BMW-CEO: Haben E-Mobilität nicht verschlafen, nur abgewartet

BMW-CEO: Haben E-Mobilität nicht verschlafen, nur abgewartet

Copyright Abbildung(en): BMW AG

BMW geht mit hohen Zielen für Wachstum in das Jahr 2021 und bringt nun die Vorreiter einer radikalen Technologie-Offensive auf die Straße. Dennoch kam der offensive Wandel hin zur E-Mobilität für einige Beobachter zu spät. Und dies nachdem BMW mit dem i3 bereits in frühen Jahren ein E-Auto auf die Straße gebracht hat; damit die Grundlage Wegbereiter der Elektromobilität zu werden.

BMW-CEO Oliver Zipse wollte den vermeintlichen Rückfall des Herstellers bei E-Autos nicht auf sich sitzen lassen und äußerte gegenüber Reuters: „Es gibt die Wahrnehmung, dass wir eine Pause gemacht haben, aber wir haben tatsächlich keine Pause gemacht. Wir haben auf den Moment gewartet, in dem die Elektromobilität wirklich in höhere Stückzahlen kommt.“ Nun wolle man in die Offensive gehen. Dabei sehe er die Chance, seine Aktie mit Tesla konkurrieren zu lassen.

BMW rechnet damit, dass die Hälfte seiner Verkäufe bis 2030 vollelektrische Modelle sein werden, was als konservativerer Ansatz angesehen wird als bei Rivalen wie Volkswagen, dessen Aktien durch ehrgeizige Elektrifizierungspläne in die Höhe getrieben wurden. BMW baut derzeit Modelle mit Verbrennungsmotor, Hybrid- und Elektroantrieb auf gemeinsamen Plattformen. Eine eigenständige Plattform wie bei Marktbegleiter wird erst 2025 erwartet. Aber auch diese ist wieder breit aufgestellt und wird Autos mit Benzin- und Dieselverbrennungsmotoren unterstützen, als auch Plug-in-Hybride. Eine klares Bekenntnis zur E-Mobilität sieht anders aus.

Begründet wird der Schritt von BMW durch Zipse wie folgt: „Wenn man sich ansieht, was auf dem Markt mit diesen (dedizierten elektrischen) Plattformen passiert, sehen die Autos alle gleich aus. BMW bedient sehr spezifische, hochbezahlte Kunden, ich denke, sie wollen keine Autos, die alle gleich aussehen.“ Zudem wolle man „den Verbrennungsmotor auf eine vernünftige Art und Weise am Leben erhalten“, denn aus seiner Sicht würden Verbesserungen am Motor helfen, die Klimaziele zu erreichen. Wobei der Verbrenner zumindest bei Tochter MINI ab Ende 2030 keine Rolle mehr spielen wird, wie wir berichten konnten.

Quelle: Automotive News Europe – BMW CEO defends EV expansion timing

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Genial! Die Aussage muss ich mir unbedingt merken wenn ich das nächste Mal zu spät zur Arbeit komme. Ich bin gar nicht zu spät, ich habe nur abgewartet. Genial diese Top-Manager, jetzt weiß ich warum die so viel Geld verdienen. Die sind einfach so gut!

Die strategische Entscheidung, nicht auf den Markt zu kommen, bevor dieser reif für das Produkt ist, mit der Unfähigkeit, pünktlich zur Arbeit zu kommen zu vergleichen, verrät kein sonderlich gutes wirtschaftliches Verständnis.

Ich denke, das diese Worte von einem unfähigen Schreiber kommen…

Auf den Moment geartet? Der Moment ist schon, wo sind die Produkte? Die Kunden lässt man warten! Meine Herren echt unglaublich. Feuert ihn endlich, ein Unsympath, er toppt es immer wieder. Tesla geht bald pleite, wir haben nur abgewartet. Um unsere Stinker so lange wie möglich zu verkaufen und dick Kohle zu schäffeln, damit ich immer noch mehr in meine Taschen stecken kein.

Produkte findet man in Massen bei Mobile, Autoscout usw. Seit Monaten geparkt. Nieschenprodukte bis Wasserstoff kommt.

Lieber nicht auf Wasserstoff bei Autos warten. Die Fähigkeiten der Politiker auf Krisen richtig zu reagieren ist nicht sonderlich hoch, siehe Corona-Krise mit fehlenden Impfstoffen und Tests.

Auch beim Umweltschutz sind die (lobbyhörigen) Politiker keine Leuchten, jahrzehntelang Subventionen in den Kohleabbau gebuttert wegen einiger Arbeitsplätze, aber der Windkraftausbau wird behindert, obwohl es hier viele Arbeitsplätze geben könnte – stattdessen gibts noch Milliarden für Kohle-Bosse.

Schummel-E-Autos (PHEV) gefördert, damit die Firmen, die eh viel Geld haben, weiter Verbrennerautos fahren lassen und sich dabei auch noch als Umweltschützer aufplustern können.

Und jetzt wird mit Wasserstoff bei Fahrzeugen dem ganzen Unsinn auch noch die Krone aufgesetzt.

„Interessante“ Sichtweise. Wo finde ich denn bitte die Wasserstoffstrategie von BMW?

sehen die Autos alle gleich aus. BMW bedient sehr spezifische, hochbezahlte Kunden, ich denke, sie wollen keine Autos, die alle gleich aussehen.

Einfach unsympathisch unglaublich.
Ein BMW war und ist ein Auto für ganz normale Menschen, die einfach ein Auto haben wollen, das gut fährt und Spaß macht und am Zahn der Zeit ist, den Anderen gern auch voraus. Und jetzt kommt er mit hochbezahlten Kunden, ist das sein ernst? Man braucht sich nur den iX anschauen, was fürn Schiff, der i4, das kommt schon eher in die Richtung BMW, ist aber nicht konsequent genug. Da kann man nur hoffen, dass 2025 was kommt, aber wahrscheinlich dann auch erst mal nur SUVs.

Sehr ich genauso. An Arroganz kaum zu überbieten. Blind, dass die Premiumkunden von morgen ein 100%-nachhaltiges Auto möchten, keine Verbrennerplattform mit E-Motor.
Premiumkunden mögen keine Kompromiss-Autos.

Die BMW i Linie hätte konsequent parallel zur Verbrennerwelt weiterentwickelt werden sollen.
Ich bin seit 2014 i3 begeistert, die neue Welt, in die Voltswagen nun mit explodierendem Aktienkurs einsteigt, hat viele Anleihen vom i3.
Leider hatte BMW keine Produkte mehr für mich, deshalb fahre ich seit kurzem Mercedes EQC.
Hier sieht man genauso, dass der Mix aus Verbrennerplattform und E-Motor nur eine Brücke sein kann. Aber hier habe ich Platz, Reichweite und Allrad. Die Mercedes-me App ist ein Traum im Vergleich zu BMWs App.
Mercedes hat verstanden. Sie zeigen ab 14.04. mit dem EQS, wie sich Premium-Elektroautos anfühlen werden.
Bis BMW das realisiert, ist der Markt neu zwischen Tesla, VW/Audi und Daimler aufgeteilt.
Nicht mal für den i3, der nach 7 Jahren im Markt immer noch Potential hat, ist man bereit mitzugehen.
Hier fehlt seit einem Jahr ein Batterieupdate auf 160Ah, um mit dem id3 oder EQA mithalten zu können.
Traurig, was BMW da verschläft, äh Entschuldigung, sagen wir für Manager lieber: „an Zukunftschancen abwartet“.

Ja, der i3 war vielleicht noch zu früh und vielleicht auch etwas zu speziell, aber man hat es gewagt. Größere investitionen wurden dann aber vermieden, lieber von jedem SUV eine Coupé Variante bauen anstatt ein anständiges BEV. Wirklich schade.
Den i3 bin ich gern gefahren, ist mir aber zu unpraktisch, die Türen sind schlimm, etwas zu klein, nicht Autobahntauglich und ich kann keinen Anhänger ziehen, all das kann das Model 3, schade, 3er war lange Zeit nur ein BMW.

Man kann sich den EQC auch schön reden
Platz? Ich möchte hinten nicht in der Mitte sitzen!
Reichweite – na ja, das ist Luft nach oben!
Ladegeschwindigkeit – zeitgemäß ist anders !

Mercedes Fanboy ?

Sie schreiben: „An Arroganz kaum zu überbieten“. Ich finde alleine den Begriff ‚Premiumauto‘ und die häufig dahinter stehende Käufermentalität mindestens genau so arrogant. Macht das doch alles ein bisschen leiser. Dennoch Glückwunsch zum EQC. Ein tolles Auto!

BMW isch beste Auto von Alman. Isch schwör.

🙂

Diese Aussage ist doch sehr vernünftig! Die Nachfrage für eAutos war gemessen an der Anzahl aller verkauften Fahrzeuge aus vielerlei Gründen die letzten Jahre sehr verhalten und ist mit der Schaffung notwendiger Rahmenbedingungen (Ladenetz, verbesserte Batterietechnologien, Anreizsysteme usw.) nur langsam gestiegen. Ein kommerzielles Unternehmen kann nicht gegen die jeweils aktuelle Kundenachfrage operieren. Gute Unternehmer können aber durchaus neue Trends vordenken (siehe i3), aber erst dann großflächig umschwenken, wenn es kommerziell erfolgsversprechend ist.

Dann hoffen wir mal, dass es dann auch zur richtigen Zeit die richtigen Produkte gibt, sonst wirds schwierig.
Wenn ich sehe wieviele deutschen ein Huawei oder Xiaomi Smartphone haben, kann man nur hoffen, dass das beim Auto nicht auch bald der Fall ist.

Der i4 kommt doch noch dieses Jahr.

Ja, und der G20, auf dem das Fahrzeug basiert kam 03/2019, die Model 3 Verkäufe ziehen spätestens seit letztem Jahr ordentlich an, auf den i4 wartet man noch bis Ende des Jahres.

Und wo ist das Problem?
Der i4 basiert auf dem G26. Der Verbrenner G26 ist auch noch nicht auf dem Markt.

Wenn man kein Model 3 haben will, die erste brauchbare Alternative.

Last edited 12 Tage zuvor by Mike

Wo das Problem ist? man hat gewartet und war nicht wie beim i3 ein Vorreiter.
Mal sehen was der i4 kann und ob es mein Model 3 ersetzen wird.

Man muss nicht immer Vorreiter sein. Mit dem i3 sind sie auf die Nase gefallen und haben daraus gelernt.
Der i4 ist das erste BEV welches mich realistisch anspricht (ein E-Tron GT ist unbezahlbar). Das Model 3 passt mir vom Design und Bedienkonzept überhaupt nicht.

„Diese Aussage ist doch sehr vernünftig! “
Entgegen dem Daumentrend möchte ich dir zustimmen. Tesla hat den Vorteil, dass er ein fast geschlossenes Universum (vergleichbar mit Apple) anbietet, das Unternehmen hat eine vertikale Wertschöpfungskette, wenn mich meine rudimentären BWL Kenntnisse nicht trügen. Ob das nun gut ist oder nicht ist, sei dahingestellt.
Die bisherigen Autobauer haben ein Produkt geliefert und was wann wie in den Tank oder die Batterie kommt, war nicht Teil des Unternehmens. Von daher muss aus meiner Sicht ein Großserienfertiger durchaus abwarten, bis er realistische Absatzchancen sieht. Mag sein, dass Risikofreudigkeit nicht so hoch priorisiert wird, dennoch sollte man daran denken, dass Aktionäre durchaus mürrisch reagieren, wenn jemand mit vielen erfolglosen Projekten Geld verbrennt.Wie heißt es so schön: „Der Erfolg hat viele Väter, während der Misserfolg eine Waise ist.“
Ob das nun geschickt war, das so in der Öffentlichkeit darzustellen, ist eine ganz andere Baustelle. Wenn ich das richtig verstanden habe, lieben „typisch deutsche Geldanleger“ mehr den Faktor Sicherheit und kaum jemand möchte, dass sich sein Geld durch hohe Risiken verringert. Ich sehe das auch von einer anderen Seite: warum soll ein Unternehmen mit viel Geld einen Ladenhüter produzieren, den wir Kunden nicht kaufen wollen? Leider fehlten hier die Early Adopters, die bereit waren, mehr Geld auszugeben. Hätten wir sie gehabt, wäre einiges anders verlaufen.

BMW wird schrumpfen, kein Zweifel

Momentan sinkt der Marktanteil von Tesla…

Marktanteil != Volumen

Aber leider nur in Europa – weil alle auf das Modell Epsilon warten nächstes Jahr werden sie für diese Aussage ausgelacht.

USA Platz Nummer eins China Platz Nummer eins

… weil alle auf das Modell Epsilon warten …

Epsilon = Neues Modell? Oder doch Ypsilon? 😛

Scheiß Siri 😉
Du hast natürlich recht

Wenn das „nur“ die Stückzahlen betrifft, dann kann das evtl. sogar gewollt sein. Die günstigen Fahrzeuge, mit denen wenig verdient ist, wird man reduzieren oder streichen. Ohne die CO2 Grenzwert-thematik genau zu kennen, gehe ich trotzdem davon aus, dass man viele BEVs verkaufen muss um weiterhin X7, X8 usw. mit dicken Motoren verkaufen zu können, falls das mit der Euro7 überhaupt noch in Europa möglich ist, aber dann halt für neue Märkte.

Naja, mit dem Geld verdienen ist es bei Tesla so eine Sache. Das Unternehmen hat letztes Jahr nach 16 Jahren Verlusten das erste mal einen Gewinn eingefahren, allerdings nicht mit dem Fahrzeuggeschäft, sondern aus dem Verkauf von CO2 Zertifikaten. Der Gewinn stammt also aus regulatorischen Subventionen.

Last edited 12 Tage zuvor by Itschi

Naja so nicht ganz richtig, Tesla legt auch jedes Jahr Unmengen an Geld zur Reserve an, dazu noch große Ausgaben für die aktuellen Fabrik bauten.
Zieht man das ab wäre der Gewinn letztes Jahr bei ca. 6Mrd Dollar gewesen mit nur 500000 Autos …
VW macht einen Gewinn von 12Mrd mit Millionen von Autos…
Wer macht wohl auf Dauer mehr Gewinn…

Last edited 12 Tage zuvor by Djebasch

Aktuell verdient BMW ja auch sooo viel am Automobilgeschäft 😀
Bestenfalls am Leasing

Zudem wolle man „den Verbrennungsmotor auf eine vernünftige Art und Weise am Leben erhalten“
ECHT JETZT!…

Was spricht dagegen? Wenn der Kunde es will, soll er es bekommen. Vielleicht wollen auch noch in 10 Jahren Leute einen M3 mit Reihensechszylinder kaufen.

Was der Kunde will ist nicht das was Sinnvoll ist …
Das wusste selbst Hanry Ford schon: „Wenn ich die Menschen gefragt hätte, was sie wollen, hätten sie gesagt schnellere Pferde.“

Und, werden heute keine Pferde mehr gehalten/verkauft?
Meines Wissens nach gibt es in Deutschland aktuell ca. 1 Mio Pferde.

nächstes Zitat.
„Combustion cars will become a hobby like horses“

Meines Wissens […] gibt es in Deutschland aktuell ca. 1 Mio Pferde.

Lesen lernen!: Die Frage war doch: Wieviele davon sind schneller als z.B. vor 50 Jahren?

Last edited 12 Tage zuvor by KleinFritzchen

Nein, diese Kunden sind dann zu alt für einen Neuwagen. Viele auch am Strassenverkehr teilzunehmen. Die träumen nur noch davon.

Menschen U20 oder U30 werden sich dann überhaupt nicht mehr für Verbrenner interessieren. Die meißten werden noch nicht mal wissen, wie die sich fahren, weil die Fahrschulen nur noch elektrisch unterwegs sein werden.

Gewagte These. Gerade Menschen die heute zwischen 20-30 Jahre alt sind und sich keine der genannten Beispiele (Porsche 911, BMW M3, etc.) leisten können, sind in 10-20 Jahren höchst wahrscheinlich immer noch daran interessiert. Ich meine der BMW M3 ist immer noch der Traumwagen vieler Jugendlicher.

Du gehst von einer allgemeinen Abneigung gegen Verbrennungsmotoren aus, was definitiv nicht der Fall ist.

Last edited 12 Tage zuvor by Mike

Traumwagen BMW M3, LOL

E30 ja… mittlerweile nur noch lächerlich.

Nunja was meinen Bekanntenkreis angeht ist dies durchaus sogar richtig…aaaaber so langsam werden die Preise immer günstiger werden und damit der Verbrenner nicht mehr interessant sein.
Beispiel jetzt
BMW M3 65000€
Tesla M3 Performance 56000€
Hier habe ich die Förderung noch nicht drin…
Was die Leistung anbelangt schau dir AMS an und heul ne runde.
Und nur wegen Fahrgeräuschen kaufe ich mir kein Auto…

Last edited 12 Tage zuvor by Djebasch

Du nicht, andere schon.

Die Frage wird nur sein – wie lange noch?
Spätestens, wenn ich in einigen Jahren jedes zweite Elektro Auto an der Ampel stehen lässt, mach das nämlich kein Spaß mehr.
Fußgänger schmunzeln auch immer, wenn ich mit meinem Pedelec Mofas überhole 😉
Und wenn M3 Fahrer eines glaube ich nicht leiden können ist es, wenn man über sie lacht.

Das ist eine Konsequenz aus dem Kunden-Feedback zum i3. Der war zu speziell und für die üblichen BMW Kunden kein BMW. Der BMW Kunde will ein BEV, das auch die Anforderungen an einen BMW bedient – eben aus Freude am Fahren. Nun machen sie genau das. Der i4 ist ein elektrifizierter 4er. Kein komisch daherkommender, schmalbereifter Hatchback. Der war zwar sehr fortschrittlich, aber keinesfalls ein „echter“ BMW. Ich persönlich empfinde diese Strategie nicht als per se falsch. War aber auch schon immer ein Fan der Fahrzeuge. Daher wollte der i3 bei mir nicht so recht ins Bild passen. Da ist der i4 schon um Welten gefälliger. Er muss sich aber an seinen Leistungen messen, und ich denke da nicht Beschleunigungs- und Leistungswerte, sondern an Reichweite, Ladegeschwindigkeit etc. und da könnte sich diese Strategie rächen. Eine reine BEV-Plattform sollte da im Vorteil sein. Jedoch hat BMW auch viel Erfahrung mit dem i3 gesammelt. Gemessen an seiner (sündhaft teuren) Bauart – Leichtbau Overkill inklusive Kohlefaser-Monocoque, Energiesparbereifung etc. war Energieverbrauch und Realreichweiten jetzt nicht so beindruckend. Vielleicht auch deshalb jetzt das umdenken hin zu einer konservativen und wesentlich günstigeren Plattform. Ich werde es gespannt beobachten.

Das eine BEV Plattform für hohe Effizienz und Reichweite nicht notwendig ist, zeigt Hyundai mit dem Ioniq und Kona. Der einzige Nachteil ist der fehlende Platz für einen größeren Akku. Den hat BMW mit der CLAR Plattform nicht, da diese auch auf BEVs ausgelegt ist und keinen nachträglichen Umbau darstellt.

Und was macht Hyundai jetzt? Bringt reine BEVs auf den markt.

Ab einem gewissen Zeitpunkt macht das ja auch Sinn, eine BEV zentrierte Plattform zu verwenden, wenn so langsam die Nachfrage gegeben ist.
Wird BMW ab 2025 ja auch so machen. Nur hat das, wie schon erwähnt, wenig bis keine Vorteile in Sachen Effizienz und Reichweite.

man kann sich alles schönreden.

Eine Nachfrage ist durchaus vorhanden, aber sie kann sich ohne Angebot nicht artikulieren.
BMW war mit dem i3 hochinnovativ, hat sich über sich selbst erschreckt und ist in Schockstarre verfallen. Anstatt die Innovationen in Serienprodukte zu überführen haben sie „abgewartet“. Jetzt müssen sie verzweifelt um jede einzelne Akkuzelle kämpfen und werden sogar noch von Daimler überholt.

Und während BMW dem Plan nach gegen 2025 eine dedizierte E-Plattform – in erster Iteration – haben wird, was neben der Akkutechnologie einer der beiden Hauptfaktoren überhaupt für eine Wettbewerbsfähigkeit ist, hat Tesla seine Plattform schon jahrelang weiter optimiert, siehe „Gigapress“, 4680-Batterien sowie die Batterie als Bestandteil des Chassis. Tesla wird sowohl das Kosten- als auch das Batterieproblem als erster lösen. Schön zu sehen: Tesla ist die einzige Firma, die ein BEV mit Lieferzeiten unter drei Monaten hat.

2025 ist viel zu spät und auf Arroganz zu setzen ist ein hochspekulatives Geschäftsmodell. Die BMW-Aktie ist auf Stand 2014, herzlichen Glückwunsch.

Last edited 10 Tage zuvor by Jens

Den Verbrennungsmotor am Leben erhalten, manche merken keine Einschläge mehr. Ökologisch absolut inakzeptabel und ökonomischer Schwachsinn, da diese Technologie keine Zukunft mehr hat.
Die Absatzzahlen werden stark sinken.

Als Nieschebanwendung wird der Verbrennungsmotor auch noch Jahrzehnte bleiben. Z.b. Porsche 911. Für einen BMW M3 könnte ich mir das auch vorstellen.

das wird bestenfalls dann möglich sein, wenn der überwigende Anteil der Flotte emissionsfrei ist
und deswegen ist es höchste zeit mal proaktiv Produkte zu liefern, nicht erst dann wenn es vom gesetzgeber gefordert ist

Darauf würde ich nicht wetten. Vielleicht Kleinserien aus Manufrakturen von Subunternehmen, ähnlich wie Cabrios, aber Fliessbänder wird man mit solchen Modellen in 10 Jahren nicht mehr blockieren.

Habe ich was anderes behauptet?
M3 als Kleinserie der M GmbH könnte ich mir durchaus vorstellen.

Eigentlich lohnt es sich für einen Hersteller nicht Nischenprodukte zu Produzieren ab dem Moment wo eine Plattform komplett umgestellt wurde…
Warum soll man z.B. ab 2035 noch Verbrenner Produzieren wenn die Anlagen nicht mehr gebraucht werden…
Und für eine Menge von 500 Autos was als Kleinserie gilt lohnt sich die Produktion nicht weil die Kosten exorbitant da Handgefertigt in die Höhe gingen, ein BMW M3 würde dann 300000 Euro Kosten…

So lange es Kunden gibt, die bereit sind den Preis zu zahlen. Siehe Ferrari, Lamborghini, etc.

So lange es Kunden gibt, die bereit sind den Preis zu zahlen. Siehe Ferrari, Lamborghini, etc.

Nur werden eben auch die »Brumm-Brumm-Michis« mehr (oder ggf. weniger 🙂 ) schnell merken, dass sie „auf der Straße“ gegen die e-Versionen von solch exklusiven Sportwagen künftig keinen Fisch mehr vom Teller ziehen werden!

Last edited 11 Tage zuvor by KleinFritzchen

Dann werden ihn sich aber immer weniger Leute leisten können

Es bestehen aber angeblich bereits Pläne, reine BEV BMW in die M-Riege aufzunehmen. Es spricht auch nichts dagegen, zumal sich ein solcher Antrieb für beeindruckende Fahrleistungen ausgesprochen gut eignet. Auch das erzeugt Emotionen, wohingegen natürlich für viele Petrol-Heads lediglich ein großvolumiger Verbrenner infrage kommen kann. Aber selbst ich als Elektro-Fan bin der Meinung, dass man durchaus noch für einige Modellreihe einen Verbrennungsmotor braucht und noch einige Jahre im Sortiment belassen sollte. Der Markt dafür ist noch riesig. Es wäre dumm, vorschnell und zu früh auf diese Marge zu verzichten.

Dann stellt sich die Frage, wo die dann noch tanken wollen, wenn es mangels Kundschaft keine Tankstellen mehr gibt ???

Und das Benzin kauft man dann in der Apotheke?

Was viele angesichts der aktuellen Alltagsverfügbarkeit noch nicht voraussehen: Die gesamte verbrennerbasierende Infrastruktur wird absehbar verschwinden, weil sie ökonomisch nicht mehr haltbar sein wird. Benzinproduktion- und distribution, Verschleiß- sowie Ersatzteile und deren Herstellung, das Know-How – alles das wird vielleicht schon 2035 aus unserem Alltag verschwunden sein.

Es mag sein, dass sich noch ein paar Millionäre einen 911er als Hobby leisten werden. Aber eine „Nische“ ist das dann wirklich nicht mehr.

BMW hat doch jetzt schon verloren, nämlich Kunden, die in den letzten Jahren schon BEVs wollten und für die der I3 nicht passte.
Ich habe hier einen Freund mit Versicherungs-/Finanzierungs-/Vermittlungsbüro.
Die hatten 4 3er und einen 5er Touring.
Die 3er sind schon Konas geworden, der Cheffe wollte erst mal Erfahrungen sammeln (lassen) und der 5er wird nun vermutlich ein Ioniq5, wenn der rechtzeitig lieferbar wird. Dass ein iX3 gegen einen Ioniq5 ein schlechter Witz ist, war selbst dem wenig technik-affinen Freund sonnenklar.
Der einzige BMW im Bestand wird dann noch ein (komplett entkerntes) 02ti Tracktool sein 😉

Abwarten im Sinne von den richtigen Zeitpunkt finden, ist in Ordnung. Aber man sollte die Zeit nutzen, um eine gescheite Plattformstrategie und eine Lieferkette z.B. für Akkus zu etablieren. Man kann in der Produktion von BEV viel höhere Skaleneffekte erzielen und somit extrem Geld sparen, wenn man gnadenlos auf Plattform geht. VW hat das verstanden und wird die taufrische MEB bis 2016 zur SSP erweitern. Um geschätzte 90% aller Autos auf einer Basis bauen zu können. Mercedes geht auch gnadenlos auf Plattform. Ein EQS für 150k wird fröhlich auf Plattform gebaut. Nur BMW glaubt, finanziell ohne konsequente Skalenstrategie über die Runden zu kommen. Das wird scheitern!

blöderweise ist der MEB so ineffizient, das ist unglaublich, der ID.4 ist schon echt ansprechend, aber da gibts noch einige Baustellen
Da dürfte BMW schon deutlich besser da stehen. Der i3 ist effizient, der iX3 scheinbar auch.

Der MEB ist ineffizient? Sehe ich auf der Teslabjörn Liste nichts von
https://docs.google.com/spreadsheets/d/1V6ucyFGKWuSQzvI8lMzvvWJHrBS82echMVJH37kwgjE/edit#gid=735351678
Vielleicht mit Audi e-tron verwechselt…

Der Plan von BMW ist: Kauft jetzt ein Hybrid und 5 Jahren ein BEV. Dann kann man 2 BMW verkaufen. Ob das auf geht ist natürlich riskant. Am besten jetzt BEV kaufen oder warten bis die AKKU billiger werden und dann BEV kaufen. Aber ob es dann noch BMW gibt??

Wow so einfach ist es ein CEO zu sein. Weiss nix, kann nix und nutzt nix aber coole Sprüche hat er drauf…. und BMW wartet noch immer.

Zipse der Nierenspender. An Peinlichkeit nicht mehr zu überbieten. Slapstick oder Dummheit?

Am besten man belügt sich nicht
die anderen kann man ja täuschen
man wollte abwarten wie sich der E Auto Markt entwickelt Ahah
nur weil man denk das man jetzt am laufenden Band Plug in produziert ist man der große E Meister
Hallo BMW E Auto haben mit Benzin und Diesel nichts zu tun

Da in den derzeitigen Jahren und auch in den kommenden viele Kunden weiterhin Benziner wünschen bzw. bevorzugen werden, macht BMW das insofern schon richtig. Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler. Und ich halte auch nicht viel davon, den Fisch diesbezüglich unbedingt „erziehen“ zu wollen, ihm also partout und schnellstmöglich eine andere Nahrung aufzudrängen. Alternativen Anbieten hingegen ist ok, dann darf der Kunde entscheiden.

Ein Unternehmer, der die Marktentwicklung abwartet.
Ernsthaft?
Das ist ein Eingeständnis, kein Marktteilnehmer mehr zu sein, also mithin vollständig versagt zu haben.
Schon interessant, dass die Aktionäre den Herrn nicht zum Teufel jagen.

Herr Zipse ist primär seinen Aktionären gegenüber verpflichtet in Sachen „Performance“. Dies natürlich immer im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben und Leitplanken sozusagen.
Wünsche und Vorstellungen politischer Strömungen und anderer Gruppen (Grüne, DUH, Presse usw. usf.) dürfen und sollten zur Kenntnis genommen und bewertet werden – über die Art der Berücksichtigung und Umsetzung und ggf. das Tempo dieser Umsetzung entscheidet das Unternehmen.
Finde ich alles richtig so.

Diese Sichtweise ist politisch motiviert, sehr subjektiv und unlogisch. Nicht irgendwelche politischen Interessengruppen oder Verbraucherschutzverbände bestimmen, welche Autos gekauft werden. Es sind nicht die Grünen oder die Braunen, nicht der Naturschutzbund oder die DUH, welche den Käufern in China und den USA nahelegen, was sie nachzufragen haben. Was in Deutschland passiert ist für den Weltmarkt nachrangig. Auch BMW setzt die meisten seiner Fahrzeuge nicht in Deutschland ab.

Weltweit setzt mittelfristig kein Hersteller mehr auf Verbrenner. BEV werden in kurzer Zeit den Markt dominieren und dann wird die Kostenfalle alle bestrafen, die es verpennt haben. Ob BMW dabei rechtzeitig kommt oder zu spät dran ist, wird sich also zeigen. Der Aktienkurs preist diese Perspektive ein – und den solltest Du Dir anschauen. BMW hat keine Strategie im Akkubereich, sodass schon jeder kleine Liefervertrag eine eigene Nachricht wert ist, um Optimismus zu schüren. Man hofft, dass man seine absehbar miserable Kostenstrukturen im Premium-Segment verstecken kann. Dort sind aber langfristig zu viele Akteure unterwegs, das wird sich konsolidieren, was auch Daimler noch bemerken wird, denn die Chinesen werden das Premiumsegment extrem unter Druck setzen.

Ich sehe große Teile der Welt, wo BEV noch für lange Zeit keine wesentliche Rolle spielen werden:
Mittel- und Südamerika, teils auch Nordamerika,
ganz Afrika,
weite Teile Asiens inkl. weite Teile Chinas,
Osteuropa,..
Das motiviert u. a. auch die japanischen Hersteller, den Verbrenner nicht zu vernachlässigen. Gut so.

Gut so ist es nicht Bernd, aber leider wirst du Recht haben.
Der grosse Rest der Welt, ist betreffend E Kundschaft noch nicht so weit wie Europa…..

Warum sollte das so sein?
Weite Teile der Welt sind elektrifiziert und bringen somit die Voraussetzungen mit. Elektrifizierung ist durch Photovoltaik und immer günstigere Batteriepreise auch in Entwicklungsländern eine immer einfacher werdende und nahe liegendere Option.

Und rechnen können die Menschen dort vielleicht kein bisschen schlechter als hierzulande. Also gerade dort, wo das Geld nicht so locker sitzt, wird sich die günstigere Technologie zwangsläufig umso deutlicher bewähren. Außerdem sollte man einen Faktor nicht aus den Augen verlieren: Stromproduktion ist in der Regel lokal, aber Benzin ist für viele arme Länder mit Devisenexport verbunden, was volkswirtschaftlich für diese extrem nachteilig ist.

Manche der von Dir beschriebenen Ländern sind auch bereits jetzt schon riesige BEV-Märkte.

Was nun gut daran sein sollte, den Verbrenner fortzuführen, verschließt sich mir dann vollends. Am Verbrenner ist im Prinzip überhaupt nichts zukunftsfähig.

Schaumama.

Da insbesondere die BMW Kunden sportliche Autos mögen werden diese scharenweise zu Tesla abwandern. Wer „abwartet“, den bestraft die Konkurrenz

Elektrisch keine Pause gemacht, aber dem Mini schon mal die Verbrennermotoren wegnehmen.
Einige Sätze hätte Ziepse halt besser formuliern sollen. So schlecht sind die elektrisch gar nicht aufgestellt. Schon sehr früh konnten sie den l 3 nach USA exportieren.
Da gibts Firmen die diesbezüglich viel rückstandiger sind, und elekrisch praktisch noch gar keinen Marktauftritt haben. Ford ,Mazda, Suzuki, Jeep, alle Italiener erst jetzt dank Stellantis.etc….
Finde die meisten KOMM. hier gehehen die falsche Richtung. Die Ausspielung der wenigen Firmen gegeeinander, die sich Mühe geben E s zu bauen, ist Kontraproduktiv zur Findung neuer Kunden für E Fahrzeuge

Aber Mini bietet doch schon einen elektrischen Mini. Der basiert auf dem i3 und ist scheinbar sogar eines der effizientesten Fahrzeuge in der Klasse.

Nur: Er verkauft sich schlecht. Könnte am Preis liegen – oder daran, dass Mini/BMW ihn gar nicht verkaufen möchte oder kann: Die Lieferzeit beträgt 11 Monate.

Entweder man hat bei BMW immer noch Angst davor, dass man seine Verbrenner-Sparte allzu flott kannibalisiert oder man hat es einfach verschlafen, für Akkunachschub zu sorgen….

Dies ist dem noch nicht vorhandenen Richtungswechsel der gesamten Automobilbranche (VDA) zu verdanken.
Alle haben Hybrid und Plug-In-Hxbrid auf den Markt geschmissen. Ausserdem kamen die ganzen Senioren-SUV plötzlich hinzu. Dem kollektiven Gewinn-Streben konnte auch BMW sich nicht entziehen und mußte Prioritäten setzen und das waren nicht BEV´s.
Ich kann ich nur sagen: weiter so mit dem Bau von BEV´s, bisher hat BMW da eine akzeptable Leistung abgeliefert. Vor Allem auch die Range-Extender-Variante. Man sollte den Kunden das besser erklären, dann würden diese Fahrzeuge auch besser angenommen.

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