CEO Alliance unterstützt EU-Plan „Fit-for-55“ zur Senkung der CO2-Emissionen

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Copyright Abbildung(en): Volkswagen

Angesichts der geplanten Vorstellung des „Fit-for-55“-Gesetzespakets durch die EU-Kommission hat die europäische CEO Alliance, ein aus bislang zwölf Führungskräften großer Unternehmen bestehender „Action Tank“, Handlungsempfehlungen für ein progressives und ambitioniertes Vorgehen herausgegeben. Die Bewältigung der Klimakrise erfordere eine enge Zusammenarbeit zwischen dem öffentlichen Sektor und der Industrie, teilte die CEO Alliance nach ihrem Treffen in Paris Anfang Juli mit. Die Allianz würde eine Überprüfung der wichtigsten Regulierungsinstrumente der EU begrüßen, insbesondere der Subventionen für Technologien mit hohem CO2-Ausstoß.

Zu den Vorschlägen der CEOs gehören insbesondere deutliche CO2-Preissignale, rasche Maßnahmen zur Dekarbonisierung von Mobilität und Verkehr, die Transformation des Gebäudesektors sowie eine zügige Umstrukturierung und Erneuerung des Energiesystems in allen EU-Mitgliedstaaten.

„Ich freue mich sehr, dass ich mich mit den Unternehmen austauschen konnte, die Lösungen für die Umsetzung des europäischen Green Deal, die Dekarbonisierung der Wirtschaft, die grüne Transformation und die Steigerung der Energieeffizienz anbieten. Während die Europäische Kommission sich darauf vorbereitet, ihr Energie- und Klimapaket ‚Fit for 55‘ mit Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen um 55 Prozent im Jahr 2030 und zur Erreichung der CO2-Neutralität im Jahr 2050 vorzulegen, wird die Mobilisierung industrieller und wirtschaftlicher Akteure entscheidend sein, um gemeinsam unsere Klimaziele zu erreichen.“ – Clément Beaune, Staatssekretär für europäische Angelegenheiten der französischen Regierung

Der Klimawandel bleibt unsere größte Herausforderung in den nächsten Jahren und Jahrzehnten. Die CEO Alliance steht voll und ganz hinter den Klimazielen der EU-Kommission, für die es keine Alternative gibt“, sagt Dr. Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns und eines der zwölf Mitglieder der CEO Alliance. Jetzt sei es an der Zeit, „die politische Diskussion dahin zu verlagern, wie diese Ziele erreicht werden“. Es sei „klar“, dass CO2 einen Preis brauche. „Mit der CEO Alliance sprechen wir uns daher erstmals auch im Verbund führender europäischer Unternehmen für eine CO2-Bepreisung über Branchen- und Ländergrenzen hinweg aus“, so der VW-Konzernchef.

CEO Allianz fordert ein deutliches CO2-Preissignal

Als ein zentrales Instrument für das Erreichen der EU-Klimaziele schlugen die Allianz-Mitglieder ein deutliches CO2-Preissignal vor. CO2, unabhängig davon, in welchem Sektor es ausgestoßen wird, sollte einen Preis haben. Die Allianz fordert außerdem eine Anpassung des EU-Emissionshandelssystems ETS (bei Strom und Schwerindustrie) sowie zusätzliche Sektor-spezifische Emissionshandelssysteme für die Bereiche Mobilität, Verkehr und Gebäude. Diese Systeme könnten dann ab 2030 konvergieren. Ein weiterer Vorschlag ist ein europäisches CO2-Bepreisungssystem, das sowohl auf sozialen Ausgleich als auch auf die Senkung von Emissionen abzielt.

Die Dekarbonisierung von Mobilität, Verkehr sowie Gebäuden ist dabei die größte Herausforderung. Im Bereich Transport und Mobilität hat sich die Elektrifizierung von Pkw, Kleinlastwagen und Schwerlastfahrzeugen als besonders effizient erwiesen, was den Energieverbrauch und die Emissionsreduktion angeht. Damit das gesamte Ökosystem rund um die Elektromobilität gefördert wird, haben die Mitglieder der CEO Alliance branchenübergreifende Projekte initiiert, die die Batterieproduktion beschleunigen und den Ausbau einer europaweiten Ladeinfrastruktur unterstützen.

Ambitionierte Sanierungsziele für eine bessere Gebäudeeffizienz

Mit Blick auf die Gebäudesanierungswelle der EU-Kommission unterstützt die Allianz ambitionierte Sanierungsziele (mindestens 3 Prozent pro Jahr), um den Umbau des Gebäudebestands zu beschleunigen. Gebäude sollten höhere Standards in Bezug auf Energieeffizienz, erneuerbare Energien und nachhaltige Materialien erfüllen. Die Allianz fordert außerdem, dass fossile Heizsysteme durch die Einführung von Elektrowärmepumpen, Fernwärme und digitalen Lösungen zügig ersetzt werden. Die CEOs verpflichten sich, diese Empfehlungen auf die eigenen Gebäude ihrer Unternehmen anzuwenden.

Die europäischen Klimaziele erfordern einen zügigen Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung und die direkte Elektrifizierung des Energieendverbrauchs in den Bereichen Mobilität, Transport und Heizung/Klimatisierung von Gebäuden. Mit einem Projekt zur Integration der Energieversorgung, insbesondere der Stromnetze, will die CEO Alliance ein System schaffen, welches hauptsächlich auf erneuerbaren Energien und flexiblen Lösungen basiert.

Die „CEO Alliance for Europe’s Recovery, Reform and Resilience“ gründete sich 2020 vor dem Hintergrund der Covid-19 Pandemie und der historischen Weichenstellungen für den Europäischen Green Deal. Ihr gemeinsames Ziel ist es, die EU zur weltweit führenden Region im Klimaschutz zu machen, Investitionen freizusetzen, Innovationen voranzutreiben und damit zukunftssichere Jobs zu schaffen.

Die Projektarbeit hat bereits begonnen

Die Mitglieder der Allianz verstehen sich selbst als ein „Action Tank“ und arbeiten zusammen bereits an einigen konkreten gemeinsamen Projekten: Eine EU-weite Ladeinfrastruktur für den Schwerlastverkehr, die Integration der EU Energiesysteme, ein digitales Carbon Footprint Tracking, nachhaltige Gebäude, E-Busse für Europa, eine Wertschöpfungskette für grünen Wasserstoff und den Aufbau der europäischen Batteriefertigung. Weitere Projekte, darunter eines für kohlenstoffarmen Stahl, sind in Vorbereitung. Auf einem für Herbst 2021 angesetzten Gipfel wollen die CEOs erste greifbare Ergebnisse liefern und deren Umsetzung mit hochrangigen EU-Vertretern diskutieren.

Die Allianz vereint zwölf Führungskräfte aus den Branchen Energie, Transport und Technologie: Björn Rosengren (ABB), Thierry Vanlancker (AkzoNobel), Francesco Starace (ENEL), Leonhard Birnbaum (E.ON), Börje Ekholm (Ericsson), Henrik Henriksson (H2GreenSteel), Ignacio Galán (Iberdrola), Frans van Houten (Philips), Christian Klein (SAP), Christian Levin (Scania), Jean-Pascale Tricoire (Schneider Electric) und Herbert Diess (Volkswagen). Das Beratungsunternehmen McKinsey & Company dient der CEO-Allianz als Knowledge Contributer und stellt zusätzlich Forschungsergebnisse und Daten zur Verfügung.

Quelle: Volkswagen – Pressemitteilung vom 07.07.2021

Über den Autor

Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Sind das nicht besonders Unternehmen, die mit dem E-Geschäft viel zu tun haben ? Bis auf VW und Scania haben die sowieso nicht mit Verbrennern zu tun, scharf gesagt. Die können also nur gewinnen. Die können sich leicht zusammen tun. Und die anderen ?
Wobei ich zu Umweltschutzmaßnahmen sagen möchte, dass wir alle nur damit gewinnen können.

Gute Idee, nur warum nicht schon 1972 … da wurden Wichtige Erkenntnisse zum Problem im Umgang mt CO2 und endlichen Ressourcen publiziert!

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