City Transformer: Kompaktes E-Fahrzeug für die Stadt mit Power

City Transformer: Kompaktes E-Fahrzeug für die Stadt mit Power

Copyright Abbildung(en): City Transformer

Mit dem Microlino auf der IAA 2021 haben wir gesehen, dass nicht nur E-Autos, sondern auch E-Fahrzeuge eine wichtige Rolle für die Mobilität der Zukunft spielen. Neben dem Schweizer Stromer war auch ein israelisches Start-up mit dem faltbaren E-Fahrzeug City Transformer vertreten. Deren Elektrofahrzeug möchte ebenfalls die Platz- und Parkprobleme in Großstädten mindern. Mit einem ganz besonderen Trick.

Denn dem City Transformer ist es möglich die eigene Karosserie auf eine Breite von einem Meter zusammenfalten, regulär sind es 1,4 Meter. Angetrieben wird das Fahrzeug durch je einen 7,5 kW E-Motor an den beiden hinteren Räder. Hierdurch ist es dem City Transformer möglich eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h zu erreichen – im Faltmodus 40 km/h, bei einer geschätzten Reichweite von 180 km. Gesprintet wird innerhalb der Stadt von 0 auf 50 km/h in 5 Sekunden. Ist der Akku entsprechend leer lädt dieser an Schnelllademöglichkeiten in 30 Minuten auf 80 Prozent. An der Schukosteckdose daheim benötigt er hingegen vier bis sechs Stunden.

Ähnliche technische Daten haben wir bereits vom Triggo aus Polen gesehen.  Im Straßenmodus ist dieser 148 Zentimeter breit und ebenfalls bis zu 90 km/h schnell. Im sogenannten Manöviermodus, bei dem das Tempo auf 25 km/h gedrosselt ist, schrumpft der Abstand zwischen den Vorderrädern um fast die Hälfte auf 86 Zentimeter und somit auch der Wendekreis auf nur noch 3,5 Meter.

City Transformer

Zurück zum City Transformer, dessen Wendekreis wird mit 8,5 Meter angegeben. Spannend ist jedoch sicherlich auch die Tatsache, dass der CO2-Fußabdruck des Fahrzeugs möglich gering gehalten wird. So bestehe das E-Fahrzeug nur aus 1.500 Teilen. Ein klassischer Verbrenner bringt es auf bis zu 25.000. Dank verbauter Airbags zähle der City Transformer zu den sichersten Fahrzeugen der Elektro-Leichtbau-Klasse L7e, so der Hersteller.

Der City Transformer ist laut den Projektverantwortlichen seit diesem Jahr reif für die Serienproduktion. Nach der offiziellen Vorstellung auf der IAA 2021 soll nun die offizielle EU-Zulassung in der L7e-Klasse erreicht werden. 2022 sei dann eine Kleinserienproduktion vorgesehen, bevor dann im Jahr darauf, in Kooperation mit Auftragsfertigern die Großserienproduktion starten, um ab 2024 in der Breite Privatkunden zu bedienen.

Vorbestellt werden kann das Fahrzeug bereits heute. Hierbei hat man als künftiger Fahrer des Fahrzeugs jedoch nur die Wahl bei der Farbe: Weiß, Grau, Blau und Rot. Der Rest ist bei allen Modellen gleich. Derzeit liegt der Preis für Vorbesteller bei 12.500 Euro statt der später geplanten 16.000 Euro. Für die Vorbestellung werden rückzahlbare 150 Euro Anzahlung aufgerufen. Der Umweltbonus/ Kaufprämie für E-Autos greift allerdings nicht.

Quelle: City Transformer – Webseite

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Ohne Umweltbonus bleiben solche Fahrzeuge uninteressant, ein kleines E-Auto mit Umweltbonus kann günstiger sein, also wer soll es kaufen?

Genau das scheint ja gerade zu kippen. Offenkundig wird geprüft, ob nicht doch diese kleinen Fahrzeuge auch am Umweltbonus partizipieren dürfen. Wenn das der Fall ist, werden wir jede Menge dieser Gefährte in Deutschland sehen. Egal wie blödsinnig und unsicher sie sind.

Dann gibt es bei den Verkehrstoten und Verletzten ein Wiederaufleben der 80er Jahre, denn auf diesem Sicherheitsniveau bewegen sich die meisten L7e. Da wird man doch richtig nostalgisch…

Es muss ja nicht jeder alleine mit monströs großen Autos pendeln. Wie gesagt, wir haben einen Twizy als Zweitwagen. Und es erfüllt diesen Zweck mit Bravour. Und er wird meistens auf Strecken zwischen 30-70 km/h Höchstgeschwindigkeit bewegt. Dieser Wahn nach immer größeren Autos ist völlig Gaga.

Farnsworth

Euro NCAP Crash Test of Renault Twizy 2014 – YouTube

Danke, aber NEIN DANKE.

Der Frontalcrash wurde dabei schon auf 50km/h statt der sonst üblichen 64kmh reduziert.
Ist alles nett, bis der eigenen Tochter ein Kleinwagen in die Seite klatscht.

Einige Ergänzungen:

Neben der Version für zwei Erwachsene soll noch eine Variante für einen Erwachsenen und zwei Kinder kommen.

Für 2022 ist eine erste Kleinserienproduktion für B2B-Kunden geplant. Erst 2023 soll die Serienproduktion für jedermann starten.

Anders als der Twizy verfügt der City Transformer aber über eine vollwertige Fahrerkabine mit nach oben drehenden Türen, Airbags, eine Heizung, eine Klimaanlage sowie ABS und ESP. Zudem soll eine Rundumüberwachung per Sensoren diverse Sicherheitssysteme unterstützen.

Den Antrieb übernehmen zwei zusammen 15 kW starke Elektromotoren an den Hinterrädern. Der Lithium-Ionen-Akku mit bis zu 14 kWh Kapazität sitzt im Skateboard-artigen Unterbau.

Ohne Batterien soll der City Transformer nur 450 Kilogramm auf die Waage bringen.

In den 12.500 bzw. 16.500 Euro ist die Batterie bereits enthalten. Nach dem Start der Serienproduktion soll es … unter anderem offene Strandmobile als Mobilitätslösung für Wohnmobilurlauber und Nutzfahrzeugversionen für Lieferdienste und Handwerker.

(Quelle: auto-motor-und-sport.de – 09.09.2021)

Jetzt kommt erstmal der Microlino und ein Jahr später dann der City Transformer für jedermann.

Offenkundig ist gerade in Diskussion, ob die Förderung nicht auch Kleinahrzeuge beinhalten soll. Die Zeichen stehen auf, ja. Das würde bedeuten, dass zum Start niemand in Deutschland einen Microlino kauft, weil ja jeder auf den Zeitpunkt wartet, wo ist die Förderung gibt. Schlecht für die Firma, die sehr auf den deutschen Markt setzt.

Die kleinen Stückzahlen am Anfang dürften wohl in der Schweiz und in Italien abgesetzt werden.

Nach den Wahlen in Deutschland könnte es evtl. schnell gehen mit der Förderung für E-Kleinstautos – je nachdem wer ins Kanzleramt einzieht – und wenn die PHEVs von der Förderliste gestrichen werden, dann kostet es nicht einmal mehr Steuergeld.

Hammer Konzept 🙂
Darf man mit dem Wagen auch mal bei Stau auf den Radweg ausweichen – im Max 25 km/h Modus? Das wäre dann super und das ultimative Livestyle Fahrzeug für Pendler !!! 🙂

Hier eine Info zu Fahrzeugen mit E-Motor auf Radwegen.

Folgende Kriterien müssen erfüllt sein, damit ein E-Bike mit Trittunterstützung als Fahrrad eingestuft wird und somit auf dem Radweg fahren darf:

+ Motor schaltet sich erst zu, wenn die Pedale getreten werden.

+ Motorleistung max. 250 Watt

+ Höchstgeschwindigkeit 25 km/h

+ Anfahrhilfe max. 6 km/h

Ein Pedelec erfüllt diese Kriterien und darf deshalb auf dem Fahrradweg fahren. Außerdem bist du von der Helmpflicht befreit und benötigst auch kein Versicherungskennzeichen oder einen Führerschein.

(Quelle: utopia.de)

Es gibt 4-rädige Pedelecs (auch für 2 Personen) mit Dach für unter 10.000 Euro, die auf Radwege dürfen.

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