Tesla V3-Supercharger mit 250 kW-Ladeleistung kommen nach Deutschland

Tesla V3-Supercharger mit 250 kW-Ladeleistung kommen nach Deutschland

Copyright Abbildung(en): mikeledray / Shutterstock.com

Anfang August konnten wir berichten, dass InsideEVs festgestellt habe, dass Tesla die Supercharger Aufladung in Europa auf 120 kW abriegelt, aber warum? Bisher stehen nur Mutmaßungen im Raum, da Tesla selbst noch keine offizielle Erklärung abgegeben hat. Was sich bisher auch nicht geändert hat. Die Kommentare unter dem Artikel haben allerdings aufgezeigt, dass es wohl nicht überall der Fall ist. Künftig wird es an einigen Supercharger mehr nicht der Fall sein. Denn Tesla bringt seine ersten Tesla V3-Supercharger mit 250 kW-Ladeleistung nach Deutschland.

Doch zunächst ein wenig zurück. Anfang März 2019 hatten wir bereits berichtet, dass das neueste Tesla-Elektroauto, das Model 3 mit seinen Batteriezellen des Typs 2170, die höhere Laderate des Supercharger V3 bereits nutzen kann. In gerade einmal fünf Minuten lädt das Model 3 LR Energie für über 120 km nach. Nun sollen auch die beiden anderen E-Auto-Modelle von Tesla in diesen Genuss kommen. Zunächst nur in China. Möglicherweise künftig auch in Deutschland, wenn nach und nach mehr V3-Supercharger in Betrieb genommen werden. Auch in anderen europäischen Ländern habe Tesla zuletzt verstärkt seine neueste Ladetechnologie ausgerollt, etwa in Frankreich und den Niederlanden sowie Skandinavien.

Wichtig ist zu erwähnen, dass die Ladegschwindigkeit des eigenen Tesla E-Autos vom Modell und Baujahr abhängt. Die beste Ladeleistung soll derzeit das Model 3 erzielen. Sowohl Model S, als auch Model X laden in Deutschland langsamer an den V3-Supercharger. Des Weiteren benötigen diese zum Laden einen aufpreispflichtigen Adapter, da Tesla mit dem Model 3 in Europa von seinem eigenen System auf den hierzulande üblichen CCS-Standard umgestiegen ist. Bisher war es so, dass die V2-Supercharger mit zwei Kabeln zum Laden ausgestattet waren. Der V3-Supercharger kommt allerdings nur noch mit CCS-Anschlussmöglichkeit daher.

Seit der Ersteinführung der Supercharger in Europa im Jahr 2013 wurden auf dem Kontinent mehr als 525 Standorte mit mehr als 5.000 Ladepunkten in Betrieb genommen, an denen Kunden bis heute bereits Strom für mehr als zwei Milliarden elektrische Kilometer geladen haben; so eine Meldung Anfang Juli diesen Jahres. Die ersten V3-Supercharger von Tesla wurden übrigens in der Nähe von Hamburg entdeckt. Zudem sei in Wismar nahe der Ostseeküste mittlerweile auch der erste reine V3-Standort von Tesla in Betrieb gegangen.

Quelle: Ecomento.de – Teslas neue „V3“-Supercharger finden ihren Weg nach Deutschland

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Ich war mit meinem Model 3 vor ein paar Tagen am Supercharger in Wismar. Tatsächlich fiel auf, dass es da nur noch CCS gibt. Aber von 259 KW war leider noch nichts zu spüren. Max 120 würde ich sagen.

Wer ein Elektroauto fährt, hat die Auswahl aus rund 200 Stromanbietern. Und 300 verschiedenen Tarifen. Die Folge: Jeder Fahrer eines Elektroautos nutzt im Schnitt fünf Ladekarten und sechs Apps, um den Akku seines Wagens laden zu können. Ein Problem, das Tesla-Fahrern unbekannt sein dürfte.

Tesla glänzt durch ein praktikables Ladenetzsystem. In Europa umfasst es circa 584 Supercharger-Stationen. Und mit dem serienmäßigen CCS kann man nicht nur bei Tesla-Supercharger, sondern auch bei allen anderen Ladestationen auftanken. Die anderen Hersteller dürfen hiervon noch träumen. Gemeinschaftsunternehmen wie IONITY, bestehend aus BMW, Ford, Daimler, Volkswagen, Hyundai, sind zwar auf dem Sprung zur gemeinsamen Ladeplattform, aber mit bis dato wenig nachhaltigem Erfolg. Derzeit stehen in Europa 245 Stationen zur Verfügung und weitere 155 sind geplant.

Beim Autokauf schauen die Kunden heute mehr auf die Software und weniger zum Beispiel auf das Design. Auch das hat Tesla früher erkannt als andere.

Klassische Anbieter müssen ihre Software-Updates immer noch in den Werkstätten ihres Vertriebsnetzes aufwendig organisieren. Das ist umständlich und teuer obendrein. Tesla ist da schon bedeutend weiter. Wer ein Fahrzeug der Kalifornier fährt, wird über die Cloud bedient. Sprich: Software-Updates werden vom Kunden vorgenommen, betreffen nicht nur das Infotainment, sondern auch andere Komponenten wie Autopilot, Bremsleistung und Beschleunigung. Sie werden nach Kundenwunsch automatisch auf das Fahrzeug übertragen. Der Entwicklungsvorsprung der Kalifornier könnte bei mindestens zwei Jahren liegen.

Einen großen Vorsprung hat Tesla auch in einem anderen Bereich: der Reichweite seiner Autos.

Tesla ist Spitzenreiter, was die Reichweite seiner Fahrzeuge betrifft. Eine Analyse des Unternehmens NewMotion zeigt bis dato vernichtende Resultate für die Konkurrenz. Während Tesla Model S (593 km), Model 3 (560 km) und Model X (507 km) die ersten drei Plätze belegen, kommt der „Erfinder des Automobils“ Daimler mit seinem ersten Elektro-SUV EQC (355 km) nicht über einen bescheidenen Platz acht hinaus und muss sein Fahrzeug derzeit massiv vermarkten, um überhaupt auf Stückzahlen zu kommen. Audi ist mit Platz fünf und 420 km bestplatzierter Deutscher.

Viele neue Jobs: Der US-Elektroautobauer rechnet für seine geplante erste Fabrik in Europa vorerst mit bis zu 10.500 Mitarbeitern im Schichtbetrieb.
Viele neue Jobs: Der US-Elektroautobauer rechnet für seine geplante erste Fabrik in Europa vorerst mit bis zu 10.500 Mitarbeitern im Schichtbetrieb. (Quelle: Patrick Pleul/ZB/dpa)
Trotzdem sind nicht alle Kunden glücklich mit ihrem Tesla. Viele berichten von Qualitätsmängeln. Wie fällt Ihr Urteil aus?

Tesla baut die fehleranfälligsten Autos. Die jährlich erscheinende Qualitätsstudie des Beratungsunternehmens J.D. Power stellt dem Autobauer eine denkbar schlechte Note aus. Als größte Probleme werden genau die Punkte genannt, in denen Tesla seine Marktführerschaft teils pressewirksam beschwört: Spracherkennung, Android Auto- und Apple CarPlay-Konnektivität, Touchscreens, integrierte Navigationssysteme sowie Bluetooth-Konnektivität. Und NewMotion (Shell Recharge) weist in seiner Studie für die Tesla Model S, Model 3 und Model X noch weitere Mängel auf: Verarbeitungsqualität, überoptimistischer bzw. enttäuschender Autopilot, volle Leistung steht nur kurz zur Verfügung, empfindliche Flügeltüren, träges Handling und sehr hoher Stromverbrauch. Die europäischen Hersteller dagegen glänzen in der Regel immer noch mit ihrer Verarbeitungsqualität. Die übrigen Themen wie Autopilot, Infotainment, Spracherkennung oder Navigation befinden sich bei ihnen zwar auf dem Niveau des derzeit technisch machbaren, aber leider auch nicht immer auf dem Level der Kundenerwartung.

Das technisch Machbare scheint manchmal weniger, als Tesla in der Werbung verspricht. Zum Beispiel beim autonomen Fahren.

Die deutsche Wettbewerbszentrale hat Tesla wegen irreführender Werbung verklagt. Der Hersteller erwecke den Eindruck, seine Fahrzeuge könnten bereits autonom fahren. Es handle sich vielmehr um Fahrassistenzsysteme, die von einem rein autonomen Fahren noch weit entfernt liegen. Tatsache ist jedoch, dass in den USA mehr erlaubt ist als hierzulande. Insofern darf ein Tesla in Deutschland nicht das, was er in den USA bereits dürfte. Noch sorgt der Tesla-Autopilot für keinen komplett autonomen Betrieb des Fahrzeugs. Streng genommen befinden sich wohl alle Premiumanbieter auf Level 4 der autonomen Fahrstufen, also vollautomatisiertes Fahren technisch in Serienfahrzeugen abzubilden: Der Fahrer nimmt die Hände streckenweise weg vom Lenkrad. Allein der rechtliche Rahmen ist hierfür noch nicht überall ausgereift. Stufe 5, also das autonome Fahren ohne Fahrer, befindet sich bei allen Akteuren nach wie vor in der Testphase und das ist auch gut so.

Qualitätsprobleme oder etwas vollmundige Werbung lassen sich recht einfach in den Griff bekommen, versäumte Entwicklungen weniger. Ist Tesla also uneinholbar davongezogen, wie man oft hört?

Tesla ist kein „automobiler Gott“, sondern ein noch nicht profitabler Nischenanbieter. Was die Konkurrenten von Tesla vereint, ist überwiegende Profitabilität. In unruhigen Zeiten wie diesen ein nicht geringes Pfund. Allzu schnelle Abstürze an der Börse gibt es immer wieder, siehe Wirecard. Wichtig ist auch die vorteilhafte Tatsache, dass sie neben der Elektromobilität noch die klassisch optimierten und derzeit gewinnbringenden Antriebe sowie das zusätzliche Thema Wasserstoff mit im Gepäck haben und sich somit auch in Zukunft bei Antrieben breiter aufstellen als der Mono-Anbieter aus Kalifornien. Alle Experten sind sich doch einig: Elektromobilität wird nur ein Teil der zukünftigen Antriebstechnologie bleiben. Viele von ihnen haben darüber hinaus ein breiteres Produktportfolio, vom Pkw bis hin zu Nutzfahrzeugen und Bussen. Freilich will auch Tesla hier mithalten, aber das ist nicht so einfach.

Worauf wird es in Zukunft für die klassischen Hersteller ankommen?

Eines ist doch klar: Fahrzeuge werden in Zukunft nicht mehr nach ihrer Länge und ihrem Blechkleid beurteilt werden. Komfort, Connectivity und Betriebssystem, Umweltfreundlichkeit und Reichweite sind die Messgrößen. Das hat man bei Tesla bis dato besser verstanden als anderswo. Wer im Kreis der Auserwählten verbleiben möchte, muss die Lücken gegenüber der Konkurrenz eben noch möglichst schnell schließen. Verlierer gibt es final noch keine.

Hui, gut geschrieben, dann wünsche ich mir sehr, das die „TESLA-Boys“ auch nur die technischen Errungenschaften ihres Konzerns nutzen würden, und nicht, was sie sicherlich auch dürfen, die wenigen „freien“ Säulen blockieren. Oder ist der Preis für das Schnellladen bei Tesla zu hoch ???

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