50.394 neue Anträge für Umweltbonus / Kaufprämie im August 2021

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Bis zum 30. August 2021 gingen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) 795.346 Förderanträge ein. Seit Ende Juli 2021 sind somit 50.394 Anträge neu hinzugekommen. Dieses Zahlen als Basis konnten die gestellten Kaufprämien-Anträge für Elektroautos und Plug-In-Hybride im Juni ein leichtes Minus  gegenüber den Vormonaten hinlegen. Noch im Dezember 2020 wurde mit 58.365 Anträgen der bisherige Höchststand seit Auslobung des Umweltbonus erreicht; danach war die Anzahl gestellter Anträge rückläufig. Der Verlauf über die Monate hinweg wird über die nachfolgend eingefügte Grafik gut ersichtlich.

795.346 Umweltbonus-Anträge wurden bis Ende August 2021 gestellt

795.346 Umweltbonus-Anträge wurden bis Ende August 2021 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) eingereicht. Die Anträge für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb haben sich somit im achten Monat des Jahres 2021 um die eingangs erwähnten 50.394 Anträge erhöht. Im Detail sieht man, dass 26.753 Anträge für Elektroautos, 23.637 Anträge für Plug-in-Hybride sowie vier Förderanträge für Brennstoffzellen-Fahrzeuge dazugekommen sind. Bei den Anträgen für E-Autos konnte man eine leichtes Ansteigen der gestellten Anträge feststellen. Bei den Plug-In-Hybriden hingegen hat sich ein leichter Rückgang feststellen lassen. Die Anzahl der Anträge für Brennstoffzellen-Autos ist im Vergleich zum Vormonat gleich geblieben.

438.627 Anträge für reine E-Autos, 356.510 für Plug-in-Hybride und 209 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge

438.627 Anträge für reine E-Autos, 356.510 für Plug-in-Hybride und 209 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge – so lautet die Bilanz aller bisher gestellten Umweltbonus-Anträge, welche in Summe 795.346 Anträge auf die Kaufprämie für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb ergeben. Seit Februar 2020 gibt es mehr Geld, wenn ein E-Auto unter einem Listenpreis von 40.000 Euro erworben wird. 6.000 Euro statt 4.000 Euro werden nun vom Kaufpreis erstattet. Bei Plug-In-Hybride in dieser Preisklasse gibt es künftig 4.500 Euro statt 3.000 Euro. Für Elektroautos mit einem Listenpreis über 40.000 Euro wird der Zuschuss für reine E-Autos künftig bei 5.000 Euro liegen, für Plug-in-Hybride bei 4.000 Euro.

Die Prämie wird hierbei zu gleichen Teilen vom Bund und dem jeweiligen Hersteller getragen. Bei Hybridfahrzeugen gilt es allerdings zu beachten, ob sich diese an der Steckdose laden lassen oder nicht. Somit greift der Umweltbonus lediglich für die sogenannten Plug-In-Hybride. Zudem ist es mittlerweile Tatsache, dass die Kaufprämien für den Kauf klima- und umweltfreundlicher Elektrofahrzeuge verdoppelt wurde. Die vorgesehene Erhöhung der Elektroauto-Kaufprämie auf bis zu 9.000 Euro ist rückwirkend zum 4. Juni, also dem Tag des Beschlusses, in Kraft getreten. Es ist daran zu denken, dass lediglich der Anteil der Bundesregierung verdoppelt wurde. Die Hersteller bleiben ihrem Umweltbonus-Anteil weiterhin treu.

Anträge nach Antragsteller im Detail im Juli 2021

Wie sich die bereits gestellten Anträge im Einzelnen verteilen, haben wir in einem der vorherigen Abschnitte erfahren. Interessant ist allerdings auch die Tatsache, wer den eigentlich die Anträge für den Umweltbonus stellt. Gestellt werden kann der Antrag für die Kaufprämie für E-Autos sowohl von Privatpersonen, als auch Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine werden. Nachfolgend betrachten wir im Detail, wie sich die gestellten Anträge auf die einzelnen Antragssteller aufteilen. Hierdurch ergibt sich folgendes Bild.

  • Privatperson: 328.829
  • Freiberuflich tätige Person: 2
  • Unternehmen: 417.429
  • Unternehmen mit kommunaler Beteiligung: 3.849
  • Privatunternehmen: 8
  • Verein: 820
  • Eingetragener Verein, gemeinnütziger Investor: 2.325
  • Kommunale Betriebe: 1.221
  • Kommunaler Zweckverband: 204
  • Kirche, kirchl. Einrichtung, anerkannte Religionsgem.: 1
  • Stiftung: 393
  • Körperschaft: 5.773
  • Eingetragene Genossenschaften: 1
  • Einzelunternehmer: 6

Das Verhältnis von Unternehmen zu Privatpersonen behält weiterhin eine stärkere Ausprägung zum Vorteil der Unternehmen bei (~52,4%). Generell mag der Schwerpunkt auf Unternehmen daran liegen, dass es eine Steuerentlastung für Elektro-Dienstwagen gibt. Denn der Bundesrat hat der von der Bundesregierung vorgeschlagenen Förderung von Elektrofahrzeugen bei der Dienstwagenbesteuerung zugestimmt. Die Dienstwagenregelung wurde zudem, mit Wirkung vom 31. Juli 2019, bis Ende 2030 verlängert und sogar auf 0,25 Prozent-Punkte herabgesenkt.

Umweltbonus-Ranking der Hersteller und Modelle im August 2021

Betrachtet man die Anzahl der gestellten Anträge für den Umweltbonus nach Hersteller ergibt sich folgendes Bild im August 2021: An vorderster Front steht Volkswagen mit 129.285 Anträgen, welche für Stromer aus deren Hause gestellt wurden. Mit dieser Anzahl an gestellten Anträgen setzt sich der deutsche Automobilhersteller deutlich von der Konkurrenz ab. Es folgt auf Rang zwei Mercedes-Benz (82.873 Anträge), darauf BMW mit 75.635 Anträgen auf den Umweltbonus. Damit konnten die drei deutschen Hersteller Renault (74.307 Anträgen) hinter sich lassen. Hier wird ganz deutlich die PHEV-Offensive von Mercedes spürbar. Bei BMW greift der Absatz der Premium-PHEV nun auch spürbar bei der Anzahl der gestellten Anträge.

Auf Renault folgt abermals Audi (45.918) sowie Hyundai (45.918), welche hinsichtlich der gestellten Anträge für den Umweltbonus gleichauf sind. Die Mercedes-Benz-Tochter smart reiht sich dahinter auf Rang sieben (42.463) ein. Tesla setzt sich als einziger Hersteller mit nur E-Autos auf Rang acht fest (40.907). Hinter Tesla reihen sich KIA mit 30.738 Anträgen sowie Skoda (26.303) ein. Auf Modellebene betrachtet zeichnet sich folgendes Bild:

Betrachten wir die gestellten Anträge je Bundesland ergibt sich folgendes Bild:

  • Baden-Württemberg: 128.887
  • Bayern: 144.971
  • Berlin: 22.942
  • Brandenburg: 16.131
  • Bremen: 4.223
  • Hamburg: 16.764
  • Hessen: 64.494
  • Mecklenburg-Vorpommern: 6.517
  • Niedersachsen: 71.315
  • Nordrhein-Westfalen: 199.993
  • Rheinland-Pfalz: 37.350
  • Saarland: 8.452
  • Sachsen: 21.945
  • Sachsen-Anhalt: 10.208
  • Schleswig-Holstein: 27.719
  • Thüringen: 13.309
  • Sonstiges (Ausland): 126

Weitere Informationen findest du direkt hier beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa)

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Die Taycanfahrer und künftig die EQS- und EQG-Fahrer sind jedenfalls nicht dabei. Das zeigt, wie es möglich ist, ohne Subventionen auszukommen: Du baust einfach Autos, die preislich und im Package so attraktiv sind, dass du keine Mitgift benötigst. Auch der kommende ID.Buzz würde sie eigentlich nicht benötigen….

Wenn Fahrzeuge jenseits der 150.000€ noch finanzielle Bezuschussung brauchen „ist etwas Faul im Staate Dänemark“
Bei mit setzt gerade extremes Fremdschämen ein – sorry FUD Porsche David

Diese staatlich Subventionitis gehört(e) immer schon ersatzlos gestrichen. Das Ganze ist eine Erziehung zum Betteln und verteuert die Fahrzeuge um die Höhe der Subvention. Was dabei entstehen muss ist der übliche Wahnsinn. Leute kaufen Autos, die sie sich gar nicht leisten können und Firmen zocken Steuervorteile ab. Mit Umweltschutz und Energiesparen hat dieser Irrsinn nichts zu tun.

Weiß jemand, ob man mit der derzeitigen Lieferzeit von Audi von 1 Jahr im Sep 2022 noch den Zuschuss bekommt oder ob der Topf dann leer sein könnte?

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