Wie der neue CEO Jim Farley Ford umbauen will

Copyright Abbildung(en): Ford Motors

Anlässlich seiner offiziellen Ernennung zum neuen CEO des US-Autokonzerns Ford hat Jim Farley die wichtigsten Ziele und organisatorischen Veränderungen skizziert, die er in den kommenden Monaten umsetzen will. Ford will demnach sein globales Geschäft weiter rationalisieren und transformieren, und nimmt dafür auch Änderungen in der Organisation des Unternehmens vor – dafür hat Farley bereits vier Top-Positionen des Unternehmens neu besetzt, unter anderem den CFO-, CIO- und CMO-Posten.

Farley, Nachfolger von Jim Hackett als Präsident und CEO von Ford, erläuterte die wichtigsten Ziele und organisatorischen Änderungen während eines virtuellen Meetings mit dem globalen Team des Unternehmens. Laut Farley plant Ford, das Automobilgeschäft stark umzukrempeln, seine Qualität zu verbessern, die Kosten zu senken und die Umstrukturierung von schlecht laufenden Unternehmensbereichen zu beschleunigen.

Gleichzeitig will Ford wachsen, um mehr Kapital, Ressourcen und Talente für die stärksten Unternehmensbereiche bereitstellen zu können. Außerdem will Ford sein Nutzfahrzeuggeschäft, der führende Unternehmensbereich, um eine Reihe von Softwarediensten erweitern, um die Kundenloyalität zu fördern und wiederkehrende Einnahmequellen zu erschließen.

Auch die Elektrifizierung stellt einen neuen Grundpfeiler dar. Modelle wie der elektrische Transporter Transit, der kommende Elektro-Pick-up der legendären F-Serie, der Elektrosportler Mustang Mach-E sowie weitere SUVs und E-Autos der Tochtermarke Lincoln sollen weltweit und in großem Maßstab eingeführt werden. In Nordamerika plant Ford zudem die Einführung günstiger Fahrzeuge im Kleinwagen-Segment.

„In den letzten drei Jahren haben wir unter der Führung von Jim Hackett bedeutende Fortschritte erzielt, und die Tür zu einem dynamischen, profitabel wachsenden Unternehmen geöffnet. Jetzt ist es an der Zeit, durch diese Tür zu stürmen.“ – Jim Farley, CEO Ford

Ford will einige weitere tiefgreifende Änderungen voranbringen, um seine neuen Prioritäten zu erreichen. Zum Beispiel sollen die drei regionalen Gesellschaften Europa, China und Amerika mehr Entscheidungsbefugnisse erhalten, um besser auf marktspezifische Veränderungen reagieren zu können. Erklärtes Ziel ist eine Umsatzrendite von perspektivisch acht Prozent.

Quelle: Ford – Pressemitteilung vom 05.10.2020

Über den Autor

Michael ist freier Autor und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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Jim Farley sollte sich auch noch den Deutschland-Chef Gunnar Herrmann vornehmen, könnte helfen dessen festgefahrenen Gedanken bezüglich E-Mobilität etwas zu lockern.

Als ich das gerade gelesen habe, musste ich an den Deutschland-Chef von Ford denken….Warum wohl?

Jim Farley braucht nur drei Worte an Gunnar Hermann zu richten: You! Are! Fired!

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