„Es ist historisch!“ - Wie sich Renault seinen Erfolg erklärt

„Es ist historisch!“ – Wie sich Renault seinen Erfolg erklärt

Copyright Abbildung(en): tomas devera photo / Shutterstock.com

In den ersten elf Monaten des Jahres 2020 hat der Autohersteller Renault rund 100.000 Elektrofahrzeuge verkauft. Darunter 84.000 Zoe. Ein historischer Rekord, auf den Gilles Normand, SVP für Elektrofahrzeuge und Mobilitätsdienste der Gruppe, stolz ist. Ihm zufolge wird 2020 als das Jahr des Umstiegs auf Elektrizität in Europa in Erinnerung bleiben. In einem auf dem Unternehmensblog #EasyElectricLife veröffentlichten Interview sprach Normand ausführlich über den Erfolg der Marke und worauf er ihn gegründet sieht.

Der Markt für Elektroautos sei trotz der weltweiten Corona-Pandemie in diesem Jahr „sehr dynamisch“ gewesen, mit Wachstumsraten zwischen 70 und 80 Prozent in den größten europäischen Märkten, wie Normand erklärt: „Elektrofahrzeuge stellen nun 5 Prozent aller Fahrzeugverkäufe dar. Diese Tendenz erkennt man in großen Ländern wie Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Ein bedeutender Schritt wurde getan“, so der Manager.

Das Ergebnis von Renault mit gut 100.000 verkauften Elektroautos sei „mehr als nur ausgezeichnet. Es ist historisch!“, so Normand weiter. Ebenso wie der generelle Trend des Automarkts Richtung Elektromobilität weist sei dieses Ergebnis auch „auf die von Groupe Renault seit über zehn Jahren geleistete Pionierarbeit mit der elektrischen Technologie zurückzuführen“. Renault habe „nach und nach die Hürden, die Kunden von diesem Antrieb ferngehalten haben, entfernt“. Etwa „dank Fortschritten bei der Reichweite – ein bedeutender Meilenstein wurde schon mit dem Zoe der zweiten Generation mit einer Reichweite von 300 km erreicht. Die dritte Generation erreicht heute fast 400 km“, so Normand.

Eine wichtige Rolle für den Erfolg von Elektroautos habe auch die Ausbildung der Verkäufer in den Showrooms gespielt, die nun „den Kunden erklären können, weshalb die Nutzungskosten eines Elektroautos geringer sind als die eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor“. Auch die immer schärferen CO2-Limits in der EU und neue Regelungen wie die CAFE-Norm (Corporate Average Fuel Economy) in den USA, die den CO2-Ausstoß aller Fahrzeuge auf dem Markt stark begrenzen, haben ebenfalls zum Wachstum der E-Mobilität beigetragen, so Normand.

„Der Zoe bietet das beste Preis-Leistungsverhältnis bei Reichweite und Ausstattung“

Dank Gesetzen wie diesen und diversen weiteren Dynamiken „entwickelt sich der Wettbewerb“, erklärt der Manager. Darin sieht sich Renault bestens platziert, wie die „historische Marktführerschaftdes Zoe zeige. Der knuffige Kompaktstromer der Franzosen sei deshalb so erfolgreich, „da dieser das beste Preis-Leistungsverhältnis bei Reichweite und Ausstattung bieten“, könne, findet Normand.

Auch bei rein elektrischen Nutzfahrzeugen sei Renault vorne dabei, der Kangoo Z.E. führe „das neunte Jahr in Folge“ den Markt in seinem Segment an. Flottenkunden und Handwerker schätzen dem Manager zufolge das Angebot von Renault, weil der Hersteller sie „nicht allein“ lasse: „Wir begleiten sie durch unseren neuen Partner Elexent, um ihnen den besten Komplettservice zu bieten – von der Beratung bis zur Installation und Vermietung von Ladestationen auf ihrem Betriebsgelände.“ Auch hier beseitige Renault also „Hürden für den Umstieg“, und die Kunden wissen dies zu schätzen.

Quelle: Renault – „Der Markt für Elektroautos hat einen bedeutenden Schritt getan“

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Gratulation an Renault und Danke, das Tesla und Renault den Wandel eingeleitet haben. Für euren Mut und Beharrlichkeit steht euch der Erfolg zu. Schön, das sinnvolle und nachhaltige Innovation vom Käufer auch honoriert werden.

Es ist mir vollkommen unverständlich wie man so unvernűnftig ein Pferd von hinten aufzãumen kann, wie es gerade mit der Elektrifizierung der privaten Mobilität in Europa, hier Deutschland geschieht. Einmal ungeachtet der Tatsache, dass es im Umkreis von 7 Km um meinen 45 Km entfernten Arbeitsplatz, aber auch im Umkreis meiner Wohnung in einem ländlichen Gebiet, gar keine Ladestationen bestehen, werden wir sehr schnell durch die erhöhten Stromkosten, auch hier diktiert die Nachfrage den Preis, den nächsten Energiekostenkollaps erleben. Zudem erlauben es meine bescheidenen Einkünfte erst gar nicht, ein Elektroauto für 5 Personen zu kaufen, mit dem man nach der Pandemie mit einem Wohnwagen einen einmaligen, jährlichen, kostengünstigen Familienurlaub machen könnte. Übrigens, soviel Strom wie erzeugt werden müsste um zumindest 45 % der Verbrennermotoren gegen Elektrofahrzeuge austauschen zu können, sind wir gar nicht in der Lage ohne fossilen Brennstoffe oder Kernenergie zu erzeugen. Diese Elektroplanung ist nichts anderes als Augenwischerei.

Renault hat die Elektromobilität als Chance gesehen und der französische Staat hat früh die Parole heraus gegeben hier Marktführer zu werden. Das erklärt die heutige Position von Renault. Der Erfolg gibt ihnen Recht!
Wenn Deutschland frühzeitig eine klare Aussage gemacht hätte und nicht auf die falschen Lobbyisten gehört hätte, dann müssten wir viele Diskussionen nicht führen. Elektromobilität ist nicht die Lösung für alles, gerade bei schweren Lasten und Flugzeugen ist zur Zeit damit keine Lösung möglich aber vieles geht und ist umweltfreundlicher als Verbrenner. Wenn jeder, der die Möglichkeit hat, darüber nachdenkt und es als gute Alternative begreift, dann ist viel erreicht. Also bitte nicht alles schlecht reden, damit ändert niemand etwas, machen ist zur Zeit angesagt und nicht alles schlecht reden.

Wer 7,3 Mrd Verlust zum Halbjahr und einen Eigenkapital Rpckgang von 8 Mrd in den ersten 3 Quartalen feiert, wird schon wissen warum. Peugeot macht konsequent pro BEV 5000 Euro Verlust. Trotz weltweiter Förderungen. Klar hat man ein gutes Preisleistungsverhältnis wenn man ein Auto zu id.3 Kosten zu ZOE Preisen verkauft. Der e-up machte auch 5000 Euro Verlust je Wagen. Nur da hat Diess gesagt, wir können es uns nicht leisten für 100 000 Autos im Jahr 500 Mio draufzulegen Peugeot kann das ob 7 Mrd Verlust oder 8 Mrd. Darauf kommt es dann ja nun auch nicht mehr an. Bin auf die Jahreszahlen gespannt Dürften ca. 10Mrd Verlust werden. Dank BEV. Mir egal. Ich fahr das Zeug nur. Die Verluste müssen die Franzosen ausbügeln.

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