Zwischenstand des Umweltbonus zum 30. April 2020

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Die Kaufprämie für Elektroautos und Plug-in-Hybride – umgangssprachlich Umweltbonus –wurde im Juni 2019 offiziell bis Ende 2020 verlängert; seit Februar 2020 greift die Erhöhung der Kaufprämie. Dass sich diese positiv auf die E-Mobilität auswirkt wissen die Zahlen zu unterstreichen. Im April 2020 sind 6.483 neue Anträge hinzugekommen. Im Vergleich zum Vormonat zeigt sich fast eine Halbierung der gestellten Anträge. Im Detail betrachten wir diese nachfolgend.

198.321 Umweltbonus-Anträge wurden bis Ende April 2020 gestellt

198.321 Förderanträge wurden bis Ende April 2020 beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) eingereicht. Die Anträge für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb haben sich somit im April um die eingangs erwähnten 6.483 Anträge erhöht, welche deutlich über dem Vormonat, aber höher als im Februar lagen.

Im Detail sieht man, dass 3.659 Anträge für Elektroautos, 2.822 Anträge für Plug-in-Hybride sowie zwei Förderanträge für Brennstoffzellen-Fahrzeuge dazugekommen sind. Sowohl bei den Anträgen für E-Autos und PHEV liegt man damit deutlich unter dem Vormonatsniveau. Die Anzahl der Anträge für Brennstoffzellen-Autos ist im Vergleich ähnlich den Vormonaten ausgefallen.

129.444 Anträge für reine E-Autos, 68.759 für Plug-in-Hybride und 118 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge

129.444 Anträge für reine E-Autos, 68.759 für Plug-in-Hybride und 118 für Brennstoffzellen-Fahrzeuge – so lautet die Bilanz aller bisher gestellten Umweltbonus-Anträge, welche in Summe 198.321 Anträge auf die Kaufprämie für Fahrzeuge mit Alternativem Antrieb ergeben. Seit Februar gibt es mehr Geld, wenn ein E-Auto unter einem Listenpreis von 40.000 Euro erworben wird. 6.000 Euro statt 4.000 Euro werden nun vom Kaufpreis erstattet. Bei Plug-In-Hybride in dieser Preisklasse gibt es künftig 4.500 Euro statt 3.000 Euro. Für Elektroautos mit einem Listenpreis über 40.000 Euro wird der Zuschuss für reine E-Autos künftig bei 5.000 Euro liegen, für Plug-in-Hybride bei 4.000 Euro.

Bisher werden Elektroautos nur bis zu einem Netto-Listenpreis von 60.000 Euro gefördert. Diese Deckelung wird künftig bei 65.000 Euro stattfinden. Die Prämie wird hierbei zu gleichen Teilen vom Bund und dem jeweiligen Hersteller getragen. Bei Hybridfahrzeugen gilt es allerdings zu beachten, ob sich diese an der Steckdose laden lassen oder nicht. Somit greift der Umweltbonus lediglich für die sogenannten Plug-In-Hybride.

Anträge nach Antragsteller im Detail im April 2020

Man nährt sich der magischen Zahl von an die 200.000 gestellten Anträgen für den Umweltbonus, welche selbst unter zurückgehendem Interesse Ende diesen Monats geknackt werden sollte. Wie sich diese im Einzelnen verteilen, haben wir in einem der vorherigen Abschnitte erfahren. Interessant ist allerdings auch die Tatsache, wer den eigentlich die Anträge für den Umweltbonus stellt.

Gestellt werden kann der Antrag für die Kaufprämie für E-Autos sowohl von Privatpersonen, als auch Unternehmen, Stiftungen, Körperschaften und Vereine werden. Nachfolgend betrachten wir im Detail, wie sich die gestellten Anträge auf die einzelnen Antragssteller aufteilen. Hierdurch ergibt sich folgendes Bild.

  • Privatperson: 81.342
  • Unternehmen: 113.284
  • Unternehmen mit kommunaler Bet.: 215
  • Verein: 820
  • Eingetragener Verein, gemeinnütziger Investor: 84
  • Kommunale Betriebe: 1.221
  • Kommunaler Zweckverband: 204
  • Stiftung: 142
  • Körperschaft: 1.009

Das Verhältnis von Unternehmen zu Privatpersonen behält weiterhin die starke Ausprägung zum Vorteil der Unternehmen bei. So zeichnen sich Unternehmen für knapp 57 Prozent der gestellten Anträge verantwortlich. Mittlerweile gilt auch die Steuerentlastung für Elektro-Dienstwagen. Denn der Bundesrat hat der von der Bundesregierung vorgeschlagenen Förderung von Elektrofahrzeugen bei der Dienstwagenbesteuerung zugestimmt. Die Dienstwagenregelung wurde zudem, mit Wirkung vom 31. Juli 2019, bis Ende 2030 verlängert und sogar auf 0,25 Prozent-Punkte herabgesenkt. Des Weiteren kann man der aktuellen Auswertung der gestellten Anträge deutlich mehr Details entnehmen. So wurde noch feingliedriger betrachtet, wer wie viele Anträge gestellt hat.

Umweltbonus-Ranking der Hersteller und Modelle im April 2020

Betrachtet man die Anzahl der gestellten Anträge für den Umweltbonus nach Hersteller ergibt sich folgendes Bild im April 2020. An vorderster Front steht weiterhin BMW (29.180), gefolgt von Renault (24.861) und Volkswagen (24.696). smart bleibt abermals hinter der Dreiergespann mit 17.907 gestellten Anträgen zurück. Darauf folgt Mitsubishi mit 13.467 gestellten Förderanträgen. Tesla hält auch Ende April seinen fünften Platz (13.481) vor Mercedes-Benz (12.243). Letztgenannte haben sich damit im April an StreetScooter (11.975) vorbeigedrängt.

Darauf folgt lediglich noch Hyundai mit 11.455 Anträgen sowie das “ewige Schlusslicht” Audi mit 9.478 Anträgen. Wobei diese mit ihrem PHEV Audi A3 e-tron und dem einzigen E-Auto, dem e-tron, bisher am wenigsten Modelle in die Waagschale werfen. Darf gespannt sein, wie sich deren Position mit neuen, weiteren Modellen verändert. Wir behalten die Veränderungen im Blick.

Beim Ranking der Anträge für den Umweltbonus für einzelne Modelle ergibt sich im April 2020 folgendes Bild:

  • Renault ZOE (23.299)
  • BMW i3 & i3s (15.999)
  • Mitsubishi Outlander PHEV (13.401)
  • VW e-Golf (13.279)
  • Smart ForTwo EQ (12.126)
  • StreetScooter Work/Work L (11.975)
  • Tesla Model 3 (11.144)
  • Audi A3 e-tron (7.449)
  • BMW 225xe (6.936)
  • Nissan Leaf (5.943)

Betrachten wir die gestellten Anträge je Bundesland ergibt sich folgendes Bild:

  • Baden-Württemberg: 31.886
  • Bayern: 36.821
  • Berlin: 6.823
  • Brandenburg: 3.645
  • Bremen: 1.020
  • Hamburg: 3.882
  • Hessen: 15.428
  • Mecklenburg-Vorpommern: 1.635
  • Niedersachsen: 16.056
  • Nordrhein-Westfalen: 52.283
  • Rheinland-Pfalz: 8.460
  • Saarland: 1.740
  • Sachsen: 5.204
  • Sachsen-Anhalt: 2.471
  • Schleswig-Holstein: 6.545
  • Thüringen: 3.832
  • Sonstiges (Ausland): 50

Weitere Informationen findest du direkt hier beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa)

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