VW will neues Elektro-Volumenmodell hochautomatisiert am Stammwerk Wolfsburg produzieren

VW will neues Elektro-Volumenmodell hochautomatisiert am Stammwerk Wolfsburg produzieren

Copyright Abbildung(en): Symbolbild | Volkswagen AG

Ein Vorhaben mit Symbolcharakter: Volkswagens Stammwerk in Wolfsburg soll Medienberichten zufolge in den kommenden Jahren zu einer Fabrik für die hochautomatisierte Produktion von Elektroautos umgebaut werden. Dort soll ab etwa 2025 oder 2026 ein neues Elektroauto-Topmodell von VW hergestellt werden, in niedriger bis mittlerer sechsstelliger Stückzahl. Diesen Plan, mit dem sich VW gegen Branchenprimus Tesla besser positionieren will, kündigte VW-Chef Herbert Diess in einer konzernweit übertragenen Rede vor gut 15.000 VW-Managern an.

Teilnehmern der digitalen Managementtagung zufolge sagte Diess über den Umbau des Stammwerks, dass VW mit dieser Maßnahme „mit Tesla mithalten, vielleicht an der ein oder anderen Stelle auch überholen“ könne. Geplant sei zum Beispiel, die Produktionszeiten von Fahrzeugen deutlich zu senken – von aktuell gut 20 Stunden, wie es beim E-Auto ID.3 in Zwickau der Fall ist, auf nur noch zehn Stunden, wie auch von Tesla vorgesehen. Im neuen Elektro-Flaggschiff, welches der VW-Aufsichtsrat bereits beschlossen habe, wolle VW zudem eine verbesserte Batterietechnik und modernere Software verbauen.

Es soll sich dabei um ein „mehrmarkenfähiges“ Volumenmodell handeln, wie es zum Beispiel beim Elektro-Kleinwagen VW e-Up der Fall ist, welcher annähernd baugleich auch als Skoda Citogo-e und Seat eMii erhältlich ist. Zuletzt habe Volkswagens Betriebsratschef Bernd Osterloh stark dafür plädiert, auch in Wolfsburg ein volumenstarkes Elektromodell zu produzieren. Die unzureichende Auslastung des Stammwerks war im schon länger ein Dorn im Auge. Aktuell laufen in Wolfsburg Modelle wie Golf, Tiguan und Touran vom Band.

Das neue Elektromodell soll auch dazu beitragen, die Produktionskosten bei VW zu senken. Dies gilt als essenziell, damit Volkswagen auf Dauer überlebensfähig sein kann. Andere Autohersteller stünden bei den Fixkosten wesentlich besser da als die Wolfsburger, bei denen der Fixkostenanteil in den vergangenen Jahren weiter gestiegen statt gesunken sei. Diese grundsätzliche Schwäche sei in der Corona-Krise besonders deutlich zu Vorschein getreten.

Quelle: Spiegel – VW-Chef Herbert Diess will Wolfsburger Stammwerk gegen Tesla hochrüsten / Handelsblatt – Neues VW-Topmodell soll Tesla herausfordern: Konzernchef Diess will Maßstäbe setzen

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Allerhöchsten Respekt Herr Diess ! Scheinbar der zweite CEO weltweit, der nicht ausschließlich sein persönliches Einkommen der nächsten 5 Jahre im Sinn hat, sondern stattdessen die Herausforderung tatsächlich mit aller Kraft annimmt.

Wenn Brandenburg allerdings so weiter macht: Aus blauen Himmel eine zusätzliche Sicherhaitsleistungsforderung für Rückbau Tesla Grünheide in Höhe 100Mio Euro, ausgestellt in diesem Monat, zahlbar binnen !!! 14 Tage !!!, um Teslas wichtigen Jahresabschluss zu beeinflussen, dann wird nicht nur Herr Diess, sondern Deutschland und letztlich ganz Europa bald ein Problem bekommen, über das heute noch jeder lacht. Ich glaube, China steht inzwischen hinter Tesla mehr, als hinter allen europäischen Autoherstellern zusammen. Und China wird keine Gnade walten lassen, wenns irgendwann soweit ist – dafür haben wir China zu lange ausgenommen. Sind derzeit natürlich lächerliche Gedanken, aber wer weiß wie lange noch.

Noch kein gscheites eAuto produziert. Baut noch auf Hybrid Schrott und hat Schummelprozesse am Hals… Aber man will sich mit Tesla messen. Tja, man wird sehen..

Bei VW klappt es zumindest bei der Verlängerung der Kurzarbeit z. Z. am besten. Und wegen fehlender Chips wird die Produktion zurückgefahren, lt. neuester Meldung bei Tagesschau. de. Aber alles im grünen Bereich!

Nicht verkneifen kann ich mir die Wiederholung eine Satzes aus dem Artikel, den ich mal nur um einen, aber wichtigen Buchstaben, erweitert habe .;)

Diess gilt als essenziell, damit Volkswagen auf Dauer überlebensfähig sein kann.

Der Werksumbau in Zwickau ist doch gerade erst fertiggeworden bzw. noch in fortgeschrittener Phase zugange.
Da wundert es mich, dass man dort nicht bereits etwas von dieser Produktionsbeschleunigung wiederfindet? Oder ist man da ebenfalls schon ein Stück in jener Richtung vorangekommen? Mag sein.

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