Bugatti Rimac erhält grünes Licht und wird Teil des VW Konzerns

Bugatti Rimac erhält grünes Licht und wird Teil des VW Konzerns

Copyright Abbildung(en): Porsche

„Operation Rush“, wie die Bildung des Joint Ventures von Porsche, Rimac und Bugatti intern tituliert wurde, ist erfolgreich abgeschlossen. Ab sofort wird Bugatti Rimac seinen Sitz in Sveta Nedelja (Kroatien) haben. Ihr CEO wird Elektro-Hypercar-Pionier Mate Rimac, der Gründer und Chef von Rimac Automobili. Porsche seinerseits wird die Rolle des strategischen Gesellschafters ausüben.

Hierzu seien Vorstandsvorsitzender Oliver Blume und der stellvertretende Vorstandsvorsitzende und Finanz-Vorstand Lutz Meschke im Aufsichtsrat vertreten. Gesellschafter des Unternehmens werden die Rimac Group (55 %) und die Porsche AG (45 %) sein. Die beiden Marken Bugatti und Rimac Automobili agieren weiterhin als eigenständige Marken und Hersteller. Somit werden ebenfalls deren jeweiligen Produktionsstätten in Zagreb sowie Molsheim und ihre Vertriebskanäle beibehalten.

Im September 2020 kamen erstmals Gerüchte auf, dass der kroatische Automobilhersteller Rimac Automobili die VW Luxusmarke Bugatti übernehmen soll. So kam es dann auch Ende des zweiten Quartals 2021. Allerdings ein wenig anders als bisher angenommen. Porsche und Rimac haben sich auf die Gründung eines Joint Ventures unter Einbindung von Bugatti geeinigt. Bugatti wird über den aktuellen Eigentümer Volkswagen in das Joint Venture eingebracht. Im Rahmen der Joint-Venture Gründung ist der bisherige CEO von Bugatti, Stephan Winkelmann zurückgetreten und konzentriert sich künftig auf seine Aufgabe als Präsident von Lamborghini.

„Dieser Zusammenschluss ist die perfekte Lösung für alle Beteiligten. Gemeinsam entsteht ein leistungsstarkes Automobil-Unternehmen. Es ist uns gelungen, die Traditionsmarke Bugatti mit ihrer Strahlkraft für die Zukunft wertschaffend aufzustellen. Bugatti verkörpert Faszination und Leidenschaft, Rimac verfügt über große Innovationskraft und Tech-Kompetenzen. Wir bedanken uns bei Stephan Winkelmann für seinen großen Einsatz. Er hat hervorragende Arbeit geleistet.“ – Oliver Blume, CEO von Porsche

Das kroatische Unternehmen Rimac entwickelt und produziert Komponenten für die Elektromobilität und stellt selbst elektrische Supersportwagen her. Mit Porsche ist man bereits im Juni 2018 eine Partnerschaft eingegangen, um hinsichtlich der eigenen E-Offensive Fortschritte zu machen. Diese hat man im September 2019 erstmals vertieft. Anfang März 2021 hat der Aufsichtsrat der Porsche AG einer Erhöhung der Beteiligung an Rimac zugestimmt. Somit hat Porsche künftig seinen Anteil von 15 auf 24 Prozent erhöht.

Für den künftigen CEO Mate Rimac ist der Start des Joint Ventures Bugatti Rimac ein weiterer großer Schritt – nur zehn Jahre nach Gründung seines Start-ups in einer Garage. Er ordnet das nue entstandene Joint-Venture wie folgt ein: „Es ist schwierig, eine bessere Kombination als Rimac und Bugatti zu finden. Rimacs rasante Arbeitsabläufe und Elektrifizierungsfähigkeiten sind die perfekte Ergänzung zu Bugattis außergewöhnlicher Tradition und Handwerkskunst. Bleiben Sie gespannt auf einige wirklich außergewöhnliche Projekte in der Zukunft.“

Der Hauptsitz von Bugatti Rimac befindet sich in Sveta Nedelja bei Zagreb. Für das Jahr 2023 wird der Umzug auf den neuen Rimac Campus angestrebt, der derzeit errichtet wird. Dort wird auch die gemeinsame Forschung und Entwicklung von Bugatti Rimac angesiedelt sein. Auf dem 200.000 Quadratmeter großen und 200 Millionen Euro teuren Areal werden 2500 Personen arbeiten. Parallel dazu werden wie bisher alle Bugatti-Modelle in der Manufaktur in Molsheim gefertigt. Die dortigen Arbeitsplätze sind somit langfristig gesichert. Das Joint Venture Bugatti Rimac startet mit etwa 435 Mitarbeitern, von denen etwa 300 in Zagreb und etwa 135 in Molsheim (Frankreich) tätig sind.

Quelle: Porsche – Pressemitteilung

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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