Volkswagen und Autohandel fordern ebenfalls Kaufprämien für umweltfreundliche Pkw

Copyright Abbildung(en): shutterstock / Lizenzfreie Stockfoto-Nummer: 1485127517

In der Debatte über mögliche Maßnahmen zur Stärkung des Autohandels nach der Corona-Krise verlangen nun auch der Volkswagen-Konzern sowie der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) nach Kaufprämien für Neuwagen, mit einem Fokus auf umweltfreundliche Fahrzeuge. Dem Spiegel zufolge macht sich VW für ein „breit angelegtes staatliches Wirtschaftsprogramm“ stark, unter anderem mit einer Umtauschaktion für ältere Autos.

Laut VW sind in Deutschland noch gut fünf Millionen Pkw und leichte Nutzfahrzeuge unterwegs, die Emissionen entsprechend der veralteten Abgasnorm Euro 3 ausstoßen oder sogar noch älter sind. Um diesen Altbestand zu erneuern, schlägt VW eine Umtauschaktion vor, bei der die Prämie nach dem CO2-Ausstoß ermittelt wird. Je weniger Schadstoffe das Neufahrzeug verursacht, desto höher soll der Zuschuss sein.

VW verfolgt damit einen ähnlichen Ansatz wie viele andere Vertreter aus Wirtschaft und Politik. BMW-Chef Oliver Zipse forderte eine „Innovationsprämie, mit der der Umstieg auf „klimaschonende Technologien“ beschleunigt werden könnte. Auch der Chef des Zulieferers Continental, Elmar Degenhart, sprach sich in einem Interview mit dem Spiegel für „Prämien für den Umtausch von Altfahrzeugen“ aus. Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) schlug vor, „die Prämie von 6000 Euro beim Kauf eines Elektroautos befristet aufstocken oder gar Anreize für den Kauf modernster Benziner und Diesel zu setzen“, der in der Förderung alternativer Antriebe gleich zwei Vorteile sieht: Dies sei einerseits ein Post-Corona Konjunkturprogramm, das gleichzeitig dem Klimaschutz diene.

Thomas Peckruhn, Sprecher der Markenhändler und Vizepräsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), fordert ebenfalls eine Förderung alternativer Antriebstechnologien: „Extrem wichtig wären jetzt zusätzliche Kaufprämien für Elektro- und Hybridautos und für Verbrenner mit der neuesten Schadstoffnorm“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur (DPA). Außerdem sollen die derzeit — wenn überhaupt — oft nur eingeschränkt geöffneten Zulassungsstellen möglichst bald wieder ihren normalen Betrieb aufnehmen, mahnte der ZDK-Vize. „Was nützt mir ein neues Auto, wenn ich es nicht zulassen kann?

Quelle: Der Spiegel — Coronakrise: Volkswagen fordert Konjunkturprogramm // Automobilwoche — Kaufprämien und Öffnung der Zulassungsstellen: Autohändler hoffen auf Unterstützung

Über den Autor

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Newsletter

Erhalte jeden Montag, Mittwoch und Freitag aktuelle Themen wie „Volkswagen und Autohandel fordern ebenfalls Kaufprämien für umweltfreundliche Pkw“ sowie die neusten Informationen aus der Welt der Elektromobilität kostenfrei direkt ins eigene Postfach. Kuratiert aus einer Vielzahl von Webseiten und Blogs.
Ja, ich möchte den gratis E-Mail-Newsletter von Elektroauto-News.net abonnieren. Die Datenschutzerklärung habe ich gelesen. Die Einwilligung zum Versand des Newsletters kann jederzeit widerrufen werden. Hierzu reicht es auf den Abmeldelink zu klicken, welcher sich in jedem Newsletter befindet.

Fakten & MeinungenDiskutiere mit der E-Community

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
10 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Hört sich super an, aber was soll ich tun?
Familie, Hobby – wo ist mein funktionales umweltgerechtes E-auto?
Kleinstwagen? Mit zwei Kindern?
Kleinwagen? Wohin mit dem Gepäck?
Tesla usw. ? Mit Durchschnittsverdienst auf dem Land?
Nicht ein simpler Kombi, Astra Caravan Dacia Logan auf dem Markt.
Bezahlbar mit 50kw Akku.
Was wird passieren?
Am Ende gibt’s für die Verschrottungs Kandidaten nur neue Benziner als Alternative, weil die Besitzer von alten Autos nicht die Kunden für neue Ford Mustang E, oder Etron usw. sind.

Man kann das Geschrei nach Staatsknete schon nicht mehr hören. Alle Steuerzahler zahlen, auch die Altenpfleger, Krankenschwestern, Müllfahrer, Feuerwehrleute… und es bekommen die, die bestimmt nicht darben müssen. Subventionen und Prämien sind wie Kommunismus zugunsten der Reichen, der Konzerne, der Manager mit ihren Millionengehältern. Wenn ein Unternehmen seine Produkte nicht verkaufen kann, sollte es vielleicht seine Produkte, seine Strategie, seine Managergehälter mal gründlich überdenken statt zu betteln. Unternehmen, die Staatsknete brauchen, sind Zombiefirmen.

Nur blöd das es kaum umweltfreundliche PKW bei VW zu kaufen gibt..

Name ist [email protected] Vergiss endlich den Dieselskandal. Der VW Konzern ist bereits bestens aufgestellt mit einem grossen Sortiment umweltfreundlicher E Autos. E up, E Golf und jetzt ganz neu aus Zwickau der I.D.3 . Selbst SEAT und Skoda die auch dazu gehören, werden den Mark der unteren Mittelklasse aufwirbeln.

Wenn jetzt über neue Prämien diskutiert wird, wird die Situation noch schlimmer.
Der Neukauf wird dann bis zu einer entgültigen Entscheidung gestoppt!

E-Mobilität wird erst in der Masse erfolgreich sein, wenn die Steuern auf Strom drastisch reduziert werden und Steuern auf fossile Brennstoffe erhöht werden. Auch die Ladeinfrastruktur und die Preisgestaltung muss sich komplett ändern. Es kann und darf nicht sein, dass jeder Stadtwerkeverbund seine eigenen App’s und Ladekarten vorgibt und die adhoc Ladung ganz „zufällig“ mal wieder nicht funktioniert.
Die Politik muss klare Vorgaben machen, wie z.B. öffentliche Ladesäulen dürfen maximal 29 ct/kWh verlangen. ENBW mit der ADAC Ladekarte ist da ein gutes Vorbild. IONITY und deren bisherige Preispolitik (ca. 79 ct/kWh) ist völlig unakzeptabel. Auch 39 ct/kWh oder 49 ct/kWh änder hieran nichts. In den Niederlanden sind Preise bis zu 9 ct/kWh möglich.
Die E-Autos wie z.B. ID.3 sind noch ca. 20-30 % zu teuer und die Leasingangebote bei einer jährlichen Fahrleistung von ca. 20.000 – 30.000 km uninteressant und viel zu teuer. Mit 10.000 km p.a. brauche ich kein Auto, da reicht auch ein „Fahrrad“.
M.F.G. Matthias G.

Hallo EAN-Poster!
Was regt ihr Euch über Stromladepreise auf???? Es gibt weiterhin in Deutschland Tausende kostenlose Ladesäulen, sogar auch über 22kw/h, wo Ihr für 0,0 EUR Strom volltanken könnt!!!
Warum bloß wollt Ihr für Euren Ladestrom immer noch Geld bezahlen???
Googelt einfach „Kostenlose Ladesäulen“. Da findet Ihr doch Alles!!
Warum bloß stellen die E-Auto-Hersteller diesen extremen Vorteil nich werblich raus???
Wenns ne Mineralöltankstelle mit Volltanken für 0,0 EUR gäbe, wär da ne 5km lange Warteschlange vor!!
Warum bloß wollt ihr nicht in rauen Mengen für Null Euronen Euer E-Auto mit Strom volltanken????
Ich begreife es nicht!!
MfG
Wolfg. Niemann

Hans, ich fahre seit 10 Jahren elektrisch es ist keiner von VW. Aber ohne den Dieselmotor wäre der Klimawandel noch lange nicht besiegt. Wir leben in einem Land wo man Ladesäulen hat und die Reichweite elektrisch ausreicht. Woanders brauchen wir die Verbrenner aber nebenher immer noch. Auch bei Traktoren und Mähdreschern haben wir noch keine Alternative. Dieses Skandaltheater um nicht einmal 1 Liter mehr Verbrauch als angegeben in der Praxis, ist unverhältnismässig. Was hat der Volkswagenkonzern nicht schon alles geleistet.? Der Käfer, beim 1. Golf eine Motorengeneration von der man auch in Sindelfingen noch nicht einmal träumen konnte. Und jetzt der Umstieg auf E. Reserviere dir gleich den I.D mit dem 70 er Akku, dann bist Du für die Zukunft gewappnet.

Schön, dass jetzt auch Verbrenner als Alternative Antriebe zählen:
》..Förderung alternativer Antriebstechnologien: „Extrem wichtig wären jetzt zusätzliche Kaufprämien für Elektro- und Hybridautos und für Verbrenner mit der neuesten Schadstoffnorm“,《

Diese News könnten dich auch interessieren:

Ladeinfrastruktur in Tiefgaragen: BMW i Ventures investiert in HeyCharge
Taycan Sport Turismo: Allround-Porsche ohne Backen
VW und Bosch wollen Fertigungsprozesse für Batteriezellen industrialisieren

Deine Anmeldung zum Newsletter:
Ein letzter Schritt fehlt noch.

Vielen Dank für deine Anmeldung zum Newsletter von Elektroauto-News. Du erhältst in Kürze eine E-Mail, in der sich ein Link zur Freischaltung deiner E-Mail-Adresse befindet. Erst durch die Bestätigung des Links dürfen wir deine E-Mail-Adresse zum Versand unseres Newsletter freischalten (Double-Opt-In).