Toyota stellt Wasserstoff-Lkw zur mobilen Stromversorgung vor

Toyota stellt Wasserstoff-Lkw zur mobilen Stromversorgung vor

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Brennstoffzelle statt Dieselmotor: Die Toyota Motor Corporation sorgt jetzt für mehr Nachhaltigkeit in der mobilen Energieversorgung. In Zusammenarbeit mit Denyo hat das Unternehmen einen Brennstoffzellen-Lkw entwickelt, der Wasserstoff zur Stromerzeugung nutzt. Ob Freiluftkonzert oder Naturkatastrophe, der Lkw lässt sich nahezu überall einsetzen.

Die meisten mobilen Stromquellen bislang sind Dieselfahrzeuge oder -generatoren. Diese benötigen allerdings fossile Brennstoffe – und das sowohl bei der Fahrt als auch bei der Stromerzeugung. Dabei werden unter anderem das klimaschädliche CO2 und gesundheitsschädliche Stickoxide (NOx) ausgestoßen. Hier schaffen Toyota und Denyo nun Abhilfe: Ihr neues Energieversorgungsfahrzeug nutzt ausschließlich den in der Brennstoffzelle umgewandelten Wasserstoff zur Stromversorgung. Das System liefert Energie für bis zu 72 Stunden mit bis zu 8,5 kW Leistung. Insgesamt kann der Wasserstoff-Lkw gut 600 kWh Strom abgeben. Als Nebenprodukt fällt dabei nur Wasser an, gut 450 Liter sind es, das wiederum zum Duschen oder für andere Zwecke genutzt werden kann – CO2- und Schadstoffemissionen gibt es dagegen nicht.

Das von beiden Unternehmen gemeinsam entwickelte Brennstoffzellenfahrzeug, von dem es bislang leider nur eine Illustration gibt, basiert auf dem leichten Toyota Lkw Dyna und nutzt das bekannte Brennstoffzellensystem, das auch im Pkw-Modell Mirai zum Einsatz kommt. Denyo steuert die integrierte Brennstoffzellen-Stromversorgungsanlage bei. Die Power für Vortrieb und Energieerzeugung liefern rund 65 Kilogramm Wasserstoff, die in insgesamt 27 Tanks gespeichert werden.

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Wie groß die Vorteile solcher Brennstoffzellen-Energieversorgungsfahrzeuge genau sind, untersuchen die Unternehmen in Tests, die noch diesen Monat starten. Dabei stellt sich das neu entwickelte Modell dem direkten Vergleich mit konventionellen motorbasierten Stromgeneratoren, um Eigenschaften und Alltagstauglichkeit genauso zu überprüfen wie die Auswirkungen auf Ladekapazität und CO2-Ausstoß. Das Ziel ist eine Kommerzialisierung, um eine nachhaltigere, wasserstoffbasierte Gesellschaft voranzutreiben.

Sowohl Denyo als auch Toyota setzen sich aktiv für die globale Umwelt ein. Alternative Antriebe auch für Nutz- und Industriefahrzeuge spielen dabei eine entscheidende Rolle. Denyo als führender Hersteller von mobilen tragbaren Generatoren arbeitet auch weiterhin an brennstoffzellenbasierten Produkten.

Auch Toyota verfolgt ehrgeizige ganzheitliche Ziele. Im Rahmen der Toyota Environmental Challenge will der japanische Mobilitätskonzern seine CO2-Emissionen drastisch reduzieren. Der Flottenausstoß seiner Fahrzeuge soll bis 2050 um 90 Prozent gegenüber 2010 sinken, was nur mit elektrifizierten Antrieben möglich ist. Auch die Emissionen in der Produktion werden minimiert, der Ausbau erneuerbarer Energien, Ressourcenmanagement und Recycling tragen dazu bei. Gemeinsam mit Honda hat Toyota erst vor wenigen Tagen ein recht ähnliches Konzept vorgestellt: Einen Wasserstoff-Bus zur mobilen Stromversorgung.

Quelle: Toyota – Pressemitteilung vom 17.09.2020

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3 Antworten

  1. Es ist halt ein langsamer Weg, endlich vom Kohlenstoff weg zu kommen. Wie sagte Henry FORD sinngemäß? “ Der Feind der Qualität ist die Eile“.
    Bis jetzt und noch lange Zeit ist es UNMÖGLICH auf Dieselmotoren verzichten zu können. Es sei denn man ist SEEBLIND und sieht auch die Weltweite Realität des gesamten Tranportes an Land nicht. Dabei ist der Transport nur EIN Aspekt, welcher die Wirtschaften der Welt bewegt. Bleiben wir nur beim maritimen Transport. (ca. 90% der Waren) > Sea Blind: Die wahren Kosten der Frachtschifffahrt (Folge 1) Quelle: https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/planet-schule/video-sea-blind-die-wahren-kosten-der-frachtschifffahrt-folge–100.html . Dann Nr. 2: Sea Blind: Umweltkatastrophe auf den Weltmeeren (Folge 2) > https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/planet-schule/video-sea-blind-umweltkatastrophe-auf-den-weltmeeren-folge–100.html …….. Bis jetzt ist nicht ein einziger LKW, BAGGER usw. erwähnt…. Und die Chemischen Prozesse auch nicht, die notwenig sind um unsere Wirtschaften am Laufen zu halten. Über diese Akkus aber hört man wahre Wunderdinge und natürlich kommt deren STROM aus Steckdosen….. Nicht einmal deren Entsorgung ist halbwegs geregelt……..

    1. Vielleicht sollte man hierbei erwähnen das alle Unternehmen und auch die Politik seit 2007 zeit hatten daran zu arbeiten, aber es keiner für nötig hielt druck zu machen , die armen unternehmen und die vielen Arbeitsplätze… alleine durch die Bremsmentalität der Politik sorgte man dafür das bis heute über 200000 Arbeitsplätze in der Wind und Photovoltaik Technik dahin sind.
      Es müssen endlich klare Gesetze her damit der Wechsel zu Grüner Stromgewinnung richtig funktionieren kann und weitere Regeln folgen können…
      Das gleiche gilt auch für alternative Antriebe , erst wenn Rechtssicherheit herrscht geht es richtig los und ja wir sind in einer Phase der Entwicklung bei der nichts sicher ist , das hatten wir das letzte mal vor über 100 Jahren mit den Verbrennern…aber auch das haben wir geschafft…

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