UrbanMove und MOQO bringen rein elektrischen Ruftaxi-Kleinbus auf die Straße

Copyright Abbildung(en): Ego Mobile

Die Städte brauchen neue Mobilitätslösungen, wollen sie die Belastungen ihrer Innenstädten durch Abgase, Staus und Verkehrslärm nachhaltig mindern und urbane Attraktivität und Lebensqualität erhalten. In Aachen, Wissenschaftsstadt mit vielen innovativen Unternehmen und NRW-Digitalregion, gibt es mit „UrbanMove“ ein Konsortium von Unternehmen und Stadt, das eine umweltfreundliche, stadtverträgliche Lösung für die digitalisierte Mobilität der Zukunft entwickeln will. Einer der Partner ist MOQO, Spezialist für Shared-Mobility.

Ziel von UrbanMove ist es, den öffentlichen Nahverkehr insbesondere in der Innenstadt umweltfreundlich, on-demand und nicht zuletzt auch kundenfreundlich zu gestalten. Dazu soll ein konsequent auf die Wünsche und Anforderungen der Kunden zugeschnittenes on-demand oder auch Rufbus-Angebot geschaffen werden, das vor allem die innerstädtischen Kurzstrecken – die sogenannte Last-Mile – abdeckt. Ein in dieser Weise verbessertes ÖPNV-Angebot, so die Erwartung der Projektbeteiligten, erhöht die Bereitschaft, bei Stadtfahrten auf das eigene Auto zu verzichten. In der Folge wird die Innenstadt vom motorisierten Individualverkehr und seinen negativen Auswirkungen entlastet.

Das Konzept von UrbanMove besteht aus zwei wesentlichen Komponenten: dem Fahrzeug – PeopleMover – und der Plattform, über die das System digital gemanagt wird. Der PeopleMover ist ein extra für die Innenstadt entwickelter Kleinbus. Er wird rein elektrisch mit einer Leistung von 150 kW betrieben und bietet mit acht Sitz- und fünf Stehplätzen 14 Personen Platz. Die Batteriekapazität von bis zu 70 kWh soll für zehn Stunden Einsatzdauer reichen. Gebaut wird der PeopleMover von der eGO Mobile AG, die das Fahrzeug zusammen mit dem Antriebsspezialisten ZF entwickelt hat. In der Perspektive soll der PeopleMover autonom fahren, in der Pilotphase wird er aber einen Fahrer haben.

Fahrt-Reservierung und Zahlung per App

Die Plattform, die auf der Shared-Mobility-Plattform von MOQO basiert, managt das System, hier steckt die „Intelligenz“. Die Plattform erfasst, verarbeitet, analysiert und verwaltet alle relevanten Daten: Dazu gehören Daten über die aktuelle Verkehrssituation und das Wetter, aber auch über die Geschwindigkeit der Fahrzeuge und ihre Auslastung.

Neben der Flottenüberwachung dient die Plattform aber auch als Schnittstelle zum Kunden. Über eine einfach zu bedienende App kann dieser seine Mobilitätswünsche anmelden. Hat er seinen Platz im PeopleMover reserviert, sieht der Fahrgast in Echtzeit, wann und wo der Bus ihn abholt. Auch die Bezahlung wird über die App abgewickelt. Selbstverständlich kann der Kunde auch später noch jederzeit nachschauen, welche Dienste zu welchem Preis er in Anspruch genommen hat.

Die Plattform bietet aber noch mehr Möglichkeiten. Denn MOQO bildet auch alle für Shared Mobility notwendigen Prozesse digital ab. So ist MOQO nicht nur für on-demand Mobilität einsetzbar, sondern auch für Carsharing, Fahrräder, E-Bikes, Roller, Scooter und andere Fahrzeuge. Darüber hinaus können Dienstleistungen wie Fahrerdienste oder Mitfahrgelegenheiten integriert werden. Dank ihrer viele Optionen, ihrer großen Flexibilität, ihrer Skalierbarkeit und nicht zuletzt wegen ihrer Nutzerfreundlichkeit wird die MOQO-Plattform deshalb von immer mehr Sharing-Anbietern in Projekten in vielen europäischen Ländern genutzt.

Mit dieser großen Erfahrung und den vielen Qualitäten war MOQO dann auch für die anderen Projektpartner, das Marktforschungsunternehmen Dialego, das FIR der RWTH Aachen, die e.Go Mobile AG und die Stadt Aachen ein idealer Projektpartner. In diesem Jahr plant das Konsortium den Abschluss des Forschungsprojektes und die Überführung in einen realen Service. Das Interesse von Verkehrsbetrieben im Inn- und Ausland ist bereits überwältigend, wie es in einer aktuellen Mitteilung heißt.

Quelle: MOQO — Pressemitteilung vom 10.02.2020

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