VW Konzern: Über 185.000 E-Auto-Zulassungen in 2020 erwartet

VW Konzern: Über 185.000 E-Auto-Zulassungen in 2020 erwartet

Copyright Abbildung(en): Volkswagen AG

Im April 2020 konnte der VW-Konzern Platz eins am E-Automarkt unter den Hersteller für sich beanspruchen und verweist die Renault-Nissan-Mitsubishi-Allianz auf den zweiten Platz. Auch Ende Mai hat sich daran nichts geändert und VW (19.757), Audi (11.117), Skoda (2.877), Porsche (2.068) sowie Seat (1.818) können abermals den ersten Platz für sich am Elektroauto-Markt beanspruchen. Insgesamt 37.637 rein elektrische Fahrzeuge konnte man in den ersten fünf Monaten des Jahres an den Start bringen.

Analysten gehen davon aus, dass der erste Platz bis Ende des Jahres weiterhin in der Hand des VW-Konzerns bleibtDies würde Hand in Hand mit den Plänen des Unternehmens gehen, welches plant sechs Prozent am Gesamtabsatz durch reine E-Autos zu bedienen. Derzeit peile der Konzern einen sechs prozentigen Anteil von reinen E-Autos an den Gesamtzulassungen an. Aktuell befindet man sich bei 4,1 Prozent Anteil reiner Elektroautos am eigenen Absatz. Bei einem prognostizierten Rückgang des europäischen Marktes um 20 Prozent in diesem Jahr würde dieses 6-Prozent-Ziel etwa 186.000 Elektroautos entsprechen.

Betrachtet man nun die Tatsache, dass in den ersten fünf Monaten „nur“ 37.637 E-Autos zugelassen wurden, gilt es für den VW Konzern massiv aufzuholen. Zumindest, wenn man die selbst gesteckten Ziele noch erreichen möchte. Die Differenz von etwas über 148.000 E-Fahrzeugen gilt es zu knacken. Daher wird zurecht erwartet, dass die Markteinführung des ID.3 im Sommer der wichtigste Katalysator in der zweiten Jahreshälfte sein wird. Die zunächst auf 30.000 Stück limitierten Auftragsbücher für die “erste Auflage”welche knapp unter 40.000 Euro startet – sind bereits voll. Die MEB-Produktion von Zwickau 2020 wird nach wie vor auf 100.000 Einheiten prognostiziert, wie ein VW-Insider berichtete – wobei diese Volumina ausschließlich für Europa bestimmt sind. Ausgeliefert werden sollen diese 100.000 E-Fahrzeuge wohl nicht werden. Dürfte durch die Verschiebung nach 2021 mit dem erreichen der dortigen CO2-Vorgaben zu erklären sein.

Die Erhöhung der privaten Kaufvergünstigungen in Deutschland und Frankreich sowie ein sehr begrenztes Volumen an privaten Kaufsubventionen in den Niederlanden – beginnend am 1. Juli – werden wahrscheinlich ausreichen, um dem Volkswagen Konzern zu helfen, sein 6-Prozent-Ziel in diesem Jahr zu erreichen, da laut Konzernchef Diess eine Reihe der Plug-in-Modelle im Jahr 2020 ausverkauft sein werden.

Quelle: Matthias Schmidt – The European Electric Car Report West European Market Intelligence Edition 05.2020

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VW spielt weiter Spielchen und trickst statt endlich E-Fahrzeuge liefern zu können. Da wird gerechnet und gezockt, dass sich die Balken biegen. Man hat das Warten auf den frei konfigurierbaren ID3 schon jetzt satt. Noch immer kein Wort darüber wann der große Akku bestellbar ist.
Was will ich mit der Spielzeugbatterie? In der Stadt fahren? Dort sollte man eher Fahrrad und öffentlichen Nahverkehr nutzen. Was wir brauchen sind taugliche Langstrecken-Dienstwägen mit vernünftigen Akkus so wie es Tesla heute schon schafft. Nur eben in einer angemessenen Qualität und mit Service. Also weiter warten, warten, warten…

+1
„Ist der Ruf schon ruiniert, tut man sich dann ungeniert“ …

komisch ,.. bei e-honda und e-ioniq und e-mazda jubeln die Massen denn sooo ein zweckmäßiges Auto mit angepasster Reichweite ist soooo toll…
Bei Tesla-M3 ist der kleine Akku nicht lieferbar und das ist überhaupt nicht schlimm..
Und e-corsa und e-208 und e-wasweißich sind sooo chic mit 320 km .. Bei VW ist immer alles Sch …e

VW macht klare Ansagen über Auslieferungstermine und entsprechende technische Daten und die werden eingehalten.
mecker ruhig weiter ..

Im Prinzip stimme ich zu. Dass man aber mit den kleineren Akkus nichts anfangen kann, trifft für die meisten Käufer nicht zu. Meine 38 kWh im Ioniq reichen für uns locker. Wir nutze nur 50% (30 bis 80%) und müssen 2 bis 3 mal pro Woche nachladen. Ich gehe jede Wette ein, dass der mittlere Akku des ID.3 die meisten Käufer finden wird. Die Mehrkosten werden die Leute genau überdenken, und sich wegen der recht guten Ladeleistung für die preiswertere Variante entscheiden.

Die meisten BEV Käufer erwarteten vor 2 Jahren eine minimale elektrische Reichweite von 300 km. Ich denke dieser Wert wird sich nach oben korrigiert haben in Richtung 400 km. Nach wie vor spielt der „GAU“ als wichtiger Faktor eine Rolle als Entscheidungshilfe – auch bei mir – Grösster Anzunehmender Urlaub.
Und da die Akku’s immer noch am Anfang einer Entwicklung stehen, werden wir recht bald diese Werte von 400+km auch in den Angeboten sehen.
Über die letzten 5 Jahre kann man die Entwicklung bei den Akkus vereinfacht so charakterisieren: 1% weniger Gewicht, 1% weniger Kosten, 1% mehr Kapazität, 1% mehr Zyklusstabilität – pro Monat! Und es sieht nicht so aus, als ob diese Entwicklung schon zu Ende sei.
Wenn man rund 15 kWh / 100 km als soliden Verbrauchsstandard nimmt (ich liege bei 13.24 kWh/100 km), dann ist dies bei einem Akku von 45 kWh für 300 km oder 60 kWh für 400 km erreicht. Mit meinem netto 64 kWh Akku haben ich eine reale mittlere Reichweite von 474 km – Winter 400+km, Frühling und Herbst 450+km und Sommer 500+km. Und da muss ich pro Woche auch nur einmal nachladen. Je weniger Ladezyklen, desto besser für den Akku. Auch das spricht eher für einen grösseren Akku.

Ich sage mal: 15kWh halte ich auf der Autobahn für ambitioniert, wenn man einigermaßen Flott voran kommen will (also nicht hinterm LKW mit 90km/h schleicht). Ich würde mal 20kWh/100km für realistischer schätzen. Dann könnte man vielleicht 120-130km/h im Schnitt fahren. Ich denke 400km bei dieser Geschwindigkeit und mehr und mehr Leute würden sagen: das passt. Wenn ich dann Bedenke, dass man ja maximal 80% des Akkus nutzen wird, sind wir recht flott bei 100kWh Akkus (die ganze Rechnung geht für SUVs natürlich nicht auf, das wird es eher 150kWh benötigen)
Klar im Alltag braucht man das nicht, aber wenn jemand Auto kauft (was ja das teuerste ist, was der Mensch in der Regel besitzt), will er natürlich etwas haben was unter allen Eventualitäten funktioniert. Und da ist die Autobahnfahrt in den Urlaub quasi das wort-case Szenario. Das ist etwas, was gerade die deutschen Hersteller lange falsch eingeschätzt und deswegen Autos mit weit unter 200km Reichweite gebracht haben. Es geht nicht nur um den Alltag beim Auto (für einen Zweitwagen schon), sondern das Auto muss für alle Eventualitäten gerüstet sein. Das ist etwas, was Tesla von vornherein erkannt hat. Die anderen ziehen jetzt nach. VW ist da glücklicherweise (und das ist wohl das positive aus dem Diesel Skandal) am schnellsten und radikalstem heran gegangen. Deshalb ist die MEB jetzt quasi „fertig“, während BMW und Mercedes diesen Umbruch nicht vollzogen haben.

Na dann schauen wir doch mal. 20 kWh halte ich für überzogen. Warum?
In meinen letzten Ferien in Südtirol bin ich über die Autobahn bei Richtgeschwindigkeit und diverse Alpenpässe gegondelt. Höhenmeter fahren macht sogar mit einem Kleinwagen wie dem Kona electric Spass. Den Verbrennern geht mit jedem Höhenmeter sowieso der Schnauf aus. Dann heisst es kurz schauen, „Sport“ einstellen und Wupp bin ich vorbei an der Schnecke. Wieder zurück auf „Eco“ und die freie Aussicht geniessen. Und das was bergauf an Mehrverbrauch da ist, holt die Rekuperation bergab zu grossen Teilen wieder zurück. Als würde der Diesel/Benzintank wieder voller.
Strecke Zürich Bozen mit allen Pässen, die zu haben waren (Ofen, Flüela, Umbrail, Stilfser Joch), Autobahn Italien bei 30°C. Alles in allem fast 1’600 km. Benötigt haben wir 11.9 kWh/100 km. Das ist fast unschlagbar gut. Abgefahren mit 94% Akku in Obereggen/Bozen. Angekommen nach 340 km via Meran, Ofen, Flüelapass, Davos in Zürich nach 340 km mit 39% Akku und 180 km Restreichweite ohne zu Laden.
Letztes Jahr mit 4 Personen an Bord Zürich –> Göppingen –> Heidenheim –> Konstanz –> Zürich. Insgesamt 650 km. Angekommen mit einem Verbrauch von 15.2 kWh … wir waren eher zügig unterwegs …
Mal sehen wie es diesen Sommer geht … Zürich Hamburg. Ich berichte dann mal. Windschattenfahren ist nicht mein Ding.

VW bietet für jeden Reichweitenwunsch bestimmt den passenden Akku an – welcher dem Massenwunsch entspricht ist noch völlig unklar.
Ich hätte auch nicht vermutet, dass die L3 -obwohl mit Abstand am teuersten – die meistgebuche Variante beim ID.3-FE ist.

Ich finde es völlig richtig, dass VW mit dem mittleren Akku beginnt und die Bestellung für kleinen und mittleren Akku im juli frei gibt. Ich hoffe, dass der große dann auch kommt.

Es ist seltsam, dass von VW Dinge – mit Beleidigungen garniert – gefordert werden, die man von anderen nicht einmal zu erträumen wagt.
Was ist mit Renault und PSA? Was bringen die an Reichweite?

Renault und PSA bringen auch entsprechende Fahrzeuge auf den Markt. Die Reichweiten sind jedoch auch nicht berühmt. Der Benchmark ist halt immer noch ausserhalb Europas. Und das seit 10 Jahren.
Eine Übersicht is hier zu finden:
https://efahrer.chip.de/elektroautos#hersteller=0&modell=0&preis_ab=0&preis_bis=100000&reichweite=0&sitze=0&sort=reichweite-absteigend&probefahrt=false
Wenn man absteigend nach Reichweite sortiert, dann taucht auf Position 5 der noch nicht lieferbare VW ID. SPACE VIZZION auf mit 590 km auf.
Auf Position 7 der noch nicht lieferbare VW ID.3 ProS (77 kWh) mit 550 km.
Ziemlich weiter hinten dann der Ampera-e, dann Asiaten von KIA und Hyundai, etc.
Der Renault Zoe mit 395 km im Mittelfeld. Dann der Peugeot e-208 mit 340 km usw. Dahinter ist dann ein grosses Feld, bevor die eher uninteressanten PHEV mit rund 100 km starten.
Alle km Angaben sind Hersteller Angaben – hoffentlich wenigstens nach WLTP.

Peugeot (PSA) und Honda haben eben erst angefangen. sie werden sehr schnell einsehen , dass die 400 Km Reichweite ,Stand der Technik auch bei den Kleinen werden muss. Also da wo Renault und fast alle anderen heute auch schon sind. Kleinakkus zu propagandieren und hinterher über die Reichweite zu schimpfen bleiben wohl Argumente der eingefleischten Verbrennerfahrer.

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