Ample: Batteriewechsel-Pilotprojekte starten in den USA und Japan

Ample: Batteriewechsel-Pilotprojekte starten in den USA und Japan

Copyright Abbildung(en): Ample

ENEOS Holdings, Inc. und Ample, Inc., ein in den USA ansässiges Startup-Unternehmen, in das ENEOS investiert hat, geben eine geschäftliche Zusammenarbeit zur Einführung eines Batteriewechsel-Pilotprojekts in Japan bekannt. Eine weitere Partnerschaft hat Ample mit Sally gestartet, einem in New York City ansässigen Fahrzeugvermieter für Ridehailing-, Taxi- und Lieferdienste.

Ample verspricht das Elektroauto laden so einfach zu machen wie ein Tankvorgang. Was einfach daran liegt, dass das eigentliche E-Auto gar nicht geladen wird, sondern innerhalb von Minuten durch Roboter kleine, modulare Batteriepakete an entsprechenden Batterie-Wechselstationen ausgetauscht werden. Hierdurch schafft man eine kostengünstige, flexible Lösung, um insbesondere bei Flotten dafür zu sorgen, dass die Fahrzeuge so lange wie möglich auf der Straße bleiben.

Davon möchte ENEOS in Japan profitieren, um ein erstes Projekt mit mehreren Fahrgast- und Last-Mile-Lieferunternehmen innerhalb des Geschäftsjahres, das im März 2022 endet, in Japan durchzuführen. Um das Wachstum der erneuerbaren Energien zu unterstützen, wird Ample zudem den Einsatz der Tauschstation als große stationäre Batterie untersuchen. Dies soll zur Optimierung der Energienutzung und der Möglichkeit, die Batterien als Notstromquelle zu nutzen, beitragen.

Ample zielt darauf ab, die Verbreitung von E-Fahrzeugen zu fördern, indem es den Zeitverlust (für das Aufladen) und die Implementierungskosten (Investitionskosten für die Ladeinfrastruktur) im Zusammenhang mit der Elektrifizierung von Fahrzeugen reduziert. Für die USA plant Ample mit Sally einen Akkutausch-Service in großen US-Städten wie San Francisco, New York City, Los Angeles und Chicago bereit zu stellen.

Erst im März gab das Start-Up an, Partnerschaften mit fünf Automobilhersteller mit neun verschiedenen Elektrofahrzeugen zu haben, die Amples modulare Batteriepacks verwenden oder dafür angepasst werden können. Neben der Tatsache der Akzeptanz am Markt der Nutzer spielt auch die Standardisierung des Service eine entscheidende Rolle. Ample möchte, dass jedes Auto seine Module so einbauen kann, dass sie von der Unterseite des Autos zugänglich sind. Um Autos in ihr System zu bekommen, haben sie Ersatz für ihre bestehenden Packs gebaut, die ihre Module erlauben.

Quelle: Electrive.net – Ample: Batteriewechsel-Pilotprojekte in USA und Japan

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Was ich mir auch gut vorstellen könnte, wären Mietbatterien, die man für den Urlaub dazu mietet als Ergänzung zur kleineren Standardbatterie. Dann könnte man E-Autos mit kleinen alltagstauglichen Batterien und zusätzlichem leeren Batterieslot verkaufen und wenn man dann ein bis zweimal im Jahr eine lange strecke fahren muss, mietet man sich eine zusätzliche Batterie, um die Kapazität zu erhöhen. Das spart Ressourcen, mindert die Anschaffungskosten und reduziert den Alltagsverbrauch, da ohne die Zusatzbatterie im Alltag mit weniger Gewicht rumgefahren wird.

Die Idee an sich ist nicht neu und eigentlich naheliegend. Allerdings wäre für eine generelle Verbreitung ein einheitliches Batterieformat notwendig. Und dafür ist die existierende Technik zu groß und schwer. Neben einem Maximum an Batteriekapazität einerseits und Platzangebot andererseits sind Crashsicherheit und Temperierbarkeit zu berücksichtigen. Dies führt zu individuellen Lösungen, zumal zusehends die Batterie als strukturelles Bauteil in den Fokus gerät.

Gäbe es die 100 kWh-Batterie im Schuhkartonformat, wäre ein Wechselakku schon Standard.
Und mit steigenden Ladegeschwindigkeiten wird auch in Zukunft der Wunsch nach einem Wechselakku nicht gößer werden…

Darüberhinaus ist es auch eine Kostenfrage. Der Betreiber einer Wechselstation möchte gern auch mit Gewinn arbeiten. Das geht nur mit hohem Umsatz. Jede Batterie, die in der Wechselstation herumliegt, kostet Invest und Abschreibung. Das zahlt der Kunde. Am wirschaftlichsten ist es also, wenn die Kunden Schlange stehen und jede frisch geladene Batterie sofort zum Einsatz kommt. Funktioniert also schon mal gar nicht für den Individualverkehr…

Wer braucht Wechselakkus, wenn ich einigen Jahren 400 km in 5 Minuten geladen werden können?

Um Gewicht zu sparen werden Batterien als Teil der Karosserie betrachtet und entsprechend eingebaut, das würde bei Wechselbatterien wegfallen, E-Autos schwerer machen und den Reifenabrieb (Feinstaub) erhöhen.

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