Volvo: Vom LKW auf den Zug spart massive CO2-Emissionen

Volvo: Vom LKW auf den Zug spart massive CO2-Emissionen

Copyright Abbildung(en): Volvo Cars

Kurzfristig, bis 2025, soll über den gesamten Lebenszyklus hinweg die CO2-Bilanz jedes Volvo Modells um 40 Prozent gegenüber den 2018er Werten sinken. Ab 2019 wird jedes neue Volvo Modell mit Elektromotor am Markt angeboten werden – den Start hat der Volvo XC40 Recharge gemacht. Passt durchaus dazu, dass das Unternehmen seine eigene Zukunft elektrisch sieht. Ab 2040 will man zudem ein klimaneutrales Unternehmen sein.

Künftig wird Volvo hierzu auch seine CO2-Emissionen in der Logistik erheblich reduzieren, indem es die Transporte zwischen seinen Fertigungsstätten und den Neuwagen-Depots von Lastwagen auf Züge verlagert. Insbesondere in Europa ist das Unternehmen dabei, die Emissionen zu reduzieren, indem es immer mehr LKW-Transporte durch Bahntransporte ersetzt. Als Beispiel lässt sich hierfür die Einführung des Bahntransports zwischen der Produktionsstätte in Gent, Belgien, und einem eigens dafür errichteten Depot in Norditalien erwähnen, welches dazu geführt hat, dass die CO2-Emissionen um fast 75% reduziert wurden. Auf einer anderen Strecke, von Gent zu einem zweiten Depot in Österreich, konnten die Emissionen seit der Umstellung auf den Schienentransport um fast die Hälfte reduziert werden.

„Als wir sagten, dass wir die Emissionen in allen unseren Betrieben deutlich reduzieren wollen, haben wir das auch so gemeint. Unser Logistiknetzwerk ist nur ein Teil dieses Puzzles, aber dennoch ein wichtiges. Dies ist ein Beispiel für unser Engagement, unsere Auswirkungen auf die Umwelt durch sinnvolle, konkrete Schritte zu reduzieren.“ – Javier Varela, Senior Vice President of Manufacturing and Logistics bei Volvo Cars

Volvo möchte auch den Schienenverkehr in China und den Vereinigten Staaten in größerem Umfang nutzen. Schon jetzt werden Autos von den in China ansässigen Produktionsstätten zweimal wöchentlich mit dem Zug zum Hafen von Gent in Belgien transportiert. Andere Zugverbindungen liefern neue Volvo-Wagen in regionale Depots innerhalb Chinas und in Russland. In den USA ist es so, dass bereits heute Züge das Äquivalent von Dutzenden von Lastwagen pro Woche ersetzen, eine Zahl, die wahrscheinlich noch steigen wird, wenn die nächste Generation der XC90 in Produktion geht.

Håkan Samuelsson, CEO und Präsident der Volvo Car Group, gab bereits im Oktober 2019 zu verstehen, dass man da eigene “Unternehmen durch konkrete Maßnahmen und nicht durch symbolische Zusagen” verändern werde. Vielmehr kümmere man sich darum was man selbst steuern könne, wie man mit der Umstellung im Logistik-Bereich zu unterstreichen weiß. Die Ambitionen von Volvo Cars für das Jahr 2040 gehen über die Bekämpfung der Auspuffemissionen durch eine umfassende Elektrifizierung hinaus, da man sich bewusst ist, dass die Elektrifizierung nicht ausreicht, um die Auswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren. Daher wird auch die Bekämpfung der Kohlenstoffemissionen in allen Bereichen in Betracht gezogen: in seinem Produktionsnetzwerk, in seinen Betrieben im weiteren Sinne, in seiner Lieferkette und durch Recycling und Wiederverwendung von Materialien.

Quelle: Volvo Cars – Trucks-to-trains swap significantly cuts emissions in Volvo Cars logistics network

Newsletter abonnieren

Montag, Mittwoch und Freitag die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.

Dir gefällt dieser Beitrag? Teilen auf

Diese News könnten dich auch interessieren:

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
4 Comments
Älteste
Neuste Am häufigsten bewertet
Inline Feedbacks
View all comments

Ab 2019 alle Modelle als Elektro?? Da müssen sie sich aber beeilen…

„…alle neuen Modelle…“ steht da und nicht das jedes verkaufte Auto einen Elektromotor haben muss.

Ich finde es gut, dass endlich konsequent versucht wird, bei der Herstellung CO2 zu sparen und so die Gesamtbilanz zu verbessern und sich nicht damit zufrieden gibt, dass das Auto selbst „umweltfreundlicher“ wird.
Bleibt zu hoffen, dass alle anderen Auto- und Sonstwas-Hersteller ebenso ihre Transport- und Fertigungs-Logistik überdenken und ändern werden; also von der Strasse auf die Schiene. Die vielleicht nötigen vergrößerten Reservehaltungen von Teilen sollten machbar sein und nicht nur die Corona-Krise hat gezeigt, dass „just in time“-Anlieferung eben auch schnell Probleme schaffen kann.

Schade natürlich, dass man nicht schon längst entsprechend optimiert hat.
Nun ist wieder mal die Politik gefordert, das Transportsystem Schiene zügig entsprechend fit zu machen.

Die Schiene ist leider seit Jahren unter investiert bzw systematisch kaputt gespart worden vom Bund. Kapazitäten gibt’s da nicht. Was aber auch spannend ist „die Fahrzeuge werden von den in China liegenden Produktionsstätten zweimal wöchentlich zum Hafen nach Gent transportiert “ das ist sicher ein Schreibfehler oder habe ich da irgendwas nicht verstanden

4
0
Kommentar zum Thema verfassenx
()
x

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).