ABB stellt weltweit schnellste Ladestation für E-Fahrzeuge vor

ABB stellt weltweit schnellste Ladestation für E-Fahrzeuge vor

Copyright Abbildung(en): Volkswagen

Die neue Ultraschnellladestation Terra 360 von ABB setzt Maßstäbe beim E-Auto laden. Durch eine dynamische Energieverteilung sei es möglich bis zu vier Fahrzeuge gleichzeitig aufzuladen. Die maximale Ladeleistung der Ladestation wird mit bis zu 360 kW angegeben. Dies soll ausreichen, dass jedes E-Auto in maximal 15 Minuten vollständig aufgeladen ist. Zumindest insofern dies in der Lage ist so viel Energie aufzunehmen.

Frank Muehlon, Leiter der ABB-Division eMobility, gibt zu verstehen, dass die Terra 360-Ladestation mit ihren Ladeoptionen für die unterschiedlichsten Anforderungen in der Lage sei schnell, bequem und einfach einen Ladevorgang zu starten. Um somit „die Akzeptanz der Elektromobilität weltweit zu beschleunigen.“ Zum Einsatz kommt die Ladestation sicherlich auch im Unternehmensumfeld von ABB, denn diese gaben mit Vorstellung der Terra 360 zu verstehen, dass man die gesamte eigene Flotte von mehr als 10.000 Fahrzeugen elektrifizieren und emissionsfrei betreiben wolle.

Bereits ab Ende 2021 wird die Ladestation in Europa zum Einsatz kommen. Ab 2022 dann auch in den USA, Lateinamerika und im asiatisch-pazifischen Raum. Wie ABB aufzuzeigen vermag setzt die Ladestation auf ein durchdachtes Beleuchtungssystem, welches den Nutzer während des Ladevorgangs auf dem Laufenden hält. Dabei zeigt diese zudem den Ladezustand der Batterie sowie die verbleibende Zeit bis zum Ende eines optimalen Ladevorgangs an. Das schnellste E-Ladegerät der Welt ist auch für Rollstuhlfahrer zugänglich und verfügt über ein ergonomisches Kabelmanagementsystem, das die Fahrer dabei unterstützt, ihr Fahrzeug schnell und ohne großen Aufwand anzuschließen.

Besonders für Unternehmen, Tankstellen, Geschäfte und Einkaufszentren interessant dürfte die Tatsache sein, dass sich die Terra 360-Ladestationen vollständig individuell gestalten lassen. Die Kunden können das Erscheinungsbild durch die Verwendung verschiedener Folien oder die Änderung der Farbe der LED-Lichtstreifen personalisieren. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, einen integrierten 27-Zoll-Bildschirm zur Wiedergabe von Videos und Bildern zu installieren.

Wer sich mit der E-Mobilität beschäftigt dem wird schnell klar, dass die maximale Ladeleistung auf den ersten Blick etwas über ambitioniert erscheint. Denn aktuelle Elektroautos sind noch nicht in der Lage, eine solche Leistung zu beziehen. Fahrzeuge am oberen Ende der Ladeleistung, wie der Porsche Taycan und Audi e-Tron GT bringen es beispielsweise maximal auf 270 kW, der Hyundai Ioniq 5 auf 220 kW. ABB sei dies bewusst, jedoch habe man sich bewusst dazu entschieden, in Vorleistung zu gehen.

ABB ist seit 2010 am Elektromobilitätsmarkt aktiv und hat bis heute mehr als 460.000 Ladestationen für Elektrofahrzeuge in über 88 Märkten verkauft, darunter mehr als 21.000 DC-Schnellladestationen und 440.000 AC-Ladestationen, einschließlich der über Chargedot verkauften Produkte.

Quelle: ABB – Pressemitteilung

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Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Wenn es den Hektikern hilft und mehr E-Autos auf die Straße bringt, dann soll es mir recht sein.

Bei Lkws ist von 1 MW (1.000 KW) die Rede und es soll Laderoboter wegen der schweren Kabel geben.

Mit der Leistung fängst Du die Leute ein, die täglich viel fahren. Wenn Du ein E-Auto mit 500km Reichweite hast und an dem Tag einen Termin, wo Du 450km. fahren musst, dann fährst Du vor dem Termin schon mal an den Schnelllader, trinkst Dir noch einen Kaffee und Dein Auto ist schon klar für den Rückweg. Für Otto-Normal ist das genauso irrelevant wie ein Auto mit 800km Reichweite. 150-200kW sollten eigentlich völlig ausreichen.

Wie weit will man den technischen Aufwand treiben? Für >90% der Alltagsladungen reicht eine Schuko-Steckdose. Und ja, es ist toll, wenn man auf seiner 800km Urlaubsfahrt nicht zwangsläufig laden muss. Und zweifelsohne ist es toll, wenn man seinen Akku genauso flott wieder voll bekommt, wie an der Zapfsäule. Nur: will ich für diese Ausnahmen einen 120kWh Akku bezahlen? Und ein entsprechendes Ladesystem im Fahrzeug? Wobei ich höhere Ladeleistung einem großen Akku vorziehe. Allerdings bin bedingt sich das gegenseitig.

Farnsworth

Alles eine Frage des technischen Standes, des erforderlichen Materialaufwandes, der späteren Recyclingfähigkeit und natürlich der Kosten.
Schnelles Laden und große Batterien sind sehr vorteilhaft, wenn lange Strecken zurück gelegt werden. Zudem müssen weniger Ladestationen vorgehalten werden, worin ich den größten Vorteil sehe.
BEVs mit derartigen Genen werden gefragter sein, sowohl neu als gebraucht, und werden dadurch einen längeren Lebenszyklus erfüllen, welches wiederum den Abfall reduziert.
Jetzt müssen nur die OEMs folgen, und nicht massenhaft Schnarchladern fabrizieren.
150-200+ kW Ladefähigkeit sollte unterer Standard werden.

Hoffentlich gibt es solche schnellen Ladestationen in mobiler Ausführung. Sonst sind die Strecken zu lange, sie erreichen zu können und bitte sie sollten wenigstens ein Dach, ein WC und einen Papierkorb haben. Ein kleiner Shop, wo man Kaffee bekommt wäre auch nicht ohne. Weil man dass an BEV-Ladestaionen zuu selten hat, fahren die Leute auf Hybriden ab und nehmen so den Ladestrom und Lader gleich selber mit. Zum Nachladen der Akkus braucht man bei HYDRIDEN gar nicht warten. Die Laden während der Fahrt schnell nach.

Ich denke für die Akzeptanz ist es wichtig die Ladeleistung zu maximieren und damit nötige Pausen zu minimieren. Ebenso braucht es erstmal größere Akkus damit die Leute sich eher zum E-Auto entscheiden. Das ist alles so ne Akzeptanz-Sache zum Umstieg. Es gibt ja auch schon diverse CEOs die prognostizieren, dass die Akku-Größe erstmal steigen wird und dann wieder sinkt wenn die Leute kapieren, dass man es nicht zwingend braucht.
Aber wenn die Akkus wieder kleiner werden, braucht es trotzdem die hohen Ladeleistungen. Da kommt man nicht drum rum. Für Kleinwagen, die vielleicht eher als Zweitwagen unterwegs sind ok. Aber bei größeren muss das kommen.

PS: Letztlich sind die 360kW gerade mal 10kW mehr wie die Ionity Säulen. Wenn wir Autos haben, die alleine mal 300kW über einen großen SoC ziehen können, wären wir schon viel weiter. Selbst wenn die Kiste bei flotter fahrt 30kWh/100km verbraucht, könnte man 100km in 6 Minuten nachladen.

Bei uns in der Firma (Ingenieurbüro) haben wir häufig Projekt- oder Bauleitungsfahrten, 250 KM Entfernung ist noch normal, d.h. hin und zurück 500 Km und zwischendurch 4-5 Stunden- Termin. Sowas habe ich etwa alle zwei Wochen.
Wir fahren ID4, Enyaq und Kia mit rund 500 KM WLTP, Autobahnreichweite bei 120 KM/h so 300-350 KM, laden tut man ja etwa 10-20%, also hat man praktisch maximal 300 Km zur Verfügung. Wenn man dann nachlädt (gut 30 Minuten brauche ich, an einem Tag der sowieso schon sehr lang werden kann) hat man wieder 80% oder 250 KM.
Das geht alles, aber dauert bei 125 KW Ladeleistung und hat eher wenig Reserve, z.B. Winter oder mal etwas schneller fahren wenn mal möglich.

Für uns wäre das ein schöner Fortschritt, wenn wir schneller laden könnten und auch noch etwas mehr Reichweite hätten, 600-650 Km wäre optimal, würde ich sofort nehmen.

Das bietet außer Tesla oder MB leider niemand so richtig an. Und Tesla geht leider nicht, weil wir keine Autos kaufen, ohne Vertragshändler und Ersatzteilgarantie bzw. schnelle Reparatur wenn mal was ist.

Ja, es braucht BEV mit Akkus, die für 120 km/h optimiert sind. Da gucken die Hersteller zu sehr auf die Maximal-Geschwindigkeit. Das macht Eindruck bei der Probefahrt, aber bringt im Alltag wenig.

Man trinkt also einen Kaffee und dann gehts weiter? WORAUS trinken Sie denn diesen Kaffee? Aus einer mitgebrachten Thermoskanne, oder in einer NORMALEN TANKSTELLE? Aber auch nur dann, wenn Sie überhaupt noch Kaffee haben können. Der kommt nämlich NICHT mit STROMENERGIE sondern IMMER NOCH mit ERDÖL (DIESEL). WAS MOMENTAN, also JETZT beim Thema los ist, können Sie HIER lesen: https://www.stern.de/panorama/weltgeschehen/sprit-krise-in-grossbritannien–deutsche-fuehrerscheine-und-armee-sollen-helfen-30794956.html?utm_campaign=taeglich&utm_medium=email&utm_source=newsletter&utm_content=Skurriler+Brief_Deutsche+F%25C3%25BChrerscheine+und+Armee%253A+Gro%25C3%259Fbritannien+sucht+h%25C3%25A4nderingend+nach+L%25C3%25B6sungen+f%25C3%25BCr+Sprit-Krise

Mittel- bis langfristig ist das Problem nicht die Kapazität der Ladestation. Es ist nichts so schwierig, so viel Strom da durchzuleiten. Das Problem ist an vielen Orten die Stärke der Zuleitung. Wenn man an einem grösseren Standort ein paar solcher Ladestationen hat, dann kommt man schnell einmal auf MW-Zuleitungen. Da sind wir noch nicht einmal bei den Plätzen, die Dutzende von E-LKW in einer Stunde laden können sollen. Das kostet schnell einmal ein paar Millionen nur für die Zuleitung. Zudem muss das dahinterliegende Netz und der Stromlieferant diese Leistung verkraften können. Das wird uns in Zukunft echt beschäftigen.

Das Problem ist an vielen Orten die Stärke der Zuleitung. Wenn man an einem grösseren Standort ein paar solcher Ladestationen hat, dann kommt man schnell einmal auf MW-Zuleitungen.

Hint: Für solche Orte sind Akku-Pufferungen lange schon erfunden!

Ebenso lange nutzt man diese Akku-Pufferungen nicht. Weil es relativ teuer ist.

Falsch: Sie werden zunehmend genutzt. Gern solar unterstützt!

Last edited 22 Tage zuvor by Wolfbrecht Gösebert

die Konkurenz bietet halt schon 500KW seit 2019 and die die neuen E-Autos aus China auch nutzen können um in 8min voll zu laden. Da werden wir irgendwo an der Autobahn auch landen. Der Run auf immer größere Akkus ist eh irgendwann zu ende weils einfach nicht wirtschaftlich ist. Bin gespannt wann die Europäer so weit sind.

https://enercharge.at/wp-content/uploads/2019/11/TD_UFC200-350-500-1019v6.pdf

„Der Run auf immer größere Akkus ist eh irgendwann zu ende weils einfach nicht wirtschaftlich ist.“
Da bin ich mir nicht so sicher. Wenn ich unterstelle, dass ich bei einem größeren Akku nur 20% Ladetiefe nutze und ich die Degradation des Akkus damit halbiere, kann das ökonomisch und ökologisch sein. Bisher bin ich mit diesem Konzept ganz gut gefahren, mein kleinerer Akku hatte schlechtere Werte.

Wenn ich unterstelle, dass ich bei einem größeren Akku nur 20% Ladetiefe nutze und ich die Degradation des Akkus damit halbiere …

Dann ist diese Unterstellung technischer Unsinn – schon deswegen, weil die zeitliche Degradation davon unberührt weiter stattfindet!

Last edited 22 Tage zuvor by KleinFritzchen

@elektromat: Und wie lange dauert es dann, bis die so schnell geladenen Akkus kaputt sind? Merke: Je schneller geladen wird, umso eher ist der Akku im Eimer!

Nee: es gibt‘ ne stärkere DC-Ladestation von EVTEC (und die ist bereits im Einsatz): https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:6850412835172818944/

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