Toyota liefert Elektro-Proace ab März 2021 aus

Toyota-Proace-Elektroauto

Copyright Abbildung(en): Toyota

Toyota erweitert sein E-Mobility-Angebot im Jahr 2021 mit der Einführung des neuen Proace Verso Electric, einem rein elektrischen Kleintransporter für die Beförderung von Waren oder bis zu neun Personen. Preise und vollständige Spezifikationen sollen kurz vor dem Marktstart bekannt gegeben werden. Der neue vollelektrische Toyota Proace Electric ist bereits seit November bestellbar und soll ab März 2021 ausgeliefert werden. Die Aufnahme des kompakten Lieferwagens Proace Electric in die Nutzfahrzeugpalette von Toyota sei eine attraktive und hochflexible Mobilitätsoption für Unternehmen und Flotten, sowie für Kunden, die die Qualität und Leistung eines Toyota-Personentransporters mit außergewöhnlicher Umweltleistung wünschen, so der Hersteller in einer Mitteilung.

Zur Auswahl stehen zwei Lithium-Ionen-Batterien (50 kWh und 75 kWh), für eine emissionsfreie Reichweite von bis zu 230 km bzw. bis zu 330 km. Ein bordeigenes 7,4-kW-Ladegerät ist in der Standardausführung integriert, auf Wunsch wird ein 11 kW starker Bordlader verbaut, womit der Proace Electric innerhalb von viereinhalb Stunden mit der 50 kWh-Batterie bzw. innerhalb von sieben Stunden mit der 75-kWh-Batterie vollständig geladen werden kann. Noch schneller geht es an einer öffentlichen Schnellladestation. Dort angeschlossen dauert es nur 24 Minuten bzw. 36 Minuten, um die Batterie auf einen Füllstand von 80 Prozent zu laden.

Erhebungen über die Kundenbedürfnisse mit leichten Nutzfahrzeugen haben gezeigt, dass die typische tägliche Fahrdistanz gut 45 km beträgt. Das bedeutet, dass für die meisten Nutzer kein tägliches Aufladen notwendig ist. Die Höchstleistung für beide Batterievarianten entspricht 100 kW (136 PS), mit einem Drehmoment von 260 Nm. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 130 km/h begrenzt.

Toyota-Proace-Elektroauto-Innenraum
Toyota

Dank cleverem Design bleibt der Laderaum des auch als Verbrenner erhältlichen Proace uneingeschränkt, während die Nutzlast auf bis zu 1000 kg erhöht wurde und eine Anhängelast bis zu einer Tonne möglich ist. Der Van ist in einer breiten Auswahl von Ausführungen erhältlich: als Kastenwagen sowie als Passagierversion in einer Mittel- und Langversion. Das Proace Electric Modellprogramm soll 2021 durch weitere Aufbautypen ergänzt werden.

Die Batterie ist unter dem Ladeboden eingebaut und bringt deshalb keine Einschränkung des Ladevolumens gegenüber dem normalen Proace mit sich. Zudem senkt sie den Schwerpunkt des Fahrzeugs ab, was der Stabilität und dem Handling zu Gute kommt. Das Ladevolumen beträgt 5,3 Kubikmeter für die Mittel- und 6,1 Kubikmeter für die Langversion. Der Platz in der Passagierversion bleibt ebenfalls unverändert.

Ausstattungsversionen und Sicherheit

Der Proace Electric ist in zwei Ausstattungsversionen erhältlich: Active und Comfort. Die Active Spezifikation entspricht den gegenwärtigen Dieselmodellen, umfasst also zum Beispiel manuelle Klimaanlage, elektrisch einstell- und beheizbare Aussenspiegel, Tempomat, Aux-in- und USB-Anschluss sowie die durchdachte Smart Cargo Durchladeöffnung für noch mehr Stauraum.

Weitere Features für die Electric Modelle sind eine elektrische Feststellbremse und ein Ladekabel mit 6 Meter Länge. Anstelle des konventionellen Schalthebels befindet sich ein E-Umschalter für Park/Reverse/Neutral/Drive/Regenerative Braking sowie ein Schalter zur Wahl von Eco für maximale Reichweite, Normal für den Alltag oder Power Modus für schnelle Beschleunigung.

Toyota-Proace-Elektroauto-Cockpit
Toyota

Die Anzeigen für den Fahrer informieren über die Fahrgeschwindigkeit und den momentanen Energieverbrauch, die Batterieladung und die Klimaanlage-Leistung; dazu kommt ein TFT-Multiinformationsdisplay. Die neue Version Comfort umfasst darüber hinaus ein Color Pack mit Stossfängern und Türgriffen in Wagenfarbe, Keyless Entry und ein Audiosystem mit 7-Zoll-Display, Touchscreen, Apple CarPlay/Android Auto Smartphone-Konnektivität sowie Navigation und Rückfahrkamera.

Wer sich wundert, dass Toyota – eigentlich Nachzügler bei rein elektrischen Fahrzeugen – plötzlich doch ein E-Auto im Programm hat: Der Proace Verso Electric entsteht im Rahmen einer Technik-Kooperation mit der französischen PSA-Gruppe. Die Rahmendaten des Toyota-Stromers dürften also einigen treuen Lesern durchaus bekannt vorkommen. Sie sind die selben wie bei den Schwestermodellen Peugeot e-Expert, Citroën ë-Jumpy sowie Opel Vivaro-e. Das PSA-Trio startet preislich bei gut 35.000 Euro.

Quelle: Toyota – Pressemitteilung vom 16.11.2020

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Zu schwach motorisiert, zu wenig Reichweite und zu geringe Höchstgeschwindigkeit!

Mit der geringen Höchstgeschwindigkeit kann man ja als Familienkutsche noch leben aber die Reichweite bei Autobahntempo und der damit einhergehende Verbrauch (und absurd hohen Stromkosten) disqualifizieren das Fahrzeug einfach als Urlaubsauto. Wer 3 ungeduldige Kinder hat, kann nicht alle 200-250km nach einem „Schnell“-Lader Ausschau halten und da dann 40 Minuten für lediglich weiteren 180km rumstehen.

Dieser Lieferwagen ist dafür gemacht, in Zermatt die Skis oder die Touristen vom Bahnhof zum Hotel zu fahren oder für den Spengler, der pro Tag zu ein paar Kunden im Dorf fährt.
Als Familienkutsche oder gar als Camper reicht das nicht.
Evt. könnte man daraus mit einem modernen Range-Extender auf Benzin- oder gar Wasserstoff-Basis einen tauglichen Langstrecken-Bus machen. Eigentlich müsste da unter der Fronthaube noch sehr viel Platz sein; schon beim Diesel ist da die Hälfte leer.

Tja, dies zeigt zumindest wo der Trend auch bei den Grösseren hingeht. Keiner muss mehr jammern das es keine grossen Elektrische gibt. Und das macht gerade Toyota mit Hilfe der Franzosen vor.

Bezüglich Akkugrösse besteht hier noch Luft nach oben. Wasserstoff eher weniger, da die Wirtschaftlichkeit besonders in der Grösse noch fraglich ist.Da hier selbst ein 100 KW Akku noch untergebracht werden könnte, was dann immer noch günstiger ist als deren Mirai mit H2.
Aber im Schwerverkehr ist der Antrieb über Wasserstoff mit einem kleinen Akku,einem Gastank und der entsprechenden Brennstoffzelle im voller Erprobung. Sobald ca 500 PS Dauerleistung gefordert werden, das ist bei LKW, Baumaschinen aber vor allem bei Traktoren beim Pflügen, so wie beim dreschen, wo kaum auf Rekuperation gezählt werden kann, ein Thema. Wie gross die drei aufgeführten Teile auf einander abgestimmt sein müssen, ist rechnerisch nur schwierig zu erfassen, da die Brennstoffzelle für die Dauerleistung entsprechend stark sein muss. Wo hier der finanzielle break even point liegt, und die baulichen Abmessungen in den geforderten Grenzen für jene Mobilität liegen, kann nur die Praxis zeigen.

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