VW: Alles auf E-Mobilität - Erdgas und Brennstoffzelle spielen keine Rolle

VW: Alles auf E-Mobilität – Erdgas und Brennstoffzelle spielen keine Rolle

Copyright Abbildung(en): Volkswagen AG

Volkswagen sei „auf dem Weg zu emissionsfreier Mobilität für alle“. Auch in Zeiten des Klimawandels wolle der Hersteller „vielen Menschen weiterhin individuelle Mobilität ermöglichen“, so die Aussage von Ralf Brandstätter, seit gut eineinhalb Jahren als COO der Marke Volkswagen, vor kurzem. Jürgen Stackmann, bei der Marke Volkswagen für Vertrieb, Marketing und After Sales verantwortlicher Vorstand, erklärte in einem auf dem Unternehmensblog veröffentlichten Interview, warum Elektroautos für viele Autofahrer die richtige Wahl sind. Und auch VW-CEO Herbert Diess steht hinter den Aussagen. Wie man nun durch Auslauf des Gasantriebs aufzuzeigen vermag.

Wie das Handelsblatt berichtet gab Diess seinen Entwicklern gegenüber zu verstehen: „Die Gasantriebe werden wir auslaufen lassen“.  Bisher gab es sowohl von der Kernmarke VW Pkw als auch von den Tochtermarken Audi, Skoda und Seat Fahrzeuge mit Erdgasantrieb. Am Markt haben sich diese jedoch nicht durchgesetzt, zudem sei der Beitrag zum Klimaschutz zu gering. Grund genug die Sparte zu schließen und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Die E-Mobilität.

Bereits Mitte November erklärte Volkswagen in einem Beitrag, wo nach aktuellem Stand die entscheidenden Vorteile des E-Antriebs gegenüber der Brennstoffzelle liegen. Und warum der Hersteller die Entscheidung, E-Mobilität konsequent voranzutreiben, für richtig hält. Die Entscheidung des Volkswagen Konzerns fällt dabei eindeutig aus: Als großer Volumenhersteller setzt er auf batteriebetriebene Elektroautos für eine breite Zielgruppe – auch wenn die Konzernforschung die Brennstoffzellentechnologie weiter erkundet und Audi für 2021 ein wasserstoffbetriebenes Fahrzeug angekündigt hat.

Volkswagen zeigt somit auf, dass es derzeit nur die konsequente Ausrichtung auf E-Mobilität gibt, welche man verfolgt. Verständlich, gelten E-Autos momentan als der schnellste Weg zum klimaneutralen Fahren und damit zur Vermeidung von CO2-Strafzahlungen. Wie wir bereits 2019 berichten konnten, wird die Plug-In-Hybrid- und Elektroauto-Offensive beim Volkswagen Konzern dazu führen, dass die CO2-Flottenwerte wohl einzuhalten sind. Ein weiterer Punkt, der für die Konzentration auf die E-Mobilität spricht.

Andere Hersteller bieten zwar auch Elektroautos an, sind aber weniger konsequent und halten sich mehrere Möglichkeiten offen, indem sich parallel in verschiedene Technologien investieren. VW setzt mit der Abkehr vom Erdgasantrieb seinen Fokus noch zielgerichteter und verringert somit die laufenden Kosten in diesem Bereich.

Quelle: Automobilwoche – Konzentration auf E-Mobilität: VW stellt Entwicklung von Erdgasfahrzeugen ein

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@ Jürgen
Sie haben Recht bezüglich des fossilen Erdgases. CNG kann aber mehr. Dieser Biomethanhersteller hat schon 12 CNG Tankstellen die mit 100 % erneuerbaren Biomethan betrieben werden und Orange Gas betreibt über 100 Biomethan Tankstellen in Deutschland mit Stroh im Tank von Verbio die um die 7 Millionen CNG Fahrzeuge bedienen könnten. Dann kommen noch diverse Anbieter wie Herr Seide in Kiel der auch aus Rest und Abfallstoffen auch noch Millionen Fahrzeuge klimaneutral bedienen könnte. Wir sehen, es könnte wenn die Politik wollte viel schneller auf klimaneutrales Auto fahren umgestellt werden.

https://www.kielerleben.de/news/kraftstoff-zukunft-bei-anton-willer-10023841.html

Es gibt aber auch noch genug CNG Tankstellen die mit fossilem Erdgas beliefert werden, die aber immer mehr auf Biomethan umgestellt werden.

Also nicht nur Ihr könnt klimaneutral auch wir :).

Uns wird das fossile Erdgas angekreidet und bei Euch eben der Kohle und Atomstrom. Nun ja geteiltes Leid ist halbes Leid :).

Übrigens wen es interessiert, ich fahre meinen VW Golf 7 TGI seit 78 000 Kilometer mit 3,7 Kilo Gas auf 100 Km für einen Preis von 1.12 Euro das Kilo und komme je nach Fahrweise um 400 Km mit einer Tankfüllung die 14.4 Kilo beträgt.

Gratuliere zu dem supergünstigen Betriebskosten beim CNG-Fahrzeug – solange CNG noch steuerlich subventioniert wird. Eigentlich sollte der verminderte Steueranteil 2020 abgeschafft werden, aber es wurde – glaube ich – noch mal verlängert. Das Problem beim Gasantrieb ist einfach nur dass ihn kaum jemand will. Vielleicht liegt es an dem dünnen CNG-Tankstellennetz, an den etwas höheren TÜV-Gebühren oder daran, dass nach einiger Zeit der Tank ausgetauscht werden muss. Aber wenn es ein Direkteinspritzer sein muss, macht der TGI am meisten Sinn.

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