VW: Trotz Corona arbeitet man weiter an der elektrischen Zukunft

Copyright Abbildung(en): Volkswagen AG

Ende März konnten wir berichten, wie sehr die Umstellung auf Elektromobilität den Standort Zwickau verändert. Aktuell ruht dort die Arbeit, bedingt durch den Coronavirus. In den dortigen Pilotenhallen arbeitet man dennoch fleißig weiter an der elektrischen Zukunft von Volkswagen. Dabei gibt das Wolfsburger Unternehmen zu verstehen, dass nicht nur die Abstandsregeln strikt eingehalten werden – auch die Motivation der Beschäftigten ist groß.

Zwickauer Pilothalle konzentriert sich auf ID.3 und ID.4

Die Tatsache, dass man, wenn auch im kleinen Rahmen, an der elektrischen Zukunft arbeitet, unterstreicht, dass die Marke Volkswagen trotz Corona vor dem Sprung ins Elektroauto-Zeitalter steht. Im Heiligtum des Fahrzeugwerk Zwickau – der Pilothalle – arbeitet man gut geschützt an der Zukunft von VW. Die vollelektrischen Modelle ID.3 und ID.4 werden dort für die Technische Entwicklung in Wolfsburg gefertigt. Der ID.4 ist auch hier noch in schwarze Plane eingehüllt – auf dem Titelbild zu sehen -, denn: Das vollelektrische SUV ist in der Öffentlichkeit noch nicht ohne Tarnung gezeigt worden.

„Wir geben mächtig Strom. Wir stellen trotz der Produktionsruhe die Vorserienfahrzeuge von Audi, Seat und Volkswagen fertig und unterstützen beim Serienanlauf, etwa bei der Elektrik und Elektronik.“ – Robert Pahlow, Leiter Anlaufmanagement MEB

Um ein wenig konkreter zu werden. Aus jedem Bereich der Pilothalle sind Mitarbeiter anwesend. Sie halten den Kontakt zur Technischen Entwicklung in Wolfsburg, arbeiten an wichtigen Optimierungen der Karosserie, verfeinern die Einstellungen von Fahrwerk, Licht und die Elektrik der ID. Fahrzeuge und führen wichtige Analysen der Elektronik durch. Finale Qualitäts-Checks stehen ebenso auf dem Programm. Denn das Ziel bleibt bestehen: den Pre-Bookern des ID.3 ihre Fahrzeuge im Sommer zu übergeben.

„Es ist wirklich enorm: Alle ziehen mit. Die Kollegen wissen, an welchem wichtigen Projekt für Volkswagen sie gerade arbeiten. Egal, ob jung oder alt. Alle, die wir zwingend brauchen, haben sich bereit erklärt, gerade jetzt dabei zu sein.“ – Carsten Friedrich, Leiter der Pilothalle und Zwickauer Urgestein

Trotz Coronavirus in positiver Grundstimmung

In der Pilothalle von Zwickau lässt sich das kleine Team nicht von seiner Arbeit abbringen, trotz Herausforderungen, welche der Coronavirus mit sich bringt. Die Devise „Abstand halten“ wird streng geachtet. So wird etwa gerade nur jede zweite Hebebühne genutzt, Meetings finden im Stehen mit reichlich Abstand statt und die Reinigungszyklen in der Pilothalle wurden erhöht. In jedem Meeting werden Anwesenheitslisten ausgefüllt.

„Wir wollen genau wissen, wer wann in welchem Treffen war. Für den Fall der Fälle“, sagt Prüferin Antje Pflug, die seit 23 Jahre bei Volkswagen Sachsen arbeitet. „Wir halten uns zu 100 Prozent an die verschärften Regeln“, fügt Fahrzeug-Koordinator Sven Zander hinzu.

Aktuell sollte man demnach davon ausgehen, dass es läuft wie geplant. Sprich die “First Edition” – bei der alle 30.000 Stück parallel auf die Straße kommen sollen – kommt in der Tat im Sommer 2020 auf die Straße. Des Weiteren gab ein VW-Sprecher im Januar noch zu verstehen, dass das Unternehmen noch in diesem Jahr rund 100.000 Elektroautos in seinem Werk in Zwickau bauen wolle. Das scheint mittlerweile fraglich.

Quelle: Volkswagen AG – Per Mail

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„Die Tatsache, dass man, wenn auch im kleinen Rahmen, an der elektrischen Zukunft arbeitet, unterstreicht, dass die Marke Volkswagen trotz Corona vor dem Sprung ins Elektroauto-Zeitalter steht“ VW hat letztes Jahr weltweit knapp 11 Mio. Autos verkauft wenn jetzt dieses Jahr 30000 id3 kommen sind das ja nicht Mal 0.3% aller verkaufte VW. So zu sagen nur knapp jeder 350te wagen ist ein id3. Sollten die nicht mal die fertig bekommen wäre es mehr als peinlich. Und ja der Rahmen ist sehr sehr klein

VW als die Turbodiesel Weltmeister überhaupt auf Elektro umzustellen ist eine große Leistung von Herrn Diess. Etwa so wie wenn man einen Riesentanker auf der Stelle um 180 Grad wendet. Ich bin froh dass sie nicht mehr bremsen und betrügen sondern ihr Know-how und die enorme Produktionskapazität auf Elektro umstellen wollen. Das dauert eben.

Das hoffe ich und das sie vor allem die Software im Homeoffice fertigstellen, genaugenommen ist das sogar ein Glückfall dadurchda derzeit keine Verbrenner gefertigt werden, denn irgengwann (in naher Zukunft) kommt der Zeitpunkt wo man Verbrenner nur noch mit sehr hohen Nachlässen verkaufen kann oder fast verschenken muss da die Menschen nur noch E-Fahrzeuge nachfragen. habe vor kurzem gelesen das Seat Mii electric für diseses Jagr schon komplett ausverkauft ist. Jetzige Besteller bekommen ihn dieses Jahr nicht mehr. Auch der VW E-Up ist schon fast die komplette geplante Jahresproduktion schon bestellt worden.

Ja genau! Trotz Corona geht es weiter – muss ja! Denn der ID.3 fährt ja immer noch nicht. Und um davon Abzulenken wird dann gleich mal noch ein ID.4 vorgestellt und ein ID.7 und der Nachfolger des e-up! soll der ID.1 werden. Irgendwann mal, wenn Corona vorbei ist. Und zum Glück haben wir Corona, denn bevor es VW mal so geht wie Tesla mit dem Model 3 muss man sich die „Production hell“ nicht selbst eingestehen, sondern kann es auf ein Virus schieben. Klar bekommt VW das hin, allein oder mit der Hilfe von BMW oder Daimler (wer weiß das schon), aber sollte es doch nicht so klappen wie man sich in Wolfsburg vorgestellt hat, kann man ja alles verständlicherweise in die Länge ziehen. Aktuell ist der ID.3 noch immer nicht bestellbar oder gar online konfigurierbar. Mir scheint als halte man den Kunden mit dem Vorstellen immer weiterer Concept-Cars hier bei der Stange. VW kann das genau so gut wie BMW (mit i4 oder iNext), Mercedes (EQA, etc) oder jeder andere Hersteller. Die Kunden wollen AUTOS und zwar bald. Denn das Fahren macht mehr Freude als das dahinträumen. Mal gespannt wann die Hersteller merken, dass sich mit einem fahrenden Kunden auch wesentlich mehr Geld verdienen lässt als mit einem träumenden.

Mich würde eher interessieren ob mein bestellter eup trotzdem gebaut wird und vorallem wann!?

Klasse Nachricht – gebt Gas, damit der ID funktioniert – alt und jung, in der Hirarchie oben und unten, technisch sinnvoll miteinander, schmeisst die maroden Strukturen über Bord, dann kann der Einstieg in E-Mobilität eines Massenhersteller langfristig klappen ! Ich drück mir die Daumen blau !

Schon den zwoten ID.3 gesehen, fahrend. An die fehlenden Geräusche muss man sich erstmal gewöhnen.

Egon, zum Glück für VW ID. haben wir Corona und noch ein paar Wochen bis zum Sommer .Und dieser dauert neuerdings wegen Klimaveränderung bis Ende September. Toyota und Honda mache Stückzahlen mit Hybrids in Ländern wo auch VW künftig keine ID s verkaufen wird. Es gibt nicht nur Europa. Man sorgt sich bereits, wie läuft der Markt nach Corona? Kommt wirklich der Riesenschub pro reine EV s ? Wir hoffen es. Die letzten 8 Jahre kam er noch nicht. Möglicherweis bleibt man aber weniger mobil. Jeder Verbrenner der dann nur noch halb soviel läuft wird umweltfreundlicher.

Silverbeard, meist Du produziert in China. Entwickelt haben die Chinesen noch nie ein Auto der heutigen Marktführer die schon weltweit auf der Strasse sind. Sie versuchen es höchstens durch schlecht und gratis zu kopieren. Wie beim Verkehrsflugzeug dem Airbus A 320. Die Kopie steht dort fertig bereit und wir im nächsten Jahr in den Himmel steigen. Ich würde nicht einsteigen. Nur Verträge für Flugzeuge zu machen mit Knebelvertrag,
einige bei denen bauen zu lassen, darf künftig nicht mehr geschehen und wird auch nicht mehr. Die Amis machen keinen solchen Quatsch mit denen.

Egon, diese Erkenntnis, dass Du das auch weisst, was VW auch noch baut, war jedoch aus deinen Angriffen auf Toyota und Honda nicht erkennbar.
Also backe wieder kleine Brötchen……..Das Hybridpatent hatte Toyota beim Camry , nachher Prius, schon als VW noch Käfer baute, und Honda war der erste mit dem Mildhybrid. Diese zwei Firmen sind in Ländern präsent wo VW noch nie einen Fuss auf den Boden bekommen hat.

Wir haben in der Familie zwei getätigte und angezahlte ID.3 1st Reservierungen nun storniert.
Hat mehrere Gründe. So die immer noch ausstehende konkrete Bestellmöglichkeit. Auch das Auf-Halde-Fertigen der Fahrzeuge und somit möglicherweise Bekommen eines monatelang bereits dort gestandenen Exemplars. Hauptgrund für das Stornieren ist aber das enttäuschende Kommunikationsverhalten seitens VW: Von Konzernseite hörte man seit Vorbestellung am 8. Mai letzten Jahres herzlich wenig und vom „Händler des Vertrauens“ kam noch weniger an Informationen und Kontaktpflege. Der VW-Händler hat hier schlichtweg teils weniger einschlägiges Wissen als der Kunde und Zeit hatte er auch keine, weil mit Absatzquote im Benziner- und Dieselsektor gefordert und ausgelastet. Es gab nicht mal eine Gesprächseinladung händlerseitig. Da kann man nur konsequent Ade sagen.

Ich freue mich schon auf den ersten ID3, wo dieser komische “Knubbel” auf der Motorhaube (an der Frontscheibe) wie bei jedem anderen Auto auch eingeebnet ist..

Möchte hier 2 dinge beisteuern:
1. für die auslieferung der 1st. wurde bei der IAA im sept.19 der april 20 genannt. Dieser termin wurde dann im nov. 19 auf „sommer 2020“ geschoben. Sommer ist bis 21.09.
2. Viele stört verständlicherweise, dass der ID.3 schon so lange angekündigt wird und immer noch keine konkreten bestellungen möglich sind.
Das ist aus meiner sicht kluge taktik: seht her wir entwickeln und bauen seit 11/19 den ID.3. Bald wird man ihn kaufen können. Kauft also bis dahin kein e-auto eines anderen herstellers. Soweit ich das beurteilen kann scheint diese taktik zu einem nicht kleinen teil zu funktionierten.
So wurden in 2019 lediglich rd. 9.000 tesla M3 in D zugelassen.

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