Bundesregierung: Grünes Licht für grünen Wasserstoff

Bundesregierung: Grünes Licht für grünen Wasserstoff

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Die Bundesregierung macht Ernst mit ihrer Wasserstoff-Strategie. Ab sofort können deutsche Unternehmen ihr Interesse an der Förderung Wasserstoff-IPCEI („Important Projects of Common European Interest“) bekunden und ihre Vorhaben-Skizzen bis zum 19. Februar 2021 einreichen. Dabei geht es um Förderungen von Technologien zur Herstellung von grünem Wasserstoff sowie des Infrastruktur-Ausbaus bis hin zur Nutzung von Wasserstoff (z.B. in der Industrie oder der Mobilität).

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sieht darin eine konsequente Umsetzung der bisherigen Pläne. „Erstmals bieten wir deutschen Unternehmen die Chance, grenzüberschreitende Projekte mit europäischen Partnern umzusetzen.“ Das stärke die globale Wettbewerbsfähigkeit und schaffe neue Arbeitsplätze in Deutschland. Scheuers Ressort verantwortet alle Vorhaben im Bereich Verkehr und Mobilität wie etwa die Entwicklung von Brennstoffzellen für Nutzfahrzeuge, Busse, Fracht- und Personenzüge, Pkw in Flottenanwendungen, Luft- und Schifffahrt sowie die Errichtung von Infrastruktur für die Betankung.

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat derweil in Berlin drei Leitprojekte vorgestellt. Sie sind das Ergebnis eines im Juni 2020 gestarteten BMBF-Ideenwettbewerbs. Damit sollen Hürden beim Einstieg in die neue Technologie überwunden werden. Karliczek sieht im Grünen Wasserstoff eine „Jahrhundertchance“. Deutschland solle Leitmarkt und globaler Leitanbieter in diesem Bereich werden. Aus dem Zukunftspaket der Bundesregierung stehen dafür bis 2025 rund 700 Millionen Euro bereit.

Bislang haben sich in die drei Konsortien über 230 Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft eingebracht. Sie kommen aus allen 16 Bundesländern. Auch Unternehmen, die im Wettbewerb stehen hätten erkannt, dass bestimmte Probleme nur gemeinsam zu lösen seien, so Karliczek. So widmet sich das Projekt „H2Giga“ den Technologien für eine serienmäßige Herstellung von Wasser-Elektrolyseuren. Diese könnten modular an ihre jeweiligen Einsatzorte angepasst werden können.

Das Projekt „TransHyDE“ bewertet und testet Transportlösungen für Wasserstoff. Um den Bedarf in Deutschland decken zu können, wird Deutschland einen großen Anteil aus wind- und sonnenreichen Regionen importieren müssen. Neben der Nutzung des vorhandenen Gas-Netzes gehe es um Transport in Hochdruckbehältern, als Flüssigkeit oder gebunden in Ammoniak sowie die zugehörige Entwicklung von Materialien, Normen und Sicherheitsvorschriften.

Beim Projekt „H2Mare“ geht es um die Bündelung von Offshore-Windanlagen bei der Produktion von Wasserstoff – im Idealfall ohne Netzanschluss. Bei Erfolg könnten aus der Technologie neue Exportmöglichkeiten für Deutschland entstehen, heißt es aus dem Forschungsministerium.

Quelle: Bundesregierung – Pressemitteilungen BMVI / BMBF

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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Nun fährt die Wasserstoff-Lobby und die Unternehmen dahinter „schweres Geschütz“ auf.

Batterietechnik wäre ja auch zu einfach gewesen – wenn da jeder Bürger seinen Strom bzw. „Treibstoff“ fürs E-Auto über die PV-Anlage selber herstellen würde – wo blieben da die ganze Konzerne mit ihren Vorstands- und Aufsichtsratspöstchen, Bonizahlungen, Parteispenden, bezahlten Politikerreden usw.?

Eine autarke bzw. dezentrale Energie und „Treibstoff“-Versorgung der Bürger würde ja den Einfluss von Konzernen und Politikern begrenzen und deren Mauscheleien weniger attraktiv machen.

Wenn sich die großen Konzerne die Kosten für Ökostrom nicht mehr über die EEG-Umlage von den kleinen Betrieben und Bürgern zahlen lassen könnten, dann wäre es mit der fetten Rendite wohl vorbei.

Last edited 3 Monate zuvor by Leser

Absurde Hetze gegen eine Zukunftstechnologie – offenbar von jemand, der nur an PKWs denkt, bzw. denken kann.
H2 gibt es unbegrenzt (im Himmel wie auf Erden). 700 mio Euro in 5 Jahren erscheinen für die Erforschung seiner Möglichkeiten angemessen. Im Vergleich dazu betragen die Forschungskosten des CERN an der Fusionstechnologie, deren Energie ebenso unbegrenzt zur Verfügung stehen könnte – jährlich ca. 1 Mrd Euro. Vielleicht wird sie einmal die (u.a. mobile) Energieversorgung der Menschheit sicherstellen.
PKW’s – gleich ob BEV’s für den urbanen und Kurzstreckenverkehr oder FCEV’s für die Langstrecke – sollten viel teurer werden; denn es gibt definitiv viel zu viele davon…und Verbrenner sollten ohnehin mittelfristig verboten werden.
Bis dahin: ein wohliges batteriebeheiztes Zuhause und gute Fahrt mit Batterie-Zügen, Batterie-Kreuzfahrtschiffen, Batterie-Langstrecken-LKWs und Batterie-Flugzeugen!

Leider war es mir schon um 1978 nicht vergönnt, meinen eigenen Strom erzeugen bzw „verkaufen“ zu dürfen. Als ich das für 3 Häuser versucht hatte, stand der zuständige EVU auf der Matte und überreichte mir ein Monopol-Gesetz aus dem 3. Reich, welches immer noch gültig war. Ich glaube das Gesetz ist in diesem Video genannt: https://youtu.be/HHxHr6SyiaI . Das zementierte das Strommonopol der Industrie und war eingentlich unantastbar. Dabei wollte ich nurein FIAT-TOTEM installieren. Was das war ist hier zu sehen: https://youtu.be/0KSYKfq07Yo . Ein hoch effizientes Blockheizkraftwerk. Sie sehen also, wie sehr man sich täuschen kann, beim Traum um Autarkie. Die so genannte Wasserstofflobby ist ein Produkt übersteigerter Fantasie. Genau so wie es Fantasie bleibt sich „seinen“ Strom fürs Auto selbst herstellen zu können. Außer sie fahren nur ums Haus herum, welches viele Leute nicht mal haben. Die „Mauschelei“ wie Sie das nennen war schon entstanden, als es in Deutschland noch nicht einmal ein Stromnetz gab. Vlt. sollten Sie hier erklären, was in einer einzigen Stromrechnung aufgelistet ist. Möglicherweise geht Ihnen plötzlich ein Licht aus, was es mit diesen EEG-bezogenen Rechnungsbestandteieln auf sich hat und wer daran, mit wem „Kohle“ macht.
Ach ja, die AMS hat diesen Bericht veröffentlicht: https://www.auto-motor-und-sport.de/neuheiten/hyperion-xp-1-brennstoffzellen-hypersportler/ . Das wird mein neues Fahrzeug weil mir diese Akku zu teuer sind. Was wirklich dahinter steckt wird ein Test zeugen, falls es den Wagen wirklich gibt….

Last edited 3 Monate zuvor by Helmuth Meixner

Ich habe den Text gelesen – verzichte aber auf eine Antwort.

Mich würde ja auch interessieren, wo der ganze grüne Strom für den grünen Wasserstoff herkommen soll, wenn gleichzeitig künftig Millionen von Elektroautos grün laden sollen!
Gut haben wir eine PV Anlage auf dem Dach, mit dem wir unser Elektro Auto wirklich grün laden können.

Wenn Sie diese Frage wirklich interessiert, dann lesen Sie einmal irgend ein neueres Konzept zur globalen Energiewende. Man ist sich heute ziemlich einig, dass die beste (günstigste, ökologischste) Lösung darin besteht, ein Mehrfaches (2-3 mal) des benötigten Stroms mit Sonne und Wind herzustellen, weil das günstiger und weniger problematisch ist als Speicher für mehrere Wochen bereitzustellen (->’energy U curve‘). Man wird also schon in ein paar Jahren zu vielen Zeiten deutlich zu viel Strom haben. Darauf müssen wir uns mental zuerst noch einstellen, weil bisher Energie immer knapp war.
Oder um die Sache aus einer anderen Perspektive noch einmal zu veranschaulichen. Eine kWh Strom grün zu produzieren kostet inzwischen nur noch 2-3 Cents (bald noch darunter). Eine kWh Strom zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu haben, ist 10-20 Cents wert. Sehen Sie den Gestaltungsspielraum, der sich zwischen den zwei Werten eröffnet?

700 Millionen Euro, davon wandern vermutlich 100 Mollionen in Privatvermögen diverser Akteure – u.A. Politiker. Der Rest wird vollkommen sinnfrei verbraten. Wie lange lässt sich das Volk wohl noch derart verbrecherische Machenschaften gefallen ? Bereits nach Ende der Coronazeit wird jeder anständige Bürger, nicht nur der Steuerzahler geschröpt, dass es uns die Tränen in die Augen treibt.
Sch… schwimmt solange oben, bis was Großes in die Gülle einschlägt.

Sind Sie sich bewusst, was es heisst, die anderen der ‚verbrecherischen Machenschaften‘ zu bezichtigen? Alles Verbrecher, nee, die Regierung, die EU, Korea, Japan, China, einfach alle die eine Wasserstoffwirtschaft einführen wollen.
Erinnert mich an Vorkommnisse jenseits des Atlantik. Die andern sind Verbrecher, weil Sie selbst aus Ihrer Froschperspektive nicht verstehen, was da läuft. Kleiner Tipp: Es hat nur am Rande etwas mit Elektromobilität zu tun.

Lieber Herr Müller, ich erkläre Ihnen einmal was verbrecherisch an dieser ganzen Sache ist:
Verbrecherisch ist, dass die Unwahrheit gesagt wird – es wird bei einem guten Batterie Management und einer guten VTG Infrastruktur schlicht kein Strom mehr für grünen Wasserstoff übrig sein!!!!
Verbrecherischen ist auch, dass man dann sagen wird:
Oh, jetzt haben wir schon so viel Geld für Wasserstoff ausgegeben, dann nehmen wir jetzt eben den grauen Wasserstoff, sonst wäre das ja eine Fehlinvestitionen gewesen, und die können wir ja vor dem Steuerzahler anders nicht rechtfertigen.
Zu was eine von Lobbyisten lange geführte Fake-News Kampagne am Ende führen kann, hat man ja zuletzt am Kapitol in Washington live mit erleben dürfen.
Und das Resultat ist sehr wohl verbrecherisch!!!

Es ist schwierig, mit jemandem über den Sinn von Wasserstoff zu reden, der nicht zur Kenntnis nehmen will, dass es bei der Wasserstoff-Wirtschaft nur am Rande um Autos geht.
Daher stimmt auch Ihre Grundprämisse nicht, dass kein Strom für Wasserstoff ‚übrig‘ bleibe. Es muss und wird nicht nur viel, sondern sehr viel Strom für Wasserstoff übrig bleiben. Wenn wir beim Heizen und der Industrie (Stahl, Zement, …) von den fossilen Brennstoffen weg kommen wollen, dann bleibt im Wesentlichen (nebst ein paar Nischen wie Biomasse und Geothermie) nur Strom aus PV, Wind (und evt. Atomkraft) als Energiequelle und Wasserstoff als zentrale Speicherform. Die ganze Energie-Wirtschaft wird von einer fossilen zu einer Strom-Wasserstoff-Wirtschaft umgebaut. Aus dieser Sicht ist die Frage, ob Automobile auch noch Wasserstoff benutzen werden, völlig nebensächlich. In diesem Magazin reden wir primär von Elektroautos, aber aus der Sicht der Energiewende ist die Individual-Mobilität nur ein Nebenschauplatz, Wärme und Industrie sind viel wichtiger.
Sie werden in den nächsten Monaten national und international noch reihenweise Entscheide pro Wasserstoff zur Kenntnis nehmen müssen. Es werden da Dutzende von Milliarden reingebuttert. Sie können sich nun regelmässig über diese Verbrecher ärgern, oder Sie lesen mal ein paar Artikel zur Energiewende und Wasserstoffwirtschaft.

Herr Müller – ich lese viele Bücher zum Thema Nachhaltigkeit- in denen spielt Wasserstoff insofern eine Rolle, daß dieser zwar ein wichtiger und notwendiger Speicher ist – halt nur nicht sehr grün!
Wenn immer möglich, sollte Strom mit Solar- oder Windkraft regional erzeugt und nach Möglichkeit direkt verbraucht oder energetisch sinnvoll gespeichert werden – Wasserstoffproduktion mit all ihren Verlusten bei der Erzeugung über die Speicherung hin zur Rückverstromung ist hierbei leider nicht grün und unbedingt sinnvoll, aber leider nicht zu vermeiden.
Und wenn Sie ehrlich sind, wissen sie das als belesener Wasserstoff Lobbyist sicherlich auch schon längere Zeit.

Lesen Sie mindestens eins dieser Bücher bitte noch einmal. Sie haben etwas grundsätzlich falsch verstanden.
Wenn Wasserstoff als Energiespeicher eingesetzt wird, dann ist er auch grün. Niemand wird so hirnverbrannt sein, Wasserstoff aus fossilen Energieträgern herzustellen, um Energie zu speichern. Der fossile Energieträger ist ja der viel bessere und praktischere Energiespeicher.
Sie verwechseln das mit der Tatsache, dass heute noch der meiste Wasserstoff aus fossilen Energieträgern hergestellt wird; aber nicht zum Speichern, sondern zum Benutzen in der Industrie.
In der geplanten Wasserstoffwirtschaft mit Sektorenkoppelung (Energie, Wärme, Mobilität) soll der Wasserstoff ja eben aus grünem Strom produziert werden. Selbstverständlich braucht es dazu sehr viel mehr grünen Strom aus PV und Wind. Das ist auch geplant. Und jetzt arbeitet man eben daran, die Wasserstoffspeicherung energetisch immer wirkungsvoller zu machen, mit Sektorenkoppelung (Abwärme zum Heizen, z.B.), weil man nicht genügend andere gute Speichermöglichkeiten kennt.

Sich ein aktuelles Thema aussuchen, Fördergelder verteilen – fertig. Seit 2002 flesen riesige Fördergelder für alternative Antriebe zu Verbrennerhersteller – damit wurden fast ausschließlich neue Bürogebäude errichtet. Funktion dieser Gebäude heute ?
Förderung Flugtaxi Airbus. In China mit österreichischer Hilfe vermarktet: Ehang Aktie an der Nasdaq gelistet unter ISIN: US26853E1029 gelistet.Förderung Ionity verbraten – Netz kann nun per Strompreisschraube stillgelegt werden. Förderung für neues Folgeprojekt von Audi und Posche beantragt – Abwicklung vermutlich analog Inonity und AC-Säulen diverser Stromanbieter, ….

Aber danke für die Erinnerung, es ist natürlich längst wieder soweit, dass man hierzulande Offensichtliches tunlichst nicht verbreiten soll – versuche mich zurückzuhalten.

Bitte richtig lesen, es geht um die Förderungen von Technologien zur Herstellung von grünem Wasserstoff. Dass die Herstellung von Wasserstoff energieintensiv und ineffizient ist im Vergleich zum direkten Verbrauch ist den meisten Akteuren bekannt. Das Problem besteht in der Annahme zukünftig über riesige Mengen an durch grüne Technologien erzeugten Strom zu verfügen, welcher irgendwie gespeichert werden soll. Da Lösungen wie Pumpspeicherwerke fast allerorts ausgeschöpft oder durch die Anwohner nicht erwünscht sind, ist es an dieser Stelle besser diesen in Wasserstoff umzuwandeln. Dieser kann wiederum gespeichert, in Strom oder Erdgas umgewandelt werde.
Derartige Forschungsvorhaben sind wichtig für alle, zumal die Erzeugung bereits wesentlich effizienter wurde als noch vor nicht allzulanger Zeit.

Das wissen wir schon auch alles – das Grundproblem ist leider nur, daß wir den momentan nicht genug produzieren grünen Strom schon für x zukünftige Grünstromprojekte verplanen:

  • Rohstoffe für grüne Akkus grün abbauen
  • grün abgebaute Rohstoffe grün transportieren
  • grün transportierte Rohstoffe grün zu Akkus verarbeiten
  • grüne Akkus in grün produziere Autos verbauen
  • grüne Autos grün zum Kunden transportieren
  • grüne BEVs mit grünem Strom laden
  • 97% der weltweit verbliebenen Verbrenner durch grüne BEV ersetzten

Das wäre dann ein grüner Verkehrssektor

bleibt nur noch:

  • grünes Bauen
  • grünes Heizen
  • grüner Industriestrom
  • ……
  • ……..

da bleibt sicher viel grüner Strom für Wasserstoff übrig

Womit wollen Sie denn im Februar 2050 die Wohnungen in Deutschland heizen und gleichzeitig Stahl, Aluminium und Zement herstellen?

In 30 Jahren dürfte meine Zukunftsversion (PV-Anlage, Pufferbatterie und Wärmepumpe) so günstig sein, dass wohl alle Haushalte und E-Autos autark oder dezentral mit Strom versorgt werden.

Die Industrie dürfte sich mit Strom und Heizung (Wärmepumpe, evtl. Prozessabwärme) mittels PV- und Windkraftanlagen weitgehend autark oder im kleinen Verbund versorgen und den kleinen Teil an Wasserstoff (z.B. für die Stahlindustrie) selber herstellen.

Überlandleitungen für Strom wären EU-weit nur für Notfälle da, um z.B. Sonnenstrom aus dem Süden in den regnerischen Norden oder Windstrom aus dem Norden in den Süden zu tranportieren. Die wenigen Stauseen könnten sich noch als Kurzzeitspeicher nützlich machen.

Lieber Daniel W.,

Ich finde ihre optimistische Einstellung immer wieder faszinierend. Aber leider wird die Batterie nie zu einem sinnvollen Langzeit speicher. Die Preise werden nie so günstig für den Verbraucher werden. Des weiteren sind Wärmepumpe in Gebieten welche Temperaturen -10 Grad überschreiten total sinnfrei. Da ich dann zu 100% mit Strom heizen. Also warum nicht gleich im Sommer in Wasserstoff speichern und dann im Winter nutzen. Dabei erzeuge ich noch meine benötigte Wärme. Die restliche benötigte Wärme kann ich mit einer Palletheizung ergänzen. Dabei unterstütze ich keinen Konzern. Es kann jeder autark leben. Man benötigt jediglich ein paar Tonnen palletts. Im Energie plus Haus evtl. auch nichts zusätzliches. Je nach Standort. Die Batterie hat ihre Einsatzgebiete aber sie wird nicht alles können. Die Wasserstoffwirtschaft ist sinnvoll wenn alle Prozesse so genutzt werden, das es so gut wie keine Verluste mehr gibt. Sofern die Wärme immer mit genutzt wird, ist der Wirkungsgrad gar nicht so schlecht wie die Batterie Fans uns immer weiß machen wollen. Man sollte immer den gesamten Prozess im Auge haben.

Last edited 3 Monate zuvor by Fabian Uecker

Hoffentlich mit Solarstrom per Gesetz auf jedem Dach eines Neubaus und Altbaus und noch vieler anderer nutzbarer Flächen (Fassaden, Lärmschutzwände etc) Windkraft aus gekippten 10H Regeln an allen geeigneten Standorten (auch onshore in Bayern!!!)
Wenn diese Möglichkeiten – voll ausgeschöpft sind – dann sprechen wir über den Speicher Wasserstoff – aber nicht schon heute, um dann durch die Hintertür wieder ein bisschen Atomkraft als möglichen Energielieferanten für den ach so tollen Speicher Wasserstoff einzuführen.
Die Zukunft der Energiewende ist dezentral und sollte nicht wieder in die Hände einiger weniger Großkonzerne gelegt werden – wo das hinführt ist ja hinreichend bekannt.

Durch die „Hintertüren“ kommt heute Braunkohle und Atomstrom ins BEV. Nicht über Leitungen, sondern mit Öko-Zertifikaten. Das spart eine Unmenge an Kupfer und macht so richtig Kohle. Früher nannte man das El Dorado…

Die zukünftige Energieversorgung sehe ich ähnlich wie Daniel bei einer Gewichtung auf den Energieträger Strom, hoffentlich erzeugt durch erneuerbare Energien.
Ansonsten muss es, wie heute, ein Mix aus vielen möglichen Energieträgern sein, wie den Strom, Biogas (worunter auch Wasserstoff zählen könnte) und Biomasse.
Dabei ist Biomasse leider begrenzt durch dessen Kultivierung und Wachstum,
Biogas ist leider begrenzt durch entweder dessen Verfügbarkeit durch Biomasse, oder ineffizient bei der Verstromung zu Wasserstoff,
Stromerzeugung durch PV begrenzt durch die Jahres- und Tageszeiten,
Stromerzeugung durch Wasserkraft begrenzt durch die physikalische Verfügbarkeit.
Bleibt die Stromerzeugung durch Wind und Gezeiten, welche eigentlich in rauen Mengen zur Verfügung stände, dort aber auf viel Widerstand bei den Anreinern oder beim Netzausbau führt.
Stromerzeugung könnte ggf. vielleicht in Zukunft unendlich durch Fusion erzeugt werden, dort ist dessen Umweltverträglichkeit derzeit umstritten und noch lange nicht spruchreif.
Dann wäre noch die Speicherung der Energie für die Zeiten, wo nichts zur Verfügung steht.
Danach stehe ich erst einmal hinter Wind und PV, wobei PV ab 2023 an Fahrt aufnehmen wird durch die Verpflichtung von Gebäudeeigentümer, PV bei Neubau und Sanierung installieren zu müssen.
Der Strom kann dann zur Nutzung von Umweltwärme (Erde und Luft) über Wärmepumpen genutzt werden. Wo derartige Anlagen nicht eingesetzt werden können bleibt der Einsatz von Biogas und Biomasse übrig. Im innerstädtischen Bereich bietet sich zur Vermeidung lokaler Emissionen die Versorgung mit Fernwärme wärmstens an, wenn diese möglichst mit erneuerbaren Energien erzeugt wird.
Der Speicherung fällt dabei in Zukunft eine große Rolle zu, und da könnte das eMobil wieder bei einer Einbindung durch SmartGrids eine wichtige Rolle spielen. Es geht hierbei nur um Spitzenlastzeiten, welche vermutlich den Nutzern überhaupt nicht auffallen würde.
Batteriespeicherwerke gab und gibt es diverse, sind aber sehr teuer und ähnlich ineffizient wie die Verstromung zu Wasserstoff, aber absolut notwendig zur Aufrechterhaltung von Stromnetzen, wenn auf fossile Spitzenlastkraftwerke in Zukunft verzichtet werden soll.
Darüber hinaus gibt es bereits sehr viele weitere Konzepte zur möglichen Energiespeicherung, welche diese Seite hier bei dessen Nennung sprengen täte. Leider aber hinkt die Umsetzung von guten Ideen sehr den realen Möglichkeiten dafür hinterher.

Kann man vor lauter Grün überhaupt noch BEVs in der Farbe ROT kaufen? Henry FORD sagte einmal: „Sie können unser Modell T in JEDER Farbe bestellen, vorausgesetzt Sie wählen Schwarz“ Das hat Henry nicht ergänzt: – „wie in Bayern!“

Bei ‚Sektorenkoppelung‘, in diesem Fall Nutzung der Wärme für Fernheizung, ist der Wirkungsgrad sogar über 90%.

Kann mir jetzt mal jemand erklären, wo wir denn die Wärme brauchen, wenn wir den Wasserstoff angeblich mit dem Überschuss an Solar Strom im Sommer produzieren wollen?

Die Wärme wird im Haushalt z.b. für Warmwasser gebraucht. Aber in viel größerer Menge wird Wärme bei industriellen Prozessen benötigt. Des weiteren kann man auch aus Wärmeenergie Kälte produzieren. Einfach Mal nicht immer nur klein denken. Picea System zeigt es für den privaten Bereich wie es funktioniert. Einige Betriebe zeigen wie es bei Neubauten funktioniert. Dort werden Produktionsprozesse dem Wetter angepasst. Wenn viel Sonne vorhanden werden laser eingesetzt. Druckluft wird am Wochenende produziert und die Abwärme für Warmwasser gespeichert. Blockheizkraftwerk produziert Strom für Spitzenlast und versorgt Fernwärmenetz. So funktioniert es. So kann es auch mit Wasserstoff funktionieren. Wie gesagt. Ihr denkt zu klein. Man muss den gesamten Prozess sehen.

Ja – das Picea System funktioniert und Wasserstoff (etwa 1.000 kWh für 1-Familienhaus) wird im Sommerhalbjahr langsam in Stahlflaschen gefüllt und in der kalten Jahreszeit langsam aus den Stahlflaschen wieder entnommen.

Picea System für 1-Familienhaus mit PV-Anlage geschätzt ca. 105.000 Euro.

Allerdings hat das Picea System auch sein Gewicht:
System- und Batterieschrank (innen) – ca. 2.200 kg.
Elektrische Unterverteilung zum Anschluss von picea (innen) – ca. 45 kg.
Kompaktverdichtereinheit (aussen) – ca. 600 kg.
Druckgasflaschenbündel XL (300 kWh elektrisch nutzbar) – ca. 1.800 kg x 3 = ca. 5.400 kg.
Picea System zusammen ca. 8.250 kg (8,25 to), ein hoher Resourcenverbrauch.

Vergleich Batterie 1.000 kWh (Rechenbasis: 95 kWh 700 kg – Audi e-tron) ca. 7,4 to plus Wärmepumpe, Leitungen im Erdreich und Fußbodenheizung.

Batterie ca. 100.000 Euro (Hinweis: Noch nicht als Endkundenpreis)
PV-Anlage ca. 15.000 Euro
Erdwärmepume ca. 20.000 Euro
Meine Zukunftsvision zusammen ca. 135.000 Euro

Soviel Vorspung hat Wasserstoff nicht mehr, in einigen Jahren dürfte Gleichstand sein.

Mich würde ja interessieren, ob man bei PV-Anlage, Batterie und Erdwärmepumpe auch 1.000 kWh braucht, um autark zu sein. Falls die Batterie kleiner sein könnte, dann würde sich die Sache früher rechnen. Vielleicht macht ja mal eine Uni eine Studie dazu.

Interessante Idee. Evtl. Kann auch jemand Mal Erfahrungen zum Thema Wärmepumpe Posten. Wichtig dabei der Standort und die max. – Temperaturen.

Wir haben seit 28 Jahren eine Heizung mit Erdsonde und Wärmepumpe (mehrere Nachbarn im Quartier auch). Das Haus ist von 1992 und mittelprächtig isoliert. Für die Versorgung des ganzen Einfamilienhauses mit 6 Zimmern und 4 Personen brauchten wir immer etwa 10’000 kWh pro Jahr (für alles, inkl. Warmwasser, Kochen, Computer, Licht, …; keine andere Energiezufuhr).
Mit Auszug der 2 Kinder ist der Verbrauch auf etwa 9’000 kWh gesunken.
Vor 3 Jahren haben wir noch den Boiler gegen einen Luft-Wärmepumpen-Boiler ausgewechselt, seither sind es noch gut 8’000 kWh. pro Jahr.
Seit bald 4 Jahren haben wir eine Photovoltaik-Anlage mit 6 kWp auf dem Dach. Sie ist gegen Süden ausgerichtet, relativ steil und produziert etwa 8’400 kWh Strom pro Jahr, davon ca. 35% im Winterhalbjahr. Wir können etwa 27% selber brauchen, den Rest verkaufen wir dem E-Werk für 10.4 Rappen die kWh. Die Stromrechnung ist mit der PV-Anlage von ca. 2’000.- pro Jahr auf ca. 700.- pro Jahr gesunken. Wenn keine unerwarteten Reparaturen kommen, wir die PV-Anlage in ca. 17 Jahren amortisiert sein (ohne Zins).
Wir wohnen im Schweizer Mittelland auf ca. 660 m ü.M.

Last edited 3 Monate zuvor by Mark Müller

Sorry, den Strom verkaufen wir für 9.3 Rappen pro kWh.
Einkauf: Tagstrom 24 Rappen, Nachtstrom 10.4 Rappen.
Darum lohnt sich ein Batteriespeicher (noch) nicht.

Hab es bei mir (siehe Beschreibung weiter unten) mal kurz durchgerechnet. Ich bräuchte (ohne weitere Sparmassnahmen) ca. 2’500 kWh Speicher für eine vollständige Autarkie. Die 1’000 kWh würde ich ca. Ende Jahr verbraucht haben.
Die billigste Lösung wäre aber nicht ein grosser Speicher, sondern ein kleiner Speicher (für Tag/Nacht-Pufferung + wenige Tage) und die Verdoppelung der PV-Anlage. Das sieht man auch an Ihrer Kostenaufstellung oben. Die Verdoppelung der Leistung der PV-Anlage würde bei mir max. 5’000 Euro kosten. Ich hätte dann zwar über das Jahr gesehen eine Überversorgung von 100%, aber das reduziert die Speicherproblematik massiv und ist billiger als ein riesiger Speicher.
Genau das gleiche denkt man heute übrigens bei der globalen Energieversorgung. Es ist billiger und ökologischer, 2-4 mal die gesamte benötigte Menge grün zu produzieren (für inzwischen noch 2-3 cents pro kWh) und weniger Speicher breitzustellen, als eine einfache Vollversorgung und riesige Speicher für die saisonale Pufferung. Genau darum werden wir in 5-10 Jahren zu bestimmten Zeiten riesige Mengen an extrem billigem Überfluss-Strom haben, mit denen wir dann etwas Schlaues anstellen können.

Last edited 3 Monate zuvor by Mark Müller

Ich habe 2005 ein Niedrigstenergiehaus gebaut. Die Wärmepumpe benötigt zwischen 2.000 bis 2.300 kWh Strom im Jahr bei 200 m2 Heizfläche. 2007 habe ich 3,36 kWp PV montiert. Die PV habe ich 2018 auf 10 kWp ausgebaut und einen 11,52 kWh BYD Speicher ins System eingegliedert. Die PV erzeugt 11.500 kWh Strom im Jahr und davon gehen 6.000 kWh ins Netz. Im Winter muss ich wieder 1.200 kWh einkaufen. Ich komme aufgrund der Wärmepumpe (= hoher Stromverbrauch in nur 4 Heizungsmonaten bei gleichzeitig deutlich kleinerem Stromertrag) auf max. 75 % Autarkie im ganzen Jahr. Von April bis Sep. komme ich auf 99 % Autarkie. März und Oktober ca. 75 % Nov. Dez. und Jänner max 45 %. Auch wenn ich die PV noch auf 18 kWp ausbaue und den Speicher verdopple werden max. 90 – 92 % Autarkie möglich sein. Mehr ist einfach nicht möglich.

Ja – 100% Autarkie wird schwierig, wenn es sich für den Bürger unterm Strich auch noch rechnen soll. Vielleicht geht es im dezentralen Verbund mit Biogasanlagen in der Nähe, um die Lücken im Winterhalbjahr kostengünstig zu füllen.

In einigen Jahren wissen wir auch wie sich die Batterietechnik entwickelt und vielleicht finden sich ja auch noch Unis und Fördermittel, um diese Technik (PV-Anlage, Pufferbatterie und Erdwärmepumpe) zu untersuchen und zu optimieren.

„Genau darum werden wir in 5-10 Jahren zu bestimmten Zeiten riesige Mengen an extrem billigem Überfluss-Strom haben, mit denen wir dann etwas Schlaues anstellen können.“

Darauf spekuliert die Wasserstoff-Lobby und darauf, dass sie diesen Strom quasi geschenkt bekommt – aber was solls, wenn es dem Umweltschutz dient.

Allerdings sollten sich die Wasserstoffhersteller und -vertreiber dann auch etwa zur Hälfte am Bau von neuer Solar- und Windkraftanlangen beteiligen.

Dabei steht im Prinzip jetzt schon fest, dass grüner H2 weder lokal hergestellt noch importiert mit Strom aus EE preislich halbwegs mithalten kann. Es wird also nur was für Nischen sein bei denen absolut kein Strom einsetzbar ist. Hier formieren sich jetzt aufgrund der üppigen Investionen/Subventionen die im Raum stehen willfährige Projektbeteiligte die sich mit Hilfe von Steuergeldern auf Jahre selbst beschäftigen.

Ich verstehe und akzeptiere, dass aus Ökostrom produzierter Wasserstoff für die Wirtschaft, und später als Energiespeicher notwenig ist.
Aber diese Projekte sind alle unnötig.
> H2Giga: Es gibt gute Elektrolyseure. Die müssen nicht weiterentwickelt werden, die brauchen Ökostrom…
> TransHyDE: Wasserstoff in Flüssigkeiten einzubringen und am Zielort wieder zu lösen verbraucht irrsinnig viel Energie. Dann lieber gleich den Wasserstoff zu Methan synthetisieren und alle Transport und Speicherprobleme sind gelöst. Übrigens verändert sich die Speicherflüssigkeit mit der Zeit und auch der Wasserstoff wird verschmutzt und ist nicht mehr rein genug für Brennstoffzellen.
> H2Mare: Wo bitte ist das Problem offshore Windparks zu bauen und den Strom an Land zu bringen? Welchen Sinn macht es, den Wasserstoff kompliziert auf dem Meer zu erzeugen und dann mit Tankern (die mit Schweröl fahren) an Land zu bringen?
Sehr geehrte Regierung, subventioniere verdammt nochmal Offshorewindparks und PV bis zum geht nicht mehr, anstatt Geld für unnütze Dinge zu verbrennen.

Sie haben sich aber unheimlich rasch zum Wasserstoff-Spezialisten gemausert, der es besser weiss als die Regierung mit ihren Spezialisten und Fachgremien. Entsprechend sind Sie auch der Erste der festgestellt hat, dass die Elektrolyseure schon fertig entwickelt und nicht mehr zu verbessern sind. Chapeau!
Mit dem letzten Satz bin ich hingegen völlig einverstanden.

So viel Unwissen und kontraproduktive Diskussion über Wasserstoff habe ich noch selten gelesen.

  1. Geht es überhaupt nicht um dem Antrieb von E Autos
  2. Und schon gar nicht als Wettbewerb zu PV oder Erweiterung einer Speichermöglichkeit im Haus.( An das Gleichstromkabel des Speichers im Keller langt man nur einmal hin.)
  3. Milchbüchleinrechnungen einiger Schreiberlingen von hier, kann man vergessen
  4. Die Praxis spricht eine andere Sprache
  5. Wer nicht schläft, könnte bemerken , dass H2 Tankstellen im Aufbau sind.
  6. Dafür sind mangelnde Kenntnisse vieler Autofahrer gar nicht gefragt.
  7. Hier spielt man in einer anderen Liga, wo man versucht, richtigerweise auch (muss) vom Erdöl wegzukommen.
  8. Dazu spielen beim Schwerverkehr im Wasser, zu Lande,und in der Luft ganz andere Faktoren eine entscheidende Rolle

Also reine Autofahrer, die meinen weil H2 im Auto ungeeignet und unwirtschaftlich ist, schweigt besser zu dem Thema.

H2 macht Sinn, wenn sich auch die H2-Befürworter am Solar- und Windstromanlagenausbau kräftig beteiligen, damit er wirklich zu viel Ökostrom gibt, den man dann großzügig für die Wasserstofferzeugung abgeben kann – alles andere wären Schmarotzertum.

Die Wasserstoff-Lobby sollte erstmal ihren Einfluss in der Politik gelten machen, um den Ökostrom-Oberbremser Altmaier in den Ruhestand zu schicken und dann dafür Werbung machen, damit die Bundesländer ihre teils absurden Abstandsregelungen bei Windkraftanlagen lockern.

Auch beim PV-Ausbau ist noch Luft und hier könnten sie sich für die Abschaffung der EEG-Umlage für den eigengenutzten Strom und für eine Entbürokratisierung einsetzen.

Die Windkraftgegner unter den Tierschützern sollte nicht jeden einzelnen getöten Greifvogel bedauern, sondern eher gegen die großen Glasfassaden an Gebäuden und Häusern vorgehen, daran sterben jährlich Millionen Vögel und sie heizen die Gebäude auch unnötig auf.

Wer H2 will, der sollte nicht nur die Hand aufhalten, sondern auch für Ökostromüberschuss sorgen.

H2 im Auto sollte sowieso nur die letzte Option sein, wenn man in etlichen Jahren vielleicht nicht mehr weis wohin mit dem ganzen Ökostromüberschuss und dem erzeugten Wasserstoff.

Sie haben sich aber unheimlich rasch zum Wasserstoff-Spezialisten gemausert, der es besser weiss als die Regierung mit ihren Spezialisten und Fachgremien.

Das liegt vielleicht daran, dass Sie nicht die geringste Ahnung von mir haben, sondern nur die paar Kommentare kennen, die ich hier gepostet habe.

Von Ihnen kann ich aber mit Gewissheit sagen, dass sie ein Mensch sind der andere in Sekundenbruchteilen aburteilt.

Ob die Regierung mit Ihren Fachgremien wirklich besser geeignet ist Technologie oder neue Entwicklungen zu bewerten weiss ich nicht. Ich erinnere an die Maut, Netzausbau, Kohleausstieg, CO2 Preis, …

Die Regierung hat beispielsweise auch Wasserstoffverbrennungsmotoren gefördert. Habe da aber seit 20 Jahren nichts mehr von gehört nachdem die Fördermittel verbraucht waren…

Entsprechend sind Sie auch der Erste der festgestellt hat, dass die Elektrolyseure schon fertig entwickelt und nicht mehr zu verbessern sind. Chapeau!

Bestimmt kann man an Elektrolyseuren noch viel verbessern. Die Frage ist aber ob sich das in der GESAMTbilanz lohnt. Das erste, was ich in meinem Studium gelernt habe war, dass es mehr Sinn macht einen Prozeß mit einem Anteil am Gesamtenergieverbrauch von 50% um 2% zu reduzieren, als bei einem Prozeß mit einem Anteil von 2% zu beginnen.
Das sind jetzt willkürliche Zahlen, aber die Verluste bei den Elektrolyseuren zu denen beim Transport oder beim Tanken sind verschwindend gering. Und dann gibt es immer noch das Problem mit der Wasseraufbereitung für die Elektrolyseure. Nicht der technische Vorgang, aber die benötigte Menge. Davon höre ich nie etwas.

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