Zwischenstand des Umweltbonus zum 31. Dezember 2019

Zwischenstand zum Umweltbonus

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Die Kaufprämie für Elektroautos und Plug-in-Hybride – umgangssprachlich Umweltbonus –wurde im Juni 2019 offiziell bis Ende 2020 verlängert; allerdings in seiner bestehenden Form, ohne Erhöhung der Förderung. Wann der höhere Umweltbonus kommt steht auch noch nicht fest. Festhalten lässt sich, dass im Dezember 2019 8.284 neue Anträge hinzugekommen sind. Im Detail betrachten wir diese nachfolgend.

164.579 Umweltbonus-Anträge wurden bis Ende Dezember 2019 gestellt

164.579 Förderanträge wurden bis Ende Dezember 2019 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) eingereicht. Die Anträge für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb haben sich somit im August um die eingangs erwähnten 8.284 Anträge erhöht. Damit liegt man 3.523 Anträge über dem Vormonat.

Im Detail sieht man, dass 4.770 Anträge für Elektroautos, 3.505 Anträge für Plug-in-Hybride sowie neun Förderanträge für Brennstoffzellen-Fahrzeuge dazugekommen sind. Sowohl bei den Anträgen für E-Autos und PHEV liegt man damit über dem Vormonatsniveau. Ebenso liegen die Anträge für den Umweltbonus bei Brennstoffzellen-Autos über dem gewohnten Niveau der Vormonate.

109.386 Anträge für reine E-Autos, 55.084 für Plug-in-Hybride und 109 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge

109.386 Anträge für reine E-Autos, 55.084 für Plug-in-Hybride und 109 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge – so lautet die Bilanz aller bisher gestellten Umweltbonus-Anträge, welche in Summe 164.579 Anträge auf die Kaufprämie für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb ergeben. Käufer eines reinen Elektroautos  erhalten durch den Kaufbonus der Bundesregierung einen Zuschuss von 4.000 Euro. Gleiches gilt für Brennstoffzellenfahrzeuge. Fahrer eines Hybridfahrzeugs mit Elektro- und Verbrennungsmotor erhalten eine Prämie in Höhe von 3.000 €. Die Prämie wird hierbei zu gleichen Teilen vom Bund und dem jeweiligen Hersteller getragen.

Bei Hybridfahrzeugen gilt es allerdings zu beachten, ob sich diese an der Steckdose laden lassen oder nicht. Somit greift der Umweltbonus lediglich für die sogenannten Plug-In-Hybride. Allerdings nur, wenn es sich um ein Neufahrzeug mit einem Netto-Listenpreis für das Basismodell bis maximal 60.000 Euro handelt.

Die Liste der förderfähigen Elektrofahrzeuge und Hybridfahrzeuge hat Anfang November 2019 ein Update erfahren und zeigt daher ganz gut auf, für welche Fahrzeuge der Umweltbonus aktuell beantragt werden kann.

Anträge nach Antragsteller im Detail im Dezember 2019

Ein wenig über 164.000 gestellte Anträge für den Umweltbonus kann man durchaus als positiv ansehen. Wie sich diese im Einzelnen verteilen, haben wir in einem der vorherigen Abschnitte erfahren. Interessant ist allerdings auch die Tatsache, wer den eigentlich die Anträge für den Umweltbonus stellt.

Gestellt werden kann der Antrag für die Kaufprämie für E-Autos sowohl von Privatpersonen, als auch Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine werden. Nachfolgend betrachten wir im Detail, wie sich die gestellten Anträge auf die einzelnen Antragssteller aufteilen. Hierdurch ergibt sich folgendes Bild.

  • Privatperson: 68.733
  • Unternehmen: 92.842
  • Stiftung: 118
  • Körperschaften: 791
  • Vereine: 763
  • Kommunaler Betrieb: 1.150
  • Kommunaler Zweckverband: 182

Das Verhältnis von Unternehmen zu Privatpersonen behält weiterhin die starke Ausprägung zum Vorteil der Unternehmen bei. So zeichnen sich Unternehmen für knapp 57 Prozent der gestellten Anträge verantwortlich. Mit einem starken Zuwachs zum Jahresende 2019. Mittlerweile gilt auch die Steuerentlastung für Elektro-Dienstwagen. Denn der Bundesrat hat der von der Bundesregierung vorgeschlagenen Förderung von Elektrofahrzeugen bei der Dienstwagenbesteuerung zugestimmt. Die Dienstwagenregelung wurde zudem, mit Wirkung vom 31. Juli 2019, bis Ende 2030 verlängert und sogar auf 0,25 Prozent-Punkte herabgesenkt.

Umweltbonus-Ranking der Hersteller und Modelle im Dezember 2019

Betrachtet man die Anzahl der gestellten Anträge für den Umweltbonus nach Hersteller ergibt sich folgendes Bild im Dezember 2019. An vorderster Front steht weiterhin BMW (25.708), gefolgt von Renault (20.934) und Volkswagen (19.115), welche damit smart (16.741) erneut hinter sich halten können..

Darauf folgt Mitsubishi, welche StreetScooter (11.395) mit 11.491 gestellten Anträgen den fünften Rang streitig machen. Interessant ist die Tatsache, dass Mitsubishi seine Anträge zum größten Teil dem Outlander PHEV zuordnen kann. Bereits im September 2019 hat sich Tesla an Hyundai vorbeigeschoben und hält auch im Dezember mit 10.522 Anträgen gegenüber 9.800 Umweltbonus-Anforderungen die Stellung. Dahinter folgt mittlerweile Mercedes-Benz mit 9.084 gestellten Anträgen im Ranking. Das Schlusslicht bildet Ende Dezember AUDI mit 7.407 Anträgen.

Beim Ranking der Anträge für den Umweltbonus für einzelne Modelle ergibt sich im Dezember 2019 folgendes Bild:

  • Renault ZOE (19.513)
  • BMW i3 & i3s (14.575)
  • Mitsubishi Outlander PHEV (11.425)
  • StreetScooter Work/Work L (11.395)
  • Smart ForTwo EQ (11.258)
  • VW e-Golf (10.478)
  • Tesla Model 3 (8.218)
  • Audi A3 e-tron (6.520)
  • BMW 225xe (6.389)
  • smart ForFour EQ (5.483)

Betrachten wir die gestellten Anträge je Bundesland ergibt sich folgendes Bild:

  • Baden-Württemberg: 26.809
  • Bayern: 31.067
  • Berlin: 5.601
  • Brandenburg: 2.917
  • Bremen: 829
  • Hamburg: 3.289
  • Hessen: 12.757
  • Mecklenburg-Vorpommern: 1.295
  • Niedersachsen: 13.024
  • Nordrhein-Westfalen: 44.022
  • Rheinland-Pfalz: 6.921
  • Saarland: 1.411
  • Sachsen: 4.214
  • Sachsen-Anhalt: 1.967
  • Schleswig-Holstein: 5.194
  • Thüringen: 3.217
  • Sonstiges (Ausland): 45

Weitere Informationen findest du direkt hier beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa).

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