VW startet Entwicklung von Klimaschutzprojekten zur CO2-Kompensation

VW startet Entwicklung von Klimaschutzprojekten zur CO2-Kompensation

Copyright Abbildung(en): Volkswagen AG

Ende April gab der VW-Konzern zu verstehen: „Wir gehen aus der Krise hinaus und hinein in die grüne Transformation“. Dies gilt nicht nur für den Verkaufsstart und die Produktionsweiterführung eigener elektrifizierter Modelle, sondern für einen Wandel, welcher im gesamten Konzern stattfinden soll. Dabei kommt der Volkswagen-Konzern schneller als gedacht bei dem Ziel, sowohl effizient als auch nachhaltig zu produzieren, voran. Gleichzeitig mache das Unternehmen weiterhin gute Fortschritte bei der Senkung seiner Kosten in der Fertigung.

Ebenfalls sei das Unternehmen auf gutem Weg die angestrebte CO2-neutralen Produktion bis zum Jahr 2050 zu erreichen. Um die Zeit bis dorthin zu überbrücken konnte man gemeinsam mit Projektentwickler Permian Global einen weiteren Schritt gehen. So habe man eine Übereinkunft zur gemeinsamen Entwicklung (Joint Development Agreement) von Klimaschutzprojekten getroffen und bereits unterzeichnet. Damit beginnt der VW Konzern in der zweiten Jahreshälfte 2020 mit der Entwicklung von Klimaschutzprojekten zum Schutz tropischer Wälder.

Der Schutz vor drohender Abholzung sowie die Wiederherstellung von gefährdeten Wäldern und die damit verbundene CO2-Speicherung werden nach erfolgreicher Zertifizierung CO2-Gutschriften (carbon credits) liefern. Diese werden ihrerseits genutzt, um CO2-Emissionen aus der Lieferkette, Produktion und Logistik von Fahrzeugen bilanziell zu kompensieren, solange diese CO2-Emissionen noch nicht vermeidbar und erneuerbare Energien nicht einsetzbar sind.

„Wir freuen uns, ein weiteres Element der Klimaschutzstrategie des Volkswagen Konzerns mit Permian Global als Entwickler erfolgreicher Klimaschutzprojekte voranzutreiben. Bei den geplanten Projekten geht es um den Erhalt von bedrohten Wäldern in den Tropen und Subtropen. Diese sehr effektiven natürlichen CO2-Senken zu schützen und auszubauen ist eine wichtige Aufgabe, die auch der Weltklimarat immer wieder hervorgehoben hat.“ – Ralf Pfitzner, Leiter Nachhaltigkeit im Volkswagen Konzern

Stephen Rumsey, Vorsitzender von Permian Global, seinerseits ging auf die unzähligen Vorteile intakter Naturwälder ein und welche Auswirkung diese auf den Menschen und die Umwelt im Allgemeinen haben. „Dazu gehört die Fähigkeit, enorme Mengen an Kohlenstoff zu binden und zu speichern. Angesichts der Dringlichkeit und des Ausmaßes der Klimakrise ist es von entscheidender Bedeutung, dass führende Industrieunternehmen zu den treibenden Kräften eines positiven Wandels werden“, so Rumsey weiter.

Im Rahmen der Übereinkunft wollen beide Unternehmen zunächst Projekte auf einer Fläche von insgesamt einer Million Hektar, der zehnfachen Fläche Berlins, in Südamerika und Asien entwickeln. Die Projekte besitzen dabei einen mehrfachen Nutzen: Schutz und Wiederherstellung gefährdeter Tropenwälder, langfristige Vorteile für lokale Kommunen durch nachhaltige Alternativen zur Abholzung, Erhalt der Biodiversität und Leistung eines Beitrags zur Überwindung der Klimakrise.

Damit werden die Projekte auch zu zahlreichen Zielen der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) beitragen. Alle Projekte werden nach den höchsten Standards, insbesondere dem Verified Carbon Standard (VCS) und dem Climate Community and Biodiversity Standard (CCB) oder Gold Standard, unabhängig geprüft und zertifiziert werden.

Quelle: Volkswagen AG – Pressemitteilung vom 04. Juni 2020

Über den Autor

Sebastian hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Finde ich sehr ok, was VW da macht. Biosprit zu verwenden ist nur zu einem kleinen Teil eine scheinbare Lösung. Sicher kann man den Konflikt „Teller oder Tank“ vermeiden. Aber mit einem Wirkungsgrad von 0.5 bis 1% der Photosynthese kann man zwar eine ganze Welt ernähren – aber nicht alle Fahrzeuge betanken. Das is also kein gangbarer Weg.
Und Urwälder sind im wahrsten Wortsinn eine seltene Erde, z.B. in Indonesien. Dort und anderswo werden heute in grossem Stil Tropenwälder für Palmöl gerodet. Palmöl, das dann auch als Additiv in fossilen Treibstoffen eingesetzt wird. (Biodiesel, E10…). Der Biospritanteil in Treibstoffen ist in den letzten 10 Jahren schrittweise immer weiter erhöht worden. Es gibt Planungen, den Biospritanteil in Treibstoffen weiter zu erhöhen. Die Kritik daran wird aber immer lauter. Und das ist gut so!
Darum macht es auch Sinn ganz von der Verbrennungsmotoren weg zu gehen. Sie haben keine Zukunft und werden in wenigen Jahren eine Rarität sein wie heute Dampflokomotiven.

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