Aral startet mit Plug&Charge an ultraschnellen Ladesäulen

Aral Plug&Charge Elektroauto Laden

Copyright Abbildung(en): Aral

Der Tankstellenbetreiber Aral möchte bis zum Jahresende die Plug&Charge-Funktionalität an seinen ultraschnellen Ladesäulen einführen. Die direkte und verschlüsselte Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladesäule macht vollautomatische und sichere Ladevorgänge ohne Apps und Ladekarten möglich. Aral hat in den vergangenen Tagen gemeinsam mit führenden Automobilherstellern und ihren E-Mobilitätspartnern Alpitronic, has·to·be und Hubject an der Ladestation in Murr bei Stuttgart die Technologie erfolgreich getestet, so das Unternehmen in einer aktuellen Mitteilung.

Plug&Charge ist eine automatische und sichere Authentifizierungstechnologie zwischen Elektroauto und Ladestation entsprechend der Norm ISO 15118. E-Autofahrende können damit ohne Einsatz von Apps, Ladekarten oder QR-Codes das Ladekabel einstecken, aufladen und wieder abfahren. Der gesamte Ladevorgang, von der Authentifizierung über den Start des Stromflusses bis zur Abrechnung, geschieht schnell, sicher und automatisch.

Die Daten werden durch verschlüsselte Kommunikation übertragen und sind dementsprechend vor Datenmissbrauch geschützt. Die Technologie bietet ebenfalls auch die Grundlage für künftige Anwendungsfälle, die für die Elektromobilität von entscheidender Bedeutung sind, wie zum Beispiel intelligentes und drahtloses Laden oder die Stabilisierung der Energienetze.

„Wir möchten E-Autofahrenden mit unserem Angebot unter der Marke Aral pulse das schnellste, einfachste und sicherste Ladenetz bieten. Mit der Einführung des neuen Services Plug&Charge bis zum Jahresende an allen unseren Ladesäulen machen wir hier gemeinsam mit unseren Partnern einen großen Schritt in die elektrische Zukunft.“ – Alexander Junge, Aral Vorstand für E-Mobilität.

Alpitronic ist dank der engen Zusammenarbeit mit unseren Partnern in der Lage, die Umsetzung von Normen und Markttrends aus einer technologischen Sicht besser einzuschätzen und umzusetzen“, erklärt Philipp Senoner, CEO der Alpitronic GmbH. Er bezeichnet Plug&Charge als einen weiteren wichtigen Meilenstein für die Akzeptanz der E-Mobilität aus Sicht des Endkunden. „Plug&Charge erledigt mit dem Anstecken des Ladekabels direkt auch den Bezahlvorgang. Damit wird der Kundenkomfort des Ladevorgangs auf ein neues Level gehoben und es zeigt einen der vielen Vorteile der Elektromobilität“, ergänzt Maximilian Huber, Chief Operating Officer der has·to·be GmbH.

Aral errichtet an immer mehr seiner Tankstellen ultraschnelle Ladesäulen mit bis zu 350 Kilowatt Ladeleistung. Darüber hinaus ist eine Kooperation mit Volkswagen geplant, um den Ausbau von Ladestationen an Aral Tankstellen in Deutschland und bp Tankstellen in anderen europäischen Ländern weiter zu beschleunigen.

Quelle: Aral – Pressemitteilung vom 08.09.2021

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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1+ Aral, weiter so.
Nur wer die notwendige Ladeinfrastruktur bietet sollte im BEV-Markt ein Mitspracherecht haben. Trittbrettfahrende OEMs, welche sich nicht um den unbedingt erforderlichen Ausbau der Ladeinfrastruktur bemühen, brauchen wir nicht.
Plug and Charge ist ein unbedingtes Muss beim Laden.
Laden muss unkomplizierter als Tanken sein, siehe Tesla als Premiumvorbild.
Bitte auch an eine faire Preisgestaltung mit Grünstrom denken!

Fahrzeughersteller sind nicht für die Ladeinfrastruktur verantwortlich, die sollen sich auf ihre Kernkompetenz konzentrieren, Autos bauen.
Die Energiewirtschaft hat die Ladenetzwerke zu stellen, siehe Marktführer EnBW.
Aral ist hier auch auf dem richtigen Weg.

Last edited 17 Tage zuvor by Mike

Das sehe ich auch so. Nur leider scheinen viele Energiekonzerne da kein Interesse ran zu haben. Die Tankstellenbetreiber erkennen auch so langsam, dass sie in Richtung Ladesäulen was tun müssen. Es werden zwar noch lange Verbrenner umher fahren, aber so in 15-20 Jahren dürfte das stark nachlassen und ein Konzern sollte auch etwas in die Zukunft blicken. Noch kann man sich sein Stück vom Kuchen sichern. Irgendwann ist der Zug abgefahren.

Selbst wenn kein anderer so richtig ausbaut, EnBW hat heute schon die meisten Standorte in Deutschland und will bis 2025 noch weitere 2500 Standorte erschließen.

Ich sehe höchstens das Problem, dass ein Monopol entsteht.

Ionity ist ja nur aus der Not entstanden, dass zu dieser Zeit noch niemand großflächig in Deutschland ausbauen wollte bzw. heute im europäischen Ausland niemand so aktiv wie EnBW in Deutschland ist.

Last edited 17 Tage zuvor by Mike

Die Daten werden durch verschlüsselte Kommunikation übertragen und sind dementsprechend vor Datenmissbrauch geschützt.

Solange auch weiterhin 9 von 10 Firmen durch Cybercrime-Attacken betroffen sind, ist sowas eine naive Annahme!

Man muss natürlich realistisch sagen: Wie oft war man bisher als Person betroffen? Ich bisher 0 mal in über zwei Jahrzehnten als digitaler Nutzer verschiedenster Art.
Wenn auch fortan nur im Mittel alle 20 Jahre oder seltener jemand dann auf meine Kosten lädt, kann ich damit leben 😉

Haveibeenpwned sagt bestimmt was anderes

Der Klassenfeind schläft nicht? 😉

Aktuell kann es nur der Taycan und Mustang? Und die restlichen VW hoffentlich bald?
Das sollte eigentlich auf der Liste der Must-Haves für neue Fahrzeuge ganz oben stehen.

Mercedes kann das auch schon. Und da die Implementierung Software ist, kann das OTA nachgerüstet werden.

Blöd nur, das der ein oder andere Hersteller nur „OTA light“ beherrscht 😉

Tesla macht’s schon immer.

Endlich, wurde ja auch Zeit. Das wird auch dieses elende Karten, App Wirrwarr beenden. Jetzt noch den Tarifjungel lichten und die Elektromobilität ist endgültig im Heute angekommen.

Ich war vor kurzem erst mit meinem Benziauto an einer Aral-Tankstelle und habe dort E-Ladesäulen gesehen. Neugierig geworden bin ich hingegangen um zu schauen, was das Laden so kostet.
Als ich den Preis sah, stand für mich fest, dass das nächste Auto mit LPG angetrieben wird und kein Elektroauto sein wird!
Grund: Aral verlangt beim Laden 79 ct/kWh. Das kann man nur als „Wucher“ bezeichnen!!!
Da ich mir ein Eigenheim nicht leisten kann (normaler Mieter in einem Wohnblock) ist ein Laden zu Hause leider nicht möglich. Über Reichweite und Preis von Elektroautos wurde ja schon oft genug diskutiert. Unterm Strich ist bei konventionell angetriebenen Autos LPG nicht nur die preisgünstigste Variante hinsichtlich „Tankkosten“ auch bei dem Luftschadstoffausstoß besser als Diesel und Benzin.

Und kaum einer bezahlt diese theoretischen 79 ct.

Ladekarte vergleichen und 49 ct. Zahlen an den Aral Säulen…

Mag sein, dass mit den 49 ct. Das ist aber immer noch doppelt so viel, wie an der heimischen Steckdose!

Sie machen den gleichen Denkfehler den alle machen die sich mit der Elektromobilität nicht auskennen. Niemand braucht im Alltag einen Schnellader. Man geht ja auch nicht auf die Autobahn tanken. Dort kostet der Sprit auch mal gute 20% mehr als an der heimischen Tanke. (Zumindest in der Schweiz wo ich lebe) Hierzulande zahle ich an der Haushalt Steckdose umgerechnet so um die 16ct pro kWh. Auf 100km mit 16kWh/100km kostet mich das 2,5€. Man sollte schon fair bleiben und nicht Preise als Grundlage nehmen die in Realität fast nur auf Ferienreisen gezahlt werden.

Last edited 15 Tage zuvor by Hiker

Und noch etwas, der Unterhalt eines BEV ist um Faktoren günstiger als bei einem Verbrenner. Da fällt ein allenfalls in den Ferien bezahlter Mehrpreis überhaupt nicht mehr ins Gewicht. Aber Sie dürfen auf Ihrem Verbrenner beharren solange bis es auch kein Gas mehr dafür gibt. Oder Sie hunderte Kilometer fahren müssen um an den Stoff zu gelangen. Spätestens dann werden auch sture Verbrennerfans kleinlaut umsteigen. Die Vorteile sind bereits jetzt erdrückend und immer mehr Leute sehen das ein.

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