Tesla Q3/2020: Rekordgewinn und Umsatz im „besten Quartal der Geschichte“

Tesla Q3/2020: Rekordgewinn und Umsatz im "besten Quartal der Geschichte"

Copyright Abbildung(en): TierneyMJ / Shutterstock.com

Anfang des Monats ließ es sich, bei der Bekanntgabe der Auslieferungs- und Produktionszahlen bereits erahnen, Tesla ist auf einem guten Weg. Mittlerweile steht fest, dass der amerikanische Automobilhersteller auch hinsichtlich seiner Finanz-Kennzahlen zu überzeugen weiß. Neue Quartals-Rekordwerte bei Profit und Umsatz konnte man vorzeigen, beim mittlerweile fünften Quartalsgewinn in Folge.

Im Vergleich zum vorherigen Quartal konnte Tesla seinen Gewinn mehr als verdreifachen. Stand man Ende des 2. Quartals 2020 bei 104 Millionen US-Dollar Gewinn, kommt man Ende Q3/2020 auf 331 Millionen US-Dollar. Nicht umsonst gab Musk, bei der Verkündung der Zahlen, zu verstehen: „Das dritte Quartal war das beste in unserer Geschichte“. Des Weiteren blickt man auf ein bereinigtes EBITDA von 1,8 Milliarden Euro, was mit einer EBITDA-Marge von 20,6 Prozent gleichzusetzen ist. Rein für das operative Geschäft liegt die Marge bei 9,2 Prozent. Dass das Unternehmen weiter am wachsen ist zeigt ein Blick auf den Umsatz. Dieser stieg von 7,61 Mrd. US-Dollar auf 8,77 Mrd. US-Dollar.

Die liquiden Mittel seien ebenfalls deutlich gestiegen, auf 14,5 Milliarden US-Dollar. Allein die jüngste Kapitalerhöhung trug um die fünf Milliarden US-Dollar zu diesem Wachstum bei. Wobei das Wachstum selbst mit 5,9 Milliarden USD angegeben wurde. Wir erinnern uns für das dritte Quartal 2020 teilte Tesla mit, dass man über 145.000 Fahrzeuge produziert hat, ausgeliefert wurden 139.300 Elektroautos. Die Gesamtzahl der Auslieferungen ist ein massiver Sprung von Quartal zu Quartal im Vergleich zu den 90.000 Fahrzeugen, die Tesla im letzten Quartal ausgeliefert hat. Zudem kann Tesla damit einen neuen Allzeit-Auslieferungsrekord verzeichnen – er übertrifft die im 4. Quartal 2019 erfolgten Auslieferungen von 112.000 Elektrofahrzeugen. Die Produktion ist auch höher als im letzten Quartal mit 82.000 Fahrzeugen, obwohl die Schließung der Fabrik in Fremont die Produktionskapazität noch immer beeinträchtigte.

Mit diesen Zahlen im Hinterkopf, sowie ein Blick auf die bisher 329.980 gefertigten Tesla E-Autos, wird sich Tesla an seiner Aussage von 500.000 Einheiten pro Jahr (vor Covid-19) doch noch messen lassen. Im Geschäftsbericht heißt es hierzu: „Wir haben die Kapazität installiert, um in diesem Jahr 500.000 Fahrzeuge zu produzieren und auszuliefern. Auch wenn es schwieriger geworden ist, dieses Ziel zu erreichen, bleibt die Auslieferung einer halben Million Fahrzeuge im Jahr 2020 unser Ziel.“ Hierfür müsste es Tesla gelingen weitere 181.650 Einheiten im letzten Quartal auszuliefern.

Die Basis hierfür habe man mit der Erweiterung von Produktionskapazitäten in Fremont als auch in Shanghai gelegt. In den Vereinigten Staaten sei es möglich mittlerweile 500.000 statt der vorherigen 400.000 Einheiten pro Jahr zu fertigen. Bis Ende des Jahres/ Anfang 2021 plane man zudem die Ausschöpfung der vollen Fertigungskapazität des Model Y. In Shanghai habe man zudem den Sprung von 200.000 auf 250.000 Einheiten für das Model 3 geschafft; die Integration der Model Y-Fertigung stehe ebenfalls vor dem Abschluss. Was gerade in Q4 den Absatz-/ Produktionszahlen einen weiteren Schub verleihen dürfte.

Quelle: Tesla – Mitteilung vom 21. Oktober 2020

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Das große Problem vor dem Tesla jetzt steht ist die Fertigungsqualität da man doch reichlich in den Medien davon gelesen hat ist nicht jeder mehr bereit nur wegen der Technischen Möglichkeiten einen Tesla zu kaufen.
Hier wird es langsam zeit das Tesla etwas unternimmt, in Europa dürften die China Lieferung Besserung versprechen, aber letztendlich wird Musk wieder am Preis drehen um die Vermarktung anzukurbeln.

Die Auslieferungszalen und der Gewinn werden groß gefeiert, Sind die Zahlen wirklich so gut? Der alte Auslieferungsrekord von 112000 Fahrzeugen wurde ohne Shanghai erzielt. Jetzt sind 28000 Fahrzeuge mehr ausgeliefert worden. Dem Artikel ist zu entnehmen, dass auf das Quartal gerechnet die Kapazität für Shanghai von 40000 auf 50000 gesteigert wurde. Auch Fremont kann mittlerweile 25000 Fahrzeuge pro Quartal mehr produzieren. Alles in allem hätte mehr drin sein können. Wenn man dann noch die ZEV Credits von 397 Millionen Dollar abzieht bleibt ein vergleichsweise kleines Minus. Allerdings darf man die kreative Buchhaltung nicht aus dem Auge verlieren. Die nächsten Tage werden viele Artikel diese genau beleuchten.

Sie haben schon gelesen das 5,9 Milliarden in die Kriegskasse geflossen sind, also Gewinn ist genug da vor allem wenn man bedenkt das Tesla über 20% Marge macht, Großkonzerne liegen zum Vergleich bei ca. 12 % und das bestimmt nicht zu C. Zeiten…

@Djebasch
Natürlich habe ich das gelesen und auch das von den 5,9 Milliarden 5 aus der Kapitalerhöhung stammen und ich erinnere mich auch, dass Tesla dieses Jahr schon eine Kapitalerhöhung von 2 Milliarden vor dem Lockdown durchgeführt hat. Man braucht sich also lange Zeit keine Sorgen zu machen, daß das Geld ausgeht.

Ich finde es gut wenn Tesla mehr Fahrzeug auf den Markt bringt.
Setzt die anderen in Zugzwang und letztendlich werden sie technisch bessere und preislich interessantere Fahrzeuge anbieten müssen um am Ball zu bleiben.
Am Ende darf man nicht vergessen:
TESLA ist noch immer ein reiner Elektroauto-Hersteller der ausschließlich E-Fzg. anbietet.
Da gibt es aktuell kein vergleichbares Unternehmen auf der Welt mit diesen Produktionszahlen an E-Autos

Ist am Ende nur gut für die E-Mobilität….
es bleibt spannend

Tesla ist gut für die Umwelt und die Zukunft des Planeten, und mehr ist in der Firmenphilosophie von Tesla nicht zu finden. Das die Teile mächtig Spaß machen steht da nicht einmal geschrieben. Aber, wer Spaltmaße, Qualität oder Abgase zu Lasten der Umwelt haben möchte, möge doch die überteuerten Produkte der alten Autowelt kaufen. Nachdem Elon heut verkündet hat Tesla produziere im Jahr 2030 zwanzig Millionen Fahrzeuge – ob erst gemeint oder nicht – und dieses gar nicht so abwegig, wenn nur die innovative Generation Klimaschützer die Kaufentscheidung fällen werden.

Man kann Tesla mögen oder nicht. Aber Tesla hat eine ganze Industrie weltweit vorgeführt. All die grossen Namen, die Innovation nicht nur verschlafen sondern aktiv verhindert haben-darunter alle Deutschen-müssen sich heute schämen über die letzten 20 Jahre. Tesla hat sich den Erfolg hart erarbeitet und ausnahmslos alle Spotter eines Besseren belehrt. Hut ab vor diesem Mut und vor dem Erfolg. Ich mag Tesla. Und ich freue mich auf die ersten Teslas aus Deutschland.

Naja wenn man die CO2 Zertifikate rausrechnet ist man wieder im Minus und ohne die gewaltigen Subventionen würde es noch schlimmer aussehen. Bei den Margen ist Tesla auch sehr kreativ um die Konkurrenz doof dastehen zu lassen. Es wurde mittlerweile schon zigfach bewiesen dass die Marge wesentlich niedriger ist, aber sowas darf man nicht sagen ohne gleich von Teslafanboys angefeindet zu werden

Alexander, können Sie mir einmal erklären warum Leute wie Sie an allem was Tesla auch macht was auszusetzen haben? Egal das sie die einzigen sind die Updates sicher übers Internet einzuspielen imstande sind, egal ob sie die einzigen sind deren Autos immer besser werden, egal das sie ein Ladene Netzwerk aufgebaut haben das nicht einmal staatlich geförderte Unternehmen fertig gebracht haben. Immer gibt es Leute wie Sie die Meckern müssen.

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