Wasserstoff-Produktion auf Helgoland im Millionen Tonnen-Bereich ab 2030 geplant

Wasserstoff-Produktion auf Helgoland im Millionen Tonnen-Bereich ab 2030 geplant

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Helgoland könnte ab 2030 nicht nur weiterhin für den Tourismus eine entscheidende Rolle spielen, sondern auch für die Wasserstoffindustrie. Denn wie Branchenmagazin edison erfahren hat, soll ab 2030 aus Offshore-Wind Wasserstoff produziert werden. Die Rede ist hierbei von bis zu einer Millionen Tonnen pro Jahr, welche dann von Helgoland per Pipeline ihren Weg aufs Festland finden kann. So zumindest aktuelle Pläne des Projektes Aqua Ventus vor, an dem 27 internationale Unternehmen und Forschungsinstitute beteiligt sind.

Fünf weitere Jahre später, also 2035, soll dann zwischen Helgoland und der Doggerbank Offshore-Windanlagen mit einer Leistung von 10.000 MW betrieben werden. Mit diesem grünen Strom könne dann auf hoher See grüner Wasserstoff produziert und per Pipeline ans Festland überführt werden. In einem ersten Schritt werde man den produzierten Wasserstoff in den Servicehafen von Helgoland leiten, dort auf Schiffe verladen und ans Festland überführen. Spätere Ausbauphasen sehen vor, dass der Zwischenschritt über den Hafen entfällt und der Wasserstoff per Pipeline direkt ans Festland gelangt.

Von dort aus soll er in den nordeuropäischen Pipeline-Verbund strömen, erläutert Jörg Singer, Vorstandsvorsitzender des aktuell in Gründung befindlichen Fördervereins Aqua Ventus. Der Vereinsame lehnt sich an Deutschlands ersten Offshore-Windpark Alpha Ventus an. Singer selbst ist kein Unbekannter, sondern Bürgermeister der Insel Helgoland. In dieser Funktion ist es ihm daran gelegen mit Wasserstoff den Wärme- und Mobilitätsbedarf der Insel grüner zu gestalten. Hierdurch soll es der Insel möglich sein ab 2029 klimaneutral zu agieren.

Das Projekt sieht ein Schrittweises Vorgehen vor. In einer ersten Betrachtung ist beispielsweise die Rede von Projektbestandteilen wie: die Offshore-Turbinen mit integrierter Elektrolyse (Aqua Primus), der dazu gehörende Offshore-Park Aqua Sector oder die vorgesehene Pipeline Aqua Ductus. Hinsichtlich der Kosten des Projektes habe man sich noch nicht geäußert, da sich diese aktuell auch noch nicht abschätzen lassen. Diese können wohl erst nach Abschluss der ersten Planungsphase näher beziffert werden. Allerdings rechnen die 27 internationale Unternehmen und Forschungsinstitute mit Fördergeldern von Deutschland und Europa, um dieses Projekt umzusetzen. Ohne Fördergelder sei eine Umsetzung kaum vorstellbar.

„Hilfreich sind die Förderprogramme von Bund und EU sowie die Entscheidung der Bundesregierung, grünen Wasserstoff von der EEG- Umlage zu befreien. Die erste große zu überwindende Hürde wird die Genehmigung von zwei einzelnen Pilotanlagen im Küstenmeer von Schleswig-Holstein sein.“ – Jörg Singer, Bürgermeister der Insel Helgoland

Singer gibt abschließend zu verstehen, dass man durchaus davon ausgehe, dass sich Offshore-Wasserstoff rechnen kann: „Wir gehen davon aus, dass grüner Wasserstoff in der Zukunft wettbewerbsfähig sein wird, sofern die Folgekosten für Klima und Umwelt auf der Seite des fossilen Wasserstoffs entsprechend eingepreist werden.“

Quelle: edison – Helgoland wird Zentrum für grünen Wasserstoff

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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„Hilfreich sind die Förderprogramme“ Genau das ist das Grundproblem. Ohne Fördergelder ist das Projekt nicht sinnvoll, weil zu teuer. Da aber die Technologie der Windräder und Wasserstoffelektrolyseanlagen weitgehend ausgereizt ist, ist ein Kostensekungspotential eher überschaubar. Also auch nix mit Anschubfinanzierung. Das Ding wird über die gesamte Laufzeit einfach nur Geld vernichten. Da mit Megatonnenproduktion zu rechnen, zeugt von Realitätsverweigerung und Größenwahn. Mit Onshorewindkraft an einer windigen Ecke könnte das was werden, vorausgesetzt der Wasserstoff wird vor Ort (z.B. Stahlwerk) verwendet nur über kurze Distanz transportiert oder ggf. z.B. in Ammoniak umgewandelt, dann wäre auch ein Tankertransport über weitere Strecken noch wirtschaftlich.

Es muss auf so etwas herauslaufen wenn wir wirklich erneuerbare Energie zu 100% haben wollen.
Wenn man das nicht haben will, sollte man es nicht tun.

Warum ist das nötig?

Wir haben speziell im Winter öfters längere Windpausen und wenig Sonne. Mit der App ElectricityMap kann man sich das ganz gut mit live Daten ansehen.

Das heißt die installierte peak Windkraftleistung muss mindestens um den Faktor 3 größer sein als eigentlich gebraucht wird. Wenn nun in so einem Szenario der Wind an der See in rund 50% der Zeit mehr Energie liefert als benötigt wird, weil eben der Wind zu dieser Zeit so stark ist, dann kann man damit Wasserstoff erzeugen und damit einerseits die Stahlwerke beliefern oder den Wasserstoff speichern, Methanumwandlung usw. um Schwachwindphasen zu überbrücken. Ja, billig wird das nicht, aber wie soll sonst 100% erneuerbaren Strom gehen, wenn man Kernkraft ausschließen möchte?

Öhm die Energie per Starkstrom Trasse ins Netz speisen wie es eigentlich vorgesehen war…
Die Anlage zu bauen und Tanker, Lagerung , Wandlung etc kostet das 4 Fache und bringt rein gar nichts außer das wir Energie Verschwenden…

Ihre Antwort zeigt das Sie keine Ahnung vom Strom Netz und netzstabilität haben. Das Stromnetz ist kein Tank wie bei m Auto den ich unbegrenzt mit Energie füllen kann. Das Stromnetz ist sehr fragil. Die Netzbetreiber sind 24h nur damit beschäftigt den Input mit dem Output stabil zu halten. Was meinen Sie wieviel investiert wird für Spitzenlastktaftwerke, Puffern von Spitzlast und Abschaltung?! Jeder kann schreiben was er will aber Loch Stammtischparolen bringen niemanden etwas.
Zum Thema Subventionen nur soviel:

  • E-Autos würden sich nicht verkaufen ohne Subventionen
  • Atomkraftwerke hätten sich auch nie gelohnt ohne Subventionen

Es gibt soviele Bespiele mehr. Also Vorsicht mit solchen Aussagen.

Nebenbei gesagt – Elektroautos bräuchten keine Subventionen, wenn Verbrenner für Lärm und Luftverschmutzungen und den Kosten dafür zahlen müssten – nicht nur Mineralölsteuer.

Jetzt kommt ja der steigende CO2-Preis und macht diese Kosten der Verbrenner für die Allgemeinheit zunehmend sichtbarer.

Atomkraftwerke sind ja der größte „Irrtum“ der Menschheit und die größte Steuerverschwendung – die noch tausende Generationen belasten wird, falls die Menschheit nicht vorher untergeht.

Deren „größter Schreier“…

Am 25. Juli 1956 stellte Atomminister Franz-Josef Strauß einen Gesetzentwurf zur „Erzeugung und Nutzung der Kernenergie“ vor.

(Quelle: br.de)

… würde heute wohl bei „den Rechten“ mit Kußhand aufgenommen.

Bis 2030 ist noch lang – und falls bis dorthin die Batterietechnik (die von mir erwarteten) Fortschritte macht, dann dürfte sich ein Großteil der Wasserstoffpläne erübrigen.

Für den restlichen Wasserstoff- und E-Fuel-Bedarf dürften sich etliche der bereits abgeschriebenen Windkraftanlagen finden lassen und die brauchen dann auch keine Subventionen mehr.

Glauben Sie wirklich, man könne mit chemischen Batterien saisonale Schwankungen in der Energieproduktion ausgleichen? Dann rechnen Sie mal nach, wie viele Ihrer Wunder-Batterien das brauchen würde und was das kostet.
Sobald man stationär ist und viel Energie über längere Zeiträume speichern muss, ist es nicht notwendig, mit einem fixen Elektrolyt zu arbeiten. Man kann, bzw. muss die Energiespeicherung/Energieerzeugung von den Speicherchemikalien trennen. Das ist bei Redox-Flow-Batterien und eben bei der Wasserstoff-Speicherung der Fall. Beide werden in diesem Anwendungsfall immer günstiger und ökologischer sein als klassische Batterien, bzw. Akkus.

Hier sollte beachtet werden das solche Anlagen Intensive Wartung brauchen, bei einem Energiespeicher benötigt man nur 10% der Kosten…
Schauen Sie sich Australien an, hier wird bereits ein 250MWH Akku gebaut und es wird bis 2035 wahrscheinlich einen 1000 MWH Speicher geben der bis dahin recht kostengünstig zu bauen sein wird.
Warum sollte man also Folgekosten haben wollen…

Bei diesem Speicher in Australien weisen die Betreiber selber darauf hin, dass er der Netzstabilisierung dient. Und nicht als saisonaler Speicher geeignet ist. Die Energieverluste über mehrere Monate sind zu groß.

Der Vorteil eines klassischen Akkus ist, dass er (bei entsprechender Verdrahtung der Zellen) innert sehr kurzer Zeit (Minuten bis Stunden) die maximale Energie aufnehmen und auch wieder abgeben kann. Der Vorteil der Redox-Flow- und der Wasserstoff-Speichertechnik ist, dass sie (im Prinzip) beliebig grosse Energiemengen speichern können. Wenn man das weiter denkt, ist klar wo die jeweiligen Einsatzbereiche sind. Zwischen zwei Technologien kann es dann eine gewisse Überlappung geben, wo beide in Frage kommen, beispielsweise bei lokalen PV-Speichern, wo nach heutigem Stand Akku und Redox-Flow in Betracht kommen.

Redox-Flow-Batterien – Energiegroßspeicher der Zukunft?

Interview vom 06.11.2020

Glauben Sie, dass Redox-Flow-Batterien weltweit eingeführt werden könnten und was sind potenzielle Hindernisse?

Jan Girschik: … Die Kritikalität und Preisentwicklung der Grundstoffe des Elektrolyten können jedoch potenzielle Hindernisse für eine breite Marktdurchdringung sein. Ebenso die derzeit höheren Beschaffungskosten der Batteriezellen samt Peripherie gegenüber anderen elektrochemischen Speichersystemen, auch weil es noch keine Massenproduktion von Redox-Flow-Batterien gibt.

(Quelle: umsicht.fraunhofer.de)

Redox-Flow-Batterien sind preislich noch nicht konkurrenzfähig gegenüber den elektrochemischen Speichersystemen – also könnte in Zukunft auch die sehr günstigen Metall-Luft-Akkus das Rennen machen.

Ich glaube, Sie haben die prinzipiellen Unterschiede zwischen den drei Varianten und deren Auswirkungen bei steigender Speichergrösse nicht richtig verarbeitet.

1) Redox-Flow-Batterien – teuerer als elektrochemische Speichersysteme – wenn schon die Elektrolyte an sich teuer sind, dann wird es bei einer Vervielfachung der Menge in den Tanks kaum billiger.

Die oft eingesetzten Polymerelektrolytmembrane und der eingesetzte Vanadium-Elektrolyt sind entscheidende Kostenfaktoren bei der Technologie. … Vanadium ist ein Schwermetall und damit ein kritischer Rohstoff. … Bislang wird der Großteil des Vanadiums in China, Südafrika, Brasilien oder Russland gewonnen.

(Quelle: cleanthinking.de)

2) Wasserstoff als Speicher – hohe Umwandlungsverluste – als Stromspeicher nur mit hohen Subventionen bzw. geschenktem Ökostrom für die Betreiber lohnend.

3) Akkus (elektrochemisch) – zurzeit hohe Batteriepreise und hohe Batteriegewichte – in Zukunft (3-5 Jahren) mit Zink-Luft-Akkus für etwa 1/10 des Preises und bis zu 1/3 des Gewichts, dank günstiger Metalle und höherer Energiedichte.

Soweit meine Kenntnisse zu den 3 Varianten.

Für mich kommt in Zukunft als Stromspeicher nur Variant 3 in Frage – zusammen mit PV-Anlage und Wärmepumpe ergäbe sich eine autarke Strom- und Wärmelösung.

Redox-Flow-Batterien sollen langlebiger sein, aber ob sich das bei günstigeren Akkus (Variante 3) kaufmännisch rechnet, das müsste man in einigen Jahren mal berechnen.

Bei Wasserstoff wird immer mit reichlich Abwärmenutzung schön gerechnet, das könnte mit Strom und Wärmepumpe genauso gut oder besser gemacht werden.

Wie gesagt. Ich weiss nicht, ob Sie die völlig unterschiedliche Skalierung der 3 Technologien nicht sehen können, nicht sehen wollen oder wegdiskutieren möchten.
Beispiel:
Ich will für meine PV-Anlage eine Tag/Nacht-Pufferung und nehme dafür eine Batterie von etwa 15 kWh. Das kostet mich heute bestenfalls 15 x 400.- plus 1000.-, macht 7’000.- und ist sicher günstiger als eine Wasserstoff-Lösung; bei Redox-Flow wird man in 2-3 Jahren sehen.
Nun will ich 1/3 der Energie meiner PV-Anlage im Sommer für den Winter auf die Seite legen. Das wären etwa 3’000 kWh. Die für das Haus notwendige Maximalleistung ist etwa 6’000 Watt. In absehbarer Zukunft zahle ich für 1 kWh Batteriespeicher hoffentlich nur noch 200.- (statt 400.- heute). Das gäbe für die 3’000 kWh dann 600’000.- Kosten für die Batterie. Wenn die Batterien tatsächlich irgendwann mal 10 mal billiger sein sollten als die 400.- heute, wären das immer noch 120’000.-.
Nun sagen Sie, die Wasserstoff-Lösung hätte Umwandlungsverluste. Okay, dann gehe ich von 50% Verlust aus und baue die PV-Anlage um 3’000 kWh aus. Das gibt etwa ein Dutzend Panels und ein bisschen drumherum dazu, also etwa 4’000.-; somit weniger als 1% der Batteriekosten. Dazu brauche ich Elektrolyse-Kapazität mit ca. 4’000 Watt Leistung (hier oder irgendwo zentral) für meinen Überschuss, und für die 6’000 Watt Maximalverbrauch meines Hauses eine Brennstoffzelle für etwa 3’000 Watt und eine kleine Pufferbatterie von vielleicht 10 kWh.
Das war das Szenario für ein Einfamilienhaus (oder eben eine autonome Berghütte). Stellen Sie sich das Szenario für eine Stadt oder ein Land vor.

Das heißt Sie sehen nicht in der Technologie das Problem sonden in den aktuellen Kosten.
Ich wüsste nicht warum 1kWh Akku nicht irgendwann zehn Euro kosten sollte.
Was viele vergessen, wir befinden uns noch erst am Anfang.

Allerdings finde ich auch die Größe von 3000 kWh problematisch.
Benötigen Sie wirklich soviel Energie? Und über welchen Zeitraum?
Die Sonne geht jeden Tag auf, zumindest bei uns. Das muss man doch nutzen können…

Mann kann Überschüsse auch sehr gut in Form von Wärme speichern.

Es geht hier nicht um meine 3’000 kWh Winterstrom (wir heizen seit 30 Jahren mit einer Wärmepumpe), sondern um die Frage, ob sich Batterien eignen, um eine grössere Menge von Energie über eine längere Zeit zu speichern.
Sie haben recht, dass es dafür Alternativen gibt. Mehrere sogar. In unserem Fall sind es die Speicherkraftwerke unseres Strom-Anbieters. Wasserstoff wird man dafür in Zukunft im Flachland auch verwenden. Nur Batterien zieht dafür definitiv kein vernünftiger Mensch in Betracht.

Warum sollte man größere Mengen von Energie über eine längere Zeit speichern müssen?
Wenn ich z.B. bei
https://energy-charts.info/charts/renewable_share/chart.htm?l=de&c=DE&interval=day&day=y
die Leistungen von erneuerbaren Kraftwerken in Deutschland für jeden Tag im Jahr 2020 anschaue, dann ist offensichtlich, dass man von Zeiträumen von max. ein Paar Wochen spricht (wo man ev. was speichern müsste); wobei man noch bedenken muss, dass z.B. die Biomasse-Kraftwerke noch gar nicht flexibel (nach Bedarf) arbeiten, sondern wie AKW´s nonstop fast immer auf 100%…

Für Insellösungen ist es natürlich was anderes, aber ansonsten gibt es in Deutschland schon ein Stromnetz (was man natürlich weiter ausbauen könnte/sollte).

Bei der PV Anlage liegt eine grundlegende Fehlannahme zu Grunde. Warum ist wohl so, dass ich selbst mit Batteriespeicher kaum über 60% Eigenutzung hinaus komme und trotzdem Strom zukaufen muss? Schau mal in einen Online Solarrechner. Dort wird ziemlich genau gezeigt, wie viel Strom eine PV Anlage in welchen Monaten produziert. Die Anlage produziert im Sommer glaube ich rund 75% des Strom s den Sie im Jahr liefert. Heißt im Sommer produziere ich viel mehr Strom wie ich verbrauchen kann. Im Winter viel zu wenig. Mein Stromverbrauch dagegen ist recht gleichmäßig verteilt. Steigt dazu gerade mit Wärmepumpe eher Im Winter an. Also dann wenn ich eh weniger Strom produziere.
Ich müsste also Strom im Sommer für den Winter speichern. Mit nem Akku wird das auf absehbare Zeit nichts.

PS: das mit dem Ertrag im Winter kann man auch nicht drehen. Erstens sind die Tage kürzer. Aber viel wichtig: der Einfallswinkel der Sonne ist flacher. Also die Stehalungdichte geringer. Was nebenbei auch der Grund für unseren Winter ist. Man erinnert sich vielleicht an den Erdkunde Unterricht in der Schule.

Last edited 7 Monate zuvor by KaiGo

Zwei Punkte habe ich trotz meinem ellenlangen Sermon noch vergessen:
Die Speicherkapazität für den Wasserstoff. Es gibt verschiedene Lösungsmöglichkeiten. Lokal ein kleiner Niederdrucktank oder das bestehende Gasnetz. Mit dem Rest von den 600’000 lässt sich auf jeden Fall Einiges machen.
Der zweite Punkt ist der Preis des im Winter aus der Batterie entnommenen Stroms. Wenn ich die 600’000.- in 20 Jahren amortisiere (lange für eine Batterie), dann muss ich 30’000.- pro Jahr amortisieren. Umgewälzt auf die gespeicherten 3’000 kWh gäbe das einen Weltrekords-Preis von 10.- pro Kilowattstunde. Die Kilowattstunde Strom kostet mich hier 0.24 am Tag und 0.13 in der Nacht. Selbst wenn das 5 oder 10 mal billiger wäre, wäre es immer noch indiskutabel.
Man lerne: Für grosse Mengen Strom auf lange Zeit (saisonal) gespeichert werden Batterien die nächsten paar Jahrzehnte sicher keine Lösung sein.

All ihre Rechnungen beruhen leider auf der falschen Annahme dass hier 600.000 € nötig sein werden so kann man sich natürlich alles schlecht rechnen

Was rechnen Sie denn für eine Batterie für 3’000 kWh?

Das mit der Kombination PV-Batterie-Wärmepumpe – vor allem, wenn es autark ohne Netzstrom sein soll – steht und fällt mit dem Batteriepreis, das ist mir durchaus bewusst, deshalb ist das für mich eine „Zukunftvision“.

Vermutlich dürfte bei einer jetzigen Wärmepumpennutzung in einem Kfw-Energiesparhaus noch sehr lange der direkte Strombezug aus dem Netz sehr viel günstiger kommen als eine (autarke) PV-Batterie-Wärmepumpen-Kombination.

Bei 10.000 kWh Jahrestrombedarf für Haushaltsstrom, Wärmepumpe (Heizung und Warmwasser) und E-Auto bei einem Kfw-Energiesparhaus und 4-5 Personen kostet der normaler Netzstrom dafür etwa 3.000 Euro pro Jahr.

Bei 20 Jahren Verteilung dürfte die Kombination PV-Batterie-Wärmepumpe nur etwa 60.000 Euro kosten, was einem Batterieherstellungspreis von etwa 2,50 Euro / kWh entspräche und in etwa 10-15 Jahren erreicht werden könnte.

Nachtrag:

Günstiger für Alle wäre es wohl, wenn die Energieunternehmen die Pfufferbatterien betreiben und nur soviel installieren würden wie für die „Flaute“ bei Solar- und Windstrom erforderlich ist – evtl. kurzfristigen Bedarf mit Gaskraftwerken ausgleichen.

In Verbindung mit einer zentralen smarten Wärmepumpensteuerung könnte überschüssiger Ökostrom den Wärmespeicher in den Haushalten füllen und die Pufferbatterien bei den Energieunternehmen kleiner ausfallen.

Bei einer europaweiten Verteilung von Ökostrom ließen sich Windflauten in einem Land mit starken Winden in anderen Ländern ausgleichen, ebenso bei Solarstrom.

Am Ende läuft es wohl auf EU-weite smarte Stromregelungen hinaus, um CO2-neutral bei der Stromversorgung zu werden und zugleich den Haushalten und der Industrie günstigen Strom zu liefern. Dann würden kleine günstige Pufferbatterien im Haus genügen, mit denen Energieunternehmen noch besser auf „Flauten“ reagieren könnten.

Bei abgelegenen Häusern konnte man sich zukünftig die Stromleitungen sparen, da die Kombination PV-Batterie-Wärmepumpe günstiger wäre als extra eine kilometerlange Stromleitung zu verlegen.

In eigener Sache:

Bei meinem kleinen Haus lohnt sich keine PV-Anlage, da ich tagsüber kaum Strom brauche und die steilen Dachneigungen in Ost-West-Richtung liegen, noch dazu verbrauche ich weniger als 1.500 kWh Strom (inkl. Warmwasser) im Jahr.

Und damit entfiele auch die Pufferbatterie für die PV-Anlage.

Als Wärmepumpe käme nur eine Luftwärmepumpe in Frage, da am Haus kein Platz für eine Erdwärmepumpe wäre und die Gartengrundstücke zu weit entfernt sind.

Also bleibt es bei Strom aus dem Netz und dem Heizöltank (1.000 Liter) im Keller, der einmal im Jahr gefüllt wird, Verbrauch ca. 800-900 Liter (normaler Winter).

Wir haben bei uns im Mehrfamilienhaus 2 Erdsonden mit Wärmepumpe von Wasserkraft. Wäre Erdwärme vielleicht etwas für Dich? Meine Wärmerechnung pro Jahr für meine 4/12 Zimmer Eigentumswohnung je nach Winter is ca. 50-60 Euro.

Gerade mit einer Wärmepumpe und Warmwassertanks kann man Energie wunderbar in die Nacht puffern.
Ost-West Dach ist heute kein Problem mehr. Der Eigenverbrauch von erzeugtem Strom ist heute viel interessanter als der Verkauf. Deshalb ist eine Ost- Westausrichtung mit stärkerer Stromerzeugung Morgens und Abends interessanter als eine Südausrichtung mit der Spitze in der Tagesmitte. Auch wenn dadurch die Gesamterzeugung etwas geringer ist.

Sind Sie sicher, dass Sie sich niemals ein E-Auto kaufen werden, das auch an der eigenen PV-Anlage geladen werden könnte? Oder das sie in den zukünftigen Hitzesommern tagsüber keine Klimanalage brauchen?

Last edited 7 Monate zuvor by Silverbeard

Ich brauche den Strom eher Abends und in der Nacht, wenn keine Sonne scheint.

Eine Überlegung wert wäre ein Stecker-Solargerät, einfach zu installieren und günstig zu haben, für den Bedarf am Tage von Kühl-/Gefrierschrank, Telefon und Router sowie der Heizölpumpe im Winter und evtl. einer Klimaanlage im Sommer.

Im Sommer bei großer Hitze lasse ich die Rollläden auf der Sonnenseite herunter und die Fenster geschlossen, eine sparsame LED-Lampe sorgt für Helligkeit und ein sparsamer schwenkbarer Tischventilator für Kühlung.

Wenn im Sommer nachts die Aussentemperatur geringer als die Innentemperatur ist, dann werden die Fenster stundenlang geöffnet, damit die Innenräume abkühlen.

Bei 40°C tagsüber im Schatten habe ich innen etwa 26°C ohne Klimaanlage, was sich ohne T-Shirt und mit Ventilator auf Stufe 1 von 3 gut aushalten lässt.

Ein Auto allgemein brauche ich nicht – Supermarkt (ca. 500m), Bäcker, Metzger, Apotheke, Zahnarzt, Banken und Rathaus (ca. 30-50m) und ein Arzt sind im Ort.

Ich bin über 40 Jahre Auto gefahren, seit 1 Jahr ohne Auto. Für den Supermarkt habe ich Einkaufstrolley und faltbaren Bollerwagen (für größere Einkäufe). Auf dem Rückweg geht es leicht bergab, der vollgeladene Bollerwagen läuft da von alleine.

Ein kleines E-Auto wäre für später eine Überlegung wert, damit ich den Einkauf nicht nach dem Wetter planen müsste oder wenn die Beine nicht mehr wollen.

Ja, man sollte technologisch offen bleiben, weil in vielen Bereichen noch viel möglich ist. Aber ein paar Dinge gibt es die einfach schwer verständlich sind.

Warum sollte ich eine Elektrolyse auf hoher See betreiben. Eine Ahnung welche Mehrkosten sowas verursacht?

In der Errichtung extrem aufwändig. Im Betrieb sauteuer und mit massiv verringerten Haltbarkeiten.

Googlet einfach mal die Löhne die auf Bohrinsel gezahlt werden.

Wasserstoff hat pro m³ eine viel geringe Energiedichte als Methan und diffundiert.

Selbst wenn ich ein Wasserstoffprojekt umsetzen möchte was sind die Vorteile gegen über der Elektrolyse an Land. Es will mir doch wohl keiner erzählen, dass damit Westeuropa zum Energieexporteur werden soll.

Für mich klingt es einfach nach einer massiven Steuergeldverschwendung.

Ein Elektrolyse in so großem Unfang produziert auch viel Abwärme.
Was macht man auf Helgoland sinnvoll mit dieser Abwärme?
Abwärme kann man am sinnvollsten in Fernwärmenetzen nutzen. Aber nicht auf einer kleinen Nordseeinsel.

Egal ob man auf Helgoland mit seiner dünnen Besiedlung Nah- oder Fernwärme nutzen kann…

Diese Diskussion stellt sich nicht, denn die wollen die Elektrolyse auf hoher See machen und dann die Pipeline nach Helgoland führen.

Wenn ich mir vorstelle wie viele Gedanken oft bei Projekten berücksichtigt werden, um nicht doch noch etwas rentabler zu werden und hier spielt das scheinbar alles keine Rolle.

Also mal abgesehen von der extremen Ineffizienz der Wasserstofftechnik, die enorm viel Energie und komplexe Technik sowohl zur Wasserstofferzeugung als auch zur Rückverwandlung (Brennstoffzelle) benötigt, frage ich mich, wieso man eine derartige großindustrielle Anlage ausgerechnet auf diesen Ausflugsort Helgoland stellen will – die Leute dort leben vom Fremdenverkehr und haben jährlich ca. 350.000 Feriengäste – ihr glaubt doch nicht im Ernst, dass sich da nur einer dafür begesitern kann, aus der Insel einen Industriestandort zu machen ?!

Was sind das nur für ultra-aberwitzige, ja geradezu perverse Ideen ?! Noch nicht genug kaputtgemacht mit der Industrie, mit „erneuerbaren Energien“ kriegen wir auch noch die letzten Hochseerefugien kaputt ?!?!?

Naja soviel wird doch eh nicht auf Helgoland gebaut, die Elektrolyse passiert ja auf hoher See. In Helgoland wird maximal der Hafen ausgebaut. vl. kommt auch irgendwann etwas Pipeline dazu.

Es klingt wirtschaftlich schrecklich.

Scheinbar will man das Projekt künstlich komplizierter machen damit das Risiko des scheitern höher ist und die Fördernotwendigkeit noch mehr gegeben ist.

Was die Offshore Windparks angeht so stellt sich heraus, dass die Meereswelt sich dort sogar besser entwickelt.

Der Grund Fischer können dort nicht so nahe heranfahren. Eine Art Tschernobyl-Effekt im Kleinen. Ja es tut der Natur nicht gut aber dafür hält es den Menschen fern und die Natur kann sich erholen.

Sinn macht es vielleicht auf Helgoland einen Windpark zu bauen um den Wind zur Stromerzeugung dort zu nutzen und allenfalls die Elektrolyseanlagen dort zu bauen, die den eigenen Wasserstoffbedarf der Insel erzeugen und decken würden, aber nicht mehr. Ansonsten Seekabel verlegen welches den „restlichen“ erzeugten Strom des Windparks für zu weiteren Elektrolyseanlagen zu gut erreichbaren Industriezentren an der wasserreichen Festlandküste liefert, wo es am besten auch schon nutzbare Pipelines für den Wasserstofftransport gibt (vielleicht Städte wie Cuxhaven, Wilhelmshaven, Bremerhaven?). Bloß Wasserstoff extra per Schiff zu transportieren oder extra eine riesige Pipeline durchs Meer zu bauen wäre wahrscheinlich „aberwitzig“ aufwändig und würde vielleicht mehr Energie verschwenden als mit der Produktion gewonnen wird? Solche komplexen Anlagen müssen gebaut und gewartet werden, da ist es nur gut, wenn sie auch einigermaßen gut zu erreichen sind.

Last edited 7 Monate zuvor by Leser

Wenn es nicht so traurig wäre könnte man darüber lachen.
Wir prozuzieren mit viel Verlust Wasserstoff mit Windenergie, und gleichzeitig produzieren wir Strom mit Braunkohle.
Welch ein schwachsinniger Irrsinn. 2030 werden wir einen Temperaturanstieg von über 3°C haben und bis 2100 wird der Planet Milliarden Menschen in den Tod schicken.
Macht aber nichts, wir haben es selbst zu verantworten.

Es geht hier ja um eine Produktion ab 2030. Wenn wir bis dann völlig ohne Kohlekraftwerke und Kernkraftwerke auskommen wollen, brauchen wir eine riesige Kapazität von Photovoltaik und Windkraft, die dann zu einem beträchtlichen Teil der Zeit zu viel Strom produzieren. Was würden Sie denn mit dieser Überkapazität machen? Abstellen?

Ohne Kohlekraftwerke, die 24/7 durchlaufen müssen, wird es gar nicht so viel Überprodukton geben.
Ich denke aber trotzdem, das wir Wasserstoff brauchen. Aber warum muss das künstlich kompliziert gemacht werden? Den könnte man doch auch in den neuen Bundesländern herstellen, mit Ökostrom, der dorthin geleitet oder produziert wird. Wenn das Projekt sowieso erst in 10 Jahren starten soll, wäre ja noch etwas Projektzeit vorhanden, um Stromtrassen vor Gericht festzuklopfen.
Die Überproduktion wird leider heute abgestellt. Deshalb die hohen EEG Abgaben. Und das alles, weil 8.000 Kohlekumpel sinnlos weiter durch die Erde buddeln sollen.

Die Kohlekumpel buddeln ja nicht sinnlos, sie füllen den Oberen in den Konzernen die Taschen und diese bedanken sich bei der Politik mit „kleinen Geschenken“ – die Bürger bekommen die schlechte Luft und wählen die Poltiker, damit diese die Kohlekumpe weiter buddeln lassen.

Es ist eine Absurdität, aber einige Tausend haben etwas davon, deshalb wollen die Beteiligten nicht aufhören und Millionen Wähler unterstützen sie dabei – verstehe einer die Wähler.

Es ist echt traurig, das die Unionswähler nicht verstehen, das diese 8.000 ‚geretteten‘ dauerhaft 120.000 zukunftssichere, hochwertige Arbeitsplätze vernichtet haben. Und wenn man dann noch überlegt, das 60% der 8.000 in den nächsten 10 Jahren sowieso in Rente gehen…
Hätte man an allen den Lohn einfach weitergezahlt und die Gruben zugemacht, wäre Deutschland billiger und viel besser weggekommen.

Ist ja wieder eine hitzige Diskussion hier… Naja, wäre ja schon wenn mal alle einsehen, dass es nicht die eine Technologie geben wird. Es wird einen Mix geben. In den Bergen werde ich z. B. keine Elektrolyse machen. Dazu braucht man Wasser. Daher ist die Idee am Meer ja schonmal gut. Aber ich muss mich auch fragen: Offshore Anlagen auf dem mehr machen gerade im Herbst und Winter viel Strom. Der muss gespeichert werden anstatt die Anlagen abzuschalten. Am Meer ist Wasserstoff schonmal naheliegend. Aber warum muss ich die Elektrolyse auf Helgoland machen??? Warum nicht ein dickes Stromkabel zum Festland lege anstatt einer Pipeline und den Wasserstoff dort produzieren? Das muss doch günstiger sein.

Als Chemiker gebe ich auch mal zu bedenken: Man muss ja auch den Wasserstoff garnicht wieder in Strom umwandeln. Googled mal Haber-Bosch Verfahren zur Herstellung von Ammoniak für Dünger etc. Was meint ihr was da an Energie benötigt wird und nebenbei auch Wasserstoff für die Reaktion an sich. Und auch sonst wird für alles mögliche Wasserstoff benötigt. Nebenbei könnten wir den auch zum Heizen verbrennen wie heute das Erdgas. Nicht jeder hat/ will eine Wärmepumpe.

Nebenbei ist er aber auch ein guter Langzeit Speicher.

Akkus werden auch nicht alle Probleme lösen. Was technisch machbar ist und was am Ende wirklich produziert werden kann sind verschiedene Dinge. Wir wlen mehr und mehr Elektroautos. Auch dafür brauchen wir einen Haufen Batteriezellen. Dann noch global stationäre Speicher für die Langzeitspeicherung zu bauen dürfte da den Rahmen sprengen. Für Autos brauchen Speicher mit hoher volumetrischer und gewichtsbezogener Energiedichte. Bei stationären speichern ist beides erst recht egal.

Das mit dem Stromkabel ist ein interessanter Punkt. Ich habe auch immer gedacht, ein Stromkabel müsste doch deutlich billiger sein als eine Gas-Pipeline (für die gleiche Energie). Kürzlich habe ich in zwei Artikeln gelesen, dass das genau nicht so sei; für grosse Energiemengen sei Gas-Pipeline billiger. Ich glaub’s immer noch nicht ganz, werde es weiter abklären, aber evt. täuschen wir uns da.

Wenn am Anfang Strom rein soll und am anderen Ende Strom gebraucht wird, dann ist das Stromkabel viel günstiger.

Während eine konventionelle Power-to-Gas-Industrieanlage rund 54 Prozent der elektrischen Energie erneuerbaren Stroms in chemische Energie des Brennstoffes Methan umsetzt, konnten die Karlsruher Forscher mit ihrem Prototyp bei den finalen Messungen einen Wirkungsgrad von 76 Prozent erreichen.

Link >> Power-to-Gas mit 76 Prozent Wirkungsgrad (April 2018)

Als Chemiker gebe ich auch mal zu bedenken: Man muss ja auch den Wasserstoff garnicht wieder in Strom umwandeln. Googled mal Haber-Bosch Verfahren zur Herstellung von Ammoniak für Dünger etc. Was meint ihr was da an Energie benötigt wird und nebenbei auch Wasserstoff für die Reaktion an sich.

Das ist absolut richtig. Ein weiterer Grund, warum Ökowasserstoff niemals der Zukunftstreibstoff für Autos wird. Dafür ist der einfach zu wertvoll. Der Ökowasserstoff wird in der chemischen Industrie gebraucht, zur Stahlherstellung, für Gaskraftwerke als Reserve in Flauten und als Treibstoff für Interkontinentalflüge (E-Fuels) und Hochseeschiffe (E-Fuels und vielleicht synthetisches Methan oder Methanol).

Mein Gott, was ist denn hier los?
warum wird bei der Erzeugung von H2
immer vergessen das 70% des Strom verloren gehen. H2 Erzeugung über Strom ist Stromverschwendung
Grüner Strom muss direkt in die Batterien der Autos oder Speicher geladen werden. 10% Verlust ist dann verschmerzbar

Stahl soll zukünftig mit Ökowasserstoff und nicht mehr mit Kohle reduziert werden.
Auch in der chemischen Industrie wird viel Wasserstoff verbraucht, der aktuell noch aus Erdgas hergestellt wird.
Nicht zuletzt sollen Interkontinentalflüge mit E-Fuels CO2 neutral werden, weil es auf diesen Steckenlängen noch nicht möglich ist mit Strom zu fliegen.
Natürlich könnte man auch Gaskraftwerke mit Wasserstoff betreiben, um grosse Schwankungen aufzufangen. Gaskraftwerke können sehr schnell gestartet und ans Netz gebracht werden.

Zum Bau von E-Autos wird natürlich nur „Oko-Stahl“ verwendet. Man braucht dazu auch keinerlei Erdöl mehr. Die Transportze erfolgen mit Öko-Segelschiffen und Öko-Wind. Die Rohstoffe kartzen Öko-Fans von hand aus dem Boden. Doe millionen von Ladesäulen buddeln Freiwilige Helfer von Hand ein. Die Baiiterien werden manual zerlegt und die Bestandteile manuell wieder in die Kreisläufe zurück gegeben. Das Ganze klingt irgendwie nach Afrika. Daus holen und bringen die Waren, Kamele und Esel verfrachten an Land. Die Rohstoffe kratzt man aus westlichen Industrieschrot und der Rest landet in giftigen Deponien oder im Meer. Und bei uns? Manträumt die E-Mobil-Eko-Mär… Vlt. sollte man endlich lernen, das man Pferde von Vorne aufzäumt. Sonst haut der Gaul vlt. richtig aus und man liegt plötzlich an Boden der Tatsachen. Das Pferd mit dem größeren Kopf schau um und denkt, solche Esel,,,,, 1 PS hätte genügt um vorwärts zu kommen….

Wissen Sie denn von welchen Verlusten Sie überhaupt reden? Der Wasserstoff wird ja nicht nur im Auto gebraucht und mit welchen Verlsten redet man eigentlich bei Bau von Autos insgesamt? Die ganze Branche scheint inzwischen ein einziger Bettelladen geworden zu sein. Das Ganze erinnert irgendwie an reine Planwirtschaft und verliert immer mehr die Grundsätze der so genannten freien Markwirtschaft. Diese E-Auto-Hype basiert eigentlich nur auf öffentlichen Fördergeldern. Das verzerrt jeglichen Wettbewerb und jede Kreativität und verkommt zu einem Wettlauf um Subventionen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass ausgerechnet die chinesichen Kommunisten diesen Wettbewerb längst gewonnen haben. Sie nutzten hoch flexibel unsere früheren Stärken . Gute Nacht EU, So gehen bei uns die Lichter aus. Schneller als wir denken können.

Ich finde Helgoland gut für eine Wasserstofffabrik. Wenn die mal explodiert, ist nur Wasser drum herum. 😉

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