Ab 2022: Keine Kaufprämie für dicke Doppelherzen

Ab 2022: Keine Kaufprämie für dicke Doppelherzen

Copyright Abbildung(en): Gabriel Nica / Shutterstock.com

In der Öffentlichkeit steht die hohe staatliche Förderung beim Kauf großer Doppelherz-Autos schon lange in der Kritik. Nun hat die Bundesregierung reagiert und die Kriterien für Plug-in-Hybride verschärft. Audi Q8, Volvo XC90, VW Touareg und andere Fahrzeuge ähnlichen Kalibers werden Stand jetzt ab dem kommenden Jahr nicht mehr mit der Kaufprämie subventioniert, meldet „automobilwoche.de“. Um weiterhin die Unterstützung des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu bekommen, müssten Plug-in-Hybride zukünftig ihre elektrische Reichweite um 50 Prozent steigern. Darauf weist in diesem Zusammenhang das Neuwagen-Vergleichsportal Carwow hin.

Plug-in-Hybride erfreuen sich in Deutschland zuletzt großer Beliebtheit – vor allem als Firmenwagen. Ein Grund dafür ist der niedrigere Steuersatz. Zudem werden sie mit stattlichen staatlichen Prämien gefördert. Dafür gelten jedoch klare Bedingungen. Aktuell darf ein Hybrid-Fahrzeug maximal 50 Gramm CO2 pro Kilometer emittieren oder muss eine rein elektrische Mindestreichweite von 40 Kilometern haben. Ab 2022 werde diese Mindestreichweite auf 60 Kilometer erhöht, ab 2025 auf 80 Kilometer, heißt es. Die Grenze bei den Emissionen bleibe hingegen gleich.

Die aufgelisteten Fahrzeuge, darunter unter anderem auch Ford Explorer, Ford Transit, Jeep Wrangler 4xe und Range Rover Velar sind damit nach aktuellem Stand ab nächstem Jahr nicht mehr für den verringerten Steuersatz für Firmenfahrzeuge zugelassen. Zukünftige Käufer müssen damit selbst dann auf bis zu 6750 Euro BAFA-Förderung samt Herstelleranteil verzichten, wenn der gewünschte Hybrid unter 40.000 Euro kostet. Plug-in-Hybride, die mehr als 40.000 Euro kosten, werden aktuell mit bis zu 5625 Euro gefördert. Stichtag, ob das neue Auto noch gefördert wird, ist laut Carwow der Tag der Auslieferung, nicht der Bestellung.

Carwow-Chef Philipp Sayler sagt, die strikteren Bedingungen zur BAFA-Förderung führten zwar dazu, dass manche Fahrzeuge ab nächstem Jahr nicht mehr unterstützt werden, könnten aber gleichzeitig dafür sorgen, dass das Interesse bei Menschen steigt, die nicht in Gegenden wohnen, in denen es ein dichtes Netz aus Ladesäulen gibt.

Quelle: automobilwoche.de – Strengere BAFA-Förderrichtlinien: Diese Plug-ins fallen 2022 durchs Subventions-Raster

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „Ab 2022: Keine Kaufprämie für dicke Doppelherzen“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
55 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Entscheidend ist doch wie ein Plugin Hybrid gefahren bzw. geladen wird und nicht wie weit ich mit einer Akkuladung theoretisch komme (40, 60, 80 oder 100km). Deshalb mein Vorschlag:
Die Verkaufsprämie komplett streichen und bei der 1. HU auslesen wieviel % tatsächlich im Elektro-Modus gefahren wurden. Bei vollelektrischem Betrieb meinetwegen volle Bonusprämie und wenn er nur als Verbrenner gefahren wurde gibts eben nichts. Wäre mal interessant welcher CO2 Ausstoss im Schnitt wirklich rauskommt. Ich bezweifle sehr ob die 50g/km in der Praxis erreicht werden und dass die EU Flottengrenzwerte mit PlugInHybriden erreicht werden.

Diese News könnten dich auch interessieren:

Tesla will 2023 mehr als zwei Millionen E-Autos verkaufen
Porsche soll ungewöhnlichen Elektro-Crossover mit drei Sitzreihen planen
Tesla: 10.000 Supercharger Ladeplätze in Europa

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).