbildung(en): Sonnenwagen Aachen e.V.

Für das Team Sonnenwagen Aachen steht fest, nachhaltige Mobilitätskonzepte und Solartechnologie sind entscheidend für unsere Zukunft. Das Team Studierender der RWTH und FH Aachen hat gemeinsam mit seinem Hauptsponsor Covestro den Covestro Photon, den neusten Zuwachs im Rennstall des Teams, vorgestellt. Aus den vorherigen Saisons ist das gesammelte Wissen in die Entwicklung des Sonnenwagens der dritten Generation geflossen.

„Nach zwei Jahren harter Arbeit sind wir endlich so weit, den neuen Sonnenwagen präsentieren zu können“, so Kersten Heckmann, technischer Leiter des Teams. „Das Fahrzeug ist ein Zusammenspiel neuster Innovation und sensationeller Technik; getrieben durch das Ziel einer nachhaltigeren Zukunft.“ Mit dem Sonnenwagen 3 wird das einzige deutsche Team 2021 bei den härtesten Solar Challenges antreten und um den ersten Platz konkurrieren.

Das Team Sonnenwagen zeigt bei der Vorstellung des Fahrzeugs auf, dass dieses mit dem halben Luftwiderstand eines Rennradfahrers daherkommt. Hierdurch bietet der Wagen die beste Voraussetzungen für maximale Effizienz, der Faktor, um den sich bei Solarfahrzeugen alles dreht. Um dies zu erreichen hat das Aerodynamikteam etwa 250.000 Rechenstunden an 1.100 verschiedenen Simulationen durchlaufen. Die Katamaran Bauweise gibt dem Wagen mehr Stabilität und dadurch eine größere mögliche Kurvengeschwindigkeit. Angetrieben wird das Fahrzeug durch einen eigens entwickelten Motor.

Die dafür notwendige Energie bezieht das Solarrennauto aus seinen Solarzellen. Diese wurden für einen verbesserten Wirkungsgrad geschnitten und wie Dachziegeln übereinandergelegt. Das Schindeln der monokristallinen Siliziumzellen ermöglicht einen verbesserten Energieertrag und eine effiziente Flächenausnutzung von 95% zu erreichen. Dies unterstützt durch CFK-Bauteile, welche das Fahrzeug noch leichter und gleichzeitiger stabiler machen, tragen zu einem überzeugenden Teilnehmerfahrzeug der diesjährigen Rennen in Marokko und Belgien bei.

Neben der Hardware spielt aber auch beim Solarrennwagen die Software eine entscheidende Rolle. Die Fahrstrategie, welche sich um die optimale Nutzung der verfügbaren Energie während des Rennens kümmert, hat für die aktuelle Saison eine neue Software entwickelt. Getauft Remote Cruise Control (RCC), kann das Programm eine optimale Geschwindigkeit berechnen. Anhand präziser GPS-Daten und einer genauen Analyse der Wetterdaten, historisch und aktuell, lässt sich hiermit die vorhandene Energie des Rennwagens bestmöglich ausnutzen. In der Praxis bedeutet dies beispielsweise, dass die vorgegebene Geschwindigkeit direkt über das Chase Fahrzeug, das Auto, welches hinter dem Sonnenwagen herfährt, an den Rennwagen weitergeben wird. Hierdurch muss sich der Fahrer nicht um die Geschwindigkeit sorgen, sondern überlässt dies dem Computer, um sich besser auf die Steuerung und den Verkehr konzentrieren.

Quelle: Team Sonnenwagen – Pressemitteilung

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Im Artikel ist die Rede von

[einem] Chase Fahrzeug, das Auto, welches hinter dem Sonnenwagen herfährt, …

Hoffentlich fährt das dann wenigstens auch rein elektrisch!

Das Auto müsste eine Reichweite von ca. 700 km haben. Welches soll das sein?
Ich befürchte weder in Marokko, noch in Australien gibt es genug Schnellader um 650 km in 9 Stunden mit einem kleineren Akku zu schaffen.

Last edited 1 Monat zuvor by GroßFranz

Über einen extra Groß-M…-Account schrieb doch jmd:

„Ich befürchte weder in Marokko, noch in Australien gibt es genug Schnelllader …“

Ausrede, gell!?
Dafür sollte dann eben der Veranstalter (ggf. mobil) verantwortlich sein!

Sehr cooles Projekt! Der Wagen sieht echt krass aus.

Ich kann auch die Youtube-Serie über das letzte Rennen sehr empfehlen. Einfach mal „light speed world solar challenge“ suchen.

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