Tesla soll deutschen Batteriemontage-Spezialisten ATW übernehmen wollen

Tesla soll deutschen Batteriemontage-Spezialisten ATW übernehmen wollen

Copyright Abbildung(en): Roschetzky Photography / Shutterstock.com

Medienberichten zufolge soll der US-Elektroautopionier Tesla daran interessiert sein, das deutsche Unternehmen Assembly & Test Europe GmbH (ATW) übernehmen zu wollen. Offiziell bestätigt wurde das Übernahmegerücht bislang noch von keinem der beteiligten Unternehmen. Der ATW-Mutterkonzern ATS teilte allerdings mit, dass bestimmte Vermögenswerte und die Übertragung von Mitarbeitenden einer ihrer in Deutschland ansässigen Tochtergesellschaften an einen Dritten geplant seien.

ATW produziert unter anderem Getriebemontagelinien für den Auftragsfertiger Magna sowie Batteriemontagen für die Autohersteller BMW und Daimler bzw. dessen Batterie-Tochter Accumotive. Zu den bisherigen Kunden zählen auch Volkswagen, ZF, Vaillant und Brose. Das Unternehmen mit gut 210 Arbeitsplätzen galt als hoch profitabel, kam durch Corona massiv ins Schleudern, musste in Kurzarbeit gehen, war von der Schließung bedroht und befand sich bereits in der Abwicklung, wie The European berichtet.

Geschäftspartner von ATW bzw. ATS sollen demnach eine Mitteilung erhalten haben, wonach sich das Unternehmen auf die Übernahme durch Elektroauto-Hersteller „aus Kalifornien“ geeinigt habe. In der Branche ist deshalb die Rede davon, dass es sich dabei um Tesla handle. Die Rhein Zeitung spricht davon, „mehrere Quellen“ versichern, dass es sich tatsächlich um Tesla handle und dass bei ATW bereits bei einer internen Feier auf die Rettung angestoßen worden sei.

ATW, ansässig im rheinland-pfälzischen Neuwied, hat eine deutsche Tesla-Tochter in der Nachbarschaft: Tesla Grohmann Automation, welche in einem ähnlichen Bereich tätig ist und dringenden Bedarf an mindestens 160 Fachkräften habe. Firmen-Fahrzeuge von Tesla Grohmann seien anlässlich der bereits erwähnten Feier bei ATW gesichtet worden. Der Deal wäre eine Win-Win-Situation für beide Seiten.

ATW verfügt eigenen Angaben zufolge über umfangreiche Erfahrung, um alle Herausforderungen in der Montage und Prüfung von Batteriemodulen und -baugruppen für die Elektromobilität zu bewältigen. ATW habe für mehrere internationale Autohersteller bereits mehr als 20 Batterieproduktionsanlagen fertiggestellt. Für Tesla wäre dieses Know-How sicherlich ein Gewinn: Schließlich baut der Branchenprimus aus den USA derzeit in der Nähe von Berlin sein erstes Elektroauto-Werk auf europäischem Boden auf.

Quelle: Electrive – Tesla offenbar an deutschem Zulieferer ATW interessiert // The European – Expansionskurs: Tesla übernimmt Automobilzulieferer aus Rheinland-Pfalz // Rhein Zeitung – Tesla auf dem Weg nach Neuwied: Rettung für ATW in Sicht

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3 Antworten

  1. Konfus, man kriegt keine E-Auto geliefert und die, welceh BAterrien zusammenbauen müssen in Kurzabreit gehen? Das ist doch alles von der AutoAllianz gestrickt!!!

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