Tesla: Trotz Rekord-Auslieferungen Einbruch beim Gewinn in Q1/2020

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Zum Ende des ersten Quartals 2020 konnte Tesla erneut einen Rekord für sich verzeichnen. Im Vorjahresvergleich konnte Tesla im gleichen Zeitraum rund 25.400 Auslieferungen mehr verzeichnen. Ausgehend von 63.000 Auslieferungen in 2019. Mit den 102.672 produzierten Fahrzeugen nährt man sich sogar fast den Zahlen aus dem vierten Quartal an. Insgesamt fast 105.000 Fahrzeuge wurden in diesem Zeitraum gefertigt. Der Gewinn des Unternehmens sieht allerdings nicht ganz so positiv aus.

Der Coronavirus bzw. die Covid-19-Pandemie trägt hierbei einen entscheidenden Anteil. Im ersten Quartal 2020 konnte der amerikanische Automobilhersteller einen Umsatz von um die 5,99 Milliarden US-Dollar erwirtschaften. In puncto Gewinn blieben allerdings nur 16 Millionen US-Dollar hängen. Positiv ist hierbei zumindest die Tatsache, dass Tesla mittlerweile das dritte Quartal in Folge schwarze Zahlen verzeichnen kann, auch wenn diese geringer ausfallen als bisher. In einer Mitteilung an die Investoren gab Tesla allerdings auch zu verstehen, dass die Zahlen durchaus besser ausfallen würden, hätte die Covid-19-Pandemie nicht solch massive Auswirkungen mit sich gebracht.

Mit Blick auf die Zukunft lässt sich festhalten, dass auch das zweite Quartal 2020 seine Herausforderungen mit sich bringen wird. Positiv zu sehen ist, dass Tesla die Giga Shanghai seit Mitte Februar wieder geöffnet hat. Die Gigafactory in Fremont wurde allerdings erst am 23. März geschlossen. Somit ist davon auszugehen, dass sich dies negativ auf die Produktions- und im nächsten Schritt auf die Absatzzahlen der Tesla Fahrzeuge in den USA auswirken wird. Ein erstes Einknicken der Umsatz- und Gewinnkurve ließ sich bereits im ersten Quartal 2020 verfolgen. Von 7,38 Milliarden US-Dollar Umsatz im Vorquartal sank der Wert um 19 Prozent auf 5,99 Milliarden US-Dollar, von 105 Millionen US-Dollar Gewinn auf 16 Millionen US-Dollar.

Hoffnungsträger sei vor allem das neu auf den Markt gekommene Model Y. Dieses sei bereits im ersten Quartal profitabel, wie Musk, im Rahmen der Bekanntgabe der Zahlen, zu verstehen gab. Musk sprach auch das zweiteilige Gussdesign des Model Y an, dass die Produktion bei gleichzeitiger Gewichts- und Kosteneinsparung optimieren wird. Er erwähnte auch die Einführung der Wärmepumpe des Model Y, die dazu beiträgt, dass das Model Y seine branchenführende Reichweite trotz seiner Größe gegenüber dem Model 3 beibehält. Abschließend wies er daraufhin, dass Tesla die Produktion des Model Y in Fremont, Shanghai und, wenn sie fertig ist, in Berlin mit voller Geschwindigkeit fortsetzen wird.

Ein wenig bremst Musk die Vorschau auf die kommende Quartale ein. Was auch daran liegen mag, dass Tesla von globalen Lieferkette und politischen Vorgaben abhängig sein wird. Aus diesem Grund hat Tesla sich entschieden die Zahlen für das Gesamtjahr 2020 noch einmal einer genaueren Betrachtung zu ziehen. Geplant waren um die 500.000 Fahrzeuge im Gesamtjahr. Mit vorliegenden Zahlen aus Q2/2020 will Tesla einen neuen Ausblick geben. Derzeit lässt sich dies nicht abschätzen, da Fremont und Nevada derzeit noch vom Shutdown betroffen sind. Das Supercharger-Netz konnte im ersten Quartal 2020 erneut wachsen. Mittlerweile habe man 17.007 sogenannter Supercharger-Stalls am Start, welche sich auf 1.917 Standorte verteilen.

Quelle: Tesla – Mitteilung vom 30. April 2020

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5 Antworten

  1. Wie wär’s mit: ‘Tesla: Trotz Coronakrise Gewinn im Q1/2020’.

    Negative Formulierungen liest man von genügend ‘Qualitätsmedien’. Ich erspare mir lieber, welche Intention man aus einer solchen Überschrift auf diese Website schließen kann …

    1. Die Coronakrise begann im letzten Monat des ersten Quartals. Die Auslieferungen waren dennoch auf Rekordniveau. Warum sollte man es dann so ausdrücken, wie von dir gefordert? Es ist ein Gewinneinbruch zu verzeichnen und genau so lautet die Überschrift des Artikels. Das ist bei Artikeln ähnlichen Inhalts deutscher Hersteller nicht anders.
      Warum muss man das als Tesla-Fan, was ich hier einfach mal unterstelle, derart emotional kritisieren? Die Intension ist Interesse am Artikel zu erzeugen, da Klicks den Umsatz machen.
      Es wäre auch ohne Coronakrise auf fachspezifischen Webseiten so. Aber auch das Interesse daran sinkt zur Zeit stark. Wer interessiert sich derzeit noch für Elektroautos oder Autos im allgemeinen? Auch hier sinkt der Umsatz in diesen Tagen. In diesem Artikel beim Autor eine grundsätzlich negative Haltung Tesla ggü erkennen zu wollen, ist geradezu lächerlich.
      Ein wenig Gelassenheit wäre wünschenswert.
      Negativ behaftet Schlagzeilen im Automotive-Sektor werden dieses Jahr noch einige kommen, daran wird man sich gewöhnen müssen.
      Jedoch können wir durchaus hoffen, dass kommende Konjunkturhilfen auch und gerade der E-Mobilität zugute kommen – denn davon wird auch Tesla profitieren und entgegen der Tendenzen in den USA, sind Auslieferungen hierzulande auch wieder möglich. Peter Altmeier hat gestern eine Kaufprämie von bis zu 10.000 Euro in Aussicht gestellt, was gerade Model 3 und Y auch für die Käufer interessant macht, für die ein solches Auto preistechnisch eigentlich nahezu unerreichbar schien. Das könnte die Verluste im Laufe des Jahres abfedern. Denn noch ist das Fazit des Artikels positiv. Das wird nächstes Quartal nicht so bleiben – leider.

  2. Gewinn bleibt Gewinn. Andere Autohersteller verlieren derzeit Millionen – auch Deutsche. Aber Sebastian will es sich wohl mit dem Deutschen Autofilz nicht ganz vergraulen. Dafür habe ich zwar Verständnis. Aber aus journalistischer Sicht ist dieser tendenziöse Titel katastrophal. Auf jeden Fall freue ich mich für Tesla. Bin halt ein early adaptor. Uralttechnologien made in Germany interessieren mich schon lange nicht mehr 🙂

  3. Im Vergleich zu unseren etablierten Herstellern, VW, BMW und Daimler hat Tesla ein traumhaftes Quartalsergebnis erzielt. Eine solche Überschrift deutet eher daraufhin, dass hier gezielt kleingedet werden soll. Mal sehen, wie lange es noch dauert, bis die “erfolgreichen” deutschen Hersteller nach Hilfsgeldern rufen, die wir mit unseren Steuern berappen müssen. Deren Niedergang war schon vor Corona deutlich abzusehen, aber jetzt können sie für ihre Trägheit einen Sündenbock benennen.

    Objektiv müsste der Titel eher lauten: “Trotz Coronakrise erzielt Tesla im Gegensatz zu den anderen Marktbegleitern ein unerwartet gutes Quartalsergebnis”

    Dass das abseits unserer “objektiven” Qualitätspresse auch so eingeschätzt wird, kann man an der Entwicklung des Aktienkurses ablesen.

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