Toyota Lunar Cruiser: Verleiht dem Land Cruiser einen Brennstoffzellen-Antrieb

Toyota Lunar Cruiser: Verleiht dem Land Cruiser einen Brennstoffzellen-Antrieb

Copyright Abbildung(en): Toyota / autoindustriya.com

Vor gut einem Jahr, im Oktober 2019, berichtete unser Autor Michael, dass der japanische Autohersteller Toyota seine Palette an Brennstoffzellenfahrzeugen weiter ausbaut. Wer auf Toyota.de einen Neuwagen sucht, findet unter der Rubrik „Brennstoffzelle“ ab sofort auch das Jaxa Mondmobil – mit Preis auf Anfrage. Natürlich mit einem Augenzwinkern versehen. Seitdem hat sich einiges getan. So hat das bemannte Mondfahrzeug mittlerweile einen Namen „Lunar Cruiser“.

Der Lunar Cruiser, welcher in Zusammenarbeit mit der japanischen Weltraumagentur JAXA (Japan Aerospace Exploration Agency) entwickelt wird, lehnt sich mit seinem Namen an Toyotas Allradlegende Land Cruiser an. Denn die Qualität, Haltbarkeit und Zuverlässigkeit, mit der der Geländewagen seit Jahrzehnten in aller Welt unterwegs ist, soll auch das mit Toyota Brennstoffzellentechnik angetriebene Mobil bei seiner Mission auf der unwirtlichen Oberfläche des Mondes auszeichnen, so das Unternehmen in einer aktuellen Mitteilung.

Mitte des vergangenen Jahres hatten Toyota und die JAXA eine Vereinbarung über die gemeinsame Forschung an einem bemannten Mondfahrzeug getroffen – mit dem Ziel, einen solchen Rover in der zweiten Hälfte der 2020er Jahre fertigzustellen. 2020 wird gemeinsam an der Herstellung von Testteilen für alle technologischen Bestandteile sowie am Rover-Prototyp selbst gearbeitet. Toyota gibt zu verstehen, das man sich unter anderem mit Simulationen zu Leistungs- und Wärmeverlusten beim Fahren, die Herstellung und Bewertung der speziellen Reifen sowie die Nutzung von virtuellen und Modellen in Originalgröße beschäftigt, um das Kabinen-Layout und die Anordnung der Ausrüstung einschätzen zu können.

Doch es wird nicht alles neu erdacht. So setzt der Lunar Cruiser auf die gleiche Brennstoffzellentechnologie, die auch den Toyota Mirai hier auf der Erde bewegt. Die erste Serienlimousine mit Brennstoffzellenantrieb rollt demnächst bereits in der zweiten Generation auf die Straße. Im Mondfahrzeug kann der Wasserstoffantrieb seine Vielseitigkeit und Robustheit unter extremen Bedingungen beweisen – und damit seine zentrale Rolle in einem nachhaltigen Mobilitätskonzept der Zukunft unterstreichen. Das Vorantreiben der Brennstoffzellentechnik ist Teil der Unternehmensvision „Toyota Environmental Challenge 2050“ für mehr Nachhaltigkeit. Darin hat der japanische Automobilhersteller eine Reihe langfristiger Ziele zur Verringerung der CO2-Emissionen seiner Fahrzeuge und seiner Werke festgeschrieben.

Quelle: Toyota – Pressemitteilung vom 03. September 2020

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7 Antworten

  1. Zitat: „So setzt der Lunar Cruiser auf die gleiche Brennstoffzellentechnologie, die auch den Toyota Mirai hier auf der Erde bewegt.“
    Fragt sich der geneigte Leser dann doch, wie es denn wirklich »die GLEICHE Brennstoffzellentechnologie« sein kann, wenn es auf dem Mond gar keine Sauerstoff-haltige Atmosphäre wie auf der Erde hat …?

  2. Ich kenne jemanden in der Branche, der in der gleichen Konstellation verkünden würde, man plane, dieses Gefährt ab nächstes Frühjahr in grosser Stückzahl zu produzieren und für 35’000 Euro zu verkaufen.
    Der Witz dabei ist dann noch, dass seine Fanboys ihm voll glauben würden.

    1. In den USA werden die Preise von Produkten ohne Mehrwertsteuer angegeben. Die ist in den Bundesstaaten nämlich unterschiedlich, zwischen ca. 20 und 0%.
      Das günstigste Model 3 ohne Extras kostet mit abgezogenem Herstelleranteil an der Umweltprämie (der natürlich vorher auf den Listenpreis draufgeschlagen wurde) zZt. etwa 43.000€. Das sind ohne Mehrwertsteuer 36.120€.

      1. Ich weiss nicht, was Sie mit diesem Beitrag genau sagen wollen.
        Aber eines ist klar, die „günstigen Tesla Model 3 ohne Extras“ gibt es nur auf dem Papier, wirklich kaufen kann man die nicht. Auf jeden Fall in der Schweiz nicht, wo es keine Beiträge des Staates und demzufolge auch keine Schwellwerte gibt.

  3. Toyota ist eine Versammlung von Clowns ..
    Dieses h2 Mondmobil ist der allerletzte Witz.

    Wie will man auf dem Mond das h2 erzeugen? mit Solarzellen? ja dann gleich rein damit in die Akkus bitte .. Strom ist auf dem Mond noch knapper als auf der Erde.
    Woher hat man die Irrsinnsmengen an Wasser um die Elektrolyse zu machen? Von der Erde eingeflogen? Und komprimiert man das O2 dann auch um für die Brennstoffzelle den Sauerstoff mitzuschleppen?

    Wenn schon auf der Erde der Systemwirkungsgrad der gesamten h2-Kette unterirdisch ist müsste er auf dem Mond annähernd Null sein.

    Das ganze Projekt ist ein derartiger Irrsinn – schon auf den ersten Blick erkenntbar – dass man sich einfach nur denkt: unter den Toyota-Freaks muss es so viele Schwachm**en geben, dass irgendjemand daran glauben könnte .. Oder es ist einfach ein vorgezogener Faschingsscherz ..

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