VDA: Ausbau Ladeinfrastruktur zwei Jahre der Zeit voraus

VDA: Ausbau Ladeinfrastruktur zwei Jahre ihrer Zeit voraus

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Nachdem vonseiten des Verband der Automobilindustrie (VDA) zuletzt Forderungen wie „die Ladeinfrastruktur muss jetzt schnell deutlich besser werden“ aufkamen, schlägt man aktuell andere Töne an. Mag auch daran liegen, dass es um die eigenen erreichten Ziele geht. Genauer gesagt, um die Automobilindustrie, welche zugesagt hat, an all ihren Liegenschaften, Betriebsstätten und Handelsbetrieben bis Ende 2022 mindestens 15.000 Ladepunkte entstehen zu lassen. Dieses Ziel wird nun bereits zwei Jahre früher zum Ende diesen Jahres erreicht.

Darüber zeigt sich vor allem Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie, erfreut und gibt zu verstehen: „Der rasche Ausbau unserer eigenen Ladeinfrastruktur zeigt, dass die Automobilindustrie alles tut, um die Elektromobilität auf die Straße zu bringen. Deutschland ist bereits Europameister bei E-Autos, nun erreichen wir auch die selbstgesteckten Ausbauziele für die Ladeinfrastruktur zwei Jahre früher als geplant.“ Des Weiteren verweist Müller auf das wachsende IONITY-Netz, welches ebenfalls von Automobilhersteller vorangetrieben wird.

Wir erinnern uns hierzu: IONITY ist ein Joint Venture der BMW Group, Ford Motor Company, Mercedes-Benz AG, Volkswagen Group und seit November 2020 der Hyundai Motor Group. Noch vor dem Covid-19 Lockdown im April 2020 machte IONITY mit negativen Schlagzeilen von sich hören. Anlass war die Ankündigung des Schnellladenetzwerkes, den Preis pro Kilowattstunde für einen Teil der Kunden auf 79 Cent anzuheben. Und zwar nur für Ad-hoc-Lader, E-Auto-Fahrer, die als Direktkunde spontan Zwischenladen wollen ohne einen Vertrag mit einem der Mobilitätsdienstleister von IONITY geschlossen zu haben. Trotz all dieser Aufschreie scheint das IONITY-Ladenetz gefragter denn je, wie wir bereits Ende Oktober berichten konnten.

Der VDA versteht es den aktuellen Fortschritt mit Zahlen zu untermauern. Von den geplanten 400 Ladestandorten in Europa sind bereits 305 Standorte errichtet, der Abschluss des Aufbaus ist für Mitte nächsten Jahres geplant. Von den für Deutschland vorgesehen 101 Standorten sind bereits 94 in Betrieb, bis zum Jahresende 100. Damit ist das aktuelle Ziel für Deutschland erreicht. Das Netz wird stetig weiter verdichtet, synchron zur Zahl der in Betrieb kommenden E-Autos. IONITY baut seine Standorte grundsätzlich mit einer 350kW CCS-Ladetechnik auf, was aktuell die technische Leistungsspitze darstellt.

Mit der richtigen Infrastruktur“ werde sich die Elektromobilität „schrittweise durchsetzen, daran besteht kein Zweifel mehr“, so die VDA-Präsidentin, zumal das Angebot an Elektroautos „immer umfangreicher“ und „die Reichweiten höher“ werden. Und auch die bis zu 9000 Euro Umweltbonus seien „für den Markthochlauf der Elektromobilität ein wichtiges Instrument“. Aber auch für den fehlenden Fortschritt hat Müller ein Beispiel: der Berliner Flughafen. Dort stehe im Schnitt für 13 Elektroautos ein Ladepunkt zur Verfügung, schon in einem halben Jahr müssten sich voraussichtlich 20 Autos einen teilen. Bei 18.000 Parkplätzen hat es der neue Hauptstadtflughafen BER gerade einmal auf 20 Ladestationen gebracht. „Das kann nicht deren Ernst sein“, so Müller.

Quelle: VDA – Die deutsche Automobilindustrie erreicht die Ausbauziele für E-Ladepunkte zwei Jahre vor der Zeit

Über den Autor

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere Alternative Antriebe werden betrachtet.

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Nur leider vergisst der VDA die ganzen Hybride die jetzt an den Ladesäulen hängen, nur ärgerlich für den der den Strom zum Fahren braucht und nicht um sein gewissen zu beruhigen…
Bei mir sind mittlerweile den ganzen Tag die eine Säule im Umkreis durch Verbrenner Stecker blockiert …

Schon interessant wie der VDA Ionity als Erfolg sieht. In immer mehr Berichten erfährt man das es immer wieder Probleme mit Elektroautos gibt welche nicht geladen werden können. Dann wollen Sie für spontan Lader 0,79 cent / kwh. Für mich eine absolute Frechheit. Also wenn Tesla die Qualität im Griff bekommt, würde ich ein Tesla kaufen. Bei denen kennt man solche Probleme nicht. Da aber weder das Model 3 noch das Model S meinen Qualität Ansprüchen genügen (bei den Preisen), heißt es erst mal abwarten.

Wir erinnern uns hierzu: IONITY ist ein Joint Venture der BMW Group, Ford Motor Company, Mercedes-Benz AG, Volkswagen Group und seit November 2020 der Hyundai Motor Group.

Wird hier nun aus „The Big Three“ (E-Auto-Verhinderer der 1990er-Jahre) nun „The Big Five“?

Wenn man sich die Preise an den IONITY-Ladestationen anschaut, dann könnte man meinen „ja“.

Für die E-Mobility und gleichzeitig Steine in den Weg legen – ich bin weiterhin der Meinung, dass wir ohne Tesla nicht weiterkommen, denn ohne Tesla ist die Rückfallgefahr der alten Autohersteller viel zu groß.

Off topic:
Das ist über dem Artikel wohl ein altes Foto reingerutscht? Es zeigt Kamala Harris mit dem Slogan: Hey Joe, come on, let’s elections win!

Ionity ist der letzte Verhinderer in der Kette. Sie bauen Ladestationen auf Teufel komm raus auf und haben die Technik nicht im Griff oder wollen sie nicht beherrschen.
Was bitte ist an einer Ladestation so kompliziert dass es immer wieder zu Problemen kommt? Es gibt Standards seitens der Autohersteller und der Ladestationen. Ein simples Protokoll.
Wie kann der Strom bis zu 3 mal teurer sein als an der heimischen Steckdose? DIe Vorstände wollen die Autofahrer an dieser Stelle wieder bestrafen weil sie auf ein E-Auto umsteigen.
Ich hoffe dass dieses Monopol nun durchbrochen wird und ein anderer Hersteller die Preise wieder nach unten bringt.
Es wäre besser wenn der Staat die Kaufprämie in die Stromkosten stecken würde. So hätten auch die Hybridfahrer einen Anreiz Strom zu laden.

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