xHouse bringt dynamische Ladelösung & E-Autos als Energiespeicher zusammen

xHouse bringt dynamische Ladelösung & E-Autos als Energiespeicher zusammen

Copyright Abbildung(en): gridX

Erst vor kurzem konnten wir berichten, dass E.ON und gridX gemeinsame Sache machen, wenn es um den Vertrieb des dynamischen Lastmanagement von gridX geht. Nun gehen die beiden Partner noch einen Schritt weiter und statten das sogenannte “xHouse” mit einem intelligenten Energiemanagementsystem aus und testen unter anderem auch bidirektionales Laden von Elektrofahrzeugen. Im Rahmen des Projektes wird das Elektrofahrzeug als flexibler Stromspeicher genutzt, welches je nach Bedarf Energie mit dem Einfamilienhaus austauscht.

Ein Ansatz, welcher sich durchaus anbietet, da PKW die meiste Zeit eh stehen und somit dazu dienen können entsprechende Lastspitzen im Stromnetz auszugleichen. In diesem Zusammenhang sei der Verweis auf die Podcast-Folge „Gespräch mit Dr. Kai-Philipp Kairies, Accure Battery Intelligence über die E-Auto-Batterie“ erlaubt. In dieser habe ich mit mit Kai-Philipp neben dem richtigen Umgang mit der Batterie beim Laden auch über Batterie-Autos als Energiespeicher unterhalten. Dabei kam das Thema Vehicle2Grid-Ansätze auf, welches Elektroautos oder Batterien auf Räder, wie Kai-Philipp sie bezeichnet, behandelt, die als externer Speicher für Photovoltaik-Anlagen verwendet werden. Die Forschung sei hier schon einige Schritte weiter, aber die gesetzlichen Regularien hinken hinterher. Aus seiner Sicht könne man hier frühestens in fünf Jahren praktikable Lösungen am Markt anbieten.

Elektroautos als Energiespeicher: Von der Theorie in die Praxis

E.ON und gridX betrachten das Thema von der praktischen Seite und zeigen auf wie es funktionieren kann. Im Grundsatz geht es darum, dass eine Photovoltaikanlage beispielsweise an sonnigen Tagen viel mehr Energie erzeugt, als benötigt wird. Die überschüssige Energie kann nicht immer abgenommen und nicht ausreichend gespeichert werden. Nachts oder bei schlechtem Wetter, wenn Photovoltaik keinen Strom erzeugt, kann dies zu Energieengpässen führen. Das Elektrofahrzeug kann hierbei optimal entgegenwirken. Es stellt die benötigte Energie bereit, indem es als flexibler Stromspeicher eingesetzt wird. So die Annahmen, nun gilt es diese in die Praxis zu überführen.

Im sogenannten xHouse testen die beiden Unternehmen ein Energiemanagement und bidirektionales Laden mit dem Nissan Leaf. Die Batterie des Elektroautos kann dabei über die Ladestation zu Hause, bei der Arbeit oder öffentlich geladen werden und als dezentrales Speichermedium auch wieder Energie an das Haus abgeben. Die Bewohner des Einfamilienhauses “xHouse” besitzen eine Photovoltaikanlage. Hier dient das Elektrofahrzeug somit als Zwischenspeicher für den eigenerzeugten Strom. Wenn die Sonne nicht ausreichend scheint, gibt das Fahrzeug bei Engpässen den gespeicherten Strom wieder an das Haus ab.

„Durch die Möglichkeit des bidirektionalen Ladens kann ich meinen selbst erzeugten Strom effizienter nutzen. Als Hausbesitzer sehe ich es nicht gerne, wenn ich meinen Solarstrom ins Netz einspeisen muss und die PV-Anlage auf 70% Leistung gedrosselt wird. Es ist schön zu wissen, dass ein großer Anteil der Energie vorübergehend im Elektroauto gespeichert werden kann. Bidirektionales Laden ist ein echter Zugewinn! Es unterstützt sowohl den Energiebedarf im Haus als auch die Mobiltität.“ – Karsten Sund, Bewohner des “xHouse” und Langzeitanwender

Somit zeigen gridX und E.ON auf, wie man den zunächst eher theoretischen Ansatz in die Praxis überführen kann. Elektroauto-News.net hat man weitere Informationen zur Verfügung gestellt, um das Ganze ein wenig greifbarer zu gestalten. Nachfolgend die Fakten:

Der Netzanschlusspunkt des Hauses beträgt dabei 14,5 kW. Der Nissan Leaf, der im “xHouse” im Einsatz ist, agiert mit einer DC Ladesäule, die eine Leistung von 10 kW ermöglicht, sowie drei stationäre Batteriespeicher zu je 9 kWh Kapazität. Das Elektrofahrzeug selbst hat eine Batteriekapazität von 40 kWh. Die Photovoltaikanlage, welche das Haus mit selbst erzeugten Strom versorgt, hat eine totale Größe von 5,6 kWp. Zusätzlich ist das “xHouse” mit einer Smart Building Technologie ausgestattet, die die Steuerung von Licht und Heizung ermöglicht.

Gesteuert werden die unterschiedlichen Komponenten verschiedenster Hersteller mit Hilfe der gridBox, welche die Steuerungskomponente innerhalb des Energiemanagements, intelligent verknüpft. Diese ist in der Lage die verschiedenen Protokolle auszulesen und steuert den Stromverbrauch im Haus intelligent.

Energie flexibel und dezentral speichern. Ein Muss auf dem Weg zur Energiewende

„Um die Energiewende Wirklichkeit werden zu lassen, braucht es intelligente und zukunftsorientierte Lösungen, um Strom aus erneuerbaren Energien effizient nutzbar zu machen. Dazu gehört auch die Möglichkeit Energie flexibel und dezentral zu speichern. Das Elektrofahrzeug bietet dafür großes Potential und liefert im “xHouse” echte Potentiale für die Bewohner.“ – Dr. Lioudmila Simon, Head Innovation Networked Mobility von E.ON Group Innovation

Wie gridX zu verstehen gibt, konnte durch das intelligente Energiemanagement im “xHouse” der Autarkiegrad des Hauses deutlich erhöht werden, was bedeutet, dass weniger Strom in das Netz eingespeist werden musste und die Batterieladung zu großen Teilen aus selbst erzeugtem Strom erfolgte. Mobilität steht dabei weiterhin im Mittelpunkt. Das intelligente Energiemanagement sorgt dafür, dass das Elektrofahrzeug nicht den kompletten Strom an das Haus abgibt und so zu jeder Zeit ausreichend Reichweite für Elektrofahrten bereit steht. Die Bewohner werden in ihrer Mobilität nicht eingeschränkt.

Bidirektionales Laden bringt große Vorteile für die Nutzer und die Energiewirtschaft mit sich. Die Lösung trägt einerseits dazu bei das Netz zu stabilisieren und mehr Versorgungssicherheit in eine dezentrale Energiewelt zu bringen. Andererseits erlaubt sie dem Anwender individuelle Mobilitätswünsche umzusetzen und Geld zu sparen“, so Andreas Booke, Founder und Managing Director von gridX, abschließend in der Stellungnahme des Projektes.

Quelle: gridX – Pressemitteilung vom 20. November 2020

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Da warte ich lieber auf die nahende Zulassung von Tesla als deutschen Stromversorger mit entsprechendem Sorglospacket, das auch das macht, was es soll.

Ich hoffe, das der deutsche Rechtstaat nicht nur die Ammi-Schlitten zulassen wird ! lol

Mein kleiner Peugeot Ion Jahrgang 2018 zum Schnäppchenpreis von unter 14 Tsd. Euro verfügt auch über die Technologie. Ist halt ein Ableger de japanischen Mitsubishi I-Miev.

Nur zur Info, nicht das ich an dem Nimbus der Allwissenheit von Tesla zweifeln würde ! fg

Mitsubishi hat schon 2014, als sie den Outlander PHEV auf den Markt gebracht haben, damit gross die Werbetrommel gerührt. Chademo ist dafür ausgelegt. Deshalb kann das theoretisch auch der Leaf mit demselben Stecker. Aber bis heute haben werder Mitsubishi, noch Nissan es hinbekommen eine entsprechende intelligente Wallbox zu liefern. Auf ihren Homepages wird diese V2G- bzw. V2H-Technik deshalb auch gar nicht mehr ernsthaft erwähnt, bzw. versteckt. Nach über fünf Jahren vergeblichem Warten auf diese Technik habe ich jetzt entnervt den PHEV verkauft und durch einen BEV mit CCS ersetzt.

Lastmanagement ok – aber warum können die Anbieter nicht einfach eine Anlage verkaufen, die nur macht was sie soll? Wieso funktionieren die neuen Systeme nur mit massenhaften Datensammlungen?

Offenbar planen alle Anbieter ihrer Projekt mit Datenverkauf – ohne scheint sich nichts mehr zu rechnen. Ich kaufe kein Smart-TV, keine Smart-Home-Produkte o.ä. Bei Computern und Internet kann man dem Datensammeln kaum mehr ausweichen, wenn man keinen Verfolgungswahn rikieren will.

Meine Waschmaschine wäscht nur Wäsche und sammelt keine Daten welche Wäschestücke ich wie oft wasche, welches Waschmittel ich nehme und macht keine Vorschläge wo ein welche Wäsche kaufen soll.

Wenn schon Umweltschutz, dann müsste es das Lastmanagement auch mit Datenschutz geben, zumindest als wählbare Option. Also nur reines Stromverteilen, ohne dass jedes Gerät Daten an den Anbieter senden muss und der Anlagenhersteller nicht den Haushaltsgerätehersteller fragen kannt:

„Herd ax1234 bei Kunde 9876 (verheiratet, 3 Kinder, gehobenes Einkommen usw.) ist 10 Jahre alt, wollen sie dem Kunden eine Kaufangebot für einen neuen Herd senden? Klicken Sie hier für weitere Kundeninfos.“

Es geht immer um das gleiche Problem:

Wie kann der Verbraucher am besten abgezockt werden.

Frage:

Wozu braucht es E.on oder andere Energieversorger um PV und Speicher zusammen zu bringen?

Ob stationär oder mobil, die Konfiguration als autonome Lösung ist langfristig immer am billigsten

Es ist denkbar (und in einzelnen Kommunen in BRD und AT bereits realisiert) ohne das Netz auszukommen.

Für Industrie sollte das gesetzlich vorgeschrieben werden.

Dann würde der Strom auch im Netz wieder bezahlbar.

Man braucht das Stromnetz vor allem von Oktober bis März, da in dieser Zeit die geringsten Erträge erzielt werden. Das sind dann ca. 21-25% des Jahresertrags in Summe über die vorgenannten Monate je nach Standort. Diese Anlage mit 5,6kWp, die hier beschrieben wird liefert ca. 6000kWh/a. Damit wären entweder zwei Durchschnittshaushalte mit 2 Personen oder ein Einfamilienhaus mit 4 Personen mengenmäßig elektrisch versorgt. Da im Sommer mehr anfällt, kann man davon einen Teil im Sommer im Auto verwerten oder diesen ins Netz einspeisen. In den oben genannten schwachen Zeiten erzielt man unter 50% des Bedarfs. Das kann man dann entweder mit dem Netz ausgleichen oder man stellt sich ein Notstromaggregat hin, was Unsinn wäre. Außerdem ist bei dieser Anlage der Speicher für die kleine Anlage viel zu groß. 3x9kWh =27kW. An den besten Tagen im Sommer leistet die PV-Anlage ca. 30kWh, Im schlechtesten Monat eine durchschnittliche Tagesleistung von 4kWh. Wenn man den Energiespeicher ohne Energieversorger betreibt steht dieser den größten Teil im Winter nur sinnlos rum. Das wäre Verschwendung. Schließlich ist der Speicher einschl. zusätzlicher Leistungselektronik teuer, schätzungsweise ca. 24.000€ incl. Mwst. vor Zuschuss. Ohne Beteiligung des Stromversorgers würde man kaum mehr als 10kWh Speicher hinstellen. Mit dem Überlassen der Steuerung des Speichers kann der Netzbetreiber ihn z.B. mit Windstrom oder nachts mit Kohlestrom, der nicht runtergefahren werden kann, nachladen. Dafür kann sich der Stromversorger/Netzbetreiber entweder bei der Investition beteiligen oder für die Nutzung zahlen. Um wie viel der Erzeugungspreis durch die Zwischenspeicherung steigt ist noch die große Frage. Für die Speicher bekommt man nach meinem Kenntnisstand 10 Jahre Garantie. Die Batteriechemie basiert auf Lithium-Eisenphosphat mit einer Ladezyklenzahl von >6500 lt. Wikipedia. Würde man nur mit der eigenen Anlage allen erzeugten Strom 1x durch den eigenen Speicher leiten, dann bekäme man 6000/27=222 Ladezyklen im Jahr. Um die 6500 Ladezyklen abzuarbeiten bräuchte man ca. 30Jahre. Ob der Akku so lange hält, weiß noch keiner. Die Garantie wäre jedenfalls nach 10 Jahren weg. Würde man den Akkupreis auf 6500 Ladezyklen aufteilen, dann käme man auf 27kWh x 6500=175500kWh. Bei einem angenommen Preis von 24000€ käme man auf 24000€/175500kWh=0,1367€/kWh für das Zwischenspeichern. Die Einspeisevergütung beträgt momentan netto 8,24ct netto/kWh. Macht brutto =9,806ct. brutto. Der Strom aus dem Akku kostet dann mindestens 13,67+9,81=23,48ct/kWh ohne zusätzliche Reparatur- und Wartungsarbeiten vor staatlichen Zuschüssen. Mit Zuschüssen und unter der Vorraussetzung, dass der Akku lange über die Garantiezeit hinaus durchhält kann es sich lohnen. Besser ist es aber so viel wie möglich Ladezyklen innerhalb der Garantiezeit durchzuleiten und sich vergüten zu lassen.
Bei dieser Anlagenkonfiguration kann man wie schon oben gesagt Strom im Sommer ins Auto laden und diesen durch Autofahren verbrauchen. Wenn man das Auto nicht fährt, dann ist irgendwann der Autospeicher voll. Dann muss man auf jeden Fall ins Netz speisen, da man im Sommer das Doppelte vom Hausstromverbrauch produziert. Irgendwie kann ich keinen Effekt aus Stromfluss Auto zu Netz sehen. Der Strom müsste dann um kostendeckend zu sein mit 25ct. brutto verkauft werden. Das kann sich der Netzbetreiber nur für einen kleinen Teil der Gesamtstrommenge im Rahmen der Regelleistung oder Minutenreserve leisten. Die Grundlast mit 90-95% wird an der Strombörse mit 3-6 ct. netto ab Kraftwerk eingekauft.

Interessante Informationen zu dem Artikel.

Ab 1.1.2021 wurde versprochen, den Deutschen Bürger, der dann die CO2-Abzocksteuer bezahlen muss, durch Strompreis- Senkung zu entlasten. Alles schon vergessen? Davon spricht niemand mehr. Was soll also dieser zu nichts führende Artikel hier? Wer glaubt denn ernsthaft an eine positive Wirkung für uns Verbraucher?

Die etablierte Energiewirtschaft lobbiiert derzeit noch massiv gegen das unausweichliche. Ohne Brennstoffkosten werden die EE dafür sorgen, dass die Energie (KWh) nichts mehr kostet. Aktuelle Mechanismen werden obsolet. Wertvoll wird in Zukunft die Bereitstellung von Leistung (KW) positiv wie negativ sein und auch vergütet werden. Das wird dezentral passieren müssen. So dick kann keine Stromautobahn werden.
Jede Autobatterie stellt 10kWh Kapazität zur Verfügung. Zur PV Mittagsspitze wird geladen (ja, da brauchts am Parkplatz beim AG Infrastruktur), Abends zu Hause wird wieder angesteckt und über die Nacht entladen (ja, da brauchts wieder Infrastruktur).
Man sieht schon, das geht ja genau anders rum wie einem das derzeit erzählt wird.
1Mio Autos –> 10GWh Kapazität, 10Mio Autos –> 100GWh Kapazität
Da hätte man in D einen Tag und eine Nacht schon rum. Das teuerste Bauteil, die Batterie wär ja schon da und bezahlt, da könnte der Leistungsvermarkter (ehem. Stromanbieter) die Kosten für die Infrastruktur übernehmen.
Sommer und Winter (Dunkelflaute)ausgleichen? – da kommt jetzt der Wasserstoff samt Wäremewende mit ins Spiel… Es muss nur noch gewollt werden.

Mit 100GWh käme man höchstens 2h durch die Nacht. Weitere Infos auf smard de. Der Stromverbrauch in Deutschland schwankt zwischen 45 und 72GW. Wichtig E-Autos sind keine Erzeuger. Das heißt, wenn man sie als Speicher benutzt, muss der Ladestrom auch neben dem Verbrauch vorher erzeugt werden.

10 Mio ist auch nur ein Viertel des Fahrzeugbestandes können ja noch mehr werden. Batterien werden billiger und größer, da könnten auch ein paar KWh mehr je Batterie zur Verfügung gestellt werden. Die Batterien müssen ja nicht alles alleine Leisten. Wind Onshore und Hydraulische Speicher gibts ja auch noch bzw. müssen sowieso ausgebaut werden. Hydraulisch Speicher sind ein gutes Beispiel wie die Mechanismen nicht mehr passen: die liefen füher zur Mittagsspitze, wenn der Strom teuer war und haben Nachts gepumpt. Jetzt stehen sie weil der Strom Mittags günstiger ist. Das wird sich umdrehen müssen, passiert aber derzeit noch nicht, da immer noch Verbrauch/Erzeugung stärker bepreist ist als Leistungsvorhaltung.
Dass EE massiv ausgebaut werden müssen um die Fahrzeuge tagsüber zu laden steht ausser Frage.

„da kommt jetzt der Wasserstoff … mit ins Spiel“.

Aber nur wenn die Wasserstoffanlage günstig ist und die Batterien teuer bleiben, ansonsten geht die „Strom-als-Wasserstoff-speichern“-Rechnung nicht auf. Es ist absehbar, dass die neuen Batterien in 3-5 Jahren nur noch 1/10 kosten und dann würde sich Wasserstoff als Stromspeichern nicht mehr lohnen.

Ich sehe die Zukunft für Heizen und Autofahren weitgehend rein elektrisch.

Ein Einfamilienhaus verbraucht durchschnittlich 25.000 kWh an Wärmeenergie und 5.000 Kwh (bei 4 Personen) an Strom pro Jahr. E-Auto bei 12.000 km im Jahr ca. 2.500 kWh.

Bei Wärmepume ca. 7.000 kwh Strom für Heizung + 5.000 kWh Strom + 2.500 fürs E-Auto = 14.500 kWh oder 40 kWh am Tag im Jahresdurchschnitt.

14.500 kWh erfordern ca. 16 kWp (21.760 Euro – mittlerer Bruttopreis inkl. Montage 2019 – Quelle: verbraucherzentrale.de) bzw. 120 m2 Solarfläche auf dem Dach und eine ausreichend große Pufferbatterie, die jetzt vermutlich noch zu teuer ist, aber in Zukunft wohl erschwinglich.

Dann braucht man für das Haus nur noch PV-Anlage mit Pfufferbatterie, eine Wallbox bzw. Schukosteckdose fürs E-Auto und eine Wärmepumpe, die im Winter Wärme erzeugt und im Sommer für Kühlung sorgt. Die Haustechnik würde dadurch sehr überschaubar und in Zukunft auch günstig.

Ein Saisonspeicher für PV-Strom wirds wohl eher nicht werden. Das EFH wird sich leichter tun einen Wärmespeicher (z.B. Erdvolumen unterm Haus/Eisspeicher unterm Carport) übers Sommerhalbjahr zu füllen und im Winter mittels Wärmepumpe und hohem COP zu entladen. Für die Mietskaserne (hier liegt der Hund) siehts anders aus, die ist auf Energieimport angewiesen. Das Dach mit PV Speicher reicht hier grad mal für die Grundlast des Hauses. Heizenergie wird besser durch die Gasleitung geliefert. Dafür brauchts dann die Wasserstofferzeugung im Großen Stil im Sommer samt Einspeicherung in den Kavernenspeichern (mehrer Monate Kapazität). Im Winter Verteilung über das Gasnetz und Umwandlung dezentral mittels Kraft-Wärme-Kopplung im besten Fall Stromgeführt also Nachts.

Die gesamten Darstellungen hier bezeugen nichts anderes als was man schon vorher wusste.Und eben der Outlander Fahrer auch machte. = Umstellung auf einen rein Elektrischen mit grösserer Batterie. Dies müsste jetzt eigentlich mal genügen um endlich einzusehen , dass Rückspeichern sinnlos ist, weshalb auch Sono nicht zum Dreck hinaus kommt.

Ja – von den Kosten her und auch vom Flächenbedarf dürfte es für Hausbesitzer nicht möglich sein alles mit PV-Anlage und Batteriespeicher zu lösen. Einen Strom- und Gasanschluss bzw. eine Pellet-Heizung müsste sowieso geben, schon als Ausfallschutz für die Speicherbatterie.

Ich schätze auch, dass es ein größerer Wärmespeicher und ein kleiner Batteriespeichern sein werden, ebenfalls muss wohl noch Energie von aussen zugekauft werden, damit es sich für den Hausbesitzer rechnet. Was nützt reine Solarenergieversorgung, wenn es sich nur Millionäre leisten können.

Ich bin jetzt kein Fachmann für Haus- und Energietechnik, aber ich schätze mal, dass bei Energiesparhäusern in Zukunft auf Gas aus dem Ausland verzichtet werden könnte und Holzpellets nur noch für den Notfall da wären. Der zusätzliche Strom könnte von dezentralen Stromerzeugern kommen und die zusätzliche Wärme durch Gas aus Biogasanlagen.

In fernerer Zukunft wären aber auch reine PV-Anlagen/Pufferbatterie-Lösungen denkbar.

14.500 kWh bei 100 Euro / kWh = Batteriekosten 1.450.000 Euro (jetzige Herstellungskosten)

14.500 kWh bei 10 Euro / kWh = Batteriekosten 145.000 Euro (Herstellungskosten in 3-5 Jahren)

14.500 kWh bei … Euro / kWh = Batteriekosten … Euro (Herstellungskosten in … Jahren)

Nur mal als Gedankenspiel.

14.500 kWh bei 2,50 Euro / kWh = Batteriekosten 36.000 Euro (Herstellungskosten in x Jahren)

36.000 Euro Pufferbatterie (Möglicher Preis in der Zukunft)
24.000 Euro PV-Anlage (komplett heute, evtl. in Zukunft billiger)
20.000 Euro Wärmepumpe/Fußbodenheizung
———–.
80.000 Euro für eigene Strom- und Wärmeversorgung (In der Zukunft)

Verteilung auf 20 Jahre = 4.000 Euro pro Jahr*
Verteilung auf 30 Jahre = 2.667 Euro pro Jahr*
*Ausser Wartung und Reparatur keine weiteren Kosten.

Gedankenspiel weiter gesponnen.

Heute wären 5.000 kWh Haushaltstrom ca. 1.500 Euro und die 2.400 kWh fürs E-Auto ca. 720 Euro, also zusammen 2.220 Euro – blieben die Strompreise gleich hoch, dann gäbe es in Zukunft die Heizung für „einen Appel und ein Ei“.

Zukunftsvision:

Bei 4 Euro / kWh für Batterie (in x Jahren) kostet das gesamte System mit 120m² PV-Anlage, Pufferbatterie (14.500 kWh), Wärmepumpe und Fußbodenheizung etwa 102.000 Euro.

In Zukunft wären das bei einer Verteilung auf 30 Jahre ca. 3400 Euro* pro Jahr für Heizung, Warmwasser und Strom (4-5 Personen) sowie für ein E-Auto (12.000 km im Jahr).
————–.
*Ausser Wartung und evtl. Reparaturen keine weiteren Kosten.

Bei heutigen Strompreisen (0,30 Euro pro kWh) würde der Zukauf von 14.500 kWh Strom für Hausstrom, Heizung und Warmwasser per Wärmepumpe und E-Auto ca. 4.350 Euro im Jahr kosten.

Und bei Gas und Heizöl?

Anzurechnen wären Haushaltstrom ca. 1.500 Euro (5.000 kWh Haushaltsstrom für 4-5 Personen) und 720 Euro (2.400 kWh für 12.000 km) fürs E-Auto, zusammen 2.220 Euro.

Gas ca. 1450 Euro (für 25.000 kWh) + 2.220 Euro = 3.670 Euro.

Heizöl ca. 1020 Euro (2.550 Liter – 40 Cent / Liter) = 3.240 Euro (falls Heizöl billig bleibt).

Also bei Batteriepreisen von 4 Euro oder weniger pro kWh wäre es günstiger als Gas und Heizöl.

Kombinationen von Gas, Heizöl, Pellets u.ä. in Verbindung mit PV-Anlage, Eisspeicher u.ä. habe ich nicht durchgerechnet, würde wohl zu aufwändig – das müssten Fachleute machen.

Ich lach mir `nen Ast ! Hier wird gerade das Perpetuum mobile erfunden !!!

Ein Perpetuum mobile wäre es ja nicht, da von außen (der Sonne) reichlich Energie zugeführt wird.

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