Tesla will Model Y aus Deutschland mit neuem 4680-Zellformat ausstatten

Tesla will Model Y aus Deutschland mit neuem 4680-Zellformat ausstatten

Copyright Abbildung(en): Christopher Lyzcen / Shutterstock.com

Der Elektroauto-Primus Tesla hat seine PR-Abteilung aufgelöst und verzichtet einem Bericht von Electrek zufolge nun auf den persönlichen Austausch mit Journalisten. „Wir haben kein PR-Team mehr“, zitiert der US-Blog einen Firmeninsider. In Europa und Asien gebe es zwar noch einige PR-Manager, der Kern des weltweit tätigen Teams sei jedoch bereits seit einigen Wochen nicht mehr aktiv. Schon in der Vergangenheit – wir sprechen aus Erfahrung und teilen dieses Leid mit zahlreichen Kollegen – kam es immer wieder vor, dass man vergeblich wartet, auf Anfragen eine Antwort zu bekommen.

Wesentlich schneller und aus erster Hand erhält Informationen, wer er schafft, direkt mit Tesla-Chef Elon Musk ins Gespräch zu kommen – auf Twitter, seinem bevorzugten Kommunikationskanal. Erst vor wenigen Tagen plauderte Musk ganz nebenbei spannende News zu den Elektroautos aus, welche Tesla ab 2021 in seiner nigelnagelneuen Fabrik bei Berlin produzieren will.

Einem Tweet von Musk zufolge erhalten die in Deutschland produzierten Kompakt-SUV Model Y – anders als jene aus den USA oder China – bereits die neuen Batteriezellen des Typs 4680, welche Tesla erst im September auf seinem Battery Day vorgestellt hatte. Das neue Zellformat soll leistungsfähiger, langlebiger und gut die Hälfte günstiger sein als das Vorgängerformat, welches aktuell in Tesla-Elektroautos verbaut wird.

Neben den neuen, wohl vor Ort produzierten Batteriezellen sollen die in Deutschland produzierten Model Y auch Neuerungen beim Design des Batteriepakets aufweisen – es soll demnach ein Teil der tragenden Struktur werden. Außerdem soll die Fahrzeugfront sowie das Heck nicht mehr aus mehreren, zusammengefügten Stücken bestehen, sondern einem einzigen, großen Teil. Ein entsprechendes Patent für eine Maschine, die dieses Teil produzieren kann, hat Tesla erst vor wenigen Wochen vorgestellt. Desweiteren will Tesla, wie Musks per Tweet bestätigte, ein neues Lackiersystem einführen. „Es wird viel neue Technologie in Berlin geben“, kündigte der Tesla-Chef an.

Berlin werde von Teslas weltweiten Produktionsstätten eine Vorreiterrolle einnehmen, so Musk weiter. Da das Produktionsrisiko in Berlin aufgrund der vielen Innovationen höher ausfalle, wolle Tesla abwarten, wie sich die neuen Technologien bewähren. Erst danach, mit etwa zwei Jahren Abstand, sollen die Neuerungen auch in den Werken in den USA und China eingeführt werden.

Quelle: Twitter – Tweet von Elon Musk // Electrek – Tesla dissolves its PR department — a new first in the industry // Ecomento – Tesla baut Model Y in Deutschland mit 4680-Akkus und neuer Fahrzeugstruktur

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8 Antworten

  1. Da sind wir ja mal gespannt auf so viel Innovation auf einmal. Und wieder wird der Vorsprung ausgebaut…
    Wer ein gutes Produkt hat, braucht keine PR Abteilung. Während Deutsche hunderte Millionen in PR Geschwafel investieren, liefert Tesla einfach gute Produkte. Für die Journis natürlich mühsam, wenn es kaum etwas zu berichten gibt. Aber gerade im Bereich Produkte PR zeigen VW & Co. definitiv ganz klar: Weniger ist mehr.

  2. Wenns wo gut funktioniert, dann sicher in Mitteleuropa. Ich bin überzeugt davon, das genug sehr vife Techniker da sein werden, die mit der modernsten Fertigungstechnik für Autos, das es nächstes Jahr in Grünheide geben wird, bestens zurechtgekommen werden.
    Und wenn das Werkl dann läuft und tausende Y ausspucken wird, dann sollte der Preis ja auch entsprechend niedrig sein. Klingt alles sehr vielversprechend.

  3. Tesla hat sehr wohl ein skurriles PR- Team namens Musk. Wenn der bei der Presse ganz in Ungnade fällt, wird es sehr schnell wieder ein echtes PR- Team geben. Ohne Informationen verkauft man keine Produkte.

  4. Lieber keine PR über Dinge die es gibt, als Fake PR zur Eigenbeweihräucherung. Was soll jemand von Herstellern denken, welche jahrelang weiße Autos im Kreis fahren lassen zur Demonstration ihres Umweltbewusstseins, andererseits weltweit vorm Kadi stehen wegen manipulierte Abgasausstösse. Weitere Hersteller werben mit cleanen Fahrzeugen, dies nicht zu kaufen gibt.

  5. PR brauch kein Mensch, bis auf leichtgläubige Premium Fetischisten. Ich fand in den 80’ern VAG nicht schlecht. Als deren „Transformation“ vom kleinen Inhaber betriebene Händler mit Werkstatt um die Ecke zum Glas, Edelstahl, Mamorpalast im Gewerbegebiet begann, ging es Bergab und ich habe den Hersteller gewechselt. Das ganze Bling-Bling zahlt man als Kunde nämlich mit. Und zuverlässiger werden die Fahrzeuge dadurch auch nicht. Selbst die einfachsten Reparaturen oder Wartungen saugen das Konto leer. Die Deutschen Premium Hersteller sind mittlerweile sehr abgehoben. Meine Eltern ( Ü65) wollten sich noch vorm Altenheim einen BMW gönnen und waren in einem Palast. Sie wurde 45 Min. ignoriert und es hat sie niemand angesprochen oder ihnen einen Sitzplatz angeboten, bis ein Berater Zeit für sie hat. War nicht schlimm, weil der Huyundai Händler nicht weit weg war und auch sie freundlich und bedarfsgerecht beraten hat. Natürlich ist Tesla auch Premium. Aber dafür sind sie dort Kompetent auch bei komplexen Problemen und behandeln ihre Kunden nicht nach ihrem Äußeren.

  6. Ich bin jedenfalls sehr froh, daß ich unser Model Y schon im Februar 2020 bestellt habe – und freue mich wie ein Kind auf den Weihnachtsman – hoffentlich kommt der nicht erst im Dezember 2021 – aber bei der Klimaerwärmung klappt es ja vielleicht schon im Somer.
    Alles wird gut – Hauptsache elektrisch!

  7. Mercedes und BMW waren noch vor Jahren an Arroganz und Hochnäsigkeit nicht zu überbieten, mittlerweile ist es etwas besser gewordenen aber noch immer nicht genug an der Kundennähe. Sogar bestehende Kunden wurden bei den entsprechenden Präsentationen von den hochnäsigen Verkäufern negiert. Es war immer eine Freude bei Messen und Ausstellungen zu sehen wie sich die junge Tesla Crew mit Information um das Fahrzeug bemüht hatten.

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