BMW-Werksverkehr-Elektromobilität

BMW setzt auf Elektro-Lkw im Werksverkehr

Copyright Abbildung(en): BMW

Ich transportiere elektrisch die Antriebe der Zukunft“, steht auf einem Sattelzug-Anhänger, der seit Kurzem im BMW-Werk Dingolfing seine Runden dreht. E-Mobilität also in doppelter Hinsicht. Denn der Lkw fährt nicht nur zu 100 Prozent mit Strom – sauber, leise und CO2-frei. Er transportiert auch Module für E-Antriebe zwischen einem Produktionsgebäude und einem werksinternen Logistikzentrum. Noch handelt es sich um ein Pilotprojekt, aber im Verlauf des Jahres 2022 sollen mit dem Ausbau der Produktionskapazitäten für elektrische Antriebe im Werk 02.20 fünf weitere E-Lkw hinzukommen.

Der Einsatz des Elektrofahrzeugs hat viele Vorteile, wie Christian Kiermaier erklärt, der Leiter der Logistikplanung E-Antrieb am Standort Dingolfing: „Die Elektro-LKW sind im Betrieb sehr leise und sauber. Auf das Jahr gerechnet liegt die CO2-Einsparung durch den Einsatz der E-Lkw bei insgesamt rund 276 Tonnen im Vergleich zum herkömmlichen Antrieb mit Dieselmotor.“

Der E-Lkw ist beinahe rund um die Uhr im Einsatz, immer dann, wenn produziert wird. Ein Rundlauf, den er auf dem Werksgelände absolviert, ist etwa einen Kilometer lang. „Im Peak fahren sie circa 75 solcher Touren pro Arbeitstag“, erklärt Projektleiterin Sabrina Böhm. Dabei müssen sie schnell an- und abdocken, was durch Mafi-Zugmaschinen des Logistik-Dienstleisters Preymesser ermöglicht wird.

Das Laden der Batterie erfolgt im Logistikzentrum: Während des Abladens steckt der Fahrer das Kabel einer der hier angebrachten Wallboxen an das Fahrzeug an, sodass sich die Batterie parallel etwa 20 Minuten lang mit Ökostrom füllen kann.

Sauber und leise durch Dingolfing

Mit Fertigstellung des neuen Versorgungszentrums im nahe gelegenen Mamming im Jahr 2022 sollen zusätzlich noch weitere E-Lkw zum Einsatz kommen. Anders als die bisherigen Fahrzeuge verlassen die vollelektrisch angetriebenen 40-Tonner dann auch die Werkstore und pendeln zwischen dem Werk 2.20 in Dingolfing und dem Versorgungszentrum in Mamming, um Komponenten, die für den Bau von Hochvoltbatterien und E-Motoren benötigt werden, zu transportieren. Dabei legen sie eine einfache Strecke von rund 13 Kilometern zurück – und das dann ebenfalls sauber und leise.

Auch auf anderen Strecken des Zwischenwerksverkehrs sollen in Zukunft vermehrt umweltfreundliche Elektro-Lkw zum Einsatz kommen. Im Rahmen von Pilotprojekten konnten bereits wertvolle Erfahrungen auf einigen Kurzstrecken gewonnen werden, wie BMW mitteilt. So fand unter anderem ein Testbetrieb für Transporte zwischen dem gut 30 Kilometer entfernten Zentrallager in Wallersdorf und dem Dynamikzentrum in Dingolfing statt. Ein weiterer Praxistext erprobte den Transport von Rolls-Royce Karosserien aus der Produktion im Werk 2.27 in Unterhollerau zur KTL-Beschichtung ins Werk 2.40 nach Dingolfing mit einem E-Lkw. Aber auch in den Werkshallen selbst sind E-Gabelstapler und automatisierte Transportsysteme, die elektrisch angetrieben werden, längst ein fester Bestandteil des Produktionsprozesses.

Quellen: BMW – Pressemitteilung vom 25.10.2021

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Ich glaube bei uns im Werk fährt seit 10 Jahren ein E-LKW.

Richtig so.
Gut machbare Einsatzdistanzen für einen ausschliesslich batterieelektrischen LKW.

Wow, Elektrogabelstabler. Crazy!

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