VW ID.3: Reichweitenrekord mit nur einer Batterieladung von Zwickau in die Schweiz

VW ID.3: Reichweitenrekord mit nur einer Batterieladung von Zwickau in die Schweiz

Copyright Abbildung(en): Volkswagen AG

Spätestens seit der Urlaubsfahrt von Herbert Diess, dem Vorstandsvorsitzenden der VW AG, ist klar, dass der VW ID.3 auch für größere Touren der ideale Begleiter ist. Dies hat der MEB-Stromer nun abermals unter Beweis gestellt. So konnte das Elektroauto von VW seinen ersten Reichweitenrekord aufstellen.  531 Kilometer hat er auf der Strecke von Zwickau nach Schaffhausen (Schweiz) mit nur einer Batterieladung zurückgelegt. Dabei gilt zu beachten, dass der WLTP-Wert des ID.3 mit 420 km angegeben wird. Diesen hat man somit um mehr als 100 Kilometer übertroffen – ein Plus von 26 Prozent.

Wie Diess war auch der Fahrer des Reichweitenrekords mit einem auf dem Basismodell ID.3 Pro Performance E-Fahrzeug mit einer 58-kWh-Batterie für bis zu 420 km Reichweite (WLTP) unterwegs. Dies kommt mit einem 150 kW Performance Heckantrieb daher, welcher ein maximales Drehmoment von 310 Newtonmetern liefert für nahtlosen Beschleunigungsspaß in knappen 3,4 Sekunden aus dem Stand auf 60km/h.

Die Route in die Schweiz führte ausschließlich über öffentliche Straßen und Autobahnen, auf dem Weg wurden unter anderem Bayreuth und Ulm passiert. Pilot des Rekordfahrzeugs war der Schweizer „Hypermiler“ Felix Egolf. Das sogenannte Hypermiling kommt ursprünglich aus den USA und umfasst das maximal effiziente, sparsame Fahren von Serienfahrzeugen – zuletzt hat der Kona elektro damit für Aufsehen gesorgt.

„Das Auto wirkt wie aus einem Guss, ist kompakt und trotzdem geräumig, hat ein cooles, fast schon futuristisches Design und bietet der Luft wenig Widerstand”, so Egolf nach der Ankunft in Schaffhausen. Zwar ist die Rekordfahrt nicht eins zu eins vergleichbar mit Alltagsfahrten, sie untermauert aber dennoch die Alltagstauglichkeit des ID.3. „Mit seiner Hochvolt-Batterie, dem effizienten Antrieb und der Schnellladefähigkeit sind selbst lange Strecken kein Problem.“ – Reinhard de Vries, Geschäftsführer Technik von Volkswagen Sachsen

Um diese Reichweite zu erreichen ist Egolf immer wieder vom Gas gegangen und hat den ID.3 segeln lassen. Zudem habe er auf der Autobahn teilweise den Windschatten vorausfahrender Lastwagen ausgenutzt. Gegen ihn hat allerdings die Tatsache gespielt, dass ein Kameramann mit technischem Equipment an Bord war, somit betrug die Zuladung insgesamt rund 250 Kilogramm. Dennoch konnte der Reichweitenrekord aufgestellt werden. Wohlgemerkt mit zusätzlichen Verbraucher wie Navigation, Tagfahrlicht, Radio und Lüftung welche teilweise oder dauerhaft eingeschaltet waren. Trotzdem lag der Stromverbrauch bei gerade mal 10,9 kWh/100 km. Der Normverbrauch des ID.3 beträgt 15,4 bis 14,5 kWh/100 km.

Die Rekordfahrt ging zu 44 Prozent über Autobahnen und zu 56 Prozent über Landstraßen. Die Durchschnittgeschwindigkeit betrug 56 Stundenkilometer. Insgesamt benötigte Felix Egolf für die Strecke von Zwickau nach Schaffhausen rund 9 Stunden. Das Rekordfahrzeug war ein ID.3 1st Pro Performance mit 58 kWh-Batterie und 204 PS in Mangangrau.

Quelle: Volkswagen AG – Pressemitteilung vom 25. August 2020

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Naja Hypemiling ist so ne sache… wer fährt schon gerne 9 Stunden für 530 Kilometer, schön wäre es jetzt andere Fahrzeuge auf der gleichen strecke zu sehen, das ganze ist so überhaupt nicht vergleichbar…

natürlich nicht.
solche Demo-Fahrten sind alle anders.
Aber gemäß der Beschreibung in der VW-Veröffentlichung war das ziemlich realistisch: Landstraße/autobahn/Ortsdurchfahren.
Da passt auch die Durchschnittsgeschwindigkeit.

Netter Bericht, der die Erwartungen bestätigt weil er halbwegs sinnvolle Rahmenbedingungen abbildet.
Mehr nicht.

Für Vergleiche nicht benutzbar – wie alle anderen Hypermiling-Berichte mit anderen Fahrzeugen durch andere Tester auch nicht.

Ich fällt es schwer, solchen „Werksangaben“ von VW zu trauen. Was für eine Software wurde denn diesmal aufgespielt, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen ?

gäääähn ….

Hört sich ganz nett an, aber mit meinem Ioniq schaffe ich unter 11 kWh auch bei „normaler“ Fahrweise. Bis 90 km/h und ansonsten an die Vorschriften halten, die einen oft auf 70 km/h runter regeln, dann sind 10 bis 11 kWh kein Problem.
Wenn man dann aber bei Ionity lädt, ist der finazielle Vorteil dahin.

1+
Absolut
ich fahre oft unter 10 kWh

Deswegen jetzt nicht so ne Hammer-Meldung, zeigt dennoch auf dass mehr möglich ist….
Trotzdem tolles Auto der ID.3 mit Stand der Technik vor 2 Jahren….

es bleibt spannend

Stand der Technik vor 2 Jahren? Der war gut. Sehen Sie sich mal die Testvideos der Assistenzsysteme an. Da träumt Tesla heute noch von.

Zunächst einmal Glückwunsch, das die Verbrauchsdaten zu erzielen waren. Sicher wird sich das im Stadtverkehr auch erreichen lassen.

Leider ist mir aber der ID3 im Vergleich zu ähnlich guten Fahrzeugen einfach zu teuer …

Beispiele?

Tesla Model 3

Das ist jetzt ein dummer Scherz .. oder ??

Upps .. ich hab jetzt weiter unten gelesen .. jemand aus Tesla-Nerdistan ..

Ein Wagen, der seine Stoßfänger verliert, dessen Lenkräder während der Fahrt abfallen, bei denen das Wasser in den Kofferraum läuft der sich nur kriechend befüllen lässt und bei dem Bein- und Kopfunterbringung hinten nur für Kleinwüchsige zumutbar ist .. .. das ist kein Wagen, der in der Klasse des ID.3 spielt.
Das lässt sich alles mit Spitzengeschwindigkeit nicht kompensieren. Außer für den, der sie benötigt. Doktoren zum Beispiel.

Guter Witz.

1+, absolut richtig

welche Fahrzeuge sind ähnlich und preiswerter? – jetzt bin ich aber mal gespannt!

Das Problem aller deutscher E-Autos ist das Laden im Ausland.

Ich wohne und lebe in Italien, hier sind die Lademöglichkeiten selbst für E-Autofahrer völlig unübersichtlich. So gibt es zwar bei IKEA Bologna Casalecchio fünf Ladestellen, aber um die nutzen zu können muss man bei der ENEL Kunde sein, oder eine Tessera von ENEL besitzen. Diese Tessera ist allerdings nur mit einem Canone zu haben, also mit einem Abonnement mit monatlichen Grundgebühren. Wenn man wie ich, ca 30 Km außerhalb von Bologna wohnt, dann rentiert sich die Fahrt einfach nicht. Auch ist der KW Preis viel zu hoch. Zudem gibt die Anlage nur 22kw her und da müsste man sich schon bei IKEA eine Küche einrichten lassen, um den Wagen voll zu bekommen. Aber wer braucht schon jedes Mal eine Küche, wenn er laden will?

Gut. Ich fahre ein Tesla Model X und habe natürlich keinerlei Probleme mit dem Laden. Ich kann in Modena Sud und in Campogalliano am Supercharger laden und das mit 150kw.

Die deutschen Autobauer haben noch vieel zu lernen. Ich jedenfalls würde mir immer wieder einen Tesla kaufen.

Seltsame Wendung.
Die Italiener haben keine markenunabhängige Ladeinfrastruktur und darum müssen die deutschen Autobauer noch viel lernen?
Ich bin übrigens weder noch.

Dr. Olaf, die Italiener haben noch viel zu lernen…. die können weder E Autos bauen noch Ladeinfrastruktur auf die Füsse stellen. Dabei könnten gerade solche von den Gemeinsamkeiten und Vereinheitlichungen beim Laden vieles noch besser machen. Als in Ländern wo jede Firma ihr eigenes Süppchen kochen wollte. Hier müsste dringend etwas Führung von staatlicher Seite erfolgen.

Schöne Reichweite für den id 3. ich bin bereits 2014 mit dem ersten bmw i3 19.5 kw Akku 189 km mit 25 km restreichweite gefahren. Das entspricht einem Verbrauch von unter 10 kw auf 100 km. 30 km Landstraße der Rest Autobahn hinter einen Reisebus mit 110 km. Das ist keine Kunst.mal schauen was der vw braucht bei konstant 130 km auf der Autobahn denke da sind keine 400 km mehr drin.

Das ist schon niedlich, aber offenbar eAuto Realität- ‚Normale Fahrweise, bis 90 km/h‘.
Nein, ich korrigiere mich: Das ist albern.

Die Testfahrt ist ganz neckisch, aber völlig sinnfrei. Ich denke, dass das Auto mit wirklich normaler Fahrweise keine 250 km weit kommt.
Aber: Das ist ja auch schon was für den ’normalen‘ Autofahreralltag. Allenfalls zwei mal in der Woche laden an der häuslichen Steckdose und gut is. Wer das nicht kann, wird sich allenfalls einen PlugIn Hybrid kaufen. Und wenn man dann mal eine längere Strecke fahren muss, plant man halt seine Stromzapferei gut vor und nimmt sich mehr Zeit für die Fahrt.
Ich konnte mir vor einigen Wochen noch nicht vorstellen, dass wir in absehbarer Zeit auf eAutos umsteigen könnten. Und ich hab‘ mir die Finger wund geschrieben mit meiner Kritik an der ‚unfertigen eAuto Idee‘. Aber nach dem Rollout des ersten ungetarnten ID4 vor ein paar Tagen in Zwickau bin ich fast sicher, dass wir vor Ablauf des nächsten Jahres umsteigen werden. Bis dahin vergeht noch ein weiteres Jahr, in dem die Ladeinfrastruktur verbessert werden kann und vielleicht auch das insuffiziente, nein unverschämte Kartentzahlungschaos ein bisschen korrigiert wird.

Ich bin fest davon überzeugt, dass VW auf einem goldenen! Weg ist und die Konkurrenz an die Wand drücken wird. Die Burschen sind jetzt schon ‚vernünftig‘ breit aufgestellt- eUp, ID3, ID4 und Audi etron.
Hyundai traue ich auch sehr viel zu, aber die haben bis jetzt kein Auto, das einen FÜR MICH halbwegs ausreichend großen Kofferraum hat. Andernfalls wäre ich vielleicht schon mit dem Ionic dabei. Sicher ein tolles Auto.
Es wird spannend.

„… die Konkurrenz an die Wand drücken …“ klingt so wie „vernichten“, so im Sinne von „Leben und Sterben lassen“. Ist das wirklich das Ziel ?
Ich finde Alle können mithelfen und wünsche auch VW viel Erfolg mit allen BEV’s die sie in Zukunft noch herstellen werden.

An Herre Egon Meier (Tesla Basher Nummer 1 – welcher Hersteller bezahlt in wohl)
Jetzt warten wir doch einfach einmal ab, bis es zu einer direkten Vergleichsfahrt zwischen Tella Model 3 und dem angeblich so tollem ID3 bei Next Move kommt – dann werden wir ja sehen…………
Meines Wissens nach haben die aus dem Model 3 da schon über 1000km rausgekitzelt
Übrigens ist einem meiner Komilitonen bei seinem Golf auch schon einmal das Lenkrad abgebrochen – dieser Vorfall hat es damals halt nicht in die deutsche Presse geschafft- war halt kein Tesla

Der Rekord mit dem Model 3 wurde allerdings nicht im realen Straßenverkehr, sondern auf dem Lausitzring aufgestellt, wo der Tesla ohne jeden Verkehr bei optimaler Geschwindigkeit (36 km/h) und ohne Fahrer (minus 90 Kilogramm) seine Runden drehen konnte. Das hat mit realen Bedingungen also wirklich überhaupt nichts mehr zu tun. Da sind die 531 Kilometer schon sehr respektabel, zumal der ID.3 nur einen 58 kWh-Akku hat und Nextmove ein Long-Range-Modell mit 75 kWh verwendete.

Klar, kaum ein Fahrer wird die 531 Kilometer jemals erreichen. Es zeigt aber, dass der WLTP-Wert von 420 Kilometern nicht völlig unrealistisch ist. Was Nextmove da veranstaltet hat war aber eine reine Rekordjagd mit viel Spaß aber ohne Praxisbezug.

Sorry für die schlechte Orthographie:
……Herrn und …..ihn (musste erst mal einen Kaffee trinken )

Da braucht VW die Software wirklich nicht zu auszutauschen. Solche Resultate erzielen praktisch alle E Autos dieser Klasse bei der Fahrweise. Vermutlich hat aber der Meier sein Blut ausgetauscht, der redet nur noch halb so doof wie noch vor einem halben Jahr…….
Langjährige E Autofahrer wissen, das die WLTP Angabe hilfreich ist und bei solcher Fahrweise durchaus erreicht werden kann. Wenn man Zeit hat, und das letzte vom Akku in Reichweite umsetzen will. Dies kann der Fall sein im Urlaub wenn man die nächste Ladesäule weit weg hat, oder man zur eigenen Ladestation nach Hause zurück kehren will. Aber Achtung praxisnah sind diese Verbräuche nicht. Vor allem Greenhörner die jetzt anfangen, sollten beim Planen einer Strecke mind. die Hälfte davon, der zur Verfügung stehenden Reichweite als Sicherheitsreserve darüber haben.
Künftige vergleichbare Verbrauchstests werden die Welt nicht durcheinander bringen. Model 3 und I.D. werden vor dem Zoe und l3 die Nase leicht vorne haben. Die letzteren wegen etwas schlechterem CW Wert, den die Kunden in Kauf nehmen dank etwas höherer Sitzposition.

Das ist schon ganz ok. Um die 11 kWh pro 100 km sind bei vorsichtiger Fahrweise im Sommer immer drin. Mit einem Kona electric hätte ich ein ähnliches Ergebnis erzielt. Der ist schon seit 2 Jahren zu haben und jetzt in einer verbesserten Version 2020 auf dem Markt.
Im Sommer pendelt mein Wochenverbrauch mit dem Modell 2018 zwischen 12 und 10.5 kWh/100 km. Ergibt dann regelmässig Reichweiten von 500 bis 550+ km. Allerdings ist der Akku etwas grösser – 64 kWh.

64 kWh ist die Brutto-Angabe bei Kia und 58 kWh die Netto-Angabe bei VW. Der reale Unterschied ist bestimmt nur 3 kWh oder so.

Die Akku-Grösse ist nicht entscheidend für den KWh/100 Km Verbrauch. Aber um 10 herum, das ist schon arg tief. Höchstens erreichbar bei eingestelltem ECO Modus, also so dass 95 Km/h abgeriegelt sind. Bei Autobahnfahrten um 130 absolut unmöglich , mit keinem zu erreichen. Vor allem nicht im Sommer wenn auch noch die Klimaanlage läuft. Egal ob eine Wärmepumpe (Kompressor) kühlt.

Meine Frau fährt ein Model 3 SR+. Auf ihrem Weg zur Arbeit hat sie 50% Autobahn (beschränkt auf 80) und den Rest Landstraße. Ihr Verbrauch liegt fast immer bei 10,5 kWh/100km. Ohne LKW Windschatten und ohne dem Ziel einen „Reichweitenrekord“ aufzustellen. Bei mir klappt das immer nicht, die 250 Pferde unter der Haube zu lassen. Dieses Hypermiling im öffentlichen Straßenverkehr bringt keine vergleichbaren Ergebnisse.
Ein Rekord mit dem mann etwas anfangen kann, sind die 2842km in 24h, den das Team von Tesla-Car-Rent 2019 mit einem Model 3 LR im öffentlichen Verkehr aufgestellt hat. Da sieht man die Auswirkungen von Ladeleistung und Verbauch.

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