Zwischenstand des Umweltbonus zum 30. Juni 2020

Copyright Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockillustrations-Nummer: 649316047

Die Kaufprämie für Elektroautos und Plug-in-Hybride – umgangssprachlich Umweltbonus –wurde im Juni 2019 offiziell bis Ende 2020 verlängert; seit Februar 2020 greift die Erhöhung der Kaufprämie. Eine weitere Erhöhung, im Rahmen des Konjukturpaketes 2020 wurde in Aussicht gestellt und greift mittlerweile. Dass sich bereits die erste Erhöhung positiv auf die E-Mobilität auswirkt wissen die Zahlen zu unterstreichen. Im Juni 2020 sind 8.234 neue Anträge hinzugekommen. Im Vergleich zum Vormonat zeigt sich somit noch einmal ein gutes Wachstum der gestellten Anträge. Im Detail betrachten wir diese nachfolgend.

214.269 Umweltbonus-Anträge wurden bis Ende Juni 2020 gestellt

214.269 Förderanträge wurden bis Ende Juni 2020 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) eingereicht. Die Anträge für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb haben sich somit im sechsten Monat des Jahres um die eingangs erwähnten 8.234 Anträge erhöht, welche somit abermals über dem Vormonat lagen.

Im Detail sieht man, dass 4.092 Anträge für Elektroautos, 4.136 Anträge für Plug-in-Hybride sowie sechs Förderanträge für Brennstoffzellen-Fahrzeuge dazugekommen sind. Sowohl bei den Anträgen für E-Autos und PHEV liegt man damit über dem Vormonatsniveau. Die Anzahl der Anträge für Brennstoffzellen-Autos ist ebenfalls leicht höher ausgefallen, als noch im Mai 2020.

137.515 Anträge für reine E-Autos, 76.625 für Plug-in-Hybride und 129 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge

137.515 Anträge für reine E-Autos, 76.625 für Plug-in-Hybride und 129 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge – so lautet die Bilanz aller bisher gestellten Umweltbonus-Anträge, welche in Summe 214.269 Anträge auf die Kaufprämie für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb ergeben. Seit Februar gibt es mehr Geld, wenn ein E-Auto unter einem Listenpreis von 40.000 Euro erworben wird. 6.000 Euro statt 4.000 Euro werden nun vom Kaufpreis erstattet. Bei Plug-In-Hybride in dieser Preisklasse gibt es künftig 4.500 Euro statt 3.000 Euro. Für Elektroautos mit einem Listenpreis über 40.000 Euro wird der Zuschuss für reine E-Autos künftig bei 5.000 Euro liegen, für Plug-in-Hybride bei 4.000 Euro.

Bisher werden Elektroautos nur bis zu einem Netto-Listenpreis von 60.000 Euro gefördert. Diese Deckelung wird künftig bei 65.000 Euro stattfinden. Die Prämie wird hierbei zu gleichen Teilen vom Bund und dem jeweiligen Hersteller getragen. Bei Hybridfahrzeugen gilt es allerdings zu beachten, ob sich diese an der Steckdose laden lassen oder nicht. Somit greift der Umweltbonus lediglich für die sogenannten Plug-In-Hybride.

Zudem steht mittlerweile fest, dass die Kaufprämien für den Kauf klima- und umweltfreundlicher Elektrofahrzeuge verdoppelt werden. Die vorgesehene Erhöhung der Elektroauto-Kaufprämie auf bis zu 9.000 Euro ist rückwirkend zum 4. Juni, also dem Tag des Beschlusses, in Kraft getreten. Es ist daran zu denken, dass lediglich der Anteil der Bundesregierung verdoppelt wurde. Die Hersteller bleiben ihrem Umweltbonus-Anteil weiterhin treu.

Anträge nach Antragsteller im Detail im Juni 2020

Im Juni 2020 hat man sich weiter von der magischen Zahl von an die 200.000 gestellten Anträgen für den Umweltbonus fortbewegt. Durch die angedachte Erhöhung des Umweltbonus, vonseiten der Bundesregierung, dürfte künftig mit einem schnelleren Anstieg der Anträge zu rechnen sein. Wie sich die bereits gestellten Anträge im Einzelnen verteilen, haben wir in einem der vorherigen Abschnitte erfahren. Interessant ist allerdings auch die Tatsache, wer den eigentlich die Anträge für den Umweltbonus stellt.

Gestellt werden kann der Antrag für die Kaufprämie für E-Autos sowohl von Privatpersonen, als auch Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine werden. Nachfolgend betrachten wir im Detail, wie sich die gestellten Anträge auf die einzelnen Antragssteller aufteilen. Hierdurch ergibt sich folgendes Bild.

  • Privatperson: 86.527
  • Unternehmen: 123.685
  • Unternehmen mit kommunaler Bet.: 361
  • Verein: 820
  • Eingetragener Verein, gemeinnütziger Investor: 147
  • Kommunale Betriebe: 1.221
  • Kommunaler Zweckverband: 204
  • Stiftung: 147
  • Körperschaft: 1.157

Das Verhältnis von Unternehmen zu Privatpersonen behält weiterhin die starke Ausprägung zum Vorteil der Unternehmen bei. So zeichnen sich Unternehmen für knapp 58 Prozent der gestellten Anträge verantwortlich. Mittlerweile gilt auch die Steuerentlastung für Elektro-Dienstwagen. Denn der Bundesrat hat der von der Bundesregierung vorgeschlagenen Förderung von Elektrofahrzeugen bei der Dienstwagenbesteuerung zugestimmt. Die Dienstwagenregelung wurde zudem, mit Wirkung vom 31. Juli 2019, bis Ende 2030 verlängert und sogar auf 0,25 Prozent-Punkte herabgesenkt. Des Weiteren kann man der aktuellen Auswertung der gestellten Anträge deutlich mehr Details entnehmen. So wurde noch feingliedriger betrachtet, wer wie viele Anträge gestellt hat.

Umweltbonus-Ranking der Hersteller und Modelle im Juni 2020

Betrachtet man die Anzahl der gestellten Anträge für den Umweltbonus nach Hersteller ergibt sich folgendes Bild im Juni 2020. An vorderster Front steht weiterhin BMW (30.883), gefolgt von VW (26.841) welche somit Renault (26.621) hinter sich lassen konnten. smart bleibt abermals hinter der Dreiergespann mit 18.486 gestellten Anträgen zurück. Daraufhin folgt, wie bereits im Vormonat, Tesla mit 14.270 gestellten Anträgen. Damit lässt man erneut Mitsubishi mit 14.127 gestellten Förderanträgen hinter sich.

Darauf folgt Mercedes-Benz (14.100). Letztgenannte haben sich bereits im April an StreetScooter (12.022) vorbeigedrängt, welche nun abermals einen Platz nach hinten gedrängt wurden. Denn im Juni 2020 reihte sich Hyundai (12.247) zwischen Mercedes-Benz und StreetScooter ein. Am Ende folgt das “ewige Schlusslicht” Audi mit 11.085 Anträgen. Wobei diese mit ihrem PHEV Audi A3 e-tron und dem einzigen E-Auto, dem e-tron, bisher am wenigsten Modelle in die Waagschale werfen. Darf gespannt sein, wie sich deren Position mit neuen, weiteren Modellen verändert. Wir behalten die Veränderungen im Blick.

Beim Ranking der Anträge für den Umweltbonus für einzelne Modelle ergibt sich im Juni 2020 folgendes Bild:

  • Renault ZOE (24.990)
  • BMW i3 & i3s (16.531)
  • VW e-Golf (14.425)
  • Mitsubishi Outlander PHEV (14.061)
  • Smart ForTwo EQ (12.580)
  • StreetScooter Work/Work L (12.022)
  • Tesla Model 3 (11.917)
  • Audi A3 e-tron (8.264)
  • BMW 225xe (7.121)
  • Nissan Leaf (6.097)

Betrachten wir die gestellten Anträge je Bundesland ergibt sich folgendes Bild:

  • Baden-Württemberg: 34.186
  • Bayern: 39.720
  • Berlin: 7.287
  • Brandenburg: 3.987
  • Bremen: 1.127
  • Hamburg: 4.185
  • Hessen: 16.691
  • Mecklenburg-Vorpommern: 1.765
  • Niedersachsen: 17.401
  • Nordrhein-Westfalen: 57.181
  • Rheinland-Pfalz: 9.156
  • Saarland: 1.911
  • Sachsen: 5.664
  • Sachsen-Anhalt: 2.661
  • Schleswig-Holstein: 7.163
  • Thüringen: 4.132
  • Sonstiges (Ausland): 52

Weitere Informationen findest du direkt hier beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa)

Newsletter abonnieren

Montag, Mittwoch und Freitag die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.

Dir gefällt dieser Beitrag? Teilen auf

Diese News könnten dich auch interessieren:

3 Antworten

  1. Morgen,

    die richtigen E-Autos von Peugeot/Opel, VW ID3, die Welle von E-Ups und Geschwistern wird ja erst im 2. Halbjahr 2020 kommen, dann dürfte sich die Statistik noch heftigst ändern.

    Gruß Sven

  2. Ein Problem sehe ich (als hoffentlich baldiger eAuto Besitzer) auch im Ablauf der ganzen Kaufabwicklung. Es wird einem gesagt, dass ein PKW-Model durch die Umweltprämie bis zu ca.9000 Euro billiger ist. Soweit so gut…klingt toll! \o/ Aber…letztenendes kann man so nicht damit rechnen, dass dadurch die Verkaufszahlen stark steigen. Was ich damit sagen will ist, viele Leasen ein Fahrzeug…oder finanzieren es. Nun, das Problem ist aber, dass man den Umweltbonus erst NACH DEM KAUF bzw. der Zulassung erhält > Man kann also die 6000€ vom Staat nicht einfach so vom Kaufpreis abziehen und die monatlichen Raten damit senken. In meinem Fall verringert sich nach Abzug die monatliche Rate von 250€/Monat auf 120€/Monat, was einen riesigen Unterschied macht für einen Normalverdiener. Das bedeutet aber, ich brauche irgendwie 6000€ im vorraus…

  3. Wo ist jetzt das Problem?
    Du legst es vor und bekommst es 4 Wochen später wieder zurück.
    Wie so kannst du die Raten nicht damit senken?
    Legst das Geld in den Schrank und jeden Monat nimmst du dir das
    Anteilig wieder raus und schon hast du deine monatliche Rate gesenkt.
    Wo ist das Problem?

    Es könnte so einfach sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).