VW über E-Mobilität Durchbruch: “Es ist nur noch eine Frage, wann und wo zuerst.”

Copyright Abbildung(en): Volkswagen AG

“Volkswagen Konzern und seine Marken schließen 2019 erfolgreich ab”, so das Ergebnis des Blicks auf das Jahresergebnis des VW Konzerns. In Hinblick auf die E-Mobilität zeichnet sich dabei folgendes Bild bei Verkaufs-, Auftrags- und Reservierungzahlen. Diess gibt im zum Jahresrückblick gehörenden Bericht zu verstehen, dass die Konzernmarken Porsche und Audi bereits 2019 erfolgreich bewiesen haben, dass “Elektromobilität auch im Premiumsegment die Kunden begeistern kann”.

“Erfahrungen in Märkten wie den Niederlanden oder Norwegen zeigen: Wenn die Infrastruktur und das Steuersystem stimmen, dann steigen die Kunden auf E-Mobilität um. Es ist keine Frage mehr, ob die E-Mobilität sich durchsetzt. Es ist nur noch eine Frage, wann und wo zuerst.” – Herbert Diess, Vorsitzender des Vorstands der VW AG

Porsche Taycan bereits über 15.000 verbindliche Bestellungen

Der Porsche Taycan bringt es neuen Zahlen zu folge auf mittlerweile über 15.000 verbindliche Bestellungen. Die bisherige Zahl der Bestellungen lag Anfang Dezember 2019 bei 10.000, plus weitere 20.000 Vorbestellungen (unverbindlich). Die Gesamtzahl der im Jahr 2019 produzierten Taycans beträgt 1.386 – 0,5% von insgesamt 274.463 produzierten Fahrzeugen in 2019. Porsche hat den Gewinn weiter gesteigert und mit über 16 Prozent erneut die höchste Rendite erzielt. Mit dem neuen Taycan demonstriert die Marke das enorme Leistungspotenzial bei der Elektrifizierung: Er fährt von 0 auf 100 in 2,8 Sekunden. Und das Fahrzeug kommt bei den Kunden sehr gut an: Mehr als 15.000 haben sich zum Kauf eines solchen Fahrzeugs verpflichtet.”

Audi e-tron äußerst erfolgreich in Deutschland und Norwegen

Der Audi e-tron hat 2018 bei der Weltpremiere in San Francisco das Licht der Welt erblickt, Testfahrten wurden absolviert und zwischendurch die Produktionskapazität als Reaktion auf hohe Nachfrage erhöht. Zwischenzeitlich musste die Produktion wieder zurückgefahren werden, wird durch den Coronavirus nun vorübergehend komplett gestoppt. Bereits im ersten Quartal 2019 hatte man damit zu kämpfen, dass die Audi e-tron Produktion zurückgefahren wird und sich der e-tron Sportback verzögert; welcher gegen Ende des Jahres dennoch seine Weltpremiere feiern konnteSchuld daran sind die fehlenden E-Autobatterien. Das Ganze wurde kurz nach Markteinführung des e-tron bekannt. Audi begegnete den Lieferschwierigkeiten für den e-tron zwischenzeitlich mit Kurzarbeit. Wie es nach der Coronavirus-Auszeit weitergeht wird man sehen müssen.

Stand heute habe man bisher weltweit 32.000 Stück verkauft. “Ein Audi-Modell von großer Bedeutung für den gesamten Konzern ist der e-tron. Der Audi e-tron beweist, dass wir im Premiumsegment über E-Modelle verfügen, die dem Geschmack der Kunden entsprechen. Seit Ende 2018 haben wir 32.000 davon verkauft.” Und das trotz der Tatsache, dass die Produktion nicht richtig rund laufen will.

Des Weiteren gab Audi zu verstehen, dass der e-tron in Deutschland und Norwegen, Anfang 2020 bereits das meistverkaufte Elektroauto im Premiumsegment, noch vor Tesla war. Die Gesamtproduktion des Audi e-tron betrug dagegen 45.801 Stück – gemessen am gesamten Produktionsvolumen war dies ein Anteil von 2,4 Prozent.

VW setzt auf den ID.3 für Europa

Das Manager Magazin berichtete bereits, dass die Markteinführung des ID.3 sich um drei bis zwölf Monate verzögern soll. Der Konzern allerdings wiegelt ab und geht davon aus, dass der Verkaufsstart des Elektroautos nicht verschoben werden muss. Stattdessen setze man auf den ID.3 als Erfolgsgarant für den Durchbruch der E-Mobilität in Europa. Eigener Aussage nach mache man, mit der im Sommer anstehenden Markteinführung des ID.3, die E-Mobilität für viele Menschen erschwinglich. Das hat das Unternehmen mehr als einmal im Vorfeld des Verkaufsstarts und Auslieferungsbeginn zu verstehen gegeben.

Selbst erklärtes Ziel der VW AG sei es im Sommer europaweit 30.000 vorbestellte ID.3 der 1st Edition nahezu zeitgleich an die Kunden auszuliefern. Stand heute gebe es alleine für diese limitierte Version mehr als 37.000 Reservierungen. Aus dem Konzernbericht geht hervor, dass in 2019 “nur” 50 ID.3 gefertigt wurden. Insofern ein wenig verwunderlich, da bereits Anfang November mitgeteilt wurde, dass VW mit der Produktion des ersten ID.3 im Werk Zwickau, Deutschland begonnen hat. Warum die Auslieferungen erst Mitte 2020 beginnen haben wir versucht zu beantworten.

Wir werden weiterhin die Entwicklung der E-Offensive des VW Konzerns im Auge behalten und fortlaufend darüber berichten.

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8 Antworten

  1. Was soll denn immer wieder diese Fragen “es sei nur eine Frage der Zeit”. ?? Deutschland und ihre Autobosse haben den Wandel der Zeit einfach nie erkannt, sie haben es einfach verschlafen!!!!

    1. Verschlafen? Womit wird denn in der Autoindustrie Geld verdient? SUVs müssen die E-Mobilität subventionieren. Stromversorgung wird von Tag zu Tag unzuverlässiger. Strom bekommen wir bald nur noch dann wenn der Wind weht und nicht wenn wir ihn benötigen. Wow, schöne neue Welt. Und wofür? Ein deutscher Beitrag den Klimawandel um 50 Tausendstel Grad Celsius aufzuhalten. Hunderte Milliarden Euro, die man sinnvollerweise in das Gesundheitssystem hätte stecken können. Dort fehlen jetzt Ressourcen!

      1. “Stromversorgung wird von Tag zu Tag unzuverlässiger”
        Echt jetzt? Können Sie dies an einem Beispiel belegen? Oder ist das einfach mal so rausgehauen?

        “Hunderte Milliarden Euro, die man sinnvollerweise in das Gesundheitssystem hätte stecken können”
        Das erinnert mich jetzt sehr stark an die Brexiteers . . . 😉

  2. VW hat nicht nur die Technik verschlafen, sondern über mehr als zwei Jahrzehnte systematisch betrogen und mit anderen Herstellern alle Autotechniken abgestimmt und abgesprochen. Die Kartell-Ermittlungen hierzu laufen und die Autoindustrie scheut das Verfahren wie der Teufel das Weihwasser.
    Wer mehr als 50 Milliarden € verbrennt gehört entlassen und ins Gefängnis. Es sind schon Menschen wegen eines Brötchens entlassen und verurteilt worden.
    Hoffentlich kauft keiner Autos von diesen Manipulierern. Noch soll der Strom fürs E-Auto 50 cent pro kWh kosten, aber in spätestens 2-3 Jahren wird die kWh 1,00 € und mehr kosten. Diese große Lüge/Schönrederei wird VW und anderen noch mächtig auf die Füße fallen!!!

    1. Herr Wolf, wenn Sie so maßlos übertreiben und bewusst Sachen falsch darstellen, sind Sie kein deut besser.
      Ich spare es mir eine Gegendarstellung zu schreiben. Bringt ja bei Leuten nichts die ihr Wissen aus Whatsapp und Facebook beziehen.

  3. Zu den Stromtarifen muss ich jetzt doch was sagen: Ich lade mein E-Auto nicht für 50, 40 oder 30 Ct/kWh, nein für 27,55 Cent. Ich freue mich jeden Tag, wie viel ich gegenüber meinem alten Verbrenner spare, und wundere mich, dass das so wenige kapieren. Vielleicht sollte man sich nicht nur auf windigen Facebook-Seiten informieren. PS. Den Tarif kriegt jeder.

  4. Bleibt doch Mal locker!
    Kein Mensch kann die Zukunft vorraussagen!
    Das der Klimawandel und die resultierende Umstellung nicht für lau zu haben wird, ist jedem klar.
    Der Feststoff-Akku begibt sich zum Start, inwieweit H2 in der Mobilität sich einreihen wird bleibt offen und Biogas sollte man auch nicht abschreiben wie auch synthetische Treibstoffe.
    Der Strom wird teuerer werden wie alles andere auch schon immer alles teurer wird, vorallem wenn etwas neu ist und alle es haben wollen.

  5. Mit einer amortisierten PV Anlage auf dem Dach wird der Strom nicht teurer. Er ist gratis. Deshalb braucht man Akkus mit 60 KWH damit man nur selten auswärts laden muss. Im ECO Modus , teilweise gefahren,können Strecken mit 400 Km hin und zurück ohne auswärts aufladen gefahren werden.

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