VW will mit dem VW ID.4 die E-Mobilität aus der Nische holen

VW will mit dem VW ID.4 die E-Mobilität aus der Nische holen

Copyright Abbildung(en): Volkswagen AG

Viel wurde bisher geschrieben über den ID.4, welcher als zweiter MEB-Stromer von Volkswagen selbst auf den VW ID.3 folgen soll. Zuletzt haben wir einen umfassenden Überblick über den zweiten MEB-Stromer von Volkswagen gegeben. Mit allerhand Fotos, Fakten und Details. Mitte September geben Ralf Brandstätter, CEO der Marke, und Thomas Ulbrich, Vorstandsmitglied für E-Mobilität, einen Ausblick darauf, was der ID.4 für VW für eine Rolle spielt. Denn diese ist nicht gerade klein.

Der CEO von VW gibt direkt zu verstehen: „Mit dem ID.4 holen wir die E-Mobilität in unseren drei großen Schlüsselregionen aus ihrer Nische heraus. Das Auto wird in Europa, in China und später auch in den USA gebaut und verkauft werden. Damit wird der ID.4 nach und nach zum Elektroauto der Welt.“ Des Weiteren soll der Stromer genutzt werden, um die eigenen MEB-Plattform zu skalieren und dadurch einen wirtschaftliche Basis für den Erfolg der ID.-Familie zu schaffen. Zudem sei es so dass der ID.4 zwei wichtige Elemente in sich vereint, welche derzeit den Automobilmarkt prägen: Die e-Offensive und die SUV-Offensive.

Vonseiten Thomas Ulbrich wird das Ganze ein wenig eingeordnet. Er gibt zu verstehen, dass SUVs von einer immer größeren Zahl von Kunden nachgefragt werden. „Sie bieten Übersicht, Sicherheit und Komfort. In den USA und in China sind SUVs das beliebteste Fahrzeugsegment. Auch in Europa und Deutschland nehmen die Marktanteile stetig zu, wobei vor allem kompakte Modelle boomen“, so der Vorstand E-Mobilität weiter. Mit dem ID.4 wolle man im Volumenmarkt durchstarten. Deutlich wird dies, wen man die nachfolgende Aussage von Brandstätter in absoluten Zahlen einordnet:

„Wir gehen deshalb davon aus, dass die Marke Volkswagen bis 2025 insgesamt 1,5 Millionen E-Autos pro Jahr produzieren wird. Und davon wird der ID.4 voraussichtlich rund ein Drittel ausmachen. Damit wird der ID.4 hunderttausendfach zur treibenden Kraft unserer Neuausrichtung.“ – Ralf Brandstätter, CEO der Marke

Sprich, Brandstätter geht stark davon aus, dass der VW ID.4 nicht weniger als 500.000 Mal pro Jahr vom Band laufen wird. Eine Ansage. Trotz dessen stehe der ID.4 steht für saubere, bilanzielle CO2-freie Mobilität. „Wie der ID.3 verlässt er das Werk Zwickau ohne CO2-Rucksack. Dies wird unseren Kunden durch ein TÜV-Zertifikat für jedes Fahrzeug nachgewiesen“, so Brandstätter weiter.

Ulbrich gibt noch einen Ausblick auf die Zukunft von VW: So markiere der ID.4 den Beginn der weltweiten Einführung der MEB-Plattform, die speziell auf die Anforderungen von Elektrofahrzeugen zugeschnitten ist. Damit wird Volkswagen seinen Wettbewerbsvorteil durch wachsende Skaleneffekte und Synergien in der Produktion ausbauen können. Bis 2029 plant der gesamte Konzern den Bau von rund 20 Millionen E-Fahrzeugen allein auf Basis der MEB. Die ersten Modelle wie ID.3, ID.4, ŠKODA ENYAQ, Audi Q4 e-tron und Cupra el-Born kommen nun nach und nach auf den Markt.

Quelle: Volkswagen AG – Pressemitteilung vom 17. September 2020

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Im Moment geben die viel zu hohen Tarife an den Schnelladestationen der Elektromobilität einen ziemlichen Dämpfer. Das Schnelladen ist meist teurer als Benzin oder Diesel zu tanken. Warum es VW als weltgrößter Automobilkonzern nicht möglich ist, so wie Tesla einen vernünftigen Ladetarif anzubieten, ist mir schleierhaft.

Der ID4 wird sicher vermutlich weltweit besser verkaufen wie der ID3. Das ist nunmal so mit den SUVs. Haben die Hersteller vor Jahren angefangen und die Kunden haben es angenommen. Jetzt hat man den Salat…
Die SUV Form wird nie für wahnsinnige Reichweiten oder hohe Effizienz auf der Autobahn taugen (und Langstrecke heißt Autobahn). Das liegt schlicht an der Form und dabei primär an der größeren Querschnittsfläche im Vergleich zu Limousinen, Kombis, Kompakten usw. Aber sie werden halt gekauft. Wenn man dann große Reichweiten will, muss man dicke Batterien einbauen um den Verbrauch zu kompensieren. Da kann weder Tesla noch irgendein anderer Hersteller was dran drehen. Auch ein Model 3 wird immer weniger verbrauchen wie ein Model Y.
Die Preisgestaltung der meisten HPC Anbieter hat sich sicherlich in diesem Jahr mehr als schlecht entwickelt, um es mal Vornehm auszudrücken. Einzig EnBW macht aktuell noch sinnvolle Preise (zumindest wenn man ADAC Mitglied ist). 39ct/kWh am HPC ist ok. Klar kostet der Strom zu Hause nur knapp 30ct/kWh, aber von irgendwas muss die Ladesäule ja auch bezahlt werden. Ich verstehe auch nicht wo der sinn sein soll. Sicherlich bekommt man jetzt ein paar ID3 usw zu Ionity weil die Fahrer die WeCharge Karte am Anfang für Lau bekommen. Jedoch dieselben Leute werden die wieder kündigen, sobald die Grundgebühr fällig wird. Die meisten Elektroauto Fahrer sind wohl eher Privat-Leute, und die werden versuchen Ionity zu meiden. Auch die häufigen Kommentare „man lädt ja meist zu Hause“ sind meiner Ansicht nach nicht sinnvoll. Klar ist das in der Realität so. In Alltag fährt auch kaum einer mehr wie 50km täglich. Aber so ein Auto kostet einen Haufen Geld und muss daher für alle Eventualitäten gewappnet sein. Das heißt: auch wenn es nur 1-2mal im Jahr in den Urlaub auf längere Strecken geht, muss das ein Auto was 30-100k€ kostet können, und das ohne großartige Kompromisse! Das haben vor allem auch die deutschen Hersteller am Anfang nicht kapiert (siehe erste i3 oder ersten eGolf). Tesla hat es gleich richtig gemacht. Erst in den letzten Jahren haben das die anderen auch (manche mehr, manche weniger) kapiert.

Aber im Artikel geht es ja um den ID4. VW gibt da natürlich mächtig Gas damit er in Europa noch vor dem Model Y kommt (die Giga Berlin muss erstmal fertig sein, wir sind hier ja nicht in China). Dazu kommen die Brüder Skoda Enyag (Einstiegspreis bei unfassbaren rund 33000€ vor Förderung, auch wenn die größeren Batterien sinnvoller erscheinen) und Audi Q4 etron. Worin sie sich am Ende (außer im Design natürlich) technisch unterscheiden ist mir aber noch nicht so ganz klar. Alles MEB, heißt selbe Motoren, selbe Akkus, selbe Ladegeräte = Ladeleistung/Kurve. Preise werden sich ja sicherlich in der Reihenfolge Enyag < ID4 < Q4 bewegen.

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