Analyst: VW wird Tesla bei den E-Auto-Verkäufen bis 2025 überholen

Analyst: VW wird Tesla bei den E-Auto-Verkäufen bis 2025 überholen

Copyright Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockfoto-Nummer: 739241581

Ende 2020 blickt Europa auf den VW Konzern als Marktführer, sowohl für die Anzahl abgesetzter reiner E-Autos, als auch die Summe aus PHEV und E-Autos, welche man auf die Straße gebracht hat. Somit konnte der Konzern in Gänze Tesla bereits im vergangenen Jahr den Rang in puncto E-Auto-Zulassungen ablaufen. Für 2025 geht das Analystenhaus LMC davon aus, dass der VW Konzern seinen Marktanteil am E-Automarkt weiter ausbauen wird, während der Anteil von Tesla am Gesamtmarkt schrumpft.

In der Prognose von LMC ist die Rede von einem E-Auto-Marktanteil von Tesla im Jahr 2020 von rund 20 Prozent, der bis 2025 auf zehn Prozent fallen wird. Hingegen geht man für den VW Konzern davon aus, dass der Anteil bis 2025 auf 15 Prozent steigen wird, von zuvor 10 Prozent Anteil. Neben VW werden aber auch andere Hersteller wie Ford, Toyota, GM und Mercedes einen Anstieg ihres Anteils am europäischen Elektroautomarkt spüren, so Pete Kelly, Geschäftsführer von LMC.

„Tesla war in den letzten fünf Jahren als Marke dominant, aber das kann nicht so bleiben“, sagte Kelly und prognostiziert einen „Ansturm“ neuer Elektroautos von der VW-Gruppe, neue Angebote von deutschen Premiummarken und von Toyota, welche zuvor auf Hybride und Brennstoffzellen gesetzt haben, aber auch reine E-Autos an den Start bringen. Bereits 2020 habe der ID.3 aufgezeigt was möglich sei, trotz kürzlich geäußerter Kritik von Greenpeace. Sicherlich wäre das Ergebnis bei VW noch besser ausgefallen, wenn der ID.3, VWs erster Stromer auf Basis des Modularen E-Antriebsbaukastens (MEB) früher auf den Markt gekommen wäre. Erst im September eingeführt wurde er noch 2020 an 56.500 Kunden übergeben.

Batterieelektrische Fahrzeuge waren ein Lichtblick inmitten der Covid-19-Krise im Jahr 2020, mit einem weltweiten Verkaufsanstieg von 27 Prozent in einem Gesamtmarkt, der um 14 Prozent fiel, so Kelly. Die Verkäufe von Elektroautos in Europa „übertrafen die Erwartungen“. Automobil-Analyst Matthias Schmidt wagte ebenfalls bereits einen Ausblick in die Zukunft der E-Mobilität. So schätzt er, dass 2025 das Rennen zum Erreichen der CO2-Flottenziele – welche sich 15% unterhalb der 2021 WLTP-Werte bewegen – erneut los. In diesem Zusammenhang wird erwartet, dass die Politik die Automobilhersteller erneut beim Erreichen der Ziele stützt. Zudem werden Plug-In-Hybride erneut zum Mittel der Wahl, um die eigene Ausgangslage am Markt zu verbessern.

Kelly teilte seinerseits mit, dass LMC erwartet, dass die Akzeptanz von E-Fahrzeugen schneller steigen wird als früher vorhergesagt, und zwar aus mehreren Gründen: Teslas Erfolg und steigende Marktkapitalisierung, neue politische Maßnahmen der EU und der Biden-Administration in den USA zur Förderung von E-Fahrzeugen sowie Verbesserungen bei Batterien und der Ladeinfrastruktur. Zudem werde die Anzahl der weltweit zum Verkauf stehenden E-Auto-Modelle von etwa 140 im Jahr 2020 auf fast 450 im Jahr 2025 steigen. Allein diese Auswahl wird zu einer Wachstumskurve von 2,1 Prozent Marktanteil im Jahr 2020 über 3,4 Prozent in diesem Jahr (ein Anstieg um 59 Prozent) bis zu 6,5 Prozent im Jahr 2023 beitragen.

Quelle: Automotive News Europe – VW will overtake Tesla in EV sales by 2025, analyst says

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „Analyst: VW wird Tesla bei den E-Auto-Verkäufen bis 2025 überholen“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
33 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments

Pete Kellys Lobhudelei:

„Bereits 2020 habe der ID.3 aufgezeigt was möglich sei […]“

Dabei hat VW Mitte November ja – anders als ursprünglich geplant – den elektrischen ID.3 kurzfristig in das Mitarbeiter-Leasing-Programm aufgenommen. ​Kurswechsel ein Indiz für den schleppenden Verkauf des ID.3 an Privat- und Firmenkunden.

„Erst im September eingeführt wurde er noch 2020 an 56.500 Kunden übergeben.“

Mit der ganzen und reinen Wahrheit kann ich das angesichts von
https://www.elektroauto-news.net/2021/vw-id3-mehr-als-55000-bestellungen-in-2020-haelfte-ausgeliefert
aber nicht mehr zur Deckung bringen, gell?!

Schau dir einfach mal die Entwicklung der Absatzzahlen europaweit für Tesla und den VW-Konzern an.
Stagnation gegenüber 400% Zuwachs.
Dass es bei sowas mal nicht alles nach Wunsch und Plan geht – kein Wunder.
Die aktuellen Nachrichten sagen, dass VW Super-Wagen auf MEB-Basis baut hat und blitzartig dabei ist, die letzten Software-Schmankeln nachzuliefern und dann planmäßig weiter zu machen.
Jetzt kann nur noch corona mit Unterbrechungen der Lieferkette Probleme machen.

Du kannst dich ganz entspannte zurück lehnen und die Ereignisse abwarten. Es passt schon.

In einem Teilgebiet liegt der VW Konzern in Europa immerhin schon ganz klar vor Tesla – bei den zum Verkauf angebotenen Fahrzeugen im Gebrauchtwagenmarkt – was auch immer das wohl bedeuten mag 😉

“Tesla war in den letzten fünf Jahren als Marke dominant, aber das kann nicht so bleiben”
warum kann das nicht ???? Meiner Meinung wird Tesla weiterhin ein höhere Produktionskapazität haben als VW.

ich denke auch das Tesla zukünftig nicht mehr dominant sein wird Grund bisher war Tesla in ihrem Fahrzeugsegment einzigartig es gab keine Konkurrenz in Zukunft werden auch andere Hersteller Fahrzeuge in diesem Fahrzeugsegmenten anbieten, was ja nur gut sein kann, es ist immer schlecht wenn es ein Monopol gibt. Je mehr Konukrrenz desto besser und billiger werden die E-Autos werden dafür sorgt dann der Markt

Kommt drauf an wie stark Tesla in Zukunft wächst. VW ist der größte Autohersteller der Welt. Herbert Diess hat erkannt, dass Elektromobilität die Zukunft ist. VW hat allerdings den Klotz der alten Produktpaletten am Bein. Es kommt darauf an wie schnell VW die Produktion Richtung Elektroauto umstellt. Gleichzeitig muss VW natürlich auch die Belieferung mit Batterien sicherstellen. Aber auch andere Hersteller drängen in den Markt, wo Tesla früher Platzhirsch war. Tesla wiederum expandiert massiv und optimiert schon die Fertigung von Batteriezellen, so dass diese günstiger werden.

Klar ist, dass Tesla der Automobilwelt einen kräftigen Tritt verpasst hat, damit die sich endlich von ihrem Verbrennerkurs abwendet. Tesla hat auf seine eigene Weise das Produkt Automobil neu gedacht und hat einen technologischen Vorsprung was die Batterietechnik angeht und die Zentralisierung der Rechenpower im Fahrzeug. Trotzdem sollte auch klar sein, dass das Stück vom Kuchen für Tesla kleiner wird.

Es bleibt spannend.

Farnsworth

oh….da kommen gleich die Tesla-Basher 😉

Autohersteller ist ja noch zuversichtlich ausgedrückt 😉 im Endeffekt bauen die nur die Teile zusammen, von „Automobilhersteller“ ist VW soweit weg wie die Kanzlerin von Germany´s Next Topmodel

das was sie da zusammensetzten ist okay, aber Marktführer wird man damit sicher nicht außer man frisiert/ faked (mal wieder) irgendwelche Zahlen ….

spannend bleibt es allemal denn auch Tesla bleibt nicht stehen und versucht den Vorsprung zu erhalten auch wenn dieser kleiner wird….

und in 2-5 Jahren gibts das kleine Model „?“ (evtl Model 3) für die 25.000 wie vor Jahren propagiert und die anderen Hersteller müssen neidvoll zuschauen und sich massiv bewegen.

es wird nur besser für alle

Wen man basht ist mir im Grunde egal. Ist alles irgendwie Kindergarten.

Aktuell fahre ich einen E-Up und bin damit top zufrieden. Mehr E-Auto bekommt man gerade nicht für’s Geld.

Ich bin Tesla nicht abgeneigt, noch bin ich es VW. Meinen VW Diesel habe ich schon vor dem Skandal verkauft. Dieser beissende Gestank war echt widerlich. Danach hatte ich einen Toyota Hybrid. Wollte mir eigentlich einen Zoe kaufen, aber der Up war unschlagbar günstig. Vielleicht wird es später mal als Langstreckentaugliches Auto ein Tesla. Vielleicht auch etwas Anderes. Mal sehen, was es bis dahin gibt.

Farnsworth

Andere werden aufholen, soviel ist klar. Aber der Kuchen wird für Tesla mit Sicherheit nicht kleiner werden. Im Gegenteil sie sind kurz davor massiv mehr Autos zu produzieren. Vor allem in Europa muss sich die Konkurrenz warm anziehen. Grünheide wird noch in diesem Jahr seine Produktion anfahren. Es ist ein riesiger Markt der sich da in Zukunft auftut und es hat viel Platz für alle. Möglich dass das Kuchenteil prozentual füt Tesla kleiner wird. Absolut wird Tesla aber zusammen mitc allen anderen kräftig wachsen können. Noch etwas, es wir dauernd mit Prozentualem Wachstum verglichen. Das ist Schwachsinnig, VW hatte vor einem Jahr nur sehr wenige Fahrzeuge verkauft, eine Steigerung von 200% sind da absolut nur wenige Fahrzeuge. Bei Tesla sieht das anders aus.

Vorhersagen sind schwer, insbesondere wenn sie die Zukunft betreffen. Dass VW ein großes Händlernetz hat und deswegen die Chance, Tesla zu überholen, ist das eine. Ob sie die Produktion in den Griff bekommen und die Händler motiviert bekommen, E-Autos zu verkaufen, ist eine andere Frage. Warten wir es einfach mal ab.

„Ob sie die Produktion in den Griff bekommen …“

… ist für mich ja zur Gänze immer noch nicht ausgemacht!

Dazu schrieb ich hier am 24. Oktober 2020:

„Das Problem ist offenbar, […] dass im ID.3 eine Vielzahl(!) von Steuergeräten (Prozessoren) verbaut ist, ein großer Teil – incl. der darauf laufenden Software – davon aber von (verschiedenen) Zulieferern kommt, die jeder für sich (nach einem Lastenheft) vorherbestimmte Funktionen erfüllen (sollen!).

Diesen „Wespenschwarm“ div. Sub-Prozessoren+Software muß dann der »ID.3-Zentralrechner« „nur noch bändigen“ – eine Aufgabe, die offenbar seit Anfang diesen Jahres [2020!] (und von inzwischen verschiedenen/ tw. gefeuerten Verantwortlichen) immer noch nicht zur Gänze erledigt worden ist […].“

Sollte diese »Flickenteppich-Software auf einer Bastelpyramide von Hardware div. Zulieferer«– wie ich es nenne – jetzt tatsächlich dauerhaft und stabil laufen und dabei auch noch künftig problemlos, zeitnah und natürlich OTA! u.a. mit Fehlerkorrekturen, Funktions-Updates und Komfort-Verbesserungen für den Kunden versehen werden können?

„… und die Händler motiviert bekommen, E-Autos zu verkaufen, ist eine andere Frage.“

Aber auch eine (mindestens?) ebenso wichtige!

Last edited 7 Monate zuvor by Wolfbrecht Gösebert

Anfang September 2020 findet man bereits entsprechende Meldungen vom Chef des VW-Händlerverbandes und vom Betriebsratschef von VW. Das war kurz nach der internen Präsentation der Pläne von Diess. 2023 will VW Tesla überholt haben.

Wen wundert das? Ein Elektroauto ist ein Auto. VW kauft gut und günstig ein, baut in bester Qualität auf nur einer Plattform und verkauft über ein vorhandenes Vertriebsnetz, wo Händler mit Service vor Ort sauber eingebunden sind. Preislich sieht man jetzt schon, dass Tesla nicht mitkommt. Skoda Enyaq ab 26.000€ nach Förderung. Wer erwägt da ein optisches unattraktiveres Model Y für 58.000€?

„Beste Qualität……“ Ja, bei den ach so wichtigen Spaltmaßen vielleicht. Schauen sie sich bitte mal die „Autodoktoren“ oder „Red Head“ bei Youtube an. Es ist schlicht dreist, was VW mit seinen Ottos abliefert. Das Geld wird bei VW immer stärker Aftersales verdient, wie es eine Zeit lang bei Druckern gemacht wurde. Und es gibt keine Anzeichen, warum mit den ID’s sich an diesem System was ändern wird.

Last edited 7 Monate zuvor by Stefan

Ich glaube das Spaltmaß als Synonym für perfekte Passungen wird an Bedeutung gewinnen. Denn im geräuscharmen und vibrationslosen Elektroauto hört man jedes Problemgeräusch. Das hat VW verstanden. Aber, ja, sie sind kein NGO und auch nicht die Wohlfahrt. Sie werden verdienen. Denn die MEB soll 10 Millionen Autos in den nächsten Jahren tragen, da kann man gnadenlos die Preise choppen und trotzdem absahnen. Diess ist wie der King of Cars: I chop, chop the prices!

Bezogen auf Tesla sind dort Anfängerfehler gemacht worden: Quali null, da kein Testing. Quali kann man nicht bauen, muss man konstruieren. Tesla hat drei Plattformen für vier Modelle. Kaum Synergien. Und das Model Y hat im Heimatmarkt fast vollständig das Model 3 kannibalisiert anstatt Marktanteile zu gewinnen. Aua, aua.

Drei Plattformen für vier Modelle? MS und MX auf einer Plattform, sowie M3 und MY auf einer Plattform. Beide mit entsprechenden Gleichteilen (auch im Innenraum) und Synergien.

Das das MY das M3 überholen wird war völlig klar und beabsichtigt. Nicht umsonst wird in Deutschland zuerst das MY vom Band laufen. SUVs sind nun mal aktuell weltweit die beliebteste Karosserieform.

Der einzige Vorwurf, der ansatzweise stimmt, ist der mit der Qualitätskontrolle.
Praktisch alle Fehler und schlechte Spaltmaße können vom Service behoben werden. Das hätte auch genauso eine gute Endkontrolle gekonnt. Es bleibt abzuwarten, wie das in Grünheide mit ausgebildeten und erfahrenen Mitarbeitern funktioniert.

Perfekte, kleine Spaltmaße haben nichts mit Innenraumgeräuschen zu tun, sondern nur mit Aufwand, der vom Kunden bezahlt werden muß. Schwierig wird es dann, wenn das die einzige Disziplin ist, in der ein Hersteller vorne ist…

Die Plattform für Model Y ist deutlich modifiziert. Und du weißt das auch. Es sind drei Plattformen.

Ich erwäge das zum Beispiel lieber David – und glaube mir sehr viele andere stehen schon Schlange in Grünheide – die wissen auch alle ganz genau warum sie lieber auf das Model Y warten und keinen VW iD4 wollen.
Die wollen doch nicht 3,5 Sekunden gegen 8,5 Sekunden eintauschen – nein das wollen die nicht, warte einfach die Zahlen ab – ich denke Du wirst dich wundern 😉

Es leuchtet mir ein, dass jemand, dem Beschleunigung wichtig ist, eher einen Tesla als einen VW kauft. Das scheint mir aber auch fast das einzige gute Argument. Und für mich ist eine Beschleunigung von 10 Sekunden an abwärts das Unwichtigste, das es überhaupt gibt – ich drücke das Gaspedal vielleicht 1 mal im Jahr voll durch.

Und David – Versuch doch bitte uninformierte Leser dieses Forums nicht mit Fake News zu verwirren – Vergleiche bitte nicht den billigsten Skode mit dem teuersten Tesla.
Du kannst doch sicherlich besser rechnen, oder?

Verwirren tust du. 59,6t€ kostest aktuell das billigste Model Y gem. Tesla-Homepage. Ich verglich also die billigsten Versionen. Aber ich will dir die Hand reichen: Mit gleichgroßem Akku und gleicher Reichweite kostet der Skoda 43,95t€. Sind immer noch 16.000€ mehr für den Tesla.

Gut, du und ich wissen, Tesla wird die Preise anpassen, weil sie zu teuer sind. Das war ja in den USA auch gleich passiert. Und genau deshalb bestellt kaum jemand ein Model Y vor. Außer Dir, von mir aus.

Das mag sein. Aber nicht mit meinem Geld. VW hat sich von Volkswagen zu einer Premiumfalle entwickelt und seinen Ruf nicht nur mit dem Dieselskandal ruiniert. Zeit für was neues. Und dann doch bitte von einem Hersteller, der es verdient hat, das sein Mut belohnt wird.

Wenn zwei sich streiten freut sich der Dritte.
VW ist zwar der größte Hersteller, es gibt aber viele chinesische Hersteller, welche vom Gesamtmarkt etwas abhaben wollen.
Wer laut unkt Tesla würde Marktanteile verlieren, der mag zwar bezogen auf den E-Automarkt recht behalten, hat aber dabei den Gesamtautomarkt nicht im Blick, denn wer teilen muss verliert immer.
VW wird mit Sicherheit seine Autoproduktionen in Zukunft nicht wesentlich oder gar nicht steigern können, egal wie viel E-Autos sie herstellen und verkaufen, dies wird nur eine Verlagerung vom Verbrenner zum E-Auto sein.
Tesla dagegen wird dagegen in Zukunft nur gewinnen können und seine Produktion immer weiter steigern, egal wie viel Marktanteile sie im E-Automarkt verlieren.
Wer dagegen am Schluss profitabler arbeitet und die gesamte Gewinnkette des Produktionsprozesses ausnutzen kann, wird sich zeigen.
Tesla liegt hierbei hoch im Kurs und die Fabriken schießen wie Pilze aus dem Boden.

Tesla hat sicher gute Chancen, auch in 10 Jahren ein bedeutender Automobilhersteller zu sein. Volkswagen hat gute Chancen einer zu bleiben. Das ist die Sicht auf Marktanteil und Umsatz.

Mit Blick auf Bewertung (Aktienkurs bzw. Marktkapitalisierung) steht Tesla nicht so sicher da. Das extrem hohe Niveau spiegelt ja schon eine unangefochtene Marktführerschaft auch in den kommenden Jahren wieder. In dem Zusammenhang darf Tesla nicht viele Anteile im E-Automarkt verlieren, sonst laufen die Kleinanleger und Investoren davon.

Ist der Marktanteil in einem rasant wachsendem Markt nicht relativ uninteressant? Tesla wächst gewaltig und kann trotzdem die Nachfrage nicht befriedigen, weil der Markt schneller wächst als die Produktion wachsen kann. Marktanteile verloren aber Verkauf um 50% gestiegen. Na da ist mir als Aktionär der höhere Umsatz wichtiger als der Marktanteil.

Tesla macht einen Jahresumsatz von 25 Mrd Euro und hat einen Wert von 630 Mrd Euro. Volkswagen macht einen Jahresumsatz von ca. 200 Mrd Euro und hat einen Wert von 90 Mrd Euro.

Man kann es drehen und wenden wie man will, Tesla ist enorm hoch bewertet oder andersrum Volkswagen und alle „alten“ Automobilhersteller sind sehr schlecht bewertet. Beim Kurs-Gewinn-Verhältnis ist Tesla weit über 100 und VW weit unter 10.

Da muss man schon fest an Tesla glauben, wenn man Tesla weiterhin eine überdurchschnittliche Wertsteigerung zutraut.

Das ist nur die halbe Wahrheit, oder nicht einmal das. Die Börse bewertet ein Unternehmen nicht danach wieviel Umsatz die gemacht haben. Die Börse bewertet ein Unternehmen danach welches Potential im Bezug auf Umsatzsteigerung und vor allem Gewinn vorhanden ist. Weil der Wert nur dadurch steigt. Bei VW ist es so, das jedes verkaufte EV ein Verbrenner weniger bedeutet. Es ist sogar noch schlimmer, an einem EV verdient VW weniger als mit seinen Verbrennern. Ergo wird der Gewinn bei VW tendenziel bei gleichbleibendem Umsatz sogar sinken. Anders bei Tesla, hier ist es sogar umgekehrt. Jedes verkaufte Auto bedeutet hier mehr Umsatz und mehr Gewinn weil hier null Verbrenner ersetzt wird. Jedenfalls nicht solche von Tesla sondern allesammt solche wie die von VW. Ergo muss sich wohl eher VW Sorgen machen und sicher nicht Tesla. Das ist was die Börse abbildet. Tesla kann gar nicht verlieren. VW hingegen schon. Ob sie dabei Tesla überholen ist vollkommen Wurst. Schlimmer, VW muss sogar Tesla überholen und zwar gewaltig sonst geht ihnen der Schnauf aus.

Last edited 7 Monate zuvor by Hiker

Der Minderwertigkeitskomplex von VW ist augenscheinlich – und tief begründet.

Selbiges gilt für Elon Murks

Elon Murks, was für ein wahnsinnig einmalig witziges Wortspiel! Zeigt überdeutlich den Frust seiner vielen Nachlaberern.

Automobilkonzerne, die auch Verbrenner im Programm haben und bei Verbrennern höhere Margen erzielen, als bei BEV, kanibalisieren sich selbst, wenn sie die Produktion von BEV ungezügelt ausbreiten. Das Jahr 2020 hat gezeigt, dass alle Konzerne Punktlandungen bei den Flottengrenzwerten versuchen und zu hohe Absätze von BEV vermeiden. Dieses Problem haben Hersteller, die keine Verbrenner im Programm haben, nicht. Sie können so schnell wachsen, wie der Markt ermöglicht. Sollte die Nachfrage nach BEV schneller steigen als erwartet, so werden davon v.a. die Hersteller profitieren, die keine Rücksicht auf ihren Absatz von Verbrennern nehmen müssen. Das ist ein innerer Widerspruch dieser Studie.

Kapazität von VW Zwickau 300T Auto im Jahr, Giga factory China 500T. Da muss VW aber noch ein paar Werke umrüsten und die Software ein bissel verbessern.
Am besten gleich Überholen ohne Einzuholen. So hatte es die DDR auch mal verkündet.

Du hast zwar im Prinzip recht, aber VW ist noch Audi, Porsche, Skoda usw. da wird sicher mehr kommen. Nur ist es halt so, dass alle diese Marken hauptsächlich profitable Verbrenner durch BEV ersetzen. Die ergeben tendenziell weniger Gewinn. Vor allem im After Sales Geschäft wo VW das meiste Geld scheffelt.. Anders bei Tesla, hier bedeutet jedes mehr verkaufte Fahrzeuge unmittelbar mehr Gewinn und trotzdem ein Verbrenner der Konkurrenz weniger. Ein After Sales Geschäft ist für Tesla dagegen nicht so existentiell. Sie haben andere Geschäftsfelder aufgetan wie OTA, Lizenzen, CO2 Zertifikate, Akkus als Speicher, Solaranlagen, Komplettsysteme für Energieproduktion, Speicherung und Verteilung, Ladeinfrastruktur, Software, Autonomes Fahren, nicht zu vergessen Space Ex und die Star Link Satelliten etc. In dem Bereich hat VW nichts vergleichbares zu bieten. Wer von beiden hat wohl mehr Potential? Elon Musk und Tesla wird hierzulande unglaublicherweise noch immer unterschätzt.

Last edited 7 Monate zuvor by Hiker

Ich sehe das pragmatisch, ich mag VW nicht, Tesla und Musk aber noch viel weniger. Tesla wird es in 10 Jahren maximal noch als Namen geben, als eigenständige Marke hat Tesla langfristig keine Chance zu überleben. Entweder wird Tesla von einem der Hersteller aus China geschluckt, die führen den Namen dann evtl. weiter um so das linke pseudo-ökologische Gutverdienerklientel mit überteuerten Fahrzeugen zu bedienen, das halte ich für wahrscheinlich, oder Tesla geht bankrott. Der Einzige der sich mit Taschen voller Geld frühzeitig aus dem Staub machen dürfte ist der Blender Musk. Der zieht dann seine windige Masche anderswo ab und vermutlich fällt die Welt wieder auf sein (Schau-)Spiel rein. Die Gigafactory in Brandenburg (es ist nicht Berlin), wird den selben Weg gehen wie einst die Cargolifter Halle, evtl. entsteht dort dann eine Kartbahn (die größte der Welt?) oder ein Afrika Themenpark. Fakt ist auch, der Steuerzahler hierzulande wird der Gelackmeierte sein, denn er kommt für die Subventionsmilliarden die ohne Gegenleistung geflossen sind auf!

Diese News könnten dich auch interessieren:

GM enthüllt neue E-Auto-Motoren für seine vollelektrische Zukunft
Rallye Dakar: Audi testet Rallyestromer RS Q e-tron in Marokko
MG MAZE Concept verspricht Spielen, Entdecken und Abenteuer
33
0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).