BMW stellt Elektroscooter CE 04 vor

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Copyright Abbildung(en): BMW

Mit dem neuen BMW CE 04 führt BMW Motorrad seine Elektromobilitätsstrategie für urbane Ballungsräume fort. Als finales Serienfahrzeug des 2017 präsentierten Motorrads Concept Link und des 2020 vorgestellten seriennahen Definition CE 04, beginne mit dem BMW CE 04 nun ein neues Kapitel urbaner Zweiradmobilität, so die Münchner in einer aktuellen Mitteilung. Mit elektrischem Antrieb, zukunftsweisendem Design und innovativen Connectivity-Lösungen vereine der neue Scooter die Funktionen von Fortbewegungs- und Kommunikationsmittel in Einem. Als Preis für den CE 04 nennt BMW 11.990 Euro. Damit ist er gut 3000 Euro günstiger als sein Vorgänger C Evolution.

Mit einer Maximalleistung von 31 kW (42 PS) ist der CE 04 kräftig motorisiert. Die klassische Disziplin „Ampelstart“ von 0 auf 50 km/h erledigt er in 2,6 Sekunden. Auch in der leistungsreduzierten Fahrzeugklasse L3e-A1 steht mit 23 kW (31 PS) noch kräftige Antriebs-Power zur Verfügung. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt für beide Ausführungen 120 km/h – für zügiges Vorankommen nicht nur in der City, sondern auch auf Schnellstraßen und Autobahnabschnitten.

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BMW

Mit 60,6 Ah (8,9 kWh) verfügt der E-Scooter über eine üppige Zellkapazität der Batterie und sorgt für rund 130 Kilometer Reichweite (Leistungsreduzierte Version: 100 km). Damit sind ein alltagstaugliches, emissionsfreies Fahren in der Stadt, im urbanen Umfeld als auch kleinere Genusstouren nach Feierabend oder am Wochenende möglich.

Den Antrieb des neuen BMW CE 04 stellt eine rahmenfest im Bereich zwischen Batterie und Hinterrad montierte, permanenterregte E-Maschine dar, wie sie in ähnlicher Form auch in BMW Elektrofahrzeugen wie dem 225xe Active Tourer zum Einsatz kommt. In ausgedehnten Fahrversuchen hat BMW Motorrad für jeden Fahrmodus eine eigene und für den Fahrer komfortable Ausprägung der Rekuperation entwickelt. Damit sollen für jede Fahrsituation die optimale Performance und Fahrcharakteristik zur Verfügung stehen.

„Unser BMW CE 04 ist der neue elektrische Champion für die Stadt. Wie kein zweiter verbindet er Elektromobilität mit Emotionen und großem Fahrspaß. Wir setzen beim CE 04 nicht nur auf die neuesten Technologien, sondern auch auf die besten Batteriezellen, welche im BMW iX ebenfalls zum Einsatz kommen. Alle zukünftigen neuen Modelle von BMW Motorrad für die urbane Mobilität werden genau wie der CE 04 rein elektrisch sein.“ – Oliver Zipse, Vorstandsvorsitzender der BMW AG

Das Aufladen der Lithium-Ionen-Batterie kann über das integrierte Ladegerät entweder an einer Steckdose des Haushaltsstromnetzes, an einer Wallbox oder an einer öffentlichen Ladesäule erfolgen. Die Ladezeit beträgt bei völlig entleerter Batterie 4 Stunden und 20 Minuten. Mit dem als Sonderausstattung verfügbaren Schnellladegerät mit bis zu 6,9 kW Leistung (serienmäßig 2,3 kW) reduziert sich die Ladezeit bei leerem Akku auf nur noch 1 Stunde und 40 Minuten. Ist die Batterie bis auf 20 Prozent entladen und wird bis auf 80 Prozent aufgeladen, so lässt sich die Ladezeit mit dem Schnellladegerät auf 45 Minuten verkürzen. Marktabhängig gehört das Standardladekabel mit 2,3 kW Ladeleistung zum Serienumfang des BMW CE 04. Für das Schnelladen an der Wallbox zu Hause oder an einer öffentlichen Ladesäule ist ein Mode 3 Ladekabel notwendig. Analog zu BMW Elektroautos stehen auch für den CE 04 die Ladelösungen von BMW Charging zur Verfügung.

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BMW

Vergleichbar mit der Automatic Stability Control bei BMW Motorrädern mit Verbrennungsmotor steht diese Antriebs-Schlupfregelung auch beim CE 04 zur Verfügung. ASC begrenzt das Motormoment abhängig vom Hinterradschlupf. Für noch mehr Fahrsicherheit sorge zudem die als Sonderausstattung erhältliche Dynamische Traktionskontrolle DTC (Dynamic Traction Control). DTC ermöglicht insbesondere in Schräglage ein noch sichereres Beschleunigen.

Drei Fahrmodi für effiziente, alltagstaugliche Nutzung

Besonders wichtig bei der Entwicklung waren BMW zufolge die Möglichkeiten, den neuen CE 04 individuell nach Wunsch des Fahrers entweder mit größtmöglicher Effizienz oder einem Höchstmaß an Fahrspaß einzusetzen. Entsprechend verfügt der E-Scooter serienmäßig über die drei Fahrmodi „ECO“, „Rain“ und „Road“. Als Sonderausstattung ab Werk ist zudem der zusätzliche Fahrmodus „Dynamic“ verfügbar, der dem Fahrzeug eine noch spritzigere Beschleunigung beschert.

Beim Hauptrahmen handelt es sich um eine Stahlrohrkonstruktion. Die Radführung vorne übernimmt eine Teleskopgabel mit 35 mm Tauchrohrdurchmesser. Das Hinterrad wird von einer Einarmschwinge geführt. Federung und Dämpfung übernimmt hinten ein linksseitig platziertes, direkt angelenktes, vollgecovertes Federbein. Bereift ist der Elektro-Flitzer mit üppig dimensionierten Pneus der Dimensionen 120/70 R15 67H vorne sowie 160/60 R15 56H hinten.

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BMW

Vorne sorgt eine Doppelscheibenbremse für sichere Verzögerung, unterstützt von einer Einscheiben-Anlage hinten. Dabei sorge das BMW Motorrad ABS für ein hohes Maß an aktiver Sicherheit. Noch weiter geht das als Sonderausstattung lieferbare ABS Pro. Mittels einer Schräglagensensorik regelt ABS Pro auch bei Bremsvorgängen in Kurven und soll damit das größtmögliche Maß an Sicherheit bieten.

TFT-Farb-Display mit integrierter Kartennavigation

Der CE 04 ist serienmäßig mit einem 10,25 Zoll großen TFT-Farb-Display mit integrierter Kartennavigation und Connectivity ausgerüstet. Mit laut BMW „ausgezeichneter Ablesbarkeit, übersichtlicher Menüführung und einem hoch integrierten Bedienkonzept“ setze sich der CE 04 damit an die Spitze im Segment der Scooter. Das 10,25-Zoll-Farb-Display ermöglicht es unter anderem, eine Navigationskarte in der Instrumentenkombination darzustellen und damit auf ein zusätzliches Display zu verzichten.

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BMW

Die Leuchteinheiten des E-Scooters basieren auf moderner LED-Technik. Sie umfassen vorne einen Scheinwerfer für Fern- und Abblendlicht. Neben einem Rücklicht in LED-Technik kommen auch LED-Blinkleuchten zum Einsatz. Auch die Kontrollleuchten bauen auf LED-Technik. Noch mehr Sicherheit in der Nacht biete das adaptive Kurvenlicht Headlight Pro als Sonderausstattung ab Werk. Dabei soll der Fahrer von einer noch besseren Ausleuchtung der Fahrbahn in Kurven profitieren und somit nachts noch sicherer fahren.

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BMW

BMW betont, dass der CE 04 eine neue, zukunftsorientierte Form urbaner Zweiradmobilität auch im Design verkörpere: Er bediene sich einer innovativen Formensprache, die Emotionen für diese neue Antriebstechnik wecken soll und ihn auf Anhieb als Mitglied der BMW Motorrad Familie ausweise. Die moderne Flächenarbeit trete in Lightwhite uni eindrucksvoll zu Tage, ergänzt von mattschwarzen Partien im Front- und Seitenbereich sowie der „schwebend“ ausgeführten Sitzbank (Floating Seat). Hinzu kommen zukunftsweisend in Scheibenrad-Optik gestaltete Räder (Solid Wheels) und eine in die Formensprache integrierte Seitenstütze.

Quelle: BMW – Pressemitteilung vom 07.07.2021

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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11000€?????? Für 9500€ gibt es den Twizy 80 Sport und da habe ich 4 Räder und sitze im trockenen. Oder einen gebrauchten Nissan Leaf oder BMW i3. Ein Massenmodel wird der Scooter bei diesem Preis kaum. Wie damals das BMW Rhönrad (C1)

12k. Ob man im Twizy im Trockenen sitzt, weiß ich nicht. Beim Dacia Spring für 12k nach Förderung wäre das der Fall. Aber es geht ja laut BMW um Mobilität in der Stadt und da gibt es von Niu Alternativen im Preisbereich sub 4000€, die in der Stadt ausreichende 70 km/h fahren und etwas wendiger sind.

unser e-up kostete nach förderung 13399€

Unser mii ca. 12700. 😉 kommt in der Stadt 300km und hat Klima.

Das zeigt aber wieder mal deutlich, dass eine Förderung, die nur auf klassische (E-)PKW ausgelegt ist, zur Wettbewerbsverzerrung führt, weil sie anderen Fortbewegungsmitteln keine Chance lässt.

Die wenigsten Roller oder Motorräder werden zum täglichen Weg zur Arbeit genutzt sondern sind eher „Spaßmobile“ für die warme Jahreszeit.
Aber trotzdem sollte es für jedes e-Fahrzeug eine gewisse Prämie geben, falls damit nachweislich eine Mindestanzahl an Tagen zur Arbeit gefahren wird – nicht aber für den subventionierten „Coffee-Racer“
Für 5000 Km s-pedelec bekomme ich leider auch nur „Karma-punkte“ 😉

Mein S-pedelec fährt mit mir täglich 30 Km und mehr und kostet keine 15 Cent Strom / Tag – dafür werde ich hin und wieder nass – mein Immunsystem und die Umwelt sagen trotzdem danke 🙂

Wenn ich sehe, was heutzutage für ein Hightech E-Bike ausgegeben wird, erscheint mir der Preis nicht wirklich ungerechtfertigt, zumal ein BMW noch nie günstig war. Sicher kein Massentauglicher Roller, das dürfte aber auch nicht das Entwicklungsziel gewesen sein.

Richtig. Ich war gestern bei meinem Fahrradhändler zur Terminabsprache für eine Wartung und habe mir die Pedelecs angesehen- die Preise auf den Preisschildern gingen bei 3.999.- € los… Natürlich ist der Scooter nicht billig, aber für den Gaudi, den dieses Fahrzeug machen wird, werden ganz sicher sehr viele Spielkinder das Geld locker machen.
Im übrigen- worüber reden wir hier eigentlich? Es geht nicht um E-Ups oder Dacias, sondern um einen Motorroller.

Wenn er jetzt noch das Schutzkonzept vom C1 Roller hätte und etwas leichter und zierlicher als dieser wäre, wäre das perfekt….

Die ambitionierten Roller oder Motorradfahrer, die (wich ich) auf E-Antrieb umgestiegen sind, sehen sich in dem Preissegment lieber gebrauchte oder fast neue Zero S oder DS um, die das gleiche bieten, etwas spritziger sind und einen grösseren Akku bieten. (Zero S 400 Km gefahren, 13500 Euro)

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