Air Liquide und Faurecia arbeiten gemeinsam an Flüssigwasserstoff-Lkw

Air Liquide und Faurecia arbeiten gemeinsam an Flüssigwasserstoff-Lkw

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Die beiden französischen Unternehmen Air Liquide, spezialisiert auf Industriegase, und der Automobilzulieferer Faurecia haben eine Entwicklungs- und Herstellungsvereinbarung für Flüssigwasserstoff-Speichersysteme für schwere Nutzfahrzeuge unterzeichnet. Durch ihre Technologiepartnerschaft wollen die beiden Unternehmen den Einsatz emissionsfreier Schwerlastmobilität beschleunigen.

Besonders gut geeignet für Langstreckenanwendungen spiele die Speicherung von flüssigem Wasserstoff für Brennstoffzellenfahrzeuge eine Schlüsselrolle, um den Übergang zur CO2-Neutralität zu beschleunigen, so die beiden Unternehmen in einer gemeinsamen Mitteilung. Die Partnerschaft will die sich ergänzenden Kompetenzen der Unternehmen aus ihren jeweiligen Kerngeschäften nutzen, um die Markteinführung der Technologie zu beschleunigen. Auf der einen Seite werde Air Liquide sein Know-how über die gesamte Wertschöpfungskette von flüssigem Wasserstoff einbringen, einschließlich Tieftemperaturtechnik, Speichertechnologie, Betankungsschnittstelle und Infrastruktur-Know-how. Auf der anderen Seite werde Faurecia seine Architektur- und Systemintegrationskompetenz, seine Kompetenz in der Automobilprüfung und -simulation, sein globales Know-how und sein gutes Standing in der Automobilindustrie einbringen.

Wasserstoff ist im Kommen und weckt weltweit Interesse. Deshalb schließen sich Akteure aus vielen verschiedenen Sektoren zusammen, um das Potenzial von Wasserstoff freizusetzen. Unsere Partnerschaft mit einem Weltmarktführer wie Faurecia zielt darauf ab, die Entwicklung der Wasserstoffmobilität zu beschleunigen“, sagt Benoît Potier, Vorsitzender und Chief Executive Officer von Air Liquide. Im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen des Unternehmens sei das Ziel, aktiv zum Aufbau einer kohlenstoffarmen Gesellschaft beizutragen.

Diese Partnerschaft ist der erste Meilenstein einer großartigen Reise mit Air Liquide, einem erstklassigen Partner im Bereich Wasserstoff“, lobt Faurecia-CEO Patrick Koller seinen neuen Partner. Die Zusammenarbeit der beiden Wasserstoffspezialisten soll „die Entwicklung modernster Flüssigwasserstoff-Speichertechnologien für schwere Mobilität mit einer schnellen Markteinführung“ ermöglichen.

In Deutschland arbeiten Linde und Daimler Truck schon seit Ende des vergangenen Jahres an der Entwicklung der nächsten Generation von Flüssigwasserstoff-Technologien für Brennstoffzellen-Lkw, mit einem Hauptaugenmerk auf die Betankung der Fahrzeuge. Die beiden deutschen Unternehmen planen die erste Betankung eines Prototyp-Lkw an einer Pilotstation in Deutschland für das Jahr 2023. Linde und Daimler Truck beabsichtigen ein hohes Maß an Transparenz und Offenheit rund um die relevanten Schnittstellen der gemeinsam entwickelten Technologien. Indem möglichst viele weitere Unternehmen eigene Betankungs- und Fahrzeugtechnologien unter Nutzung des neuen Flüssigwasserstoff-Standards entwickeln, soll ein globaler Massenmarkt für das neue Verfahren etabliert werden.

Die Hersteller präferieren flüssigen Wasserstoff, da der Energieträger in diesem Aggregatzustand im Gegensatz zu gasförmigem Wasserstoff eine deutlich höhere Energiedichte in Bezug auf das Volumen aufweist. Dadurch kommt ein mit Flüssigwasserstoff betankter Brennstoffzellen-Lkw mit wesentlich kleineren und aufgrund des geringeren Drucks auch erheblich leichteren Tanks aus. Dies lässt einen größeren Laderaum und ein höheres Zuladungsgewicht der Lkw zu. Alternativ sind mit gleich großen Tanks deutlich höhere Reichweiten möglich.

In der stationären Anwendung, beispielsweise in der Industrie oder in Wasserstofftankstellen, ist die Speicherung von tiefkaltem Flüssigwasserstoff bei -253 Grad Celsius bereits gängige Praxis. Dies gilt auch für den Transport von flüssigem Wasserstoff als Ladung.

Quelle: Faurecia – Pressemitteilung vom 12.10.2021 / Daimler – Pressemitteilung vom 10.12.2020

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Man kann den gesamten Sattelauflieger mit Laborkomponenten füllen, um es noch komplizierter zu machen anstatt gleich einen Motor und einen Akku zu nehmen.

Für die Tankinfrastruktur bedeutet das, dass neben 700bar für PKWs und 350 bar für LKWs auch flüssig H2 bereitgestellt werden muss. Ich kann mir kaum vorstellen, dass das über den gleichen Zapfhahn geht.

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