Auto-Experte Dudenhöffer über den Stand der Automobilindustrie

Auto-Experte Dudenhöffer über den Stand der Automobilindustrie

Copyright Abbildung(en): Symbolbild | shutterstock / Lizenzfreie Stockfoto-Nummer: 1289917114

Auto-Experte Ferdinand Dudenhöffer sprach in einem Interview mit Börse-Online ausführlich über die seiner Meinung nach fehlkonstruierte Förderung von Elektroautos, die Zukunft von Zulieferern und wo die deutschen Autohersteller beim Umstieg auf die Elektromobilität stehen.

Die Förderung für den Kauf von Elektroautos klingt Dudenhöffer zufolge „zunächst gut“, allerdings bringe sie „Kopfschmerzen im Nachgang: Erstens, es ist nicht einzusehen, warum der Steuerzahler für den Umstieg bezahlen soll. Zweitens, es könnte ein Strohfeuer sein, das solange abbrennt wie der Subventionstopf gefüllt ist. Drittens, es ist nicht nachhaltig.“ Es sei nicht sinnvoll, dass Diesel und Benzin immer noch soviel kosten wie vor 20 Jahren und zusätzlich Geld in die Förderung von Elektroautos gesteckt wird. Dudenhöffer findet eine deutliche Erhöhung der Kraftstoffsteuer sinnvoller. Dies sei „einfach umzusetzen“, der Umstieg wäre „im System verankert, wir hätten einen ordnungspolitischen Rahmen und wir treiben in Corona-Zeiten die öffentliche Verschuldung nicht weiter nach oben.“ Doch dies sei „nicht sehr populär“, weshalb sich die Politik seiner Meinung nach für „den einfachen, aber schlechteren Weg“ entschieden habe.

Insgesamt werde der Automarkt „mit der Innovationsprämie erheblich verzerrt“, findet Dudenhöffer. Zum einen, da gebrauchte Elektroautos wegen der gestiegenen Förderung für Neufahrzeuge zum Teil erhebliche Restwert-Einbußen hinnehmen müssen. Zudem könne niemand sagen, wie sich der Markt nach Beendigung der E-Auto-Förderung entwickelt. Auch bei der Förderung von Ladeinfrastruktur gebe es Verbesserungsmöglichkeiten. Außerdem sollte Deutschland, wie viele andere Länder auch, ein Ausstiegsdatum für Verbrenner festlegen, fordert der Auto-Experte: „Wenn das Datum feststeht, weiß jeder Stromanbieter, mit welcher Nachfrage er rechnen kann. Das würde ein Rennen um die besten Plätze eröffnen“, sagt er über die seiner Meinung nach teils sinnlose Standortwahl von Ladesäulen.

„Der Zukunftsumsatz ist für viele deutsche Zulieferer nicht erreichbar“

Weltweit gesehen sagt der Auto-Experte einen schwierigen Stand voraus für Zulieferer, welche überwiegend im Bereich von Verbrennungsmotoren oder deren Komponenten tätig sind. Stattdessen werden neue Spieler, wie etwa Batteriezellanbieter aus Asien, eine immer wichtigere Rolle übernehmen. Das Problem dabei sei, „die Autobauer wechseln die Zulieferer von Antriebskomponenten aus, viele Zulieferer haben aber nichts zum Auswechseln.“ Die Zulieferindustrie werde momentan neugestaltet, Software und Batteriezellen rücken immer mehr in den Fokus: „Dort liegt der Zukunftsumsatz und der ist für viele deutsche Zulieferer nicht erreichbar.“

Dudenhöffer geht davon aus, dass in 2021 neue Trends hinzukommen bzw. weiter an Fahrt aufnehmen, wie etwa Auto-Abos: „Kunden legen sich aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit lieber nicht so lange fest“, so der Auto-Experte. Eine „vernünftige Monatsrate“ hingegen „mit allem Drum und Dran macht Neuwagen für Kunden hingegen attraktiv und risikolos“.

Die deutschen Autohersteller sieht Dudenhöffer für das Zeitalter der Elektromobilität gut aufgestellt. VW wäre, gäbe es Tesla nicht, seiner Meinung nach „weltweit Benchmark“. Er geht davon aus, dass Volkswagen bis 2022 Weltmarktführer werden kann. BMW sei zwar nach dem i3, der in 2013 debütierte, zögerlich gewesen, investiere nur aber verstärkt in Elektroautos, was der Auto-Experte gut findet. Daimler sieht er zwischen VW und BMW.

Unter allen klimafreundlichen Antrieben werde das Batterie-elektrische Auto im Pkw-Bereich der „Mainstream“ werden, so Dudenhöffer. Synthetische Kraftstoffe oder Brennstoffzellen seien für diesen Bereich „einfach zu teuer und die Infrastruktur passt nicht“. Es sei nicht sinnvoll, „hier Entwicklungsgelder reinzustecken.“ Bei Nutzfahrzeugen und Bussen hingegen seien Brennstoffzellenantriebe eine gute Wahl. E-Fuels gegenüber zeigt sich Dudenhöffer generell „eher skeptisch“.

Quelle: Börse-Online – Jahresausblick mit Ferdinand Dudenhöffer: „Der Verbrennungsmotor ist ein totgerittenes Pferd“

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „Auto-Experte Dudenhöffer über den Stand der Automobilindustrie“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
21 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

Es sei nicht sinnvoll, dass Diesel und Benzin immer noch soviel kosten wie vor 20 Jahren und zusätzlich Geld in die Förderung von Elektroautos gesteckt wird. Dudenhöffer findet eine deutliche Erhöhung der Kraftstoffsteuer sinnvoller.

Verursacherprinzip bei der Umweltschmutzung – wäre gut und würde Steuern sparen.

Außerdem sollte Deutschland, wie viele andere Länder auch, ein Ausstiegsdatum für Verbrenner festlegen, fordert der Auto-Experte:

Die Angst vor der Auto-Lobby verhinderte bisher die beiden Punkte „Erhöhung der Kraftstoffsteuer“ und „Ausstiegsdatum für Verbrenner“ – irgendwann, je früher desto besser, sollte sich die Politik dazu durchringen.

Weltweit gesehen sagt der Auto-Experte einen schwierigen Stand voraus für Zulieferer, welche überwiegend im Bereich von Verbrennungsmotoren oder deren Komponenten tätig sind. Stattdessen werden neue Spieler, wie etwa Batteriezellanbieter aus Asien, eine immer wichtigere Rolle übernehmen.

Wer am Verbrenner klebt, der wird mit ihn untergehen – und das vermutlich schneller als sich das die Zulieferer ausmalen können, hier dürfte es auch die größten Arbeitsplatzverluste geben.

Er geht davon aus, dass Volkswagen bis 2022 Weltmarktführer werden kann. BMW sei zwar nach dem i3, der in 2013 debütierte, zögerlich gewesen, investiere nur aber verstärkt in Elektroautos, was der Auto-Experte gut findet. Daimler sieht er zwischen VW und BMW.

Bis 2022 Weltmarktführer wäre bei VW möglich, wenn sie nicht den alten Verbrenner-Renditen nachtrauern und zu zögerlich bei den E-Autos werden – denn magere Jahre bei der Umstellung sind zu erwarten.

Unter allen klimafreundlichen Antrieben werde das Batterie-elektrische Auto im Pkw-Bereich der „Mainstream“ werden, so Dudenhöffer. Synthetische Kraftstoffe oder Brennstoffzellen seien für diesen Bereich „einfach zu teuer und die Infrastruktur passt nicht“.

Das Ende des Wasserstoff-Brennstoffzellen-Autos sehe ich auch kommen.

Bei Nutzfahrzeugen und Bussen hingegen seien Brennstoffzellenantriebe eine gute Wahl. E-Fuels gegenüber zeigt sich Dudenhöffer generell „eher skeptisch“.

Bei Nutzfahrzeugen und Bussen gehen ich davon aus, dass es da etwas länger dauern wird bis neue Batteriegeneration mit geringerem Gewicht kommen, aber dann dürfte H2 auch hier Geschichte sein.

E-Fuels sind nur für eine Nische interessant, bei der auf jedes Kilo ankommt und der Preis nicht so wichtig ist.

E-Fuels werden vielleicht auch ihre Nische finden. Aber nicht im PKW Bereich. Eher dort, wo es so schnell wohl nicht anders gehen wird. Das ist vor allem der Luftverkehr.

Ich finde es auch gut, dass selbst der führende deutsche Autoexperte mittlerweile das Elektro-Auto als Mainstream sieht. Klar wäre es auch günstiger für den Staat, wenn man einfach Verbrenner verteuert anstatt Elektroautos künstlich günstiger zu machen. Aber die Politker wollen nunmal wiedergewählt werden und unser aktueller Verkehrsminister tut Dinge in Richtung Elektromobilität nur unter Druck und auch dann nur das nötigste. Das sollte ja jedem mittlerweile klar sein. Ich erinnere auch, dass dieses Jahr Wahlen sind. Da passiert sowieso nichts unpopuläres.

Aber nebenbei werden die Verbrenner jetzt ja Stückweise teurer gemacht durch die jährlich steigende CO2 Steuer (auch wenn sie vielleicht zu gering sein mag). Und solange BMW und Daimler noch nicht aus dem Quark gekommen sind, werden sie sich gegen jegliche Verteuerungen stemmen. VW kommt da ja mit wesentlich mehr Druck.
Letztlich muss mann ja auch noch sehen: Elektroautos mit großen Reichweiten (ob es im Alltag Sinn macht oder nicht, spielt im Kaufverhalten der Masse keine Rolle) kosten immer noch eine ziemliche Stange Geld, weit außerhalb der finanziellen Möglichkeiten der vieler. Wichtig wäre es in der Hinsicht vielleicht mehr Firmenkunden zu reinen BEVs zu bekommen. Die Landen dann nach 2-3 Jahren als gebrauchte deutlich günstiger auf dem Markt. So läuft es bei den Verbrennern (Fahrzeuge kosten dann meist kaum die Hälfte), da müssen wir letztlich auch hin mit den BEVs

Bin selten mit einem Artikel in diesem ‚Magazin‘ so einverstanden gewesen wie hier.
Die Steuerung des Umstiegs über eine Verteuerung der fossilen Treibstoffe wäre nicht nur zielführender, sondern auch einfacher – es gibt sowieso schon eine Steuererhebung auf Treibstoffen. Zudem hätte man diese dumme Problem mit den PHEV nicht; mit diesem System würden genau diejenigen ein PHEV kaufen, die damit Treibstoff einsparen wollen, was ja das Ziel der Übung ist.

Im Großen und Ganzen kann man Dudenhöfer zustimmen. Das Einzige was ich anderst sehe ist die Rolle von VW. VW wäre ohne Tesla nicht auf dem Weg zum Marktfüher bei der E-Mobilität. Ohne Tesla würden deutsche Autobauer weiterhin maximal Hybride bauen, um die Abgasvorschriften zu umgehen, auch VW! Der Erfolg des Model 3, das gar nicht so gut zu uns Deutschen passt, und trotzdem gekauft wird, hat vor allem VW aufhorchen lassen.
Ob man Tesla mag oder nicht, Tesla hat die Automobilwelt nachhaltig verändert. Würde es Tesla nicht geben, würden wir noch ein paar Jahre auf die Chinesen warten, und dann wäre es für die deutschen Autobauer endgültig zu spät.

selten sonein Quatsch gelesen

Sehr guter Kommentar.
Vergessen wir aber auch nicht, dass VW nun, dank ihren BEV’s auf eigens für BEV’s gebauten Plattformen, durch ebenso gute e-Autos mit guter Qualität auch Tesla fordern wird. Und das ist auch gut so. So entstehen die besten Produkte für das Klima.

accelerate the world’s transition to sustainable energy

Was macht Dudenhöffer nun bei der Kälte auf der Autobahn, macht wahrscheinlich die Heizung an,
Da wird er sonst Kälte Füsse bekommen!!!!

die Autobauer wechseln die Zulieferer von Antriebskomponenten aus

dafür sind Zulieferer da, man kauft bei denen, die das richtige liefern, wer nicht liefert geht unter

Ihr seid alle so so vom Netz gesteueuert, wie die Emobilität selber. VERBRENNER könnten schon längst mit 2 Liter auf 100 km fahren nur nimmt die Öl lobby und der Staat kein Geld mehr ein. Dann lieber den teuren angeblichen Ökostrom, der in Wirklichkeit, aus Frankreich AtomKW besteht zahlen. Wenn man sich Frankreich Wirtschaft ansieht weiß man ja was auf uns zu kommt in Europa. Das heisst das die deutschen Europa am leben halten müssen, und vor allem den Schutz von Frankreich über die EU. England hat sich ja aus dem Staub gemacht. Man muss aber mal die andere Seite sehen, wäre es in der Autoindustrie weiter so gegangen wie die letzten Jahre hätten viele Maschinenzulieferer sowieso nicht mehr ausliefern können. da es vorne und hinten an Fachkräfte mangelt. Deshalb auch ein grosser Aspekt in die andere Richtung zu wechseln. Aber mit Sicherheit nicht dem Klima zu liebe.

Was hat die die Öl lobby und der Staat mit den PKW`s zu tun? Der Kunde kauft das was er haben möchte. So kleine Kisten mit 2 Liter auf 1 km will keiner. In wenigen Jahren hat sich das mit dem Verbrenner erledigt.

Hat sich jemand mal gefragt, warum komplette Länder und Regenwälder abgeholzt werden um Palmölplantagen anzufplanzen? Bestimmt nicht nur für Nutella. Ich bezweifel das wir in die reine Emobilität wechseln.

Last edited 9 Monate zuvor by Deadline

Weltweit werden 95 Prozent des Palmöls in Lebensmitteln, Waschmitteln und Kosmetika eingesetzt. Fünf Prozent verarbeitet die Industrie zu Treibstoff. In der Europäischen Union ist der Verhältnis anders: Bei uns werden 61 Prozent des importieren Palmöls verbrannt – als Zusatz in Treibstoff und in Ölkraftwerken zur Energie- und Wärmeerzeugung. (Quelle: ndr.de – Mai 2019)

In anderen Ländern wird wenig Palmöl zu Treibstoff, aber die EU und ihre „Pseudo-Umweltschützer“ stellen durch das System der angeblichen CO2-Neutralität den Umweltschutz derart auf den Kopf, dass man sich an Trumps „alternative Fakten“ erinnert fühlt – wann wird dieser Irrsinn beendet?

Die E-Mobilität wäre einfacher zu erreichen, wenn es Erdöl-Lobby nicht soviele Erdöl-Reserven für fette Gewinne hätte – aber durch den momentanen Preisverfall ist zumindest beim Fracking die Luft raus.

Zu Jahresbeginn war Odessa in West-Texas noch eine Boomtown, dank üppiger Ölvorkommen und der umstrittenen Fracking-Technologie. Der Ölpreisverfall und COVID-19 haben das Leben weitgehend zum Stillstand gebracht. (Quelle: deutschlandfunk.de – Juli 2020)

Und mit Trump und seinen „Gesellen“ verschwinden auch die einflussreichen Verbrennerunterstützer, zumindest mal für 4 Jahre – diese Zeit sollten alle Befürworter der E-Mobilität auch gut nutzen.

Was für einen Schwachsinn der Dudenhöfer wieder schreibt ist schon herrlich. Die Infrastruktur für E-Fuels passt nicht ? Die kann 1:1 samt sämtlicher Arbeitsplätze dabei übernommen werden und sogar ohne irgendeine Umrüstung, aber so Halbweißheiten von dem Papst sind als große Lachnummer ja bekannt.

Lachnummer ist auch ein Fantasietreibstoff für den auch nur ansatzweise nicht genug grüner Strom vorhanden ist. Und wo nicht mal eine Projektierung für die erste Milliarde Liter vorhanden ist….geschweige für die restlichen 49 Milliarden Liter …

Last edited 9 Monate zuvor by Reité

Dieser angebliche Automobilexperte ist schon in seinem Kerngebiet völlig umstritten. Hier verlässt er allerdings seinen Zuständigkeitsbereich vollständig, indem er sich in Subventionspolitik und Marketing einmischt. Dummes Gewäsch! Woher weißt dieser Mensch, was die Kunden wollen? Die Flatrates als Abo mit schneller Kündigungsmöglichkeit sind deutlich flexibler als klassische Leasingverträge. Sie passen also sehr gut in eine flexibler gewordene Welt. Wenn ich als Unternehmensberater einen Auftrag übernehme, der ausnahmsweise Fahrtätigkeit erfordert, dann möchte ich für diese Zeit ein adäquates Auto mieten und nach 5-7 Monaten benötige ich das nicht mehr. Solche Kunden gibt es heute häufiger, daher gibt es auch die Lösungen. Wenn jetzt einige Anbieter solcher Lösungen Probleme bekommen, liegt es eher daran, dass in diesen Zeiten insgesamt weniger gefahren wird.

Wenn das batteriebetriebene E-Auto nicht ein solch fürchterlicher Irrweg wäre, wären die Thesen des Professors ja einigermaßen originell.
Bis auf die VW-BMW-Daimler-Brille halt…

Dudi der „Experte“ 😀
Da lohnt sich das Lesen sicher…NICHT!

Ich mache mir mit meinem Beitrag keine Freunde, aber es müsste auch Mal gesagt werden. Ich verstehe 1. Nicht weshalb immer nur sogenannte Experten zu Wort kommen und nicht die Autofahrer selbst. Aus meiner Sicht wären wir europaweit mit der Elektromobilität vorne wenn, 1. Wir nicht zu den Ländern gehörten, die den teuersten Strom hätten und weiterhin mit fossiler Energie betrieben, 2. die Infrastruktur zum Laden flächendeckend vorhanden wäre, 3. die Fahrzeugindustrie energisch versucht ihre veraltete Technik über den deutschen Fahrzeughalter jahrzehntelang abstottern ließe. Zudem habe ich den Eindruck, dass wir erneut aufs falsche Pferd aufsteigen. Wir werden früher oder später mit der Wasserstofftechnik konfrontiert . Leider habe ich den Eindruck , dass wir erneut aufgrund og. Themen den Anschluss verpassen. Jedenfalls ist mein Entschluss mit einem stinker solange unterwegs zu sein. Elektromotor ist aus meiner Sicht die größere Umweltsünde und bei längeren Fahrten unpraktisch.

Beim teuren Strom müssten Sie mal Herrn Altmeier und die CDU fragen. Die erhalten die Kohlekraftwerke und -gruben, koste es, was es wolle.
Bis 2038 werden jetzt 8.000 Arbeitsplätze ‚gesichert‘, obwohl von den 8.000 Beschäftigten in den nächsten 10 Jahren 60% in den Ruhestand gehen. D.h. es werden sogar noch neue Leute aufgebildet werden müssen für den Mist.

Beim Ökostrom müssen die Verbraucher direkt EEG Umlage zahlen (also alle ausser denen, die wirklich viel Strom verbrauchen, die Unternehmen zahlen nämlich gar nichts), bei der Kohle ist das seit 1990 gerichtlich verboten. Da geht das über Subventionen aus Steuern.

Windkraft und PV ist die billigste Möglichkeit Strom zu erzeugen. Vorausgesetzt Herr Altmeier macht es nicht künstlich teuer. Da könnten wunderbar viele zukuftsfähige, gut bezahlte Jobs entstehen, wenn die CDU nur wollte…

Diese gesamte Diskussion kann man sich sparen, weil es völlig anders kommen wird. In weitem Umfang haben die Europäer längst ausgespielt, auch wenn es machen Leute nicht ins Konzept passt. Mit rasender Geschwindigkeit wird die gesamte Weltwirtschaft komplette neu sortiert und man tut hier so, als könnte wir dieses Faktum ignorieren und basteln verbal an Lösungen zu denen wir gar nicht mehr gefragt werden. Wahrscheinlich ist der Tellerand zu hoch?

Der Tellerrand ist nur für die zu hoch, die den inneren Tellerboden abschlecken, weil sie von der Verbrenner-Soße nicht genug bekommen können.

Ich erinnere nochmals an das kalifornische Gesetz in den 1990er-Jahren, das viele Autohersteller weltweit zum Bau von Elektroautos veranlasst hat und wenn die Verbrennerlobby, allen voran GM, Ford und Chrysler, nicht für ein Kippen des Gesetzes gesorgt hätten, dann wären Verbrenner längst in der Minderzahl.

Wir hätten seit 20 Jahren viele E-Autos, saubere Luft und leisere Städte haben. Für die Probleme, die bei E-Autos immer wieder vorgebracht werden, hätten die Ingenieure längst Lösungen gefunden.

Der Strombedarf der E-Auto hätte – zusammen mit der Fukushima-Katastrophe – die Politik zu einem stärkeren Ökostromausbau veranlasst bzw. gezwungen. Und über Wasserstoff oder E-Fuels in Autos würde keiner einen Gedanken verschwenden, da diese Stoffe bei Autos gar nicht mehr gebraucht würden.

Diese News könnten dich auch interessieren:

Sono Motors zieht es an die Börse
Ford Mach-E GT: Der zügellose Mustang – Unsere Eindrücke
Stellantis und TheF Charging bauen öffentliches Ladenetz in Europa auf
21
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).