BYD EA1 Dolphin: E-Kleinwagen mit 800-Volt-Technik auf neuer Plattform

BYD EA1 Dolphin: E-Kleinwagen mit 800-Volt-Technik auf neuer Plattform

Copyright Abbildung(en): BYD / InsideEVs

Die „e-platform 3.0“ des chinesischen Automobilhersteller setzt auf die sogenannten Blade-Batterien von BYD und soll Reichweiten von mehr als 1000 Kilometern ermöglichen. Mit dem BYD EA1 Dolphin stellt das Unternehmen sein erstes E-Auto auf dieser Plattform vor. Den Elektro-Kleinwagen EA1 Dolphin. Deutsche Einflüsse lassen sich beim kompakten China-Stromer ebenfalls finden.

Denn das Exterieur-Design ist unter Leitung des deutschen BYD-Chefdesigners Wolfgang Egger entstanden und durch ein internationales Team umgesetzt worden. Wie man es von einem typischen Kleinwagen gewohnt ist kommt auch dieses E-Auto mit einer simplen Grundform und einer etwas detaillierteren Seitenansicht daher. Wie BYD zu verstehen gibt soll das neue Markendesign einer Ozean-Ästhetik folgen, was auch den Beinamen Dolphin erklärt. Für kommende BYD-Modelle scheint bereits festzustehen, dass diese ebenfalls nach Meereslebewesen benannt werden sollen. Optisch auffällig ist zudem die Tatsache, dass am Heck der ausgeschriebene Markenname: Build Your Dreams angebracht ist. Vorne prangt der Markenname ohne die bisher übliche ovale Umrandung

Eingangs bereits erwähnt baut der BYD EA1 Dolphin auf der neuen BYD-Elektro-Plattform 3.0 auf. Mit 4,07 Meter Länge ist der Dolphin ein typischer Kleinwagen, der bei uns gegen Renault Zoe, Peugeot e-208 und Opel Corsa-e sowie BMW i3 antreten würde. Die Komponenten sollen kleiner, leichter, stärker und effizienter sein als bisherige Lösugen. So soll das 8-in-1-Antriebsmodul einen Wirkungsgrad von 89 Prozent erreichen können. Ein derart ausgerüstetes E-Auto benötigt laut BYD nur 2,9 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Die Plattform ermöglicht zudem Schnellladen mit 800 Volt, eine genaue Ladeleistung wird nicht genannt. In fünf Minuten soll aber Strom für 150 Kilometer gezapft werden können.

Die 800-Volt-Technik steht dem Elektro-Kleinwagen zur Verfügung. Etwas, was man von unseren kleineren Stromern nicht kennt. Normalerweise für die Stadt gedacht ist eine solche Ladeleistung auch nicht notwendig, da die Fahrzeuge meist doch eher im urbanen Umfeld und damit in der Nähe heimischer Wallboxen gefahren werden. Die Kapazität des Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LFP) wurde nicht bekannt gegeben. Vermutlich handelt es sich um BYDs Blade-Batterie, die zur Plattform gehört. Da diese bei diversen Crashtests gut abgeschnitten hat, bewirbt BYD die Technologie als besonders sicher. Hinsichtlich Reichweite wären somit um die 400 km für den Kleinwagen möglich. Wobei noch die Einordnung nach (NEFZ/ WLTP) offen steht.

Für den Antrieb sorgt ein Synchron-Elektromotor mit 95 PS oder 70 kW und 180 Newtonmeter Drehmoment. Zum Sprintwert äußert sich der Hersteller nicht, doch die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 150 Stundenkilometer begrenzt. Wann die ersten Fahrzeuge auf den Markt kommen werden, gibt BYD noch nicht bekannt. Es ist lediglich von „naher Zukunft“ die Rede. Allerdings soll die technische Basis zeitnah Drittkunden angeboten werden. In der Vergangenheit hat BYD bei der Entwicklung von E-Autos unter anderem mit Mercedes-Benz und Toyota zusammengearbeitet. Wobei der BYD EA1 Dolphin einsatzbereit für die Straße wirkt.

Quelle: InsideEVs – BYD EA1 Dolphin: Elektro-Kleinwagen mit 800-Volt-Technik

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Endlich mal ein Kleinwagen den ich mir wünsche, leider Technisch der komplett falsche Weg.
Wünschen würde ich mir ein Kleinwagen im Bereich 15k€ mit Eisenphosphatakkus und 400V Systemspannung. Damit könnte man ein günstiges und sparsames Auto auf die Beine stellen mit den Vorteilen einer reinen Elektroplattform. Warum ein Kleinwagen dermaßen schnell geladen werden muss (und damit teure verbaute Technik) verstehe ich nicht (Sinnvoller für die Stadt ein 22kw Typ2 Lader).
Man macht wohl alles, um wirklich günstige Autos zu verhindern.

Aktuell besteht weder ein Überangebot an Batterien noch an elektronischen Bauteilen. Also fokussieren sich die Hersteller auf die margenträchtigen (sprich teuren) Modelle. Die momentanen Fördersätze sind diesem Trend nun auch nicht gerade hinderlich. So wird es eben noch ein wenig dauern, bis das Angebot im unteren Preissegment erweitert wird. So käme wohl ein Dacia Spring Ihren Wünschen teilweise nahe (Länge und Preis, zumindest nach Abzug der Förderung) aber bis es in diesem Segment etwas wie Auswahl gibt, werden wir alle wohl noch zwei bis drei Jahre warten müssen…

Ja sie haben hier vollkommen recht. Ein freund dieser Förderung bin ich ebenfalls nicht.
Ich werde wohl den kleinen EUP als Zweitwagen behalten, es gibt aktuell nichts Alternatives. Auch E-GO hat gezeigt wie man es besser nicht machen sollte.
Ja der Spring ist tatsächlich interessant und zeigt, dass hier auch nach unten mit einer günstigen Akkutechnik neben NMC hier wirklich potential existiert.

Es ist gut möglich, dass dieser Wagen bei 15k€ liegen wird: Das wären vor Förderung dann ca. 24600 € brutto. Ich kann mir vorstellen, dass solche Preise für Kleinwagen in den nächsten ein, zwei Jahren aufgerufen werden, wenn der Markt in diesem Segment endlich ernstzunehmend anläuft.

Ob die 800V-Technik in diesem Auto nun teurer als eine 400V-Anlage würde, ist IMO reine Spekulation.

Aber 22 kW AC Lader sind bekanntlich teuer, weswegen sie quasi niemand verbaut. Ja, Daimler hatte mal einen solchen Lader im Smart ED3, aber der war weder standfest noch günstig.

Der 22 kW AC-Lader von Renault ist bekanntlich eher ein sparsamer „Hack“. Allen anderen Hersteller bieten maximal 11 kW.

Das ist sehr individuell. Ich kann sehr gut mit „Kleinwagen“ als Familienkiste leben. Der Wagen trifft genau mein Nutzungsprofil. Kleinwagen = Stadt ist nicht für jeden richtig. Weder will noch brauche ich einen Kombi / SUV oder sonstigen 5+x m Wagen zu 98% im Jahr. Ein kleiner kompakter ist mit zu 98% lieber und das 1 und 2 mal im Jahr – lebe ich damit. Irgendwie ging es auch mal zu viert in einer Ente (mit Hund und Zelt ;)).

Ein Kleinwagen verdrängt weniger Luft beim Fahren, wiegt weniger und ist deshalb sparsamer im Verbrauch, egal ob Land oder Stadt. Gerade auf dem Land hat man mehr Platz und Möglichkeiten für eine eigene Solaranlage und kann durch PV-geführtes Laden ausschließlich mit überschüssigem Strom laden. Wenn die Chinesen eine vernünftge Reichweite von über 400 km ermöglichen, dann reicht das sogar für einen Besuch in der Landeshauptstadt.

Ein Preis wäre noch interressant. Vielleicht kostet er ja nur 15k €.

„in China the BYD EA1 is expected to arrive later this year with a price between 100.000 and 140.000 yuan (12.889 and 18.044 euros). As for foreign markets, in Australia the BYD EA1 is expected to arrive early next year with a price below 35.000 AUD (22.218 euros).“

https://pushevs.com/2021/06/15/byd-ea1-gets-miit-approval/

Gut dass Sie trotz des Namens die Delphin-Schnautze des Fiat Multipla weggelassen haben 😀
Finde das Auto eig. ganz interessant, mal schauen wie sich das entwickelt.

So was könnte ich mir gut vorstellen. Wirklich gute Konfiguration und gutes Design.
Kaufen würde ich es allerdings nur, wenn es mehrheitlich aus einem Land stammt, dass meine Minimalanforderungen an einen freiheitlichen Rechtsstaat erfüllt.

Da es Firmen wie Nordmende und Telefunken ja nicht mehr gibt – wo genau – wenn nicht aus China – kommen wohl die meisten Elektronischen Geräte in Ihrem Haushalt? – und Schokolade und Kaffee verköstigen Sie wahrscheinlich auch, oder ?
Mit dem Gewissen ist es genau wie mit der Zeit – oft ist vieles leider „relativ“

Man tut was man kann.
Wenn das viele tun, wirkt es schon.

Entfernen sie aus einem „deutschen“ Auto alles chinesische und sie werden mit Schrecken feststellen, dass es nicht mehr fährt. Also seien sie konsequent und steigen sie auf die Pferdekutsche um.

„Im Tesla stecken mindestens 32 deutsche Zulieferer“. Wenn die weg wären, würde Tesla auch nicht fahren. Lt. Wirtschaftswoche https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tesla-zulieferer-deutschland-1.4680399, Süddeutsche Zeitung https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/tesla-zulieferer-deutschland-1.4680399 und vielen anderen Quellen. Und so geht es rund um den Globus. Rein deutsch, rein chinesisch, rein französisch …… bei Projekten dieser Grössenordnung ist alles global.Mit freundlichem Gruss.

Also ich finde ihn richtig Klasse!

Die Chinesen werden ihn schon günstig produzieren…und auch so auf den Markt bringen.

Und welche Technik in Zukunft Anwendung finden wird, bestimmen ganz sicher die Chinesen…

Gemäss dem chinesischen Elektroauto-Hersteller BYD soll der Stromer 1.000 Kilometer Reichweite haben. Das sind doch sehr beeindruckende Zahlen für ein Kompaktmodell und lässt Raum für Spekulation.

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