Zwischenstand des Umweltbonus zum 31. März 2020

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Die Kaufprämie für Elektroautos und Plug-in-Hybride – umgangssprachlich Umweltbonus –wurde im Juni 2019 offiziell bis Ende 2020 verlängert; seit Februar 2020 greift die Erhöhung der Kaufprämie. Dass sich diese positiv auf die E-Mobilität auswirkt wissen die Zahlen zu unterstreichen. Im März 2020 sind 12.365 neue Anträge hinzugekommen. Im Detail betrachten wir diese nachfolgend.

191.838 Umweltbonus-Anträge wurden bis Ende März 2020 gestellt

191.838 Förderanträge wurden bis Ende März 2020 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) eingereicht. Die Anträge für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb haben sich somit im März um die eingangs erwähnten 12.365 Anträge erhöht.

Im Detail sieht man, dass 7.898 Anträge für Elektroautos, 4.464 Anträge für Plug-in-Hybride sowie drei Förderanträge für Brennstoffzellen-Fahrzeuge dazugekommen sind. Sowohl bei den Anträgen für E-Autos und PHEV liegt man damit deutlich über dem Vormonatsniveau. Auch die Anzahl der Anträge für Brennstoffzellen-Autos ist im Vergleich zum Februar leicht angestiegen.

125.785 Anträge für reine E-Autos, 65.937 für Plug-in-Hybride und 116 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge

125.785 Anträge für reine E-Autos, 65.937 für Plug-in-Hybride und 116 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge – so lautet die Bilanz aller bisher gestellten Umweltbonus-Anträge, welche in Summe 191.838 Anträge auf die Kaufprämie für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb ergeben. Seit Februar gibt es mehr Geld, wenn ein E-Auto unter einem Listenpreis von 40.000 Euro erworben wird. 6.000 Euro statt 4.000 Euro werden nun vom Kaufpreis erstattet. Bei Plug-In-Hybride in dieser Preisklasse gibt es künftig 4.500 Euro statt 3.000 Euro. Für Elektroautos mit einem Listenpreis über 40.000 Euro wird der Zuschuss für reine E-Autos künftig bei 5.000 Euro liegen, für Plug-in-Hybride bei 4.000 Euro.

Bisher werden Elektroautos nur bis zu einem Netto-Listenpreis von 60.000 Euro gefördert. Diese Deckelung wird künftig bei 65.000 Euro stattfinden. Die Prämie wird hierbei zu gleichen Teilen vom Bund und dem jeweiligen Hersteller getragen. Bei Hybridfahrzeugen gilt es allerdings zu beachten, ob sich diese an der Steckdose laden lassen oder nicht. Somit greift der Umweltbonus lediglich für die sogenannten Plug-In-Hybride.

Anträge nach Antragsteller im Detail im März 2020

Knapp über 190.000 gestellte Anträge für den Umweltbonus kann man durchaus als positiv ansehen. Wie sich diese im Einzelnen verteilen, haben wir in einem der vorherigen Abschnitte erfahren. Interessant ist allerdings auch die Tatsache, wer den eigentlich die Anträge für den Umweltbonus stellt.

Gestellt werden kann der Antrag für die Kaufprämie für E-Autos sowohl von Privatpersonen, als auch Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine werden. Nachfolgend betrachten wir im Detail, wie sich die gestellten Anträge auf die einzelnen Antragssteller aufteilen. Hierdurch ergibt sich folgendes Bild.

  • Privatperson: 78.845
  • Unternehmen: 109.460
  • Unternehmen mit kommunaler Bet.: 153
  • Verein: 820
  • Eingetragener Verein, gemeinnütziger Investor: 37
  • Kommunale Betriebe: 1.221
  • Kommunaler Zweckverband: 204
  • Stiftung: 134
  • Körperschaft: 964

Das Verhältnis von Unternehmen zu Privatpersonen behält weiterhin die starke Ausprägung zum Vorteil der Unternehmen bei. So zeichnen sich Unternehmen für knapp 57 Prozent der gestellten Anträge verantwortlich. Mittlerweile gilt auch die Steuerentlastung für Elektro-Dienstwagen. Denn der Bundesrat hat der von der Bundesregierung vorgeschlagenen Förderung von Elektrofahrzeugen bei der Dienstwagenbesteuerung zugestimmt. Die Dienstwagenregelung wurde zudem, mit Wirkung vom 31. Juli 2019, bis Ende 2030 verlängert und sogar auf 0,25 Prozent-Punkte herabgesenkt. Des Weiteren kann man der aktuellen Auswertung der gestellten Anträge deutlich mehr Details entnehmen. So wurde noch feingliedriger betrachtet, wer wie viele Anträge gestellt hat.

Umweltbonus-Ranking der Hersteller und Modelle im März 2020

Betrachtet man die Anzahl der gestellten Anträge für den Umweltbonus nach Hersteller ergibt sich folgendes Bild im März 2020. An vorderster Front steht weiterhin BMW (28.473), gefolgt von Renault (24.198) und Volkswagen (23.893), welche damit smart (17.708) hinter sich halten können. Darauf folgt Mitsubishi mit 13.064 gestellten Förderanträgen. Tesla schiebt sich mit 12.831 gestellten Umweltbonus-Anträgen an StreetScooter (11.967) vorbei.

Mercedes-Benz macht es  sich mit 11.635 im hinteren Feld bequem, darauf folgen lediglich noch Hyundai mit 11.145 Anträgen sowie das “ewige Schlusslicht” Audi mit 9.008 Anträgen. Wobei diese mit ihrem PHEV Audi A3 e-tron und dem einzigen E-Auto, dem e-tron, bisher am wenigsten Modelle in die Waagschale werfen. Darf gespannt sein, wie sich deren Position mit neuen, weiteren Modellen verändert.

Beim Ranking der Anträge für den Umweltbonus für einzelne Modelle ergibt sich im März 2020 folgendes Bild:

  • Renault ZOE (22.659)
  • BMW i3 & i3s (15.732)
  • Mitsubishi Outlander PHEV (12.998)
  • VW e-Golf (12.847)
  • StreetScooter Work/Work L (11.967)
  • Smart ForTwo EQ (11.964)
  • Tesla Model 3 (10.500)
  • Audi A3 e-tron (7.220)
  • BMW 225xe (6.868)
  • Nissan Leaf (5.805)

Betrachten wir die gestellten Anträge je Bundesland ergibt sich folgendes Bild:

  • Baden-Württemberg: 30.821
  • Bayern: 35.549
  • Berlin: 6.621
  • Brandenburg: 3.514
  • Bremen: 985
  • Hamburg: 3.750
  • Hessen: 14.894
  • Mecklenburg-Vorpommern: 1.563
  • Niedersachsen: 15.533
  • Nordrhein-Westfalen: 51.331
  • Rheinland-Pfalz: 8.130
  • Saarland: 1.673
  • Sachsen: 5.049
  • Sachsen-Anhalt: 2.365
  • Schleswig-Holstein: 6.306
  • Thüringen: 3.706
  • Sonstiges (Ausland): 48

Weitere Informationen findest du direkt hier beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa)

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5 Antworten

  1. Ich habe im Oktober den Antrag gestellt und warte bis heute auf die Förderung. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mich wohl nicht dafür entschieden.

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