Audi bei der Rallye Dakar: Elektrisch durch die Wüste

Audi bei der Rallye Dakar: Elektrisch durch die Wüste

Copyright Abbildung(en): Audi

Audi hat auf dem Weg zum Debüt bei der Rallye Dakar im Januar 2022 wichtige Weichen gestellt. Die Konzeption des Prototyps für die härteste Marathon-Rallye der Welt ist weitgehend abgeschlossen, teilt das Unternehmen mit. Erste Testfahrten seien für Mitte des Jahres geplant. Die Projektleitung für den Werkseinsatz hat Andreas Roos übernommen. Er war bei Audi Sport zuletzt für das DTM-Programm verantwortlich.

Mit dem Dakar-Projekt bleiben wir bei Audi unserer Philosophie treu, im Motorsport erstmals neue Technologien einzusetzen, die wegweisend für die Serie sind„, sagt Julius Seebach, verantwortlich für alle Motorsportaktivitäten von Audi. „In unserer Rallye-Historie war dies beispielsweise der quattro-Antrieb, und nun werden wir bei der Rallye Dakar Komponenten für zukünftige Elektroantriebe unter extremen Bedingungen testen.

Der Zeitplan sei straff, so Roos. „Wir sind der erste Automobilhersteller, der die Rallye Dakar mit einem elektrischen Antriebsstrang in Angriff nimmt.“ Bei Audi Sport in Neuburg/Donau entsteht gerade der erste Prototyp. Das Roll-out ist für Ende Juni vorgesehen, die Weltpremiere im Juli. Danach folge eine intensive Erprobungsphase.

Im Dakar-Auto kommt die von Audi für die Saison 2021 neu entwickelte Motor-Generator-Unit (MGU) aus dem aktuellen Formel-E-Auto zum Einsatz – und das gleich dreifach: „Wir werden je eine MGU an der Vorderachse und an der Hinterachse haben. Eine dritte dient als Generator, um die Hochvoltbatterie während der Fahrt aufzuladen„, sagt Roos. Natürlich seien Modifikationen notwendig, weil die Wüste andere Herausforderungen habe als Stadtkurse. „Grundsätzlich können wir aber auf dem Know-how aus der Formel E und auch von unseren Le-Mans-Einsätzen mit dem e-tron quattro aufbauen.

Auch die Hochvoltbatterie wird von Audi selbst entwickelt. In der Formel E ist diese als Zulieferteil für alle Teams einheitlich vorgeschrieben. Die Energie zum Laden liefert der Vierzylinder-TFSI-Motor aus der DTM. Der Antrieb sei dennoch voll elektrisch – der Verbrenner werde nur zum Laden der Batterien in den Wertungsprüfungen verwendet. Derzeit gebe es in der Wüste keine anderen Möglichkeiten.

Die Dakar ist einzigartig und eines der letzten großen Abenteuer dieser Welt“, sagt Sven Quandt, der mit seinem Team Q Motorsport gemeinsam mit Audi Sport den Einsatz bei der Rallye übernimmt. Ein Automobilhersteller könne durch eine Teilnahme viel gewinnen, sagt er – vor allem, wenn man einen innovativen Weg wählt wie Audi mit dem elektrischen Antriebsstrang.

Quelle: Audi – Pressemitteilung vom 2. April 2021

Über den Autor

Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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Da ist ja der Verbrenner „nur“ ein Range-Extender. Für mich die bessere Alternative im Vergleich zum auch heute hier vorgestellten AMG-Hybrid-Konzept.

Ich bin gespannt, wie sich das Fahrzeug bei der Rallye gegenüber den klassischen Verbrennern schlagen wird!

Sehr gut, jetzt muss das Konzept nur noch in den Serienfahrzeugen umgesetzt werden, bis hinunter zum A3, A1, sodass das Plug-in-Hybrid Konzept endlich einen nennenswerten Umweltbeitrag leisten kann, bis hin zu den rein Elektrischen

Nur dass es sich hier nicht um ein „Plug-in-Hybrid Konzept“ handelt, sondern um ein „Range-Extender Konzept“ wie schon beim BMW i3 oder vorher schon beim Opel Ampera 😉
(Wenn ich den Text richtig verstanden habe)
Nur natürlich mit einem weitaus höheren Entwicklungsstand…..

Das wird ein richtig interessantes Projekt. Werde das aufmerksam verfolgen. Bitte immer wieder Informationen über den Projektstand liefern – so es möglich ist.

Ich wundere mich, dass es Leute gibt, die sich für diesen Unsinn interessieren.

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