Zwischenstand des Umweltbonus zum 31. Oktober 2020

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Mitte Juli konnten wir berichten, dass der Zuspruch für reine Elektroautos steigt unter Deutschlands Autofahrer. Im gleichen Monat erfolgte dann die Info, dass über 20.000 Anträge auf den Umweltbonus, alleine im Juli 2020, gestellt wurden. Dies war durchaus eine Ansage und Grund genug die Zahlen ein wenig genauer zu betrachten. Im September folgte dann der nächste Erfolgsmonat mit 27.436 gestellten Anträgen, welcher im Oktober 2020 erneut mit 34.212 gestellten Anträgen getoppt wurde. Eine Ansage.

Wir erinnern uns hierzu: Die Kaufprämie für Elektroautos und Plug-in-Hybride – umgangssprachlich Umweltbonus –wurde im Juni 2019 offiziell bis Ende 2020 verlängert; seit Februar 2020 greift die Erhöhung der Kaufprämie. Eine weitere Erhöhung, im Rahmen des Konjukturpaketes 2020 wurde in Aussicht gestellt und greift mittlerweile. Dass sich bereits die erste Erhöhung positiv auf die E-Mobilität auswirkt wissen die Zahlen zu unterstreichen. Im Oktober sind 34.212 neue Anträge hinzugekommen.

318.694 Umweltbonus-Anträge wurden bis Ende Oktober 2020 gestellt

318.694 Umweltbonus-Anträge wurden bis Ende Oktober 2020 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) eingereicht. Die Anträge für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb haben sich somit im neunten Monat des Jahres um die eingangs erwähnten 34.212 Anträge erhöht, welche somit abermals über dem Vormonat lagen.

Im Detail sieht man, dass 18.598 Anträge für Elektroautos, 15.610 Anträge für Plug-in-Hybride sowie vier Förderanträge für Brennstoffzellen-Fahrzeuge dazugekommen sind. Sowohl bei den Anträgen für E-Autos und PHEV liegt man damit über dem Vormonatsniveau. Die Anzahl der Anträge für Brennstoffzellen-Autos ist im Vergleich zum Vormonat wieder zurückgegangen, aber auf normalen Niveau der Vormonate.

194.896 Anträge für reine E-Autos, 123.625 für Plug-in-Hybride und 173 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge

194.896 Anträge für reine E-Autos, 123.625 für Plug-in-Hybride und 173 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge – so lautet die Bilanz aller bisher gestellten Umweltbonus-Anträge, welche in Summe 318.694 Anträge auf die Kaufprämie für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb ergeben. Seit Februar gibt es mehr Geld, wenn ein E-Auto unter einem Listenpreis von 40.000 Euro erworben wird. 6.000 Euro statt 4.000 Euro werden nun vom Kaufpreis erstattet. Bei Plug-In-Hybride in dieser Preisklasse gibt es künftig 4.500 Euro statt 3.000 Euro. Für Elektroautos mit einem Listenpreis über 40.000 Euro wird der Zuschuss für reine E-Autos künftig bei 5.000 Euro liegen, für Plug-in-Hybride bei 4.000 Euro.

Bisher werden Elektroautos nur bis zu einem Netto-Listenpreis von 60.000 Euro gefördert. Diese Deckelung wird künftig bei 65.000 Euro stattfinden. Die Prämie wird hierbei zu gleichen Teilen vom Bund und dem jeweiligen Hersteller getragen. Bei Hybridfahrzeugen gilt es allerdings zu beachten, ob sich diese an der Steckdose laden lassen oder nicht. Somit greift der Umweltbonus lediglich für die sogenannten Plug-In-Hybride.

Zudem steht mittlerweile fest, dass die Kaufprämien für den Kauf klima- und umweltfreundlicher Elektrofahrzeuge verdoppelt werden. Die vorgesehene Erhöhung der Elektroauto-Kaufprämie auf bis zu 9.000 Euro ist rückwirkend zum 4. Juni, also dem Tag des Beschlusses, in Kraft getreten. Es ist daran zu denken, dass lediglich der Anteil der Bundesregierung verdoppelt wurde. Die Hersteller bleiben ihrem Umweltbonus-Anteil weiterhin treu.

Anträge nach Antragsteller im Detail im Oktober 2020

Wie sich die bereits gestellten Anträge im Einzelnen verteilen, haben wir in einem der vorherigen Abschnitte erfahren. Interessant ist allerdings auch die Tatsache, wer den eigentlich die Anträge für den Umweltbonus stellt. Gestellt werden kann der Antrag für die Kaufprämie für E-Autos sowohl von Privatpersonen, als auch Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine werden. Nachfolgend betrachten wir im Detail, wie sich die gestellten Anträge auf die einzelnen Antragssteller aufteilen. Hierdurch ergibt sich folgendes Bild.

  • Privatperson: 133.562
  • Unternehmen: 176.185
  • Unternehmen mit kommunaler Beteiligung: 972
  • Verein: 820
  • Eingetragener Verein, gemeinnütziger Investor: 538
  • Kommunale Betriebe: 1.221
  • Kommunaler Zweckverband: 204
  • Stiftung: 178
  • Körperschaft: 2.024
  • Eingetragene Genossenschaften: 1
  • Einzelunternehmer: 2

Das Verhältnis von Unternehmen zu Privatpersonen behält weiterhin eine starke Ausprägung zum Vorteil der Unternehmen bei. So zeichnen sich Unternehmen für knapp 55 Prozent der gestellten Anträge verantwortlich. Mag daran liegen, dass es eine Steuerentlastung für Elektro-Dienstwagen gibt. Denn der Bundesrat hat der von der Bundesregierung vorgeschlagenen Förderung von Elektrofahrzeugen bei der Dienstwagenbesteuerung zugestimmt. Die Dienstwagenregelung wurde zudem, mit Wirkung vom 31. Juli 2019, bis Ende 2030 verlängert und sogar auf 0,25 Prozent-Punkte herabgesenkt.

Umweltbonus-Ranking der Hersteller und Modelle im Oktober 2020

Betrachtet man die Anzahl der gestellten Anträge für den Umweltbonus nach Hersteller ergibt sich folgendes Bild im Oktober 2020: VW (39.963 Anträge) hat BMW (38.726) an vorderster Front abgelöst. Eine Ansage, was sicherlich mit der Markteinführung des VW ID.3 in Verbindung steht. Zudem ist BMW nicht nur einen, sondern zwei Plätze nach hinten gerutscht. Denn auch Renault konnte vorbeiziehen und hat sich mit 38.837 Anträgen auf Platz zwei des Rankings festgesetzt. Mit mehr als zehntausend Anträgen Abstand folgt Mercedes-Benz (27.368) sowie Konzerntochter smart mit 23.912 Anträgen auf den Umweltbonus.

Tesla konnte im Oktober seinen sechste Rang im Ranking beibehalten und ist dort mit 20.288 Anträgen auf den Umweltbonus vertreten. Mittlerweile folgt auf Tesla nicht mehr Mitsubishi, sondern Hyundai, welche es auf 19.474 Anträge brachten. Audi (17.408) macht einen Platz gut und lässt Mitsubishi (17.365), als auch KIA (15.479) hinter sich.Beim Ranking der Anträge für den Umweltbonus für einzelne Modelle ergibt sich im Oktober 2020 folgendes Bild:

Betrachten wir die gestellten Anträge je Bundesland ergibt sich folgendes Bild:

  • Baden-Württemberg: 51.313
  • Bayern: 58.882
  • Berlin: 10.066
  • Brandenburg: 6.261
  • Bremen: 1.715
  • Hamburg: 6.306
  • Hessen: 25.244
  • Mecklenburg-Vorpommern: 2.689
  • Niedersachsen: 26.956
  • Nordrhein-Westfalen: 81.754
  • Rheinland-Pfalz: 14.444
  • Saarland: 3.128
  • Sachsen: 8.573
  • Sachsen-Anhalt: 4.061
  • Schleswig-Holstein: 11.287
  • Thüringen: 5.948
  • Sonstiges (Ausland): 67

Weitere Informationen findest du direkt hier beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa)

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Interessant wäre auch die Zahl der schon bearbeiteten Anträge. Ich warte seit Anfang Juli auf mein Geld.

Hab ich`s überlesen,
kann man irgendwo erkennen, wie lange noch gefördert wird, d.h. ist ein Betrag `X` erreicht, dann ist der zugesagte Millionen-Topf doch leer….oder?
Wird es nicht jetzt schon eng, wenn man heute ein Fahrzeug mit 8 -10 Mon. Lieferzeit bestellen würde ?
Eine Rechnung auf Basis der zugesagten und ausgezahlten Beträge wäre interessant.
Und kann es sein, dass man heute bestellt und dann doch leer ausgeht, weil eben genau das passiert…Topf leer?!

interessant wäre mal zu wissen, wie die quote der ausgezahlten förderungsanträge ist. einmal von der bafa aber auch die von den einzelnen bundesländern.
die wartezeiten sind nach meiner erfahrung, enorm.

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