Analyst: Elektro-SUVs werden Europas E-Automarkt massiv prägen

Analyst: Elektro-SUVs werden Europas E-Automarkt massiv prägen

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Betrachtet man die ersten fünf Monate des Jahres 2021 zeigt sich, dass sich Elektro-SUV und E-Crossover für mehr als jede dritte Neuzulassung (34,7%) an Europas Elektroautomarkt verantwortlich zeichnen. Langfristig gibt Automobil-Analyst Matthias Schmidt aus Berlin zu verstehen, dass E-SUV/ E-Crossover mehr als die Hälfte aller E-Auto-Neuzulassungen ausmachen werden.

2021 scheint sich zum Jahr der Elektro-SUV und E-Crossover zu entwickeln. Ende Januar konnte dieses Segment einen neuen Höchststand verzeichnen. Musste dann im Februar einen ersten, kleinen Dämpfer hinnehmen, bevor im März der Aufschwung erneut begann. Ende April 2021 zeichnete sich das Segment der E-SUV und Elektro-Crossover für 42,5% aller Zulassungen verantwortlich. Im Mai ging der Anteil leicht zurück, im Juni wird es wahrscheinlich zu einer weiteren Verschnaufpause in diesem Sektor kommen, aufgrund der Auslieferungen des Tesla Model 3 zum Ende des Quartals. Somit ist hier eher mit einem Anstieg des Volumens im Segment „Near-Executive-Modelle“ zu rechnen.

Danach ist bei den SUV aber wohl wieder mit Absatzwachstum zu rechnen. Denn durch das Debüt des VW ID.4 in Europa stieg der Absatz der SUV- und Crossover-Stromer in der Vergangenheit bereits enorm an. Gestützt durch den ŠKODA Enyaq iV, welcher ebenfalls dem VW-Konzern entstammt. Auch für die Zukunft darf man davon ausgehen, dass neue E-Fahrzeuge wie das Tesla Model Y als auch der Audi Q4 e-tron, den Absatz stützen.

Bei den beiden nächstgrößeren Segmente Basis (16,7%) und Untere Mittelklasse (17,6%), zusammengenommen war der Marktanteil geringer als SUV/Crossover im bisherigen Jahresverlauf für sich alleine betrachtet. Das Segment der Kleinwagen lag mit 14,1% gar nicht so fern vom Basic-Segment, getrieben durch beliebte Modelle wie den Renault ZOE, den Peugeot e-208 sowie den Opel Corsa-e. Nachfolgend haben wir die rein elektrischen Fahrzeugen in ihren jeweiligen Segmenten betrachtet, um einen Vergleich zu ermöglichen.

Zeitraum Januar bis Mai 2021

  • Basic – 16,7 Prozent
  • Kleinwagen – 13,9 Prozent
  • Untere Mittelklasse – 17,6 Prozent
  • Near Executive – 13,1 Prozent
  • SUV/Crossover – 34,7 Prozent
  • Luxusklasse – 2,30 Prozent
  • Nutzfahrzeugklasse / Minibus – 0,50 Prozent
  • Sonstige – 1,20 Prozent

Quelle: Matthias Schmidt – The European Electric Car Flash Report – Edition 05.2021 May

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Das ist doch kein Wunder wenn so gut wie jedes neue E-Auto ein E-SUV oder E-Crossover ist
erst im Herbst soll mit dem MG5 endlich der erste Kombi kommen

Wie war das doch nochmal mit der Statistik?

Glaube keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast.

  • Basic – 16,7 Prozent
  • Kleinwagen – 13,9 Prozent

Ergibt 30,6 % im Kleinwagensegment – schon sind 34,7 % bei SUV/Crossover nicht mehr so beeindruckend.

  • Basic – 16,7 Prozent
  • Kleinwagen – 13,9 Prozent
  • Untere Mittelklasse – 17,6 Prozent

Nimmt man Fahrzeuge bis zur unteren Mittelklasse, sind das 48,2 %, mehr als die 34,7 % SUV/Crossover.

Schade!
Wäre zu wünschen, dass sich mehr Menschen für nachhaltige Autos mit möglichst geringen Ressourcenverbrauch interessieren.

Ich bin da ganz einer Meinung mit Eckart von Hirschhausen – ob’s nun Verbrenner sind oder nicht ist nebenrangig:

„Wenn SUV-Fahrer:innen meinen, sie brauchen zwei Tonnen Stahl wie ein Traktor, und sie brauchen auch die PS von einem Traktor, sollen sie bitte auch nur so schnell fahren dürfen wie ein Traktor“

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